Urlaub

… habe ich erst in fünf Wochen. Da gilt es noch eine Zeitlang durchzuhalten. Aber Urlaub habe ich mir diese Woche mal weitestgehend vom Sport und somit auch vom Bloggen gegönnt. Auch mit dem Lesen und Kommentieren habe ich mich etwas zurückgehalten.

Warum? Einfach so oder weil Sommer war und ist. So habe ich eben diesen einfach mal genossen …

20.07.16 02

… und bis auf etwas Bauchtraining und einem 10-km-Lauf mit Uli aus der Utkiek-Gruppe war da nicht viel mit Bewegung.

Da ich wußte, dass einige aus der Utkiek-Laufgruppe im Urlaub waren, hatte ich am Donnerstag einfach mal nachgefragt, ob überhaupt jemand dorthin kommt. Wieviel Motivation dahinter steckte, seht Ihr hier:

 22.07.16 01

:mrgreen:

Uli war der einzige, der die falsche Antwort gegeben hatte, was zu besagtem 10 km-Lauf geführt hatte, allerdings nicht am Utkiek, sondern in meinem Laufrevier, da Uli ganz in der Nähe wohnt und wir uns somit die Anreise zum Utkiek erspart hatten.

Das für gestern geplante Workout versauerte auf dem Sofa vor dem Fernseher um die schrecklichen Ereignisse von München über mich ergehen zu lassen. Zum Glück ist meinen lieben Freunden Heimo und Lizzy und ihren Familien nichts passiert.

Da sich all dieses Elend dieser Welt aber laufend besser ertragen läßt, werde ich mich jetzt gleich mal wieder auf die Laufsocken machen. So long!

Werbeanzeigen

Wege

Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch gerne mal feier. Nach Möglichkeit reichen mir aber Feiern, wo die Anzahl der Menschen noch an einen Esstisch paßt. Wenn aber wie gestern bei einer Party exorbitant laute Musik, fürchterliches Gedränge und entsetzliche Wärme zusammen kommen, dann ist bei mir schnell der Ofen aus. Gespräche sind mir im Krach zu anstrengend und ständiges Geschiebe löst bei mir Fluchtreflexe aus. Da versuche ich mich in Träume zu flüchten, wo ich möglichst ganz allein meiner Laufwege ziehe.

Deshalb habe ich heute meine Träume auch gleich in die Wirklichkeit umgesetzt. Wenn auch die Bedingungen sicher etwas suboptimal waren. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt zum Kaffeetrinken zu Schwiegermuttern zu laufen. Komme es was da wolle. Und es kam Sommer ❗ 27 bis 28° begleiteten mich auf dem Weg nach Berne. Es war mir egal weil es ein Sommertag war, wie er im Buche stand. Trockene Wärme und ein frischer Wind, der mich allerdings die meistens Zeit nur unmerklich von hinten schob. Das Ganze begleitet von den wunderbaren Gerüchen des Sommers, nach Heu, nach Kiefern, nach Wald, nach Sommer eben.

So zog ich meiner Wege, wie ich es mir am Abend vorher gewünscht hatte. Von regen Fahrradausflugsverkehr abgesehen hatte ich meine Ruhe. Ich begegnete nur dem Deichschäfer, der mich lichthupend aus seinem Auto heraus grüßte und wies einer Fahrradfahrerin mit ihrem Sohn den Weg nach Moorriem.

Die Wege waren vielfältig. Erstaunlich was da auf so einem Lauf immer alles zusammen kommt. Schmale, verkehrsarme Straßen, Radwege, Wirtsschaftswege, Sandwege, Trampelpfade. Asphalt, Schotter, Beton, Sand, Moorboden, Pflastersteine. Lange Geraden, verschlungende Pfade, schattenreich oder offen unter dem Sommersonnenhimmel. Zu guter Letzt ließ sich auch ein Stück Radweg an der Bundesstraße 212 nicht ganz vermeiden.

Unterwegs erwartete mich viel norddeutsche Landschaft, flach, weit, hoher Himmel. Ruhig und erholsam, schön!

