Regenfreude! Regenfreude?

Wenn man sich an das gerade vergangene Dürre- und Hitzejahr 2018 erinnert, mag man kaum glauben, dass das Jahr 2017 hier im Norden das genaue Gegenteil gewesen ist. Regen, Regen, Regen, wochenlang, monatelang. Soviel Regen, dass selbst meinereiner, dem bis dahin kein Regen zuviel, kein Wetter zu uselig sein konnte, die Sch… pardon die Nase vom ewigen Naß gestrichen voll hatte.

Nun laß ich gerade heute bei der Doris von Regenfreude, der sie sich auch noch im durch den Regen produzierten Schneematsch hingab. Normalerweise hätte ich ihr die Bedingungen geneidet, aber diesmal rümpfte ich nur etwas die noch gestrichen volle Nase.

Zwar weiche ich nach wie vor keinem Regen aus, aber wenn ich sonst ganz traurig war, weil es regnete wenn ich nicht laufen konnte und dieser Regen dann zum Laufen schon wieder vorbei war, so bin ich jetzt nicht böse wenn sich die Pladderei zum Laufen bereits wieder verzogen hat.

Scheinbar nicht umsonst war der Oktober in 2018 mein laufstärkster Monat, weil warm, sonnig, trocken, herrlich. Aber naß, naßkalt? Bäh! Fehlt nur noch, dass ich den Wind auch nicht mehr, dann wirds ernst :mrgreen:

Schon interessant wie sich die Befindlichkeiten so verändern und ich bin gespannt ob und wann die Regenfreude bei mir wieder zurückkehrt.

Gestern habe ich ob des strömenden Regens gepaart mit Sturm tatsächlich das Laufen geschwänzt bzw. auf heute verschoben (klingt besser). Weil für heute war Sonne angesagt. Die war auch da, wenn auch der kalte Nordwind die realen 4° gefühlt leicht ins Minus trieb und trotz Handschuhen für kalte Hände sorgte.

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Gestern Regen und Sturm

 

Aber, wie gesagt, kein Regen 🙂 Apropos Regen: Ob es bei uns wohl diesen Winter auch noch Schnee gibt? Und wenn ja, habe ich da denn Bock drauf? Egal, es kommt wie es kommt. Im Moment ist er ja zwischen dem Norden und manchen Regionen im Süden doch etwas ungleich verteilt 😆

 

 

 

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Das macht das Laufen

Da bricht man nach der Arbeit etwas lustlos und etwas gehetzt, um noch so viel wie möglich vom Tageslicht zu erhaschen, auf zu einem schnöden Feierabendlauf auf die wohl von mir am allermeisten gelaufene Strecke und wird dann einfach mal wieder so geflasht. Entführt in einen Wintertraum, in knackig kalte, kristiallklare Luft, in Windstille und Stille. Die blaue Stunde kleidet sich in pastellfarbene Töne, Raureif überzieht Bäume und Sträucher und Eis liegt auf dem kleinen Kanal und dem immer noch wenigen Wasser in den Bornhorster Wiesen. Ich bin mit mir allein und könnte keine Dreiviertelstunde nach Abschließen der Haustür schrein vor Glück.

Vorsichtshalber hatte ich die Yaktrax und dicke Handschuhe in den Laufrucksack gesteckt, der mir angenehm den oberen Rücken warmhält. Einmal wechsel ich von den dünnen Laufhandschuhen auf die dicken und ein paar Kilometer später wieder zurück. Die Yaktrax brauche ich aber nicht, an den wenigen spiegelglatten Stellen wechsel ich kurz in den Gehmodus.

Ansonsten bin ich flott unterwegs, es läuft sich gut auf Schnee und Eis und blankem Asphalt. Das Tempo liegt für meine Verhätlnisse hoch, nur unterbrochen von den Fotostopps um festzuhalten, was mich einfach nur begeistert.

Auf den letzten 20 Minuten reicht das Tageslicht noch nicht, nun glitzern Reif und Schnee im Licht der Lauflampe. So gefällt mir der Winter, so könnte es noch wochenlang weitergehen.

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Was kann es schöneres geben als in einer Alltagssituation solche Glücksmomente zu erleben? Das macht das Laufen!

Beeilen

… muß ich mich, wenn ich denn auch mal einen Beitrag mit Schneebildern präsentieren möchte. Kurzzeitige, kräftige Schneefälle gehen hier einher mit sachten Plusgraden, so dass das Winteridyll immer nur von kurzer Dauer ist. Sich daraus ergebender dicker Schneematsch sorgt dabei lediglich für nasse Füße.

