Es hätte

… die Sternstunde meines Rennrades sein können. Vor ein paar Jahren habe ich es mir unter anderem auch als sportliche Alternative für eine Laufverletzung gekauft. Eine innige Beziehung hat sich zwischen uns nicht entwickelt und so steht es im Schuppen und verstaubt.

29.06.19 01

Nun ist es mal gerade nicht mit Laufen und das gute Stück kommt trotzdem nicht zum Einsatz, weil kräftiges in die Pedale treten und somit Druck auf den Fuß im Moment auch nicht geht. Außerdem müßte ich für die Pedale Schuhe anziehen, geht ja erst recht und überhaupt schon mal gar nicht 🤣

Fünf Tage nach meinem in die Hose gegangenen Standardlauf kann ich inzwischen wieder mit dem gesamten Fuß aufteten und mein Gangbild nähert sich fast schon wieder der Normalität an. Auch Treppe runter traue ich mich seit heute wieder im normalen Bewegungsablauf. Das freut insbesondere meine Fersen, die das Gehumpel der letzten Tage überhaupt nicht toll fanden. Schmerzhaft eine gewischt bekomme ich nur noch wenn ich mal einen zu forschen Schritt mache. Es ist ja soooo schön wenn der Schmerz nachläßt und ich nicht mehr jeden einzelnen Schritt mit voller Achtsamkeit setzen muß.

Ob ich in Bezug auf die doch erheblich nachlassenden Schmerzen auf einen glimpflichen Ausgang hoffen darf? Für eine diesbezügliche Feststellung dürfte es wohl zu früh sein. Die nächsten acht bis zehn Tage werden es zeigen.

Und jetzt erst einmal Wochenend und Sonnenschein 🎵🎶🎵🎶

Schisser

Ach, was wäre ich doch gerne cool. So eine richtig coole Sau 😎 Allerdings werde ich das in meinem Leben wohl nicht mehr werden, dieses schwere Schicksal habe ich zu schultern *seufz*

Aber ich nehme dieses Schicksal an, jawohl, und es wird danach gehandelt. Und somit habe ich es getan, bzw. tun lassen, weil ich die Schrauben nicht aufbekommen habe (wie uncool ist das denn 😦 ): Ich habe an meinem Rennrad die Klickpedale wieder ab- und normale Sportpedale wieder dran bauen lassen.

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Das ist so entsetzlich uncool ❗ Aber ich kann mich mit diesen Klickpedalen einfach nicht anfreunden. Als diese Dinger seinerzeit anmontiert worden sind, hatte ich mich ja gleich beim Ein- bzw. Ausklicken üben auf die Fr… gelegt (soooo uncool, sage ich Euch) und dabei den linken Arm dermaßen geprellt, dass ich vier Wochen überhaupt nicht fahrradfahren konnte (laufen ging zum Glück). Seitdem verweigerte mir mein Kopf einen lockern Umgang und ich war quasi bei jedem einzelnen Stopp angespannt.

Bei einem Ausritt im letzten Jahr wäre ich um Haaresbreite wieder nicht aus den Dingern gekommen. Im letzten Bruchteil einer Sekunde ist es mir dann doch noch geglückt und ein Kippen mit dem Schädel gen Bordsteinkante blieb mir erspart.

Seitdem bin ich echt der Schisser und habe keinen Bock darauf aus diesem Grunde das Rennrad im Schuppen versauern zu lassen. Und da ich weder die Tour de France gewinnen noch die Hochalpen erklimmen will, sondern einfach nur ab und zu entspannt ne Runde biken will (biken klingt jetzt widerum cool, finde ich), wird jetzt wieder „normal“ getreten. Ständiges auf der Seite liegen ist ja auch irgendwie uncool 😎

So konnte ich meine heutige Achillessehnenschonrunde, meine erste Rennradausfahrt in diesem Jahr, auch genießen. Als Alternativ-Traingsgerät für geschundene Läufergräten tut es das Rennrad schließlich auch so 😉

Viel Zeit blieb heute nach Feierabend leider nicht, aber in gut eineinhalb Stunden kam ein knapper Marathon zusammen. 40,5  völlig uncoole aber dafür sehr entspannte Kilometer 😀

Maritime Rennradtour

Heute habe ich mich gegen den geplanten langen Lauf entschieden. Zum einem herrschte extrem drückende Schwüle, zum anderen hatte ich mir überlegt meinen Besuch bei meiner allerliebsten Schwiegermama, die zur Zeit im gut 30 km entfernten Brake im Krankenhaus liegt, mit einer Rennradtour zu verbinden.