Meine Groupies waren mir heute nicht so wohlgesonnen, ihnen war es wohl zu warm. Sie nahmen gleich eine aggressive Haltung ein. Die hellhäutige Verwandschaft etwas später war da doch um einiges gelassener 🙂  Ansonsten lief es sich trotz der Wärme wunderbar, die Beine und die Stimmung blieben bis zum Schluß locker. Nach 22 km war ich am Ziel, tropfnaß geschwitzt aber rundum zufrieden.

Gebt mir einfach Landschaft, gebt mir Laufschuhe, gebt mir meine Ruhe und die Welt ist in Ordnung 😀

Rein aus meiner läuferischen Sicht

Ich weiß, die meisten werden micht jetzt steinigen, vierteilen und teeren und federn wollen, aber ich sage jetzt mal wie es für mich ist: Aus rein läuferischer Sicht, aber auch nur aus dieser!, könnte der Sommer meinetwegen schon wieder vorbei sein.

Klar genieße ich die lange Helligkeit, laue Sommernächte, warme Tage, aber eben nur als „normaler“ Mensch. Beim Laufen gehen mir die ganz normalen Sommertage etwas an die Substanz. Dabei meine ich natürlich keine Sommerregenläufe, die sind absolut traumhaft. Und auch gegen einige ehrliche Hitzeläufe an richig heißen Tagen habe ich ab und an nichts einzuwenden. Was aber so gar nicht meins ist, ist diese normale, nahezu immer mit leichter Schwüle unterlegte Sommerwärme.

Zwar war am Dienstagabend die Welt auf meiner Standardrunde noch komplett in Ordnung und …

    … wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann dass der Sommerdeich schon wieder aufgebuddelt wurde, aber ansonsten war alles tutti.

Aber heute beim Utkiek-Lauf schlug sie schon wieder gnadenlos zu, diese Null-Acht-Fuffzehn-Schwüle. Der Lauf wurde von einem minimalen Schauer eingeläutet und war danach für mich nur bäh. Der Kreislauf, normalerweise überhaupt keine Baustelle bei mir, schlug Kapirolen, dem Magen war flau und mich überkam das dringende Bedürfnis diesen Lauf nach nicht einmal einer halben Stunde zu beenden. Habe ich zwar nicht, aber nur weil Ralfs Nachfrage nach dem Ahrathon mich entsprechend ablenkte.

Vielleicht lags auch daran, dass ich schon den ganzen Tag etwas Druck und leichte Schmerzen auf dem Kopf hatte. Aber ich sehnte mich heute nach herbstlicher Frische begleitet von einem ordentlichen Wind 🙂

So abseits vom Laufen würde ich den Sommer denn aber doch schon vermissen. Die kurzen Klamotten, die Terrasse, ab und zu mal grillen und chillen, den Garten, das im Hellen zur Arbeit und wieder zurück radeln und und und. Ist ja schon schön.

Wenn nur dieses Laufen in dieser latenten Schwüle nicht wäre … 😉 Früher waren die Sommer doch nicht so schwül, oder?

30.06.16 01

und früher kamen die Sprayer noch nicht mit dem Mercedes 

  😯

Von einem Special zum nächsten!

Vom Meeresgrund zurück auf den Höhen des Utkieks. Nach dem Lauf nach Neuwerk hatte ich meinen Haxen bis zum heutigen „Berglauf“ Ruhe gegönnt. Das hätte ich heute ruhig noch fortsetzen sollen, nicht der Fersen wegen, sondern weil es schon wieder warm und drückend war. Das Kuriose dabei, unten war es ein wenig windig und oben nicht.

Obwohl ich heute nicht der Einzige war, dem es etwas an Motivation und Frische fehlte, fehlte trotzdem die Zeit zum Schaukeln *seufz*

Nicht kaputt zu kriegen hingegen war Ralf, der es zum Schluß sogar noch mit einem Modellmotorrad aufnahm 😀

Morgen geht es auf die erste Laufreise des Jahres. Es erwartet mich nach dem Wattenmeerlauf gleich der nächste Lauf der besonderen Art. Spaß sollte auch bei dem Lauf garantiert sein 😀

Dazu demnächst mehr auf diesem Blog 😎

Da flippst du aus

Der Sommer naht und mit ihm die Zeit der spärlichen Laufbekleidung. Dabei bekomme ich jeden Sommer aufs Neue das Problem, all das Geraffel zu verstauen, das der gemeine Deichläufer auf seinen Lauftouren so mitschleppt. Als da sind Handy für den Notfall in Form von Verschollen gehen, Schwächeanfällen, Verletzungen oder keine Lust mehr, Fotoapparat um den Laufblog hinreichend zu bebildern und den Schlüssel für den Zutritt ins traute Heim nach dem Lauf.

