Testlauf, Regenlauf, ersäuft!

Freitag nachmittag hatte ich wie geplant noch einen 20 km-Lauf hingelegt. Der Frust und Ärger des Tages mußte einfach über die Beine den Körper verlassen. Angekündigter Starkregen sollte dabei auch noch ein erhofftes Quentchen Spaß bringen. Was dann aber zum geplanten Laufstart abging, ließ sogar mich noch etwas abwarten bevor ich vor die Tür trat:

Auch mir kann es tatsächlich mal etwas zu viel regnen, zumal der Regen kurzzeitig von Blitz und Donner begleitet wurde. Aber nachdem das Schlimmste vorbei war, konnte ich entspannt laufen.

Dabei hatte ich noch zwei seltene Begegnungen. Zum einen Rehe an der Strecke und zum anderen, noch seltener, ein Flußkreuzfahrtschiff auf der Hunte auf dem Weg nach Oldenburg, dass hatte ich noch nie, wenn es auch ein recht kleines war.

Zum Schluß kam noch etwas die Sonne heraus und mein Gemütszustand war leidlich wiederhergestellt.

Von Samstag auf Sonntag ging es dann in die Nähe von Amsterdam, Großmarkt-Shopping für meines bessere Hältes Firma. Fünf Stunden Deko- und Wohnaccesoires-Overkill, den ich zumindestens barfuß genossen habe. Die Niederländer juckt so etwas nicht.

Aber auch barfuß schützt über so viele Stunden vor platten Füßen nicht 😆

Auf der Rückfahrt hat es denn teilweise so dermaßen geschüttet, dass der Regen vom Freitag dagegen noch wie ein Kindergeburtstag gewesen ist. An Tempo war nicht zu denken und die Scheibenwischer leisteten eine Stunde lang Schwerstarbeit. Auch wenn es zuhause nicht mehr so intensiv schüttete, Auto ausladen konnten wir erstmal vergessen. Stattdessen hatte ich, weil wir zeitig in Amsterdam losgekommen sind, noch genügend Zeit für ein Läufchen.

Nochmal ein Testlauf mit den Fivefingers. Warum schon wieder Testlauf? Weil ich sie diesmal im Regen und klitschnasser Strecke ausführen konnte. Ich hatte Bedenken, dass die VFF naß vielleicht an der aufgeweichten Haut scheuern könnten. Kurzzeitig hatte ich auch das Gefühl, dass sich aber zum Glück nicht bewahrheitet hat.

So langsam nehmen hier die Böden das ganze Wasser gar nicht mehr auf und was mir während des Laufens diesen Sommer schon stundenlang Spaß beschert hat, geht mir abseits des Laufens auch langsam auf den Keks.

Aber beim Laufen waren es heute noch einmal gute 10 km Spaß, den die Fivefingers bei Regen noch steigern. Außerdem ist es mir gelungen, die gesamte Strecke stabil auf dem Vorfuß zu laufen. Es gibt also auch noch Positives zu berichten 🙂

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Testlauf, Regenlauf, läuft!

Vorgestern waren meine Scheuerstellen durch die Luxustreter nach sechs Tagen soweit abgeheilt, dass ich den ersten Testlauf mit den Vibram Five Fingers unternehmen konnte. Auf die Dinger war ich schon besonders gespannt. Schon viel von ihnen gelesen, werden sie in der Regel geliebt oder gehasst, dazwischen scheint es nicht viel zu geben.

Zu diesem Testlauf hatte ich mir eine automobile Anreise in mein Lieblingslaufrevier gegönnt. So konnte ich mich auf das Laufen in den Zehenschuhen konzentrieren ohne durch jeglichen Verkehr und sonstige Umstände abgelenkt zu werden und die Strecke dabei einigermaßen kurz halten. Lange Rede, kurzer Sinn, mir hat das Laufen in den Dingern echt viel Spaß gemacht und ich war gleich länger in ihnen unterwegs als ich es mir vorgenommen hatte. Neun Kilometer im Verhältnis sieben Kilometer Asphalt zu zwei Kilometern Feldweg.

