Herbstfacetten

So richtig Herbst war es am Dienstag. Kräftiger, kalter Wind und Nieselregen versüßten mir meine Runde. Hände und Ohren vermeldeten das erste Mal seit vielen, vielen Monaten: Kalt!

Noch war diese Wetterlage allerdings eine Eintagsfliege und heute lief es sich schon wieder ganz ohne Frösteleien. Im Gegenteil, selbst im leichten Windbreaker wurde es nach kurzer Zeit schon zu warm.

Förderlich für das hohe Temperaturempfinden war wohl auch das Tempo, erstmalig lief ich barfuß 10 km halbwegs deutlich unter einer Stunde. Herrlich brennende Fußsohlen erinnern in den Folgestunden noch an diesen wunderbaren Lauf in faszinierdender Abendstimmung 🙂

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Sunset-Run

Nach den zwei stürmisch eisigen Tagen folgten auf Sylt zwei zwar immer noch kalte, aber wenig windige und daher traumhaft schöne Tage. Zeit, um am zweiten dieser schönen Tage endlich zu laufen. Zwar kam ich erst zum frühen Abend dazu, aber gerade das war der absolute Knaller: Ein Sunset-Run bei mäßigem Nordwind in kristallklarer Luft. Der Start erfolgte in die in mildes Abendlicht getauchten Dünenlandschaften um dann rechtzeitig zum Sonnenuntergang das Meer zu erreichen und am Strand entlang zu laufen.

Nach dem geschenkten Syltlauf waren die Beine taufrisch und lauffreudig. Das sich einstellende Tempo im Zusammenspiel mit dem Nordwind und der Kühle sorgten für einen geschmeidigen Lauf ohne ins Schwitzen zu geraten. Ein Lauf wie ein Traum, entspannend und beseelend und wenn auch nicht einmal halb so lang, so doch eine satte Entschädigung für den entgangenen Lauf am Sonntag.

Und wo ich gerade beim Schwärmen bin: Am Abend vorher trafen Jens und ich auf Elke und Chris, die sich am Sonntag im Rahmen einer Staffel in den eisigen Sturm gestürzt hatten. In einem guten Restaurant verbrachten wir einen schönen Abend, bei dem nicht nur das Wetter und der Syltlauf für Gesprächsstoff sorgten.

19.03.18 01

Danke für den tollen Abend

Osterhase auf Droge

Das erste Mal in diesem Jahr konnten wir unsere Utkiek-Runde gänzlich ohne Lauflampen absolvieren. Durch einen vorherigen Termin war ich schon eine halbe Stunde zu früh am „Berg“ und drehte deshalb die ersten Runden alleine und genoß dabei noch den ersten Anflug von Frühlingswärme, den dieser Tag versprühte.

Mit dem Sonnenuntergang halbierte sich die Temperatur aber nahezu. Trotzdem reichte der leichte Windbreaker, auf den ich kurz vorm Start mit der, heute mal wieder mit drei Leuten sehr überschaubaren, Gruppe noch gewechselt bin. Mir macht das nichts, ich muß ja nicht mit Massen unterwegs sein, im Gegenteil.

Neben der herrlich klaren Luft gab es sogar schon einen ersten österlichen Eindruck 😀 :

17.03.16 05

Der Hase auf Extasy hat mir die Jacke zerzauselt :mrgreen:

Krawumms

… und schon hat man wieder was zu schreiben.

Eigentlich wollte ich heute nur schöne Bilder zeigen. Von im Dezember blühenden Rosen in unserem Garten …

… und wunderbarer abendlicher Lichtstimmung, die ich heute noch einfangen konnte, weil ich auf der Arbeit einfach mal eine halbe Stunde früher gegangen bin …

… und von weiten Landschaften …

08.12.15 04

… und von gelb leuchtenden Deichläufern und scharfe Kontraste bietende Autobahnbrücken.

 

Darüber hinaus war es mit ca. 13° zu Beginn des Laufes wunderlich warm. Trotzdem lief es sich etwas feierabendmüde aber insgesamt durchaus angenehm und ich war schon 12 km unterwegs, als ich auf den Weg parallel zur Nordtangente abbog.

