Nicht so schlimm wie befürchtet

… fielen bei uns in Oldenburg bislang der lang angekündigte Sturm und Schneefall aus. Trotzdem bin ich gestern mit gut 20 km etwas auf Vorrat gelaufen. Das war auch gut, Schnee, eisiger Wind und – 6 °, gefühlt im zweistelligen Minusbereich, hätten mich heute trotz nicht ganz so großer Heftigkeit nicht unbedingt zum Laufen nach draußen gelockt.

Bilder habe ich diese Woche nur bei meinem Lauf am Mittwoch gemacht. Bei kräftigem Tauwetter und teilweise ebenso kräftigen Regen, wurde der Lauf zu einer recht nassen Angelegenheit und führte über Kilometer durch Schmelzwasser- und Regenpfützen. Mein geplanter Kneippgang im Kleinen Bornhorster See mußte aber wegen noch geschlossener Eisdecke ausfallen.

Vom heutigen Schneesturm-Sonntag ein paar kleine Eindrücke vor und während eines Spaziergangs mit Jens, ein Wetter bei dem man sogar den Schneemann reinholt und froh ist, dass die Heizung läuft (Bild von „unserem“ Fernwärmekraftwerk)

Zum Abschluß noch ein kleines Video, das zeigt, dass es doch ein kleines Bisschen windig ist:

Schneesturm, Sandsturm

Syltlauf 2018, morgen geht er über die Bühne. Ob mit mir werde ich spontan entscheiden. Augenblicklich gibt es aber für mich eine klare Tendenz zum Nein. Weil das was wir heute auf der Anfahrt nach Sylt und bei einem ersten Rundgang durch Hörnum erlebt haben, dass war schon extrem. Zwischen Heide und Husum tobte auf 40 km Schneesturm vom Feinsten und sorgte durch Schneeverwehungen für widrigste Straßenverhältnisse und brachte den Verkehr teilweise zum erliegen. Auf dem folgenden Video ist der wirkliche Schneeflug leider nur ansatzweise zu erkennen und es war auch nur der Anfang.

Hinter Husum war der Schneesturmspuk zwar vorbei, aber auf Sylt ersetzt Sand den Schnee, der Sturm treibt unglaubliche Sandmengen nach Hörnum hinein. Eine strandnahe Straße ist wegen der Sandverwehungen nicht mehr befahrbar. Das hat selbst meine Mutter, die von hier stammt, so noch nicht gesehen.

Der Oststurm ist eiskalt und läßt die Gesichtsmuskeln gefrieren und ich wünsche mir eine Ski-Maske. Der Sand peitscht ins Gesicht und knirscht zwischen den Zähnen und eine halbe Stunde Beine vertreten reichen völlig um im vollen Winterornat ins Frösteln zu geraten. Die – 2° fühlen sich durch den eisigen Oststurm unendlich kälter an.

Für morgen während des Laufs sind Temperaturen von -1° bis 0° und immer noch Sturmböen der Stärke 7 bis 8 aus Ost vorhergesagt. Unter diesen Bedingungen werden die guten 33 km zu einer wirklich harten Nummer, zumal gerade die allerletzten Kilometer genau gen Osten führen. Ich werde morgen früh entscheiden, ob ich da Bock drauf habe. Ausrüstungstechnisch stoße ich bei diesen eisigen Windbedingungen nämlich an meine Grenzen und in den letzten Wochen fühlte ich mich auch nicht gesundheitlich auch nicht wirklich auf der Höhe. Genügend Gründe die die Tendenz vorgeben, obwohl ich schon Lust hätte. Morgen vormittag bin ich schlauer, ich werde berichten.