Dabei durfte ich feststellen, dass ich noch nicht auf lange Strecken im Vorfußlauf geeicht bin. Die letzten ca. 2,5 Kilometer landete ich auf dem Mittelfuß, weil es für das Fahrwerk wohl etwas zu anstrengend wurde. War auch ok, klingt nur etwas lauter 🙂

Die VFF sitzen super, eine kleine Blase gab es aber trotzdem, was allerdings überhaupt keinen Vergleich zu den vielen Scheuerstellen mit den Joe Nimbles darstellt. Allerdings fand ich diese nun wirklich minimalen VFF ganz fürchterlich warm. Wenn sich das bei den nächsten Läufen bestätigt, brauche ich im Winter wohl keine kalten Füße fürchten 😀

Hassen oder lieben? Für ein entgültiges Fazit ist es nach einem ersten Lauf zu früh, aber hassen werde ich sie sicher nicht. Ob es im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Liebe wird, werde ich aber noch abwarten 😎

Jede Selbstbeherrschung verlor ich gestern angesichts des herrlichen Regens, der pünktlich zur Feierabendzeit einsetzte. Ich mußte einfach noch einmal laufen, auch wenn das Zeitfenster wegen eines Termins am Abend eng war. Für ein halbes Stündchen sollte die Zeit auf jeden Fall reichen. Und für ein halbstündiges Läufchen brauche ich jetzt auch keine Laufschuhe mehr anzuziehen 😎 Einziges Manko: Ich bin noch einmal ins Auto gestiegen um zum Start zu fahren.

Aus den geplanten fünf Kilometern sind dann vor lauter Begeisterung doch sieben Kilometer geworden. Fünf Kilometer Feldweg und zwei Kilometer nasser Asphalt mit ein paar piewarmen Pfützen.

Das war er also, mein erster Barfußlauf im strömenden Sommerregen. Ist Laufen im Regen für mich schon immer der pure Genuß, so ist Barfußlaufen im Regen dazu noch einmal eine Steigerung. Größte Herausforderung war gestern dabei im prasselnden Regen irgendwie aus den patschnaßen Klamotten zu kommen und dabei nicht das halbe Auto unter Wasser zu setzen. Dieses Unterfangen ist lediglich so leidlich gelungen 😆

Böse

Da hüpfte mein Herz vor Freude angesichts der vorhergesagten, üppigen Regenfälle und dann ist es schon ab dem späten Vormittag wieder trocken. Die Regenmengen, die anderorts teilweise schon zuviel des Guten sind, mogeln sich haarscharf an Oldenburg vorbei. Das ist nicht nett.

Regenradar 30.06.17 01

 

Regenradar 30.06.17 02

Nun denn, des anderen Freud ist des Deichläufers Leid. Aber ich will nicht ungerecht sein, gestern am Utkiek haben wir so richtig den A…., den Popo naß bekommen. Und ganz trocken blieb es dann bei meiner heutigen Runde ja auch nicht. Und schlußendlich reicht seichter Regen über 20 km auch für einen nassen A…. ääääh Popo 😛

 

Für meine Barfußetappen gibt es ja eigentlich nichts schöneres als einen Feldweg, es sei denn es ist ein nasser Feldweg 🙂 Da bleiben sogar die Füße nahezu sauber 😆

An der Hunte, deren Anblick mich hier dann doch etwas mehr erfreut als am Dümmer, dann Barfußetappe Nr. 2. Das wird schon Routine, egal bei welchem Wetter.

Die heutigen 20 km, genau genommen waren es sogar 20,1 km hieften mich dann auch noch über mein Halbjahresziel. Auf dem letzten Drücker liege ich üppige 2,7 km über den anvisierten 1.000 km. Aber egal, erreicht ist erreicht 🙂

30.06.17 10

Das Glück liegt im Kleinen

Diese Erkenntnis ist ja nicht neu, aber die Wahrheit zeigte sich mal wieder in meinem heutigen Lauf. Dabei stand der gar nicht auf dem Programm. Aber während ich so auf dem Sofa saß, die Uhr gen 20 Uhr vorrückte, der Regen auf die Dachfenster trommelte und das Regenradar von Wetteronline ein fettes Regengebiet zeigte, konnte ich nicht anders als mich vom Sofa zu lösen und in die Laufklamotten zu schmeißen. Der Regen hat die Temperatur auf deichläuferfreundliche 12° abstürzen lassen, während z. B. Berlin zur gleichen Zeit bei 28° vor sich hin kochte.