Da hörte ich kurz das Gescharre einer antiblockiersystemgesteuerten Notbremsung, dann einen mordsmäßigen Knall und das Geklapper über die Fahrbahn fliegender Autoteile. Düwel uk, vor Schreck machte ich eine Laufbewegung, die sonst höchtens noch von den Pferden in der Spanischen Reitschule beherrscht wird. Keine 30 m Luftlinie von mir hat es gekracht. Sehen konnte ich durch die baumbestandene Böschung fast nichts. Ich fingerte das Handy aus meiner Jacke und informierte die Polizei. Dann hielt ich noch kurz inne, aber es blieb ruhig. Ich sah Leute umher laufen und die ersten unbeteiligten Autos umkurvten die Unfallstelle. Also setzte ich meinen Weg fort.

Die letzten 2,5 km war ich dann richtig fix unterwegs, offensichtlich ist mir da etwas Adrenalin in die Adern gerauscht. So ein Schrecken braucht kein Mensch. Ich hoffe nur, dass keinem der Unfallbeteiligten etwas passiert ist.

Vier sind zuviel

So! Das wurde aber auch Zeit! Nach sieben Tagen habe ich heute endlich wieder einen Lauf gebacken gekriegt. Da der Himmel zum Nachmittag nach Tagen mal wieder aufklarte, hatte ich hyperpünktlich Feierabend gemacht um noch soviel Tageslicht wie möglich zu erhaschen. Bei klarem Himmel gelang das noch ganz gut und ich bekam die schönen Farben zum Sonnenuntergang präsentiert. Die Temperatur lag zu Beginn des Laufs bei 6° und zum Ende nur noch bei 4°. Wenig Wind ließ davon allerdings kaum etwas spüren.

Nach der lauffreien Woche hatte ich allerdings mit frischen, lauffreudigen Beinen gerechnet, aber das Gegenteil war der Fall. Hölzern und eingerostet fühlte sich das Gebälk an und die rechte Achillessehne wurde auf den letzten Kilometern regelrecht quakig. Mochte die den etwas gestelzten Laufschritt durch die vielen Pfützen auf dem Weg an der Hunte nicht? Seitdem der Sommerdeich HINTER dem Weg etwas erhöht wurde, ist dieser in diesem Herbst kaum noch trockenen Fußes zu passieren (siehe Bild 3).

Wie auch immer, der Lauf präsentierte mir Tageslicht, Sonnenuntergang und zum Schluß einen wunderprächtigen Vollmond. Das sind ja gleich drei Dinge in einem Lauf, dass geht nun wirklich nicht! Doch, es ging. Dazu noch lauffreudige Beine wäre wohl zu viel verlangt gewesen.

Zucker!

Ende der absoluten Sportabstinenz: Heute war wieder richtig feines Wetter, nicht so warm wie gestern, aber immerhin noch sonnige 12 °. Also von der Arbeit ab nach Hause, Crossbike rein in den Schuppen, Rennrad wieder raus, etwas in Schale geschmissen und los. So reichte das Tageslicht noch für eine akzeptable Tour.

In der Kürze der Zeit ließ sich zwar nur eine bekannte Strecke bewerkstellligen, aber egal, Hauptsache Bewegung 🙂

09.03.15 01Immer schön der Nase nach

09.03.15 02Paradox: Privatweg einer Kommune

09.03.15 03Rennradbegeistertes Publikum

09.03.15 04Immer noch viel Wasser in den Bornhorster Wiesen

09.03.15 05Sonnenuntergang, ab nach Hause, nur noch knapp 4 km

Eine schöne Feierabendausfahrt über 32,5 km. Endlich wieder zumindestens etwas auspowern. Allerdings war auf den letzten Kilometern nix mehr mit Power. Mit Puddingbeinen, grottigem Tempo und einem unglaublichen Jieper auf Süßigkeiten rettete ich mich nach Hause. Schnell das Bike weggeschlossen …

09.03.15 06

… und im Haus alles an Süßigkram in mich hineingeschaufelt, was mir vor die Finger kam. Und das war nicht gerade wenig 😯

Aber jetzt geht es mir wieder gut 😀

Take a deep breath

Zum Feierabend mal wieder der Klassiker, die schon unendlich oft gelaufene Runde durch die Bornhorster Wiesen und entlang der Hunte. Allerdings machte ich mich für meine Verhältnisse um 19:30 Uhr recht spät auf den Weg. Der späte Start hat sich gelohnt, durfte ich so doch wirklich angenehmene Temperaturen von zum Beginn knapp 22° und zum Schluß nur noch 18° ohne jede Schwüle geniessen.

Das war klasse und ich hatte endlich mal wieder den Eindruck nicht zu zerfliessen. Zwar liegt die Sielbaustelle noch bis Oktober im Weg, die angeblich nicht mögliche Querung des Siels gilt allerdings nicht für Deichläufer :mrgreen:

05 08 14 01

Die tiefstehende Sonne wirft ein zauberhaftes Licht auf das flache Land und verstärkt den Eindruck der Unendlichkeit.