Da stört es mich doch insgesamt recht wenig, dass sich seit Montag kein Lauf mehr ausging. Morgen geht es wieder los, da hoffe ich aber auf etwas schönere Bedingungen 😎

Kalt erwischt

… hat uns in erster Linie der Wahlausgang in den USA. Mehr möchte ich hier aber nicht darauf eingehen. Ein kleines Statement von mir gibt es an dieser Stelle zu lesen.

Kalt erwischt hat uns im Nordwesten aber auch der heutige Morgen. Schneefall, alles weiß. Das erleben wir im November nur alle Jubeljahre.

Über Tag kletterten die Temperaturen nur knapp in den Plusbereich, so dass ich auch bei meinem spätnachmittäglichen Lauf bei feuchten 2° noch etwas Weiß genießen durfte. Insgesamt erwartete mich aber ein Mischmasch aus Herbst und Winter. Das Himmelsgrau war allerdings November pur.

Der Start gegen 16 Uhr sicherte mir auf 2/3 der Strecke noch Tageslicht und eine Rückkehr bevor die teils nassen Straßen anfingen zu überfrieren. Dieser Sorge hatte ich vielleicht auch den etwas flotten Schritt zu verdanken, bei dem mir zum Schluß aber etwas die Puste ausging. Bei einem Feierabendlauf können die Körner halt schon mal etwas knapp werden 🙂

So schön

… kann Tapering sein (so langsam gewöhne ich mich an den Ausdruck :mrgreen: ) Bei diesem Frühlingswetter bekommt selbst der hartgesottenste Regenlieber die Krise. Liegt wohl daran, dass es auch mehr schneit und graupelt als regnet. Bei EINEM Grad plus ja auch kein Wunder. Die Fahrradfahrt von der Arbeit nachhause reichte deshalb mehr als genug an Outdooraktivität 🙂

Jetzt fehlt eigentlich nur noch Glühwein und Gebäck 😀

Spaßfaktor

Eigentlich sah alles erstmal ganz negativ aus. Da heute der Utkiek auf dem Programm stand -der Lauftreff startet erst um 18:30 Uhr- verpaßte ich die Gelegenheit bei Tageslicht durch diese Raureifwinterwunderwelt zu laufen, die ich schon sehnsuchtsvoll aus dem Bürofenster betrachtete:

 

Als es dann wenig später auf Telegramm von der Laufgruppe Absage um Absage hagelte, verhagelte mir dies kurzzeitig die Laune und ich wollte schon gar nicht zum Utkiek aufbrechen. Da mir aber auch keine spannende Alternative einfiel, habe ich es dann doch getan. Beim Eintreffen war Ralf da und just wo wir losliefen kam auch noch Freya dazu, klasse ❗

So liefen wir bei knackig kalten -6° in leicht nebeliger aber herrlicher Luft zu Dritt über die Hügel. Der nebelige Himmel reflektierte am südlichen Ende des Utkieks offensichtlich das Licht einer in einiger Entfernung liegenden Flutlichtanlage, so dass es stellenweise erstaulich hell war. Ein leichte Grünfärbung des Lichts erinnerte an Polarlichter. Leider ließ sich das auf dem Foto nicht festhalten.

Utkiek 21.01.16

Der Schnee war gut laufbar und knirschte so herrlich unter den Laufschuhen. Ich fühlte mich optimal temperiert, fror nicht und schwitzte nicht, was bei mir schon was heißen will. Oldenburgs Bergwelt im Schnee, das wird nicht allzu oft geboten, das mußte ausgenutzt werden. Als Freya sich verabschiedete, hingen Ralf und ich noch eine Runde dran. Überhaupt hätte ich heute wieder ewig laufen können. Ein Traum! Noch etwas Schneefall dazu und es wäre nicht mehr zum Aushalten gewesen 🙂

Auf einer Spaßfaktorskala von 1 – 10 hatte dieser Lauf im Minimum eine 11 verdient 😀

Widrige Umstände

Eine gute Stunde später als geplant aus dem Büro gekommen und dafür auf dem Parkplatz auf ein Auto mit Eisregenpanzer getroffen. Als ich die Scheiben vom Gefährt endlich freigeschraddelt hatte und nachhause geschüsselt war, war es das dann auch mit der Hoffnung auf etwas Tageslicht :-/

Laufen wollte ich trotzdem oder gerade deswegen unbedingt. Also wieder rein in die Laufwintervermummung, zusätzlich Beleuchtung angepappt und los. Der Schnee sorgte aber für ausreichend Helligkeit, so dass ich das Funzelnarium zur Wegeausleuchtung nicht brauchte. Auf festgefahrenen Schnee lief es sich gut, aber auf den Strecken, auf denen Schnee noch nahezu unberührt war, saugte dieser etwas tiefere, crunchig-eisüberzogene Schnee, zusätzlich durch den strammen Ostwind gewürzt, die Kraft aus den Beinen. Da half es auch nicht, dass ich nach knapp der halben Strecke aus dem Wind herausdrehte, der dafür gesorgt hatte, dass auf der freien Pläne der Schnee quasi in Wellenbewegung seine Höhe änderte. Aber was kratzte es mich, dass die Waden murrten, wenn ich in absoluter Einsamkeit meines Weges laufen konnte.