Also schnell einmal die Rampe der Huntebrücke angesteuert, rauf und runter gedüst, dabei jede Pfütze mitgenommen. Herrlich, mein Laufwetter, ich liebe es.

Kurz vor Zuhause die Schuhe ausgezogen und die letzten Meter zur Haustür barfuß spaziert, klitschnaß und smilend like a honeycakehorse. Das Glück liegt im Kleinen, es war heute 6,8 km und knapp 41 Minuten lang.

33,333 km Rückenwind

10 Tage liegt sie nun schon zurück, meine Premiere beim Syltlauf 2017. Höchste Zeit für eine nähere Betrachtung, schließlich war dieser Lauf der Grund für gleich eine ganze Woche Urlaub auf der Insel.

Der sonntägliche Start um 10:00 Uhr verhieß noch ein angenehmes Ausschlafen nach der Anreise vom Vortag. Allerdings verhieß der Wetterbericht nichts gutes für diesen Lauf und er sollte recht behalten. Schon zum Aufstehen und Frühstück in der Ferienwohnung regnete es wie aus Eimern, es blies ausgesprochen kräftiger Wind und die Temperatur sorgte mit 4° gerade mal dafür, dass es eben regnete und nicht schneite.

Die bescheidenen 2,5 km zum Start beim Fünf-Städte-Heim in Hörnum-Nord ließ ich mich von Jens chauffieren. Ansonsten hätte ich keine Chance gehabt, meinen Rucksack mit den Wechselklamotten trocken zum Start zu bringen, damit dieser von dort zum Zielort List gekarrt werden konnte. Da ich mir am Anreisetag die Pastaparty mit Startnummernausgabe in Westerland gespart hatte, enterte ich das Fünf-Städte-Heim um an meine Startnummer zu kommen und Schutz vor den Regenfluten zu finden. Diese Idee hatten allerdings allen anderen logischerweise auch und so wurde meine „Vorliebe“ für Menschenmassen und engen Körperkontakt auf eine harte Probe gestellt. Da war ich froh als sich die Startzeit näherte und ich mich mit der ganzen Meute aus dem Gebäude spülen lassen konnte.

Zum Glück verlor der Meermann Ekke Nekkepenn nicht allzu viele Worte und ließ den Startschuß pünktlich um 10:00 Uhr fallen. Wie immer bei „Wettkämpfen“reihte ich mich ganz hinten ein und ließ es ruhig angehen. Die Laufrichtung erst einmal eingeschlagen kam der kräftige Wind von schräg hinten, was den Regen dann gar nicht mehr so schlimm erscheinen ließ und nach vielleicht drei Kilometern waren dann auch endlich meine Finger warm.

Bis kurz vor Westerland verlief die Laufstrecke auf dem Radweg neben der einzigen Landstraße zwischen Hörnum und Westerland. Da war ich schon etwas enttäuscht, gibt es doch einen herrlich zu laufenden ehemaligen Gleisweg der früheren Inselbahn, wo man durch die tolle Dünenlandschaft abseits des Autoverkehrs laufen kann.

Kurz vor Westerland bogen wir dann aber ab Richtung Strandpromenade. Von hier ab war die Strecke klasse und wurde immer besser. Nach Westerland, Wenningstedt und Kampen kam das Highlight der ganzen Strecke, die unglaublich schöne und faszinierende Dünenland, die bis an den Zielort List heranreicht. Der Regen, der graue Himmel, der stürmische Wind und das Bestreben, dann doch einigermaßen gut durchzulaufen, sorgten aber für eine ausgesprochen magere Bilderausbeute.

Für mich lief es vom Startweg gut, ich fühlte mich gut, lief locker und hatte immer mal wieder zwischendurch nette Unterhaltungen mit den Mitläufern. Der kräftige Rückenwind machte das Laufen mühelos und den kalten Regen vergessen, nur umdrehen durfte man sich nicht 🙂 Ich pflügte auch einfach durch sämtliche Pfützen, die die meisten anderen Läufer immer noch zu umlaufen versuchten, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, dass noch irgendjemand trockene Füße hatte.

Auch weit über Kilometer 20 hinaus fühlte ich mich noch wie auf den ersten Metern und mit Dankbarkeit konnte ich feststellen, dass eine gewisse Anspannung, wie ich diesen Lauf wuppen würde, da ich in der Zeit vor dem Lauf mental nicht so gut drauf war, verschwunden war.

