Alle Wetter

Ich gebe zu, ich bin nicht willenstark genug. Ich schaffe es nicht die Sendepause durchzuhalten 🙂  Aber das sehr wechselhafte Wetter auf Sylt gibt Zeitfenster frei, die ich dann doch mal eben mit einem Blogbeitrag füllen kann 😛

Am Anreisetag verabschiedete sich mein heimatliches Laufrevier mit traumhafter Morgenstimmung, so dass wir schon nach fünf Kilometern den ersten Zwischenstop einlegen mußten. Der weitere Reiseverlauf konnte aber auch schon als erster Urlaubstag durchgehen.

Auf Sylt angekommen empfing uns in den ersten Tagen das schönste Spätsommerwetter. Allerdings setzte das Antibiotikum zu einer späten Rache an, im Rekordtempo (sprich in nicht einmal einer Stunde) hatte ich einen Sonnenbrand auf dem Schädel. Dass das Zeugs zu einer hohen Sonnenbrandempfindlichkeit führt, hatte mir mein Hausarzt vor zweieinhalb Wochen zwar gesagt, aber über eine so lange Zeit hatte ich das schlicht und ergreifend vergessen 😦 Schön war der Sonnenbrand wahrlich nicht.

So gesehen wurde das Wetter in den Tagen darauf für mich doch etwas verträglicher, was mir auch lauftechnisch sehr entgegenkam 🙂 Bei zwei meiner bis dato drei Läufe hat es geschüttet wie aus Eimern.

Aber zwischen den Regen(schauern) ist es bekanntlich trocken und der Urlaubsgenuß kommt wirklich nicht zu kurz.

Und wenn die Wetterpropheten recht behalten, bekommen wir Mittwoch noch einen ausgewachsenen Sturm mit Windstärken bis 11.

Dabei war es heute schon nicht wenig windig, was zu atemberaubender Brandung führte.

Morgen gönne ich mir dann noch einen schönen langen Lauf fürs gute Marathongewissen und dann guck ich mal, was Insel und Wetter denn die Tage noch so zu bieten haben 🙂

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Das Glück liegt im Kleinen

Diese Erkenntnis ist ja nicht neu, aber die Wahrheit zeigte sich mal wieder in meinem heutigen Lauf. Dabei stand der gar nicht auf dem Programm. Aber während ich so auf dem Sofa saß, die Uhr gen 20 Uhr vorrückte, der Regen auf die Dachfenster trommelte und das Regenradar von Wetteronline ein fettes Regengebiet zeigte, konnte ich nicht anders als mich vom Sofa zu lösen und in die Laufklamotten zu schmeißen. Der Regen hat die Temperatur auf deichläuferfreundliche 12° abstürzen lassen, während z. B. Berlin zur gleichen Zeit bei 28° vor sich hin kochte.

Also schnell einmal die Rampe der Huntebrücke angesteuert, rauf und runter gedüst, dabei jede Pfütze mitgenommen. Herrlich, mein Laufwetter, ich liebe es.

Kurz vor Zuhause die Schuhe ausgezogen und die letzten Meter zur Haustür barfuß spaziert, klitschnaß und smilend like a honeycakehorse. Das Glück liegt im Kleinen, es war heute 6,8 km und knapp 41 Minuten lang.

Patsch Patsch – Patsch Patsch

Es verändert sich was an meinem Laufstil. Deshalb erklang das Patsch Patsch -Patsch Patsch heute nicht nur, weil ich im strömenden Regen unterwegs war, sondern auch weil ich wohl inzwischen komplett auf dem Mittelfuß lande. Das klingt zwar erstmal nicht so elegant, aber ich bin zufrieden, die Richtung stimmt und ich komme nicht mehr zuerst mit der Ferse auf, die das schon lange nur noch mit gut gedämpfen Laufschuhen toleriert.

Somit spüre ich die Veränderung im Laufstil auch während ich in diesen gut gedämpften Laufschuhen stecke. Das konsequente Einbauen von kurzen Barfußetappen in nahezu jeden Lauf macht sich bemerkbar. Sehr genau merke ich wie der Fußballen nun das meiste Körpergewicht auffängt. Die Zehen spreizen sich und reizen den kompletten Raum der Zehenbox aus. Ein Gefühl als wäre ich nicht auf Füßen sondern auf Tatzen unterwegs. Witzig und angenehm.