Außerdem sieht die Winterlandschaft natürlich schön aus, die Wolkendecke reflektierte das Licht der Stadt und tauchte den Himmel in sanftes Licht und die in manchen Vorgärten noch brennende Weihnachtsbeleuchtung kommt eigentlich erst jetzt so richtig zur Geltung. Nichtsdestotrotz war ich, als ich nach 15 km und für mich ungewohnt später Stunde gegen 20:00 Uhr wieder zurück war, doch etwas geschafft 🙂

Schneebilder

Auf nahezu allen Laufblogs kursieren zur Zeit Schneebilder. Da möchte ich nach meinem heutigen Lauf mit Heimo natürlich nicht zurückstehen. Voilà, da sind sie:

29.12.14 03

 

29.12.14 02

Hammer, oder? :mrgreen:

Dafür war es auf Asphalt stellenweise tückisch glatt. Das war wirklich nicht so angenehm. Um die Asphaltanteile möglichst klein zu halten habe ich deshalb die Strecke dahingehend auf den letzten Kilometern etwas angepaßt. Besser is das.

29.12.14 01

Das waren nochmal 11 km schöne und recht schnelle Kilometer. Das anschließende bleifreie Weizen hat auf jeden Fall geschmeckt. Und die Krüllkuchen dazu auch 😉

 

 

Ach ja … Winter

In der vergangenen Nacht hat es geschneit. Bestimmt 10 cm, für nordwestdeutsche Verhältnisse ist das viel. Soviel auf jeden Fall, dass der Winterdienst gleich kapituliert hatte. Straßen und Autobahnen waren kaum geräumt und teilweise vereist. Aber gerade die Straßen brauchten wir heute, waren wir doch zu einem 50igsten Geburtstag eingeladen und hatten für ein damit verbundenes, üppiges Mittagessen um die 30 km auf eben diesen Straßen zurückzulegen.

26.01.14 Schneefall

Das war das eine Übel, das andere war, das ich so über Tag nicht zum Laufen kam. Gegen gutes Essen habe ich ja nie etwas einzuwenden, aber die hornissenartige Geräuschkulisse, wenn sich 60 – 70 Leute in einem Raum unterhalten, hat mich, um es vorsichtig auszudrücken, etwas gestreßt.

Da mußte, nach unserer Rückkehr, das Laufen mal wieder zum Streßabbau herhalten. Immerhin war es zum Start meines Laufes mit gut -7° schon etwas wärmer geworden. Meine Lieblingswetterdatenseite sprach dabei allerdings von gefühlten -12 °. Ein schlagendes Argument von meiner zuletzt getragenen 3/4-Tight gleich auf die lange Thermotight umzusteigen. Merke: Der 26.01.2014 ist in diesem Winter das Fixdatum für den Umstieg auf lange Laufhosen.

Kurz vor 19:00 Uhr ging es dann hinaus in die bitterkalte, finstere Nacht. Dabei feierten zusammen mit der Thermotight die Yaktrax ihre Premiere in dieser Wintersaison. Was diese Dinger zu leisten im Stande sind, erstaunte mich auch heute wieder. Supergrip auf Schnee und Eis. An Stellen wo der Wind den Schnee komplett weggeblasen hatte, kratzten sie zwar erbarmungswürdig über den Asphalt und boten dann auch ein etwas schwammiges Laufgefühl, aber sobald sie sich wieder in den frostigen Untergrund krallen konnten, lief man als gäbe es keine Glätte.

26.01.14 Weg

Als Gegenwind biss der Wind trotz Thermoklamotte in die Oberschenkel, ließ Nase und die Barthaare gefrieren. Mir begegnete keine Menschenseele. Wunderbar, genau das brauchte ich. Als Rückenwind ließ er mich locker dahintraben, die Dunkelheit verhinderte Blicke auf die Laufuhr, so nahmen auch keine Daten Einfluß auf meinen Lauf, den ich nach exakt 9 km beendete. In Bezug auf das Lauftempo trügte mich mein Gefühl nicht, wie vermutet lag es mit 6:06 knapp über der 6er-Marke.

Ich gebe zu, der Schnee hätte sich in diesem Winter gerne eine andere Region aussuchen dürfen. Trotzdem war dieser Lauf durch Kälte, Dunkelheit und eben den Schnee irgendwie … ja, wie soll ich das jetzt sagen, also schlecht war er nicht, im Gegenteil, irgendwie war er schon mehr so gut, so richtig gut sogar, ich könnte sogar sagen er war … G..L !!! 😀