Die letzten sechs, sieben Kilometer war ich so richtig im Flow und lief ein gutes, nicht zu schnelles Tempo  (schlußendlich war es ein 6:08er Schnitt) und konnte wie beim Skislalom ständig andere Läufer überholen. Das war ein gutes Gefühl, wenn auch die Überholmanöver aufgrund der beschränkten Wegbreite manchmal nicht ganz einfach waren. Diese Kilometer liefen auch nicht ganz topfeben, was mich aber in keinster Weise kratzte und einen klitzekleinen Durchhänger bei Kilometer 30 konnte ich auch schnell wieder aus Kopf und Beinen schütteln und lief gute drei Kilometer später nahezu relaxt ins Ziel ein.

Besser hätte es nicht laufen können. Daran hatte der kräftige Rückenwind zwar sicher einen gehörigien Anteil, aber man wird ja auch mal genießen dürfen, gelle? Ich fischte mir meinen Rucksack aus dem Gepäckbus und in einer Turnhalle konnte ich mich dann aus den klitschnassen Klamotten schälen, es war nicht eine einzige trockene Faser mehr am Leib.

Glücklicher Weise hatte ich auch mein Handy dabei, weil das Ziel überraschender Weise nicht mitten im Ort List lag, sondern am Ortsanfang auf einem Sportgelände. So konnte ich Jens und Muttern mit dem Auto zu mir dirigieren, die auch schon verzweifelt den Zieleinlauf gesucht hatten. Die Möglichkeit mich zum Duschen und Schwimmen per Bus in die Sylter Welle nach Westerland karren zu lassen, ließ ich dankend aus und versank, zurück in der Ferienwohnung, stattdessen lieber in der dortigen Badewanne.

In Startwuhling und auf der Strecke durfte ich auch noch auf bekannte Gesichter treffen. Die Freundinnen von Elke, mit denen ich schon die Ehre hatte einen weinseligen Halbmarathon zu laufen, waren als Staffel angetreten. Leider hatte ich sie im Ziel nicht mehr gesehen. Auf der Laufstrecke kurz vor List kam mir dann Margitta entgegen. In dickes, wetterfestes „Zivil“ verpackt, hätte sie gar nicht erkannt, wenn sie nicht nach mir gerufen hätte.  Als ich die Überraschung realisiert hatte, war ich aber auch schon weit an ihr vorbei.

Dieser Syltlauf war echt eine coole Nummer und mein bis dato längster Regenlauf. Und auch mein längster Lauf mit Rückenwind. Ich denke, dass wird sicher auch eine ganze Zeit ungetoppt bleiben 😀

Und scroll und scroll und scroll

Gestern habe ich mal laufend nachgeschaut, ob die Sturmflut an der Nordsee in der Nacht zum Dienstag auch die Hunte soweit zurückgedrückt hat, dass mal wieder die Bornhorster Wiesen geflutet worden sind. Dem war aber nicht so, dort steht nach wie vor sehr wenig Wasser.

Sehr wenig Wasser ist überhaupt das Stichwort. Irgendwie habe ich das Gefühl schon ewig nicht mehr im Regen gelaufen zu sein. Also ich meine jetzt so im richtigen Regen, nicht nur etwas Geniesel, Getröpfel oder mal einen Schauer. Wann war denn nur der letzte gescheite Regenlauf?

Nichts ist leichter rauszukriegen als das. Wofür führe ich schließlich einen Laufblog, der ja nahezu jeden meiner Läufe lückenlos dokumentiert 🙂

Und so scrolle ich meine Beiträge durch und scrolle und scrolle und scrolle. Nicht nur, dass ich offensichtlich viel schreibe, nein, der letzte Regenlauf liegt wirklich schon eine Ewigkeit zurück.

Fündig werde ich erst am 22.08., da hat es zumindestens mal für die Dauer des Laufs gedauerregnet, wenn auch nicht kräftig.

Das letzte Mal so richtig geschüttet hat es beim Laufen sage und schreibe sogar zuletzt am 25.06..

Da sage noch einmal jemand, dass es in Norddeutschland nur regnet 😎

Irgendwie hätte ich ja mal wieder Bock so richtig durch Starkregen zu rennen, klatschnaß zu werden und den Dreck so richtig spritzen zu lassen. Aber jetzt macht sich ja gerade erstmal so ein Superhoch breit. Also wird dieses Vergnügen noch etwas warten müssen. In diesem Jahr wird das wohl nichts mehr.