Im Prinzip ist das jetzt nicht wirklich viel, sprengt aber doch die üblichen Schlüsseltäschen einer jeden Lauftight oder sonstiger luftiger Hosen. Jackentaschen, Taschen an Shirts? Im Sommer mangels Jacken und aufgrund nur eines lockeren T-Shirts ebenfalls Fehlanzeige.

Da berichtete Margitta vor längerer Zeit einmal, dass sie auf einer Marathonmesse den Flipbelt erstanden hat. Die ultimative Lösung für dieses katastrophale Transportproblem. Einige Zeit später geisterten dann Berichte über das Konkurrenz-Pondon durch allerlei Laufblogs. Grund genug mich für mein eigenes Geld für den FlipBelt zu entscheiden.

Das Dingens ist ein feines Teil, es drückt zwar meine Speckrolle etwas unvorteilhaft über den Hosenbund, aber das konnte ich dank geschickter Fotobearbeitung für die Blogpräsentation einigermaßen kaschieren. Aber ansonsten trägt es sich absolut unauffällig. Durch die vier Öffnungen läßt sich alles Gedöns ganz easy verstauen, wobei der Schlüssel noch extra durch einen Kunststoff-Clip gesichert werden kann.

Für Streckenlängen, wo ich weder Wasser noch Verpflegung brauche, ist das Teil genau das richtige. Im Netz in der Regel für um die 30 Euronen zu erstehen, halte ich den Gürtel für eine lohnenswerte Investition. Der Sommer kann also kommen!

Nimwegen – „Berge“, Sommer und kein Rhein

Mein Besuch in Nimwegen dient nicht der Lauferei. Trotzdem haben meine Laufsachen natürlich einen Platz im Reisegepäck gefunden und nach den ersten drei Tagen mit sehr guten Gesprächen und gutem Essen mußte ich heute einfach etwas Auslauf haben.

Dabei mied ich den Stadtteil Berg en Dal, der ausgesprochen hügelig daherkommt und Rennradler aus dem gesamten Umland anzieht. Die Trierer Höhenmeter reichen einfach erstmal für die kommenden Monate 😉 Nein, als Nordlicht zog es mich natürlich ans Wasser. Schließlich ist der Rhein ein imposanter Strom und ja der deutsche Fluß schlechthin. Allerdings verzweigt er sich kurz vor Nimwegen und der mit 2/3 erheblich stärkere Arm ist hier die Waal.

11.05.15 03

Über eine der mächtigen Brücken der Stadt wechsele ich auf die andere Seite der Waal, in der Hoffnung auf einen landschaftlich schönen Deichlauf. Leider machten mir kilometerlange Baustellen und gesperrte Strecken einen Strich durch diese Rechnung. So blieb es bei einem schönen Blick auf Nimwegen.

11.05.15 01

Immer wieder beeindruckt mich das exzellente Radwegenetz in den Niederlanden. Auch Nimwegen macht da keine Ausnahme.

11.05.15 02

Ich entrinne dem Baustellenchaos und laufe zurück nach Nimwegen, über die Promenade bis zu Stränden an der Waal, die bei 26° dicht bevölkert sind.

11.05.15 04

11.05.15 05

Ein letztes Mal wende ich, laufe zurück in die Stadt und erreiche nach gut 14 km völlig ausgedörrt das Haus meines Gastgebers.

Auch wenn ich bei ihr heute kein glückliches Händchen hatte, Streckenauswahl, inklusive Wäldern und Höhenmetern, gibt es hier reichlich. Darin steckt noch viel Potenzial für weitere Besuche. Es wäre für mich eine große Freude, wenn es dazu kommen würde. Natürlich nicht nur des Laufes wegen.