Lauf-Sightseeing

Achtung, dieser Post enthält eine geklaute Idee! Die liebe Helge und die liebe Karina vom Tridreamteam mögen uns das nachsehen 🙂 

In diversen Großstädten dieser Welt gibt es ja Laufsightseeing, wo man die Städte im Laufschritt durcheilt und an den Sehenswürdigkeiten kurz stehen bleibt um vom Laufguide mit dem nötigen Input versorgt zu werden. Diesen Tempostreß hatten Doris, Jens und ich uns beim gestrigen Oldenburgbesichtigungsbummel aber erspart. Aber das Tempo, das Volker beim Tortenbeseitigen vorlegt, ist trotzdem beeindruckend! 😉 Das war aber nur ein Stück! Anmerkung der Redaktion 😛

Aber der heutige Lauf auf meiner Lieblings- und Standardlaufrunde artete in so eine Sightseeingtour aus. Immer wieder stoppten wir an verschiedenen Punkten, ließen die Blicke schweifen und ich gab meinen kommentatorischen Senf dazu, sofern ich denn mal von etwas Ahnung hatte. Das war nicht immer der Fall, so mußte ich auf Fragen von Doris wie „Wohin führt der Geestrandgraben?“ oder „Wie tief ist die Hunte hier?“ passen.

Deshalb versuchte ich mit fotogenen Motiven wie z. B. am Großen Bornhorster See abzulenken 😀  Ach so! Ich dachte, die Abstecher zu diversen hübschen Plätzchen seien von Anfang an so geplant gewesen… aber eigentlich versuchte ich nur, mit meinen Fragen Volker ein wenig runterzubremsen! Das war gar nicht nötig! Anmerkung der Redaktion 🙂

Zum Glück war Doris auch von den Schafen verzückt und weitere allzu tiefgründige Fragen blieben aus 😆 Erstrecht als Doris die von unzähligen Fotos bekannte, nahezu unendliche Weite meines Laufreviers selbst erleben durfte. Ach ist das flach da!!! Ich konnte gaaanz weit sehen.

Auf meiner Lieblingsbank versuchte sie dann das Posing meines Vorstellungsbildes nachzuahmen.

Fast gelungen, oder? 😀 Geht aber auch zu zweit:

02.10. 07

Weiter ging es dann auf teils frisch geteerter Strecke immer entlang der Hunte. Gelegentlich hörte ich Doris dabei kichern, immer wenn ihr bekannte Ausblicke von meinem Blog live begegneten 🙂 Lustiges Gefühl durch einen gut bekannten Blog zu laufen. Heimatliche Gefühle konnte ich bei ihr auch noch aufkommen lassen, als wir uns der österreichischen Grenze am anderen Hunteufer näherten 😀

Auch die Treppe hoch zur Huntebrücke erklomm Doris meisterhaft (hatte ich da vorhin noch was von „flach“ gesagt? 😯 da hatte ich ja die Treppe noch nicht gesehen!) und meine Groupies staunten nicht schlecht, dass ich in Damenbegleitung unterwegs war.

15 Kilometer sind wir gelaufen, für die wir uns zwei Stunden Zeit ließen. (Mein Bremsmanöver war schlußendlich also doch erfolgreich! 😀 ) Schließlich ist so eine Sightseeinglaufrunde kein Bestzeitmarathon! 🙂

Nein, Marathon war es keiner, aber den phänomenalen Pflaumenkuchen in rauhen Mengen, den wir im Anschluß bei Volkers Mutter vertilgen durften, haben wir uns trotzdem verdient!

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Nächster Halt: Oldenburg

Ich habe es ja schon öfters festgestellt: Der Norden ist in Laufbloggerkreisen etwas unterrepräsentiert 🙂 Das spiegelt sich sogar in der Cruise & Cook-Tour von Anja wieder. Eine gefühlte Ewigkeit verbrachte sie in südlichen Gefilden 😉

Aber am Freitagabend war es dann endlich soweit und Jens und ich durften Anja empfangen. Es klingelt an der Tür und schon durch die Scheibe sehe ich ein strahlendes Gesicht. Tür auf, eine herzliche Umarmung und schon ist es als würden wir uns ewig kennen. So habe ich es eigentlich auch erwartet und so und noch viel besser ist es auch gekommen.

Und nicht nur deshalb, weil die Anja als Gast alles mitbringt, was wir während unserer gemeinsamen Zeit zu verzehren gedenken bzw. sie denkt was es zu essen geben soll!  Aber hätte sie doch nur auch noch den Rotwein mitgebracht, dann würde meine Auto nicht wie ein Partyraum am Morgen danach riechen. Aber lassen wir das, das war schließlich meine Dummheit, für die Anja nun wirklich absolut zu 100% gar nichts kann. Also so nullkommnull mäßig, echt jetzt! :mrgreen:

Am Freitagabend zauberten wir ruckzuck eine leckere Pizza mit Hefeteigboden. Das ich gerne Hefeteig mag, hatte Anja wohl irgendwo aufgeschnappt und diesen deshalb schon vor ihrer Anreise vorbereitet und mitgebracht 😀

Tags drauf enterte die Frühaufsteherin in aller Herrgottsfrühe unsere Küche um uns ebenfalls aus Hefeteig einen köstlichen Nussstrietzel zu backen, während Jens und ich noch den Schlaf der Gerechten schliefen 🙂

Nach dem Frühstück wurden Anja und ich dann so richtig aktiv und begaben uns auf eine Wanderung durch mein, allen regelmäßigen Lesern nur allzuvertrautes Laufrevier, dass Anja mit ihrer professionellen Kamera auf ihre ganz eigene Weise in Szene setzte.