Aber ich spüre auch den stärkeren Zug in der Achillessehne und auch das Zehenskelett läßt spüren, dass die Fußmuskulatur noch viel Zeit braucht bis sie stark genug ist, schützend und stützend zu agieren. Nichts fürchte ich mir als dass mir ein irgendein Mittelfußknochen durchknackt. So bleibt es erstmal, speziell auf Asphalt, weiterhin bei noch recht kurzen Barfußabschnitten. Zumal sich das Barfußlaufen auf Asphalt auch irgendwie noch nicht richtig flüssig und rund anfühlt.

Durchgezogen werden die schuhlosen Einlagen aber auf jeden Fall, auch heute bei strömendem Regen, 9° und kräftigem Wind.

Die schwierigste Nummer war es mit naßen, kalten Händen, die naßen Socken und die naßen Schuhe an die naßen Füße zu bekommen 😀 Man muß nicht bekloppt sein für solche Aktionen, aber es erleichtert die Sache doch sehr :mrgreen:

16 spaßige, locker und fluffig gelaufene Kilometer bei bestem Deichläufer-Wetter. Herz, was willst du mehr.

Rot

Auf diversen anderen Laufblogs fällt in den letzten Tagen immer öfters das Wort Frühling. Zwar gab es auch hier schon ganz ganz zarte Anklänge dieser wunderbaren Jahreszeit, aber mit dem Sturm von vorgestern wurden diese erstmal wieder verblasen.

So durfte ich heute bei weiterhin kräftigem Wind regnerische 4° genießen. Nicht berücksichtigt hatte ich dabei aber, dass der normalerweise milde Süd- bis Südwest die Temperatur heute deutlich ins Minus windchillte. Und so hatten sich meine regennassen Unterschenkel zeitweise eine kräftig rote Farbe zugelegt, wie ich sie den ganzen Winter noch nicht gesehen hatte und ich war froh zumindestens meiner inneren Eingebung gefolgt zu sein und nicht die kurze Tight angezogen zu haben.

Trotzdem ließ ich mir eine kleine Barfußlaufeinlage nicht nehmen und durfte erstmals feststellen, dass nasser Asphalt bei weitem nicht so die Fußsohlen schraddelt wie trockener. Zudem waren die Füße unglaublich warm, als ich sie anschließend wieder in die Laufschuhe versenkte. Für die Zwischenlagerung der Schuhe und das An- und Ausziehen bot sich der Windschatten und Dachüberstand des kleinen Gebäudes des Deichverbandes perfekt an.

Kurz nachdem ich wieder in die Schuhe geschlüpt war, hörte es auf zu regnen und auch der Rest des Körpers vermeldete ab da ein deutlich angenehmeres Temperaturempfinden und es lief so locker und weich, dass ich meine Runde noch minimal verlängerte und nach 15,6 km wieder zuhause einlief.

Und scroll und scroll und scroll

Gestern habe ich mal laufend nachgeschaut, ob die Sturmflut an der Nordsee in der Nacht zum Dienstag auch die Hunte soweit zurückgedrückt hat, dass mal wieder die Bornhorster Wiesen geflutet worden sind. Dem war aber nicht so, dort steht nach wie vor sehr wenig Wasser.

Sehr wenig Wasser ist überhaupt das Stichwort. Irgendwie habe ich das Gefühl schon ewig nicht mehr im Regen gelaufen zu sein. Also ich meine jetzt so im richtigen Regen, nicht nur etwas Geniesel, Getröpfel oder mal einen Schauer. Wann war denn nur der letzte gescheite Regenlauf?

Nichts ist leichter rauszukriegen als das. Wofür führe ich schließlich einen Laufblog, der ja nahezu jeden meiner Läufe lückenlos dokumentiert 🙂

Und so scrolle ich meine Beiträge durch und scrolle und scrolle und scrolle. Nicht nur, dass ich offensichtlich viel schreibe, nein, der letzte Regenlauf liegt wirklich schon eine Ewigkeit zurück.