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Es lief mich mal wieder, der Kopf fand seine Ruhe und die Gedanken plätscherten einfach mal wieder nur dahin.

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Es lag eine unglaublich friedvolle Stimmung über dem Land. Obwohl ich zügig und mühelos meine Bahn zog, mußte ich doch stehenbleiben und diesen Abend in mich aufsaugen.

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Bis in den Sonnenuntergang hätte ich dort verweilen können, wenn da nicht dieses „Ich muß noch duschen“ und das „Ich muß noch was essen“ sowie das „Ich muß ins Bett“ gewesen wären. So bin ich nach wenigen Minuten weitergelaufen, habe geduscht, noch was gegessen und bin ins Bett gegangen 🙂

Brückenromantik und verpaßter Regen

Freitag abend waren Jens und ich picknicken. Schon lange hatten wir uns vorgenommen, einmal Oldenburgs höchsten Punkt zu erklimmen und genau dort an einem schönen Sommerabend in den Sonnenuntergang zu schauen. Freitag hat nun alles gepaßt, Sommerwetter und die nötige Zeit waren vorhanden. Und von wo hat man nun einen schönen Blick über die Stadt und auf den Sonnenuntergang? Na klar, von der Huntebrücke. Nun könnte man meinen, dass so eine Autobahnbrücke nicht gerade der ideale Platz für ein Picknick ist. Weit gefehlt, auch wenn die Brücke selber statt mit Naturgrün nur mit Graffiti aufwartet, so ist die Stimmung am Abend dort oben eine ganz besondere. Außerdem habe ich dieser Brücke schon mal einen ganzen, nahezu philosophischen Post gewidmet.

Wir waren auch nicht die einzigen die auf diese Weise den Sommerabend genossen haben. Mit den Fahrrädern haben wir das nötige Equipment an Ort und Stelle transportiert und es uns gut gehen lassen.

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Die Aussicht auf die recht flache, sprich mit wenig höheren Häusern gesegnete, Stadt im Flachen Land ist ja nicht so spektakulär …

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dafür bot sich aber ein wirklich traumhaft schöner Sonnenuntergang …

Der Verkehr auf der Fahrbahn nur wenige Meter über uns verebbte immer mehr, bis zum Schluß nur noch vereinzelt Autos über die Brücke rauschten.

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Erst gegen halbzwölf machten wir uns im letzten Licht auf nachhause.  Man mag es nicht glauben, es war wirklich einfach nur schön.

Weniger schön war es, dass mich heute der Regen fünf Minuten vor Beginn meines Laufes in Stich gelassen hat. So entließ er mich in eine dampfige Luft. Die Feuchte war aber aufgrund der auf 17° gesunkenen Temperatur gut zu ertragen. Der Schweiß floss trotzdem im Strömen. Auch, weil ich nach 12 Stunden erholsamen Schlaf richtig gut drauf war. Die Beine fühlten sich gut an und die ganze Veranstaltung war kein Vergleich zu der Quälerei vom Montag. Deshalb gelang es mir auch ab Kilometer 4 mal wieder kontinuierlich unter 6er-Schnitt zu laufen.  Das fühlte sich einfach mal wieder gut an 🙂

Allerdings mußte ich, überhaupt erst das zweite Mal seitdem ich laufe, während des Laufes „ut de Büx“. Das geschah allerdings mit ungeahnten Komfort. Hatte ich mich Montag noch über die neuerliche Baustelle auf meiner Lieblingsstelle geärgert, war sie mir heute ausgesprochen willkommen. Und zwar deshalb:

13.07.14 04

Das Ding war offen und vorallem SAUBER und sogar T-Papier war vorhanden. Wie praktisch 😀 Danach liefen die weiteren Kilometer meiner 14,5 km-Runde doch etwas entspannter :mrgreen:

13.07.14 05

Es war ein toller Lauf mit einigen, flotteren Kilometern, der sich rundherum gut anfühlte. Ein Lauf ganz im Gegensatz zu dem, den Margitta erleben mußte. Wenn man mit jemanden erst vor kurzem neun Stunden gemeinsam an die Nordsee gelaufen ist, ist man diesem Menschen noch etwas näher, als man es eh schon war. Deshalb wünsche ich Margitta, dass nicht das schlimmste eintritt und sie bald wieder so ein Laufgenuss erleben darf wie ich heute!