Warum nicht mal einen Berg laufen?

Schön nicht wahr?:

Leider führt der imposante Wasserfall zur Zeit kein Wasser, er wäre sonst auf dem ersten Bild zu sehen gewesen. Was mich fasziniert hat ist, dass ich bis zum Gipfel des Berges in kleinen Schritten durchlaufen konnte. Die Aussicht von ganz oben war dann auch unglaublich schön. Leider lag kein Schnee, das wäre natürlich noch toller gewesen 😀

Wie kommt es aber nun, dass der gemeine Deichläufer plötzlich durch die Berge trabt? Die Antwort ist simpel und banal: Nach einem Vierteljahr zog es mich mal wieder nach Berlin. Auch wenn ich superliebe Nachbarn haben, die sich um meine Wohnung kümmern, wollte ich doch einmal wieder selber nach dem Rechten sehen und auf bessere Zeiten oder gar ein Ende der Lockdownerei zu warten, erschien mir aussichtslos.

Um mir beim Laufen einmal etwas Abwechselung zum Tempelhofer Feld zu verschaffen, überquerte ich dieses nur, lief dann anschließend über den Columbiadamm und weiter über den Mehringdamm zur Kreuzbergstraße, an der der Viktoriapark mit dem Kreuzberg liegt. Der Kreuzberg hat satte 66 m über NN, aber zum Glück brauchte ich nur 36 HM überwinden um vom unteren Punkt des Parks hoch zum Gipfel mit dem Monument zu kommen 😛 Von dort hat man dann einen wunderschönen Blick über die Stadt und eine direkte Blickachse über den Wasserfall in die Großbeerenstraße. Der direkte Laufweg dorthin betrug fünf Kilometer.

Auf der Strecke hin und zurück überquerte ich, wie bereits erwähnt, das Tempelhofer Feld, umkurvte die imposanten Gebäude des ehemaligen Flughafen Tempelhofs (in denen zu normalen Zeiten auch die Marathonmesse des Berlin Marathon stattfindet) und überquerte den Platz der Luftbrücke mit seinem Denkmal. Auf dieser gar nicht einmal so langen Strecke wird einem also Allerhand geboten. Sogar ein paar Schneekrümel bei Temperaturen von knapp unter 0 ° 🙂

Diese Tour war ein schöner Lichtblick in einer ansonsten durch den Lockdown und graues Winterwetter ziemlich trostlosen Stadt.