Fündig werde ich erst am 22.08., da hat es zumindestens mal für die Dauer des Laufs gedauerregnet, wenn auch nicht kräftig.

Das letzte Mal so richtig geschüttet hat es beim Laufen sage und schreibe sogar zuletzt am 25.06..

Da sage noch einmal jemand, dass es in Norddeutschland nur regnet 😎

Irgendwie hätte ich ja mal wieder Bock so richtig durch Starkregen zu rennen, klatschnaß zu werden und den Dreck so richtig spritzen zu lassen. Aber jetzt macht sich ja gerade erstmal so ein Superhoch breit. Also wird dieses Vergnügen noch etwas warten müssen. In diesem Jahr wird das wohl nichts mehr.

Laufsammelsurium

Nach dem ersten Lauf in heimatlichen Gefilden am Montag war ich diese Woche noch dreimal auf Achse und habe dabei schon wieder einige Ecken meiner Laufreviere abgeklappert.

Am Dienstag über die Huntebrücke um den Blankenburger See und zurück.

Donnerstag habe ich mich dann nach vierwöchiger Abstinenz wieder bei der Utkiek-Truppe sehen lassen. Allerdings wurde diese etwas durch den zu Beginn des Laufs aufziehenden, starken Regen mit kräftigen, stürmischen Wind etwas gesprengt. Selbst ich mußte mich an den ungewohnten Regen nach all den sonnigen Wochen erstmal wieder gewöhnen, zumal die Temperatur durch diesen kräftig sank. Schlußendlich war ich der einzige der noch die 10 km am Berg vollmachte. Dadurch konnte ich auch das Riesenrad des heute beginnenden Kramermarkts als einzigen bunten Lichtfleck im dunklen Regengrau festhalten. Bis auf die Haut klitschnaß durchgeregnet zu werden, das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen. Herrlich. Aber gut, dass ich Wechselklamotten im Auto hatte 🙂

Heute lief ich dann noch eine Runde um den Großen Bornhorster See. Es war wieder trocken und die Temperatur wie bei allen Läufen der letzten Tage einfach nur ideal. Geschwitzt wird jetzt wieder nur noch durch die Bewegung.

Alle drei Läufe waren zusammen 33,4 km lang. Im Prinzip nichts wildes also, aber allesamt schön.

 

Sich regen im Regen bringt Segen

Die Affenhitze vom Donnerstag ist zum Glück schon wieder vorbei. Und nachdem ich am Montag schon einen wunderbaren, 11 km langen Regenlauf genießen durfte, schien mir auch heute das Glück hold und es schüttete wie aus Eimern als ich zu meinem Lauf startete.

Schon auf dem Weg direkt hinterm Haus fing der Spaß an und hörte auf dem matschigen alten Bahndamm noch lange nicht auf. Der Kleine Bornhorster See ließ sich prima umrunden, weil bis auf eine Ausnahme hundefrei. Die meisten Hunde bzw. wohl eher deren Herrchen fanden den Regen wohl nicht so prickelnd, wie auch der komplett leere Parkplatz zeigte.

Am Großen Bornhorster See verließ mich dann das Regenglück und wurde durch Fotoglück ersetzt. Noch nie hatte ein Fischreiher stillgehalten wenn ich ihn fotografieren wollte. Heute endlich zeigte sich einer gnädig, im Gegensatz zu einem von den beiden Schwänen, wo just einer den Kopf wegduckte als ich sie fotografierte.

Wenig später lugte dann sogar kurzzeitig die Sonne durch die Wolken und es wurde leicht tropisch. Da bereute ich es, angesichts des angekündigten Dauerregens, nichts zu trinken mitgenommen zu haben. Da können die langen Geraden schon mal noch etwas länger werden :-/

Aber immerhin konnte ich ab Kilometer 14 auf dem nächsten matschigen, mit Pfützen übersäten Weg unterm Huntedeich wieder die Füße abkühlen. Ich sah sowieso schon aus wie Sau und die Schuhe würden in den Pfützen und im Matsch abwechselnd sauber und wieder schmutzig 🙂

Auf den letzen Kilometern fing es dann wieder an zu dröppeln, woraus sich wieder angenehmer seichter Regen entwickelte. Herrlich, wenn ich nicht inzwischen schon restlich ausgedörrt gewesen wäre.

