Am zwölften Tag sollst Du ruhen!

03.03.20 05

…. dachte ich mir mal zumindestens mal so 🙂 Eigentlich aber wollte ich auch den zwölften Tag in Folge noch ein Ründchen drehen. Da es heute aber wieder einen „Wetterrückfall“ gegeben hat, mit Dauerregen, fiesem Wind und gerade mal 4° C habe ich mir für meinen Fleiß der letzten elf Tage mal selber auf die Schulter geklopft und frei gegeben.

Seitdem ich am 24.02. wieder los gelegt habe, lief es ausgesprochen gut und es machte einfach Spaß wieder unterwegs zu sein. Mit den Streckenlängen habe ich es nicht gleich übertrieben, trotzdem kamen während der letzten 11 Tage über 100 km zusammen.

Dabei durfte ich u. a. zeitweise slalomlaufen und wenig später akzeptieren, dass sich das Bornhorster Storchenpaar nicht in seinem Horst fotografieren lassen wollte, …

… durfte wilde Wolkenformationen und zartes Frühlingsgrün erleben …

… und mal eine Waldrunde rund um den Woldsee drehen und dabei erkennen, dass richtig geschnallte Luna Venado auch der Sehne auf dem Fußrücken nicht zusetzen 🙂

Sooooo viele Eindrücke wollen natürlich auch verarbeitet sein und wie kann man das besser als auf dem Sofa unter der flauschig-warmen Decke, während es draußen dauerregnet, windet und 4 ° kalt ist ? 😆

06.03.20 01

 

 

Bis zum letzten Tag

Welcher Teufel mich da in den letzten zehn Tagen des Jahres geritten hat, weiß ich selber nicht so genau 🙂 Es fing damit an, dass ich mir Anfang Dezember lediglich vornahm, noch die 2.000 Jahreskilometer vollzumachen. Erledigt am 23.12.!

2.000 km H

Dann betrachtete ich die Jahreskilometerzahl von 2018, da waren es 2.030 km. Die könnte ich doch auch noch packen. Gepackt am 25.12.!

2.030 km H

Allerdings fiel mir auch meine bisherige Jahresbestleistung von 2.084 km aus dem Jahr 2017 ins Auge. Überboten am 29.12.!

2.084 km H

So ein krumme Zahl kann man doch aber auch noch runden. Gerundet am 30.12.!

2.100 km H

Nun, ich hatte Zeit und Lust mich dieser kleinen Jahresend-Challenge hinzugeben und bin deshalb seit dem 22.12. jeden Tag auf Piste gewesen um diese vier grünen Haken setzen zu können. Allein in diesen 10 Tagen bin ich 128,6 km gerannt, die sich mit den restlichen Läufen für den gesamten Dezember auf 284 km aufsummten. Sowohl die 10 Tage mit ihren Kilometern (längster Streak) als auch das Monatsergebnis für den Dezember sind Allzeitrekorde, auf die der neue Jahresrekord noch oben drauf kommt ❗

Während des 10-tägigen Streaks war ich u. a. auf alltäglichen Strecken unterwegs, am ersten Tag z. B. mit Angela und Heimo, tagsdrauf dann alleine, wo ich die 2.000 vollmachte.

Heiligabend suchten Heimo und ich im Litteler Wald den dort alljährlich geschmückten Tannenbaum und fanden ihn nicht 😦 Erst am ersten Weihnachtsfeiertag entdeckten Angela und Heimo den Baum bei einem Spaziergang.

In den folgenden Tagen nahm ich so ziemlich alles zum Anlaß laufen zu gehen, was sich so bot. So lief ich nach Weihnachten z. B. einmal zum Baumarkt und ein anderes Mal in die Stadt nur um einem Geldautomaten etwas Bares zu entlocken.

Auf meiner längsten Runde  entdeckte ich dekoratives Treibholz, das Jens und ich anschließend mit den Fahrrädern geborgen haben, damit es künftig unseren Garten schmücken kann 🙂

Einen Hauch von Winter gab es auch einen Tag.

Am Silvestertag kam dann noch ein 10,6 km langes Jahresendläufchen dazu und somit blieb die Kilometeruhr für 2019 bei exakt 2.111,2 km stehen.

Diese Zahl gehört zum Jahresende natürlich auch noch ein wenig analysiert 😀

Von den 2.111,2 km lief ich etwas mehr als die Hälfte, nämlich satte 1.122 km, komplett barfuß und habe diese Kilometerzahl im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verdoppelt (Allerdings sehe ich damit auch das Ende der Fahnenstange, weil ich meine Strecken nicht immer nur nach Barfußtauglichkeit auswählen möchte)

Von den „restlichen“ Kilometern entfielen ziemlich genau 750 km auf meine Laufsandalen, ca. 210 km bekamen die FiveFingers ab und nur noch knapp 30 km verteilten sich auf meine sonstigen Barfußschuhe. Zu erwähnen bleiben noch die finalen 1,2 km in den Hokas, bevor diese mit allen anderen „normalen“ Laufschuhen in den Altkleidercontainer wanderten 🙂 198 Läufe mittelten sich über das Jahr auf eine Durchschnittslänge von knapp 10,7 km. Zuviel Langes war also nicht, aber immerhin bin ich ja einmal im Mai für mich ganz allein die Marathondistanz gelaufen, in Sandalen und barfuß, ein tolles Erlebnis.

Somit endet 2019 mit einem unerwarteten Jahresrekord, den ich so, nach meiner unsäglichen Geschichte im Sommer mit dem Verdacht auf eine Fraktur im linken Mittelfuß und der daraus resultierenden, wochenlangen Laufpause, nicht für möglich gehalten hätte. Sehr, sehr cool 😎

Deshalb bin ich mit dem Laufjahr 2019 summa summarum mehr als zufrieden und mir bleibt nur noch Euch folgendes zu wünschen:

NJG