Sich regen im Regen bringt Segen

Die Affenhitze vom Donnerstag ist zum Glück schon wieder vorbei. Und nachdem ich am Montag schon einen wunderbaren, 11 km langen Regenlauf genießen durfte, schien mir auch heute das Glück hold und es schüttete wie aus Eimern als ich zu meinem Lauf startete.

Schon auf dem Weg direkt hinterm Haus fing der Spaß an und hörte auf dem matschigen alten Bahndamm noch lange nicht auf. Der Kleine Bornhorster See ließ sich prima umrunden, weil bis auf eine Ausnahme hundefrei. Die meisten Hunde bzw. wohl eher deren Herrchen fanden den Regen wohl nicht so prickelnd, wie auch der komplett leere Parkplatz zeigte.

Am Großen Bornhorster See verließ mich dann das Regenglück und wurde durch Fotoglück ersetzt. Noch nie hatte ein Fischreiher stillgehalten wenn ich ihn fotografieren wollte. Heute endlich zeigte sich einer gnädig, im Gegensatz zu einem von den beiden Schwänen, wo just einer den Kopf wegduckte als ich sie fotografierte.

Wenig später lugte dann sogar kurzzeitig die Sonne durch die Wolken und es wurde leicht tropisch. Da bereute ich es, angesichts des angekündigten Dauerregens, nichts zu trinken mitgenommen zu haben. Da können die langen Geraden schon mal noch etwas länger werden :-/

Aber immerhin konnte ich ab Kilometer 14 auf dem nächsten matschigen, mit Pfützen übersäten Weg unterm Huntedeich wieder die Füße abkühlen. Ich sah sowieso schon aus wie Sau und die Schuhe würden in den Pfützen und im Matsch abwechselnd sauber und wieder schmutzig 🙂

Auf den letzen Kilometern fing es dann wieder an zu dröppeln, woraus sich wieder angenehmer seichter Regen entwickelte. Herrlich, wenn ich nicht inzwischen schon restlich ausgedörrt gewesen wäre.

So gab es nach 23 km die erste Pulle noch vor der Haustür im Regen auf Ex. Regenläufe sind für mich im Alltag nach wie vor ein Highlight ❗

25.06.16 14

 

Der nächste Regen kommt bestimmt

Der Samstag war Sommer und wir haben das erste Mal den Grill rausgekramt. Was hat das mit einem Laufblog zu tun? Nichts! Ich möchte damit lediglich einen Gruß an meine rheinländische Leserschaft absetzen 😀

28.05.16 01

Ich weiß, Bier und Glas passen nicht zusammen, aber immerhin ein Kölschglas

😀

Heute kein Sommer- sondern Läuferwetter, verbunden mit der Hoffnung auf Regen 🙂 Der tröpfelte zu Anfang leider nur vor sich hin. Was eine junge Frau im Läuferoutfit, aber mit Regenschirm und nassem Hund mir gegenüber schon zu der Äußerung „Scheißwetter“ hinreißen lies. Was sie auf mein „Ich finds klasse“ antwortete, konnte ich aber schon nicht mehr verstehen 🙂

Auf der Suche nach verträglicher Streckenlänge habe ich noch langer Zeit mal wieder den Kleinen und den Großen Bornhorster See umrundet. Die Hoffnung, dass der leichte Regen die Gassigeher am Kleinen Bornhorster See abschrecken würde, erfüllte sich allerdings nicht.

Leider fing es erst ab ungefähr 10 km so richtig an zu gießen. Da neigte sich mein Lauf schon dem Ende entgegen und aus Vernunftgründen mochte ich ihn auch nicht verlängern. Aber der nächste Regen kommt bestimmt 🙂

Unter Regenschirmen kam mir noch eine ganze Familie entgegen. Der Senior grüßte mit einem Moin und fragte „wieviel Kilometer? Meine Antwort von 11,5 schien ihn schon sehr zu beeindrucken 😀

Bei 12,8 km war Schluß und ich bin damit knapp unter 13 geblieben, ich wollte schließlich kein Unglück herauf beschwören 🙂

