Die ersten Drei

Am Sonntag war nach drei Wochen Schluß mit Urlaub und am Sonntag kam ich auch erst wieder aus Berlin zurück nach Oldenburg. Nach dem der Barfußbloggertreffgeocachingmotivations- eingewöhnungslauf ganz gut gelaufen war, bin ich gleich am Montag auf meine erste Heimatrunde gestartet. Nachschauen, ob die Hunte nach da ist. Sie war es, dafür zeigte sich das Wetter sehr herbstlich und meine uralte gelbe Allwetterjacke durfte gleich wieder in die wer weiß wievielte Saison starten. Davon abgesehen, dass jetzt auch in Oldenburg überall diese blöden E-Roller rumstehen, von denen offensichtlich auch einer an der Hunte ausgesetzt wurde, war der Lauf schön, entspannt und locker. Das der Puls immer noch etwas zu hoch lag, konnte ich beim Laufen überhaupt nicht spüren. (10,4 km)

Mittwoch brachte ich nach Feierabend mein Auto in die Inspektion und lief von der Werkstatt nachhause. Diesmal zeigte sich feinstes, warmes Wetterchen und die schon tiefstehende Sonne tauchte alles in ein bezauberndes Licht. Die Strecke führte am Tweelbäker und Blankenburger See vorbei und dann weiter über die Huntebrücke nachhause. Im Blankenburger See testete ich noch kurz die Wassertemperatur an, die noch in einem sehr angenehmen Bereich liegt. Wieder ein runder Lauf, allerdings erneut mit einem nochmals etwas höherem Puls als am Montag. (10,3 km)

Bevor es am heutigen Tag fast den gleichen Weg retour ging, um meine Karosse wieder abzuholen, bin ich morgens in aller Herrgottsfrühe bei knapp 12 °C die fünf Kilometer barfuß zur Arbeit geradelt. Das war soooooooo herrlich! Ob das wohl jemand nachvollziehen kann? 🙄 😆

Auf dem Weg zur Werkstatt trug ich allerdings, wie gestern auch schon, Sandalen, weil die Wege überwiegend nicht barfußtauglich sind. Obwohl diese Werkstattpendelläufe eigentlich reine Zweckläufe sind, bin ich da insgesamt auf einer wirklich schönen Strecke abseits jeglicher Hauptverkehrsrouten unterwegs. Dabei mußte ich heute antesten, ob der Tweelbäker See genauso warm ist wie der Blankburger See. Ist er! 😀 (10,0 km)

An der Werkstatt angekommen wartete mein treues Gefährt schon. Brav war der Kleine in den letzten 14 Monaten, bis auf Öl- und Filterwechsel nichts gewesen und das wo er doch in den letzten Monaten die Fahrten mit der Deutschen Bahn noch Berlin ersetzten mußte. Immerhin jedesmal 900 km hin und zurück. Langstrecke scheint ihm gut zu tun 😎

Zurück ging es aber erst nach einer Tasse Cappuccino und einem Schnack mit den Meistern. Weit über 10 Jahre bin ich Kunde in dieser am äußersten Rande Oldenburgs liegenden Werkstatt. Man kennt sich und ich fühle mich dort gut aufgehoben.

Auf dem heutigen letzten der drei ersten Läufe in heimatlichen Gefilden war dann auch der Puls erstmalig wieder im Normalbereich. Die Achillessehne schwieg auf allen Läufen und die Ferse sendet nur ganz dezente Signale. So hege ich leise Hoffnung nun einen schönen (Lauf-)Herbst genießen zu können. Wäre ja nicht schlecht und würde Körper und Gemüt sicher mehr als gut tun.