Bis ich allerdings mein Geraffel für diese Tour zusammengeklaubt und die Reifen nochmal auf den richtigen Luftdruck gepumpt hatte, lief mir der Schweiß schon in Strömen. Allerbestes Wetter also für einen Rennradtrip, aber zumindestens fand der sonst allgegenwärtige Wind quasi nicht statt. Dafür waren trotz 25° die Strecken nach nächtlichen Regenschauern im Schatten noch naß, so gesättigt war die Luft.

Auf ging es Richtung Berne, dort habe ich mit der rappelvollen Fähre nach Bremen Farge übergesetzt. Am U-Boot-Bunker Valentin, ein gewaltiges Überbleibsel von Hilters Großmachtträumen, habe ich einen kurzen Stop gemacht. Ein imposantes Beton-Monster für die Ewigkeit. Schon beim Übersetzen grummelte es und der Himmel verdunkelte sich. Aber das Gewitter verzog sich und erst an der kleinen Brücke, die der einzige Landzugang zu Deutschlands größter Flußinsel Harriersand ist, mußte ich kurz vor einem Schauer Unterschlupf suchen. Ein an dieser Stelle nur sehr schmaler Seitenarm der Weser macht Harriersand zur Insel.

Nach ziemlich genau 50 km gelangte ich zur kleinen Personenfähre Harriersand – Brake und setzte wieder auf die andere Weserseite über. Auf einen leckeren Kuchen in der Strandhalle verzichtete ich, da ich sonst eine Stunde auf die nächtse Fähre hätte warten müssen Nicht weit vom Braker Fähranleger befindet sich das Krankenhaus, wo ich Adele ein Stündchen Gesellschaft leistete. Sinnigerweise konnte ich bei der Gelegenheit einen weiteren Schauer und ein schwaches Gewitter abwarten.

Nach der Stunde bei Adele machte ich mich auf den ziemlich direkten Weg zurück nach Oldenburg. Lediglich jede Art von Hauptstraßen mied ich. Von einem weiteren Schauer ließ ich mich nicht schrecken und radelte weiter.

Das es in Oldenburg erheblich mehr geregnet hatte, zeigten viele riesige Pfützen auf den Straßen. Da hatte ich noch richtig Glück gehabt.

15.08.15 27

Noch viel mehr Glück hatte ich aber angesichts der Tatsache,  dass im knapp 50 km entfernten Weyhe ein Tornado gewütet hatte. Bevor mir aber jemand Vorwürfe macht: Entsprechende Unwetterwarnungen gab es keine!

86 km war ich heute unterwegs und das Rennrad ist endlich mal wieder gebührend zum Einsatz gekommen 😀

Zucker!

Ende der absoluten Sportabstinenz: Heute war wieder richtig feines Wetter, nicht so warm wie gestern, aber immerhin noch sonnige 12 °. Also von der Arbeit ab nach Hause, Crossbike rein in den Schuppen, Rennrad wieder raus, etwas in Schale geschmissen und los. So reichte das Tageslicht noch für eine akzeptable Tour.

In der Kürze der Zeit ließ sich zwar nur eine bekannte Strecke bewerkstellligen, aber egal, Hauptsache Bewegung 🙂

09.03.15 01Immer schön der Nase nach

09.03.15 02Paradox: Privatweg einer Kommune

09.03.15 03Rennradbegeistertes Publikum

09.03.15 04Immer noch viel Wasser in den Bornhorster Wiesen

09.03.15 05Sonnenuntergang, ab nach Hause, nur noch knapp 4 km

Eine schöne Feierabendausfahrt über 32,5 km. Endlich wieder zumindestens etwas auspowern. Allerdings war auf den letzten Kilometern nix mehr mit Power. Mit Puddingbeinen, grottigem Tempo und einem unglaublichen Jieper auf Süßigkeiten rettete ich mich nach Hause. Schnell das Bike weggeschlossen …

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… und im Haus alles an Süßigkram in mich hineingeschaufelt, was mir vor die Finger kam. Und das war nicht gerade wenig 😯