Es ist schon erstaunlich wieviel Zeit Wandern im Vergleich zum Laufen benötigt. Aber ich hatte den Eindruck, Anja scheint mein flaches, teilweise geflutetes Laufrevier wenigstens etwas gefallen zu haben 🙂 Dazu hatte sich das Wetter mit 10° und immer mehr Sonnenschein und herrlichen Wolkenspielen allerdings auch sehr gast- und wanderfreundlich gezeigt.

Nach der Wanderung und dem Genuß des exorbitant leckeren Nussstrietzels fuhren wir mit meinem trunksüchtigen Auto in Stadt um dort noch etwas Sigthseeing, nun auch in Begleitung von Jens,  zu betreiben.

 

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Von der Citytour zurückgekehrt wurde dann nochmal gekocht, dass die Kamera wackelte 😀

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Das Ergebnis war extrem lecker, extrem sättigend und mit der extremen Erkenntnis verbunden, das man auch als Nicht-Veganer nicht an Tofu, in diesem Fall Räuchertofu, stirbt :mrgreen:

 

Nach dem Essen, zu dem noch ausreichend überlebender Rotwein kredenzt werden konnte, versanken wir in wunderbare Gespräche. Entgegen unseres Running Gags, mit dem wir uns das ganz Wochenende geneckt haben „Kommt alles in den Blog“ bleibt dieses unter uns und ich möchte einfach den Satz aus Anjas Post übernehmen: Das gehört in den Kopf und ins Herz!

Heute morgen ist Anja wieder gefahren, aber was bleibt ist die Erinnerung an ein super Wochenende und die Freude einen tollen Menschen kennengelernt zu haben.

Herzlichen Dank, liebe Anja, für Deinen Besuch und Deinen sehr lieb geschriebenen Post !

Oldenburg

Markus hatte Mitte Dezember die Idee, dass wir Blogger doch mal zeigen könnten wo wir so leben. Da ich ein ausgesprochener Lokalpatriot bin und heute ausgesprochenes Kaiserwetter herrschte, nutzte ich deshalb die sonntägliche Verkehrsruhe um eine Fototour durch Oldenburg zu laufen.

Erstmal steuerte ich die Innenstadt noch auf idyllischen Schleichwegen an…

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… vorbei auch noch an ein paar Ugly destinations im Agrarhafen …

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… um dann über die Hafenpromenade in die Innenstadt einzutauchen. Geschichtliche Details erspare ich Euch, ich bin da nicht so firm. Wenn die Geschichte Oldenburgs interessiert, dem wird sicher das Internet weiterhelfen 😉

Der Einfachheit halber habe ich die Bilder, zu denen es etwas zu sagen gibt, mal durchnummeriert:

  1. Die ehemalige kaiserliche Post
  2. Die Schloßwache mit der Lambertikirche im Hintergrund
  3. Das Schloß
  4. Der Schloßgarten
  5. Der mittelalterliche Pulverturm inmitten „moderner“ Architektur
  6. fehlt, ich habe mich verzählt 😯
  7. Die Lambertikirche
  8. Das alte Rathaus
  9. Eines der ältesten Häuser Oldenburgs, das Degode-Haus
  10. Ensemble aus altem Rathaus, Lambertikirche und Degode-Haus
  11. Das Staatstheater
  12. Das ehemalige Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital, heute ein Kulturzentrum
  13. Das Oldenburger Wahrzeichen, der Lappan
  14. Ab jetzt wird es etwas moderner: Das Horst-Janssen-Museum. Gewidmet einem skurillen Oldenburger Künstler mit einem etwas merkwürdigen Frauenbild
  15. Die Zentrale der Landessparkasse zu Oldenburg
  16. Die kleine EWE-Arena
  17. Die große EWE-Arena, hier spielen die EWE-Baskets in der ersten Liga
  18. Die Weser-Ems-Halle

Nach der Weser-Ems-Halle steuerte ich über ruhige Wohnstraßen wieder mein Zuhause an.

Auf 12 km habe ich heute einen Großteil der Oldenburger Sehenswürdigkeiten zusammengesammelt. Ich hoffe ich konnte Euch auf diese Weise einen kleinen Einblick in mein ca. 160.000 Einwohner großes Heimatstädtchen verschaffen 🙂

Also ich finde Oldenburg ist eine Reise wert. Und Marathon kann man hier auch laufen 😉