DNF am Utkiek

Regen, Regen, Regen. Den ganzen Sommer Regen, den ganzen Herbst Regen, bislang den ganz Winter Regen. Regen, Regen, Regen. Habe ich jemals behauptet, dass ich gerne im Regen laufe? Natürlich hat es gestern auch am Utkiek wieder geregnet. Deshalb war ich schon froh, dass sich Uli gemeldet hatte, ob ich ihn dorthin mitnehmen könnte. So wußte ich, dass ich da wenigstens nicht alleine bin.

Umso überraschter waren wir, dass sich sogar eine relativ große Gruppe eingefunden hatte um über die Wege der Oldenburg Hills zu schwimmen … äääh zu laufen. In der „schnellen“ Truppe trabten Tomma, Ralf, Stefan, Uli und ich los. Wobei ich gleich merkte, dass das definitiv nicht mein Lauf wurde. Mein Waden waren hart und selbst das Laufen mit den V-Trails durch die Pfützen machte mir absolut keinen Spaß. Zudem hatte ich eine andere Regenjacke an, die mir überhaupt nicht behagte und schlußendlich fiel es mir auch noch schwer das wirklich niedrige Tempo mitzugehen.

Nach ca. 40 Minuten schlugen wir den Weg zum Parkplatz ein, weil Tomma aussteigen wollte, und ich nutze die Gelegenheit mich kurz in die Büsche zu schlagen. Als ich mich wieder zu den drei Herren begab, fragten die mich, ob ich unbedingt noch weiterlaufen wollte. Die Drei konnten gar nicht so schnell hören wie ich Nein sagte 😛

Alle vier hatten wir einfach keine Meinung mehr und das schönste an diesem Lauf war für mich ihn einfach sang- und klanglos zu beenden und meine Laune stieg merklich. Ein extrem seltenes Phänomen bei mir. Es war auch das erste Mal, seit dem ich dabei bin, dass die Utkiek-Stunde nicht durchgezogen wurde. Aber ist es nicht schön, einfach mal zu sagen Faxen dicke, aus die Maus, Schluß, aus und vorbei? Und so schrieb ich später gutgelaunt gerade mal 5,9 km in meine Laufkladde.

Und jetzt darf mich sogar drei Wochen lang lauffaul zurücklehnen. Heute setzte mir nämlich ein Chirurg bei einer ambulanten OP im wahrsten Sinne des Wortes das Messer an den Hals und damit der Kopf nicht versehentlich abfällt, muß ich mich in dieser Zeit mal etwas ruhig verhalten. Wer wagt außerdem schon zu widersprechen, wenn man das Messer am Hals hat? 😆

Was mich wundert ist die Gelassenheit, mit der ich das ausgesprochene Sportverbot diesmal hinnehme. Bei anderen Gelegenheiten hatte ich bisher immer die Krise gekriegt. Vielleicht weil das Ganze mit der Hoffnung einhergeht, dass es in drei Wochen nicht mehr regnet und sich in der Zwischenzeit die Schwimmhäute zwischen den Zehen zurückbilden ? 😉

Schaun wir mal, ob mir die Gelassenheit die ganzen drei Wochen erhalten bleibt 🙄

 

 

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Frohe Kunde

Gestern hatte ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Und wo ich doch schon mal da war, konnte er doch auch gleich mal auf meine Narben schauen, verbunden mit der Frage „Darf ich?“ Ich darf! Hurra! Alles sieht gut aus. Es gibt keinen Grund länger zu warten. Sport, Laufen ab sofort wieder erlaubt, eine Woche früher 😀

Für gestern kam die frohe Kunde allerdings zu spät, aber heute gab es natürlich kein Halten mehr. Laufen! Nach drei Wochen und einem Tag 🙂 Der Frühling ließ mich zu diesem schönen Ereignis mit gräulichen 5° zwar im Stich, aber wen interessierts? Wie entfesselt flitzte ich los, die ersten Kilometer flogen nur so dahin, die Beine waren in ihrem Element. Nur der müde Kopf wollte leider nicht ganz dazu passen. Trotzdem oder gerade deswegen war dieser Lauf wie ein Befreiung.

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Die letzten Kilometer zeigten dann zwar, dass drei Wochen Laufpause eben doch drei Wochen Laufpause waren. Aber insgesamt fühlten sich die 11,3 km einfach nur gut an 😀 So kann ich hier endlich wieder übers Laufen schreiben 😀

Deshalb sei es nur noch am Rande erwähnt: Mein Chef hat mir heute verkündet, dass zu meiner! Entlastung eine neue Vollzeit!stelle geschaffen wird. Bis das durch ist, wird es zwar noch ein paar Monate dauern, aber dann wird der Kopf hoffentlich endlich wieder so frisch wie die Beine sein.