Aber jetzt geht es mir wieder gut 😀

Die graue Eminenz

Heute war schon der zweite Tage allerfeinsten Vorfrühlingswetter. Mit 10° war es sogar noch etwas wärmer als gestern, wo ich meine kurze Laufpause beendet hatte. Unter solch herrlichen Bedingungen wollte ich auch diesen Tag nicht ungenutzt verstreichen lassen und habe kurzerhand schon mal die Rennradsaison eingeläutet. Zudem sollte es der erste richtige Ausritt mit den Klickpedalen sein. Das erste Üben mit den Dingen war ja gründlich in die Hose gegangen und bescherte mir im Herbst letzten Jahres vier vergnügliche Wochen mit einer ausgewachsenen Prellung des linken Arms.

Heute hat es besser geklappt und ich blieb von unerwünschten Bodenkontakt verschont. Ich muß zwar zugeben, dass ich im Umgang mit den Klickpedalen noch nicht restlos entspannt bin, aber ernsthafte Problme gab es heute keine. Diese Fahrt war also in erster Linie noch dem Üben gewidmet. Aufs Tempo habe ich nicht geachtet, es fand aufgrund eines recht frischen, kontinuierlichen Ostwindes auch kaum statt.

Trotzdem konnte ich meinem Hang zur kurzen Hose frönen, wenn auch etwas gemogelt. Aber so trägt man das ja heute und die Oberschenkel blieben schön warm 😀

14.02.15 02

Zu meiner großen Freude durfte ich auch feststellen, dass ich meine heißgeliebte, alte Softshelljacke vom Discounter oder Kaffeeröster, so genau weiß ich das nicht mehr, doch noch nicht entsorgt hatte. Das Teil erwieß sich heute als die richtige Wahl. Schließlich war es speziell auf dem Rad denn doch noch nicht so warm, wie es angesichts des blauen Himmels vielleicht aussieht und fürs Rennradeln bei kälteren Temperaturen bin ich einfach noch nicht ausgerüstet.

Allerdings kamen Jacke und Shorts recht grau daher, aber das gräuliche Outfit harmonierte sehr gut mit dem klassichen Silbermetallic des Rennrades 😎

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Von wenigen Kilometern an der Hunte, auf denen sich Spaziergänger vornehmlich im Rudel und mit Kindern auf Rollern und Rädern tummelten, anderen Radfahrern und einem stur auf den Boden starrenden Inlineskater, den ich anbrüllen mußte, damit er auf mich aufmerksam wurde, obwohl ich ihm entgegen kam, abgesehen, war es eine schöne Tour. Wenn sie auch etwas anstrengend war, diesbezüglich hat der Winter schon etwas seine Spuren hinterlassen. Aber gute 38 km sind schon mal ein Anfang und vielleicht bietet sich ja noch der ein oder andere schöne Tag für eine Wiederholung, bis es wirklich Frühling wird.

Konsequent inkonsequent

Es gibt Zeiten, da möchte man sich selber gerne mal von außen betrachten. Das würde bei mir aber wohl zu einem gelinden Kopfschütteln über mich selber führen. Ich bin in manchen Dingen so herrlich konsequent inkonsequent. Ein Paradebeispiel dieser Inkonsequenz stellt meine Einstellung zum Thema Rennradeln dar. So lautete meine Meinung zu diesem Thema immer, dass es im küstennahen Flachland viel zu windig zum Rennradfahren ist. Und Wind ist beim Fahrradfahren nun mal anstrengend, zermürbend und demotivierend, sprich ätzend. Was beim Laufen noch gerade auszuhalten ist, ist beim Biken ein absolutes No go. Allerdings habe ich zwischendurch immer mal gerne Radtouren gemacht und dabei war es meistens irgendwie auszuhalten, mit dem Wind.

Damit wankte irgendwann meine ablehnende Haltung. Zumal das Biken auch eine schöne Ergänzung bzw. bei Verletzungen auch ein guter Ersatz zum/fürs Laufen ist. Aber es blieben noch die Gegenargumente „Teuer“ und „wir haben keinen Platz“ für noch ein Fahrrad. Diese Gegenargumente hielten sich hartnäckig. Gegenargument eins bröckelte in den letzten Monaten beim Blick auf den Kontostand und Gegenargument zwei hatte mit „Wo ein Wille ist, da ist auch Platz“ ein Gegenargument gegen sich selber gefunden.