Zur Verlängerung des Regenspaßes wurde draußen noch gedehnt und sich gefreut 😎

Der Start

… in das lange Osterwochenende könnte grauer nicht sein. Der gestrige Utkieklauf versank in einem Einheitsgrau, aus dem es zum Schluß noch anfing zu regnen. Die Temperatur paßte sich mit 6 bis 7° der Tristesse an. Allerdings setzte die sehr gute Laune von Hermann einen Kontrapunkt, bei dem es trainingsmäßig gerade richtig gut läuft und der am Osterwochenende schon mal ein paar Übungsläufe vor Ort für die Harzquerung durchführen wird. Ich habe ihm schon gesagt, dass er sich zur Harzquerung ein paar warme Sachen mit ins Ziel nehmen soll, wenn er dort nach seiner Ankunft noch stundenlang auf mich warten muß 😎

Heute am frühen Nachmittag regnete es immer noch als Heimo und ich zu einem Lauf um die Thülsfelder Talsperre aufgebrochen sind.  Dadurch waren die „Trails“ um die Talsperre teilweise wunderbar aufgeweicht und schlamig, schon der Parkplatz war teilweise eine riesengroße Pfütze. Spaßgarantie! 🙂

Der letzte Lauf mit Heimo fand übrigens bei seinem Besuch zu Weihnachten statt, bei knapp doppelt so hoher Temperatur wie jetzt Ende März 🙂

Egal, heute hat es tierisch Spaß gemacht und durch ein paar von ingesamt 10 Kilometer, die wir im 5:40iger Schnitt gelaufen sind, konnte ich auch mal wieder aus meinem Harzquerungsvorbereitungs- und Fußschonungsgeschlönze ausberechen 😎

Die Landschaft rund um die Talsperre fasziniert mich immer wieder, auch wenn sie im Moment noch recht farblos daherkommt. Farbe brachten ein paar Rosenblätter auf der kleinen Seebrücke ins Spiel. Hier wurde wohl vor kurzem ein Brautpaar gefeiert. Das Schmunzeln darüber verging uns erst, als wir feststellten, dass die Rosenblätter künstlich waren, so eine Müllsauerei :-/

Ansonsten blieb uns aber das Schmunzeln erhalten. Heimo hatte etwas Sorge wegen seinem Knie, die heute zum Glück grundlos blieb, und ich war nach langer Zeit mal wieder an zwei Tagen in Folge unterwegs, was der Fuß zusammen mit dem etwas schwierigeren Untergrund und dem etwas höheren Tempo nahezu klaglos mitgemacht hat!

Soviel Positives wurde zum Schluß dann auch noch ganz zaghaft von der Sonne beschienen 🙂

Stacheldraht

Ein herrlicher Regentag war das heute. Ich konnte es den ganzen Tag schon nicht abwarten Feierabend machen und laufen gehen zu können. Aber irgendwann war es denn so weit und ich konnte bei 12° und frischem Wind ins herbstliche Nass starten.

  21.10.14 01

Der Himmel sorgte für reichlich Nachschub:

21.10.14 02

21.10.14 05

Bei solchem Wetter kommt bei mir regelmäßig das Kind im Manne durch und ich weiche soviel es geht auf unbefestigte Wege aus. Es gibt halt nichts schöneres als bei Regen matschige, rutschige und schmutzige Wege zu laufen :mrgreen:

Deshalb lief ich die Rampe zur Autobahnbrücke auf der Feldwegseite hinauf und auf der anderen Seite auf der ebensolchen wieder hinunter. Halbwegs unten angekommen, folgte ich einem Pfad Richtung Blankenburger See, den ich noch nie gelaufen war. Und da war es auch schon passiert. Ich bin in irgendeinem Draht hängengeblieben. Als ich nach dem Draht schaute, sah ich das es ein niedergetretener Stacheldraht gewesen ist, der auch gleich zugeschlagen hatte.

21.10.14 03

21.10.14 04

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich knapp 5 km gelaufen. Einen Grund den Lauf nicht fortzusetzen sah ich nicht und schnurrte weiter durch den Regen. Allerdings ließ dieser nach gut 9 km nach und die Wolkendecke riss zum Schluß sogar noch auf.

21.10.14 06

21.10.14 07

Nach 14,7 km im wieder recht zügigen Tempo war ich tropfnass aber hochzufrieden wieder zuhause. Der Stacheldraht hat auch keine allzu tiefe Wunde geschlagen. Glück gehabt.

 21.10.14 09