Das Licht der Anderen

Der Utkiek wartete nach einem schneeregnerischen Tag mit diesiger Dunkelheit und einer Boshaftigkeit (ich hoffe nicht Wahrheit) auf. Immerhin konnte ich noch die ersten Weidenkätzchen erkennen, bevor dann meiner Lauflampe allmählich der Saft ausging.

Die vielen Tageslichtläufe, die ich diesen Winter bedingt durch die vielen kurzen Läufe bedingt durch meine Laufstil-/schuhumstellung genießen durfte, hatten mich ganz vergessen lassen, dass das Lämple auch mal wieder aufgeladen werden mußte. Das Licht der Lampen meiner MitläuferInnen reichte aber aus und so konnte ich ungetrübt trübe vor mich hinfunzeln 😆

Am Vortag war es das Licht einer ganz Anderen, das für enorme Helligkeit und abermals beste Laune sorgte. An Küstenkanal, Hunte und der Schleuse war ich unterwegs.

Das Tolle ist, dass ich bei diesen Temperaturen den fantastischen Sonnenschein im mässigen Tempo genießen kann, ohne großartig ins Schwitzen zu kommen 😀

An den baren Füßen hatte ich gestern die Solerunner FX Trainer. Diese Treter werden nicht unbedingt meine Lieblingsminimalen. Zwar bietet kein anderer Schuh eine so dünne Sohle, die absolut keine Unklarheit über den Untergrund zuläßt, aber der ultraweite Schnitt sorgt für einen recht labberigen Sitz und läßt den Fuß auf der dünnen Sohle rumrutschen, was für entsprechende Reibung sorgt. Zwar nehmen meine Füße das schadlos hin, aber ein etwas verbindlicherer Sitz ist mir schon lieber.

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Die Vorteile einer Großstadt

In Berlin gibt es Laufschuhe zu kaufen, die ich in Oldenburg nur per Internet bestellen könnte. Der Vorteil dabei ist, dass ich gleich die richtige Größe bekomme und nicht erst ausprobieren und hin- und herschicken muß. Auf meinem Weg zu minimalen Schuhwerk ist das ausgesprochen praktisch, da hier klassische Größenangaben gerne versagen. Aber selbst in dieser Stadt bleiben Wünsche unerfüllt, den Vivaro-Shop konnte man komplett knicken, da hat es mich schon geärgert, den Weg dorthin gemacht zu haben. Der hatte nicht einen Schuh in meiner Größe, Begründung: Es wäre das Ende der Saison. Lachhaft bei Barfußschuhen. Aber er bekäme in zwei Wochen Nachschub, wow!  Aber immerhin hat es doch für ein doppelte Ausbeute gereicht und einen Joe Nimble-Straßenschuh bekomme ich noch in der passenden Größe nachhause geschickt.

 

Die Five-Fingers habe ich gleich im Laden angehalten und sie durften die erste Bewährungsprobe im Großstadtdschungel absolvieren, da fühlen sie sich schon einmal sehr angenehm an.

Die Powertoes von Joe Nimble sind teuersten Treter aller Zeiten für mich, dafür aber vegan, was mir auch immens wichtig ist 😛 Mit denen ging es schon auf eine kleine Testrunde über das Tempelhofer Feld.

01.08. 04

Der Turm von Günther Jauch seiner Talg-Schau

Joe Nimble verspricht „Beinahe komplett nahtlos verarbeitet und uneingeschränkt atmungsaktiv durch ein neuartiges Mesh, das in Weichheit und Flexibiltät kaum zu übertreffen ist. Das einzigartige Barfußgefühl sorgt dafür, dass Dein Fuß jede Bewegung uneingeschränkt mitmachen kann“

Nun, was soll ich sagen: Bei extrem drückender Wärme drückten die Luxusschläppchen gewaltig. Sie erwiesen sich als unerwartet starr und kantig und sorgten über 7,4 km für dieses Ergebnis:

 

Der linke Fuß hat auch eine Stelle unterm Knöchel abbekommen. Von Weichheit und Flexibilität kann definitiv keine Rede sein. Für 180 Ocken ist das eine Enttäuschung. Dass kann der Leguano aktiv um ein vielfaches besser und selbst der etwas hölzernere Solerunner FX Trainer malträtiert die Füße nicht annähernd so sehr. Grundsätzlich läßt sich der Powertoes aber schon gut laufen und macht auch Spaß, aber eben nicht barfuß. Als Schuh für künftige längere Läufe werde ihn deshalb auch behalten. Im Winter wird er mir bestimmt gute Dienste leisten.

Morgen oder übermorgen geht es dann mit den Fivefingers auf eine erste kurze Tour, ich bin gespannt wie die sich schlagen.