Somit war der gedankliche Weg geebnet. Allerdings hatte diese Wegebnung so lange gedauert, dass ich die Anschaffung eines Rennrades gegen Ende August und somit quasi zum Ende der Saison für nicht mehr lohnend erachtete. Eine überraschende Entwicklung in der Urlaubsplanung, unterstützt durch eine hinterhältige Bloggerin :mrgreen: , die sich auch eben mal so ein Rennrad gekauft hat, und ein intensiver Chat mit einer Triathletin, brachten auch diese Bastion zum Einsturz.

Und nun steht es da, das Ergebnis meines gedanklichen Kreuzfeuers:

26.08.14 01etwas konservativ in der Farbgebung, dafür zeitlos

Da der Norden heute in Bezug auf Sonnenschein sehr begünstigt war, bot es sich an, das gute Stück gleich drei Stunden nach Eigentumserwerb zu einem ersten Ritt auszuführen. Dabei hatte ich gleich auf den ersten schlappen 30 km Gegenwind. Er kam zwar sehr kontinuierlich daher, aber nicht unbedingt in Sturmstärke und so konnte ich trotzdem ein recht gutes Tempo fahren. Eine konkrete Strecke hatte ich mir nicht ausgesucht, aber es sind Straßen wie diese …

26.08.14 02

… die ich in der Umgebung zu Hauf habe, ruhige Nebenstraßen mit wenig Autoverkehr, die ich künftig fürs Rennradeln nutzen möchte. Die ca. zwei Kilometer die ich an der extrem stark befahrenen B 212 auf dem Radweg entlang gefahren bin, vergesse ich mal. Mit etwas Planung lassen sich solche Horrorstraßen umgehen. Letztendlich landete ich im maritimen Elsfleth. Ein schnuckeliges Städtchen kurz vor der Einmündung der Hunte in die Weser.

26.08.14 04Im Hintergund ein großes Seeschiff auf der Weser Richtung Bremen

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Von Elsfleth aus schlug ich so langsam die Richtung wieder gen Oldenburg ein. Ab jetzt hatte ich weitestgehend Rückenwind, allerdings bremsten mich häufiger Wurzelaufbrüche im Asphalt aus. Ansonsten ist Rückenwind auf dem Rennrad als wennsde fliechst 😎

Die letzten Kilometer führten mich durch mein vertrautes Laufrevier und schlußendlich war ich nach 54 km in knapp zweieinviertel Stunden reiner Fahrzeit wieder zuhause.

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Allererstes Fazit: Rennradeln macht Spaß, man ist schnell und vergrößert im Vergleich zum Laufen unglaublich seines Radius. Gegenwind bleibt Gegenwind, allerdings bietet man ihm auf dem Rennrad weniger Angriffsfläche und das geringe Gewicht und die schmalen Reifen machen einem den „Kampf“ gegen den Wind leichter. Das Rennradeln wird für mich eine gute Ergänzung zum Laufen sein. Die Oberhand wird es dabei aber nicht gewinnen, dessen bin ich mir sicher. Bei sommerlicher Hitze wird es mir schon die eine oder andere Laufeinheit ersetzen und um die Gräten zu schonen kann ich auch noch ein Tour machen, wenn das Laufen zuviel zu werden droht.

Auf der heutigen Tour habe ich mich schon gut an die speziellen Eigenschaften eines Rennrades gewöhnen können. Die Schaltung ist in ihrer Bedienung eingängig, allerdings muß man aufpassen, dass man das leichte Gefährt im Notfall nicht überbremst. Für den Anfang sind noch normale Pedale angebracht. Auf Klickpedale mit entsprechenden Schuhen werde ich umsteigen, sobald die Eingewöhnung abgeschlossen ist und ich mit dem neuen Pferdchen ausreichend vertraut bin. Das ist der Rat des kleinen aber feinen Händlers, wo ich das gute Stück  erworben habe, und ich finde diesen auch nicht schlecht. Für die erste Zeit wird mir auch mein Garmin Forerunner gute Dienste leisten, indem ich ihn auf Fahrradfahren umstelle. Ein Radcomputer ist definitiv in diesem Jahr nicht mehr geplant, da bleibe ich konsequent! 😀