So gab es nach 23 km die erste Pulle noch vor der Haustür im Regen auf Ex. Regenläufe sind für mich im Alltag nach wie vor ein Highlight ❗

25.06.16 14

 

Allemal lieber

Es ist ja nun wirklich nicht so, dass ich mich nicht über den Frühling freue, aber zum Laufen ist für mich ein gewisses „Shitwetter“doch irgendwie bekömmlicher. So war mir bei meinem heutigen Regenerationsläufchen der seichte Regen bei grieselig, grauen 10° allemal lieber als die miefigen 20° während des langen Brummers vom Sonntag.

Die Achillessehnen ächtzen zwar darüber, dass sie heute schon wieder ranmußten, aber nach dem Lauf fühlen sich die Beine lockerer an als davor 🙂 Dabei lief es sich etwas zügiger sogar besser als ganz langsam, wobei die Tempounterschiede aber insgesamt marginal waren.

Immerhin zeigte die Natur doch etwas Farbe, so dass zusammen mit der angenehm milden, frischen, regensauberen Luft zumindestens keine Novemberstimmung aufkam 🙂

 

Ein Prosit der Gemütlichkeit

Schnell noch einkaufen, dann noch eine Runde laufen und sich dann auf lieben Besuch freuen, so der Plan für diesen Nachmittag. Aber von der Zeit fürs Laufen ging dann leider noch ein halbe Stunde ab, die ich darauf verwenden mußte einen Dreiviertelliter Chianti aus dem Kofferraum zu entfernen. Die Flasche hatte sich von einer Kiste gestürzt und ist gleich zu Bruch gegangen. Na, immerhin paßt italienscher Rotwein ja wunderbar zu einem roten, italienischen Kleinwagen :-/

Zeit für eine 10,3 km Runde blieb aber doch noch. Feuchtfröhlich kam mir aber auch diese vor. Zum einen wegen der sichtbaren Hinterlassenschaften des vielen Regens der letzten Tage und wegen der vier Kohlfahrten, die mir begegneten.

Aber gleich steht mein Besuch vor der Tür und dann wird es hoffentlich noch richtig gemütlich. Genügend Wein ist auf jeden Fall noch übrig geblieben 😀

I m running in the rain

Ne, was für ein Wetterchen. Massig Regen, nasskalte Temperaturen, aber immerhin erheblich weniger Wind als angekündigt. Laufwetter also 🙂

In den neuen Tretern ging es bei usseligen 5 – 6 ° los und sofort blieb eine erwartete Überraschung aus, die Teile laufen sich absolut unspektakulär. Kein schwammiges Gefühl, kein Gefühl in seidiger Dämpfung zu versinken, dafür eine sehr gute Führung. Aber auch eine etwas dünne Einlegesohle, die etwas Fußbettkomfort vermissen läßt. Einen weiteren Test haben sie auch gleich bestanden, Wasser kann nach dem Reinlaufen auch wieder rauslaufen. Am Morgen hatte die Hunte den Weg überflutet und er war am Nachmittag bei weitem noch nicht trocken. 50 bis 60 Meter durfte ich durchs Wasser laufen, da reichten auch die hohen Sohlen nicht, um eine Überschwemmung in den Schuhen zu verhindern 🙂

Jenseits der 10 km meldeten sich dezent die Waden und verkündeten, dass die trotz des hohen Aufbaus der Schuhe gerade mal 2 mm Sprengung für sie recht ungewohnt sind. Ich ließ deshalb vorsichtshalber von meinem Vorhaben ab auch heute wieder im 20 km-Bereich zu laufen und steuerte etwas zeitiger den Heimathafen an, den ich nach 16,3 km erreichte.

😀

Trotzdem war die Welt für mich in Ordnung und in den Hokas läßt es sich laufen. Das als einziges nur die geringe Sprengung etwas Gewöhnung erfordert, hätte ich nicht erwartet.

30.01.16 17

Ein Stunde nach Ende des Laufs