Die graue Eminenz

Heute war schon der zweite Tage allerfeinsten Vorfrühlingswetter. Mit 10° war es sogar noch etwas wärmer als gestern, wo ich meine kurze Laufpause beendet hatte. Unter solch herrlichen Bedingungen wollte ich auch diesen Tag nicht ungenutzt verstreichen lassen und habe kurzerhand schon mal die Rennradsaison eingeläutet. Zudem sollte es der erste richtige Ausritt mit den Klickpedalen sein. Das erste Üben mit den Dingen war ja gründlich in die Hose gegangen und bescherte mir im Herbst letzten Jahres vier vergnügliche Wochen mit einer ausgewachsenen Prellung des linken Arms.

Heute hat es besser geklappt und ich blieb von unerwünschten Bodenkontakt verschont. Ich muß zwar zugeben, dass ich im Umgang mit den Klickpedalen noch nicht restlos entspannt bin, aber ernsthafte Problme gab es heute keine. Diese Fahrt war also in erster Linie noch dem Üben gewidmet. Aufs Tempo habe ich nicht geachtet, es fand aufgrund eines recht frischen, kontinuierlichen Ostwindes auch kaum statt.

Trotzdem konnte ich meinem Hang zur kurzen Hose frönen, wenn auch etwas gemogelt. Aber so trägt man das ja heute und die Oberschenkel blieben schön warm 😀

14.02.15 02

Zu meiner großen Freude durfte ich auch feststellen, dass ich meine heißgeliebte, alte Softshelljacke vom Discounter oder Kaffeeröster, so genau weiß ich das nicht mehr, doch noch nicht entsorgt hatte. Das Teil erwieß sich heute als die richtige Wahl. Schließlich war es speziell auf dem Rad denn doch noch nicht so warm, wie es angesichts des blauen Himmels vielleicht aussieht und fürs Rennradeln bei kälteren Temperaturen bin ich einfach noch nicht ausgerüstet.

Allerdings kamen Jacke und Shorts recht grau daher, aber das gräuliche Outfit harmonierte sehr gut mit dem klassichen Silbermetallic des Rennrades 😎

14.02.15 01

Von wenigen Kilometern an der Hunte, auf denen sich Spaziergänger vornehmlich im Rudel und mit Kindern auf Rollern und Rädern tummelten, anderen Radfahrern und einem stur auf den Boden starrenden Inlineskater, den ich anbrüllen mußte, damit er auf mich aufmerksam wurde, obwohl ich ihm entgegen kam, abgesehen, war es eine schöne Tour. Wenn sie auch etwas anstrengend war, diesbezüglich hat der Winter schon etwas seine Spuren hinterlassen. Aber gute 38 km sind schon mal ein Anfang und vielleicht bietet sich ja noch der ein oder andere schöne Tag für eine Wiederholung, bis es wirklich Frühling wird.