Eben schnell nochmal raus

… an die frische Luft. Eigentlich wollte ich nach Feierabend noch eine Rennradrunde drehen. Aber zum einen bin ich nicht zeitig genug aus dem Büro gekommen und zum anderen mußte dringend meine wild wuchernde Mähne zurückgeschnitten werden. Da reichte die Zeit nicht mehr für einen Ausritt auf dem Rennrad. Raus mußte ich aber trotzdem noch an die fast 16° milde Luft. Deshalb bin ich schnell mit dem Auto zu den Bornhorster Wiesen gefahren um zu gucken ob die überhaupt noch da sind.

Sind sie, und immer noch voll Wasser,

17.03.15 01

aber bei näherem Hinsehen erkennt man, dass sie ganz langsam trocken fallen.

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Wenn man nicht läuft, sondern geht, hat man auch viel mehr ein Auge für die Schafe, die nun wieder den Deich bevölkern.

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Bei diesem schönen Wetter konnte ich außerdem ganz normal meine kurzen Hosen ausführen ohne für restlos bekloppt gehalten zu werden.

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Allerdings hatte das „Eben mal an die frische Luft“ auch seinen Haken. Mit frischer Luft war nämlich nichts. Der Duft der umliegenden Wiesen war dafür einfach zu betörend :-/

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Habe ich übrigens schon gesagt?: Nur noch eineinhalb Wochen 😀

Halbzeit

… meiner Laufpause ist durch. Die kleine OP liegt nun schon gute zwei Wochen zurück und somit hat sich die Zeit des Sportverbots schon halbiert. Dieses Wochenende weiß ich mich auch wieder gut beschäftigt. Zuhause findet unsere Frühlingsausstellung statt, zu der wie immer Freunde, Nachbarn, Familie, Kollegen und deren Freunde eingeladen sind.

Und auf den vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame gibt es diesmal auch wieder eine Fotoauswahl unserer Ausstellung 🙂

Erstmalig beteiligt sich auch eine Kollegin von Jens mit ihren in Handarbeit gefertigten Gruß- und Einladungskarten. Traditionell hingegen bieten wir schon selbstgestrickte Schals und Socken von meiner weltbesten Schwiegermutter an.

Das gruseliggraue, ekelig kalte Wetter war einer Frühlingsausstellung leider überhaupt nicht würdig. Morgen soll es leider auch nicht besser werden. Egal, die Laufpausenzeit läuf und läuft … bald ab 🙂

Schlachtfeld

Heute durfte ich das erste Mal nach der OP duschen und danach die Pflaster wechseln. Was ich nach dem Abzuppeln der riesigen Pflaster zu sehen bekam, hatte ich nicht unbedingt so erwartet und macht die „Vier Wochen keinen Sport“ etwas nachvollziehbarer. Die Nähte sind teilweise gute 5 cm lang und da es derer vier gibt, summieren sie sich auf ca. 20 stolze Zentimeter. Da ist etwas Vorsicht sicher angebracht, um nicht aufzuplatzen wie ein altes Sofakissen :mrgreen:

Gestern hatte es bei schönstem Sonnenschein immerhin schon für ungefähr 2 km Bewegung gereicht. Einmal Apotheke hin und zurück, weil solche Mörderpflaster hat kein Mensch zuhause, und einmal zum guten Bäcker hin und zurück. Das Ganze in bequemer Trainingshose, weil Schnitt Nummer vier, der einzige auf der Vorderseite, genau auf Gürtelhöhe verläuft, so dass Jeans und eben Gürtel gar nicht gingen.

Da es heute stürmt und regen- und graupelschauert, geht mir Bewegungsabstinenz ausnahmsweise mal gar nicht schwer ab. Morgen erfolgt schon die erste Wundkontrolle und dann ist ja auch die erste halbe Woche um 😉

Vier Wochen keinen Sport

Das ist die Aussage, mit der mich der Arzt beglückte als ich noch bäuchlings auf dem OP-Tisch lag. Mein Aufschrei ließ ihn kalt. Das das Entfernen von vier Zysten tiefere Löcher schlagen wird als das Gekratze vor vier Wochen war mir schon klar, aber damit habe ich nicht gerechnet.

Aber ich werde mich fügen. Ich möchte ja nicht, dass die vier Nähte wieder aufplatzen.

27.02.15 01Auf der Vorderseite ist auch noch eines

Trotzdem werde ich, wenn die Pflaster erstmal alle runter sind, das ganze intensiv beobachten. Vielleicht kann ich denn ja doch ein klitzekleines Bisschen früher ….? 🙄

Ein Elend kommt aber auch wirklich selten allein 😦