Heiß!

Du kannst mich mal an die Füße fassen heißt ja eigentlich so etwas ähnliches wie LMAA. Als Jens mir heute abend in unserem Leib- und Magenrestaurant unterm Tisch einmal an die Füße faßte,  durfte er erleben was für mich Alltag ist: Heiße Füße! „Die strahlen die Hitze ja richtig ab“ staunte Jens. Genau das ist es was mich auch im Alltag aus den Schuhen haut, ein Stunde feste Schuhe und Socken und ich laufe Amok 😯

Vorausgegangen war dem „An die Füße fassen“ ein 7 km-Barfußlauf am frühen Abend bei absolut traumhaften Spätsommerwetter. Mehr wollte ich nach den sonntäglichen 31 km im Rahmen des Tupperns nicht laufen. Dafür drehte ich tempomäßig etwas auf und absoliverte meinen bisher schnellsten Barfuß-Kilometer ever. 4:39 min/km sind für mich persé schon schnell und auf nackten Sohlen ein Allzeitrekord. Dafür habe ich mir allerdings mit einem im letzten Jahre neu geteerten Wegeabschnitt an der Hunte auch den schiersten Asphalt ausgesucht, den mein Laufrevier überhaupt zu bieten hat 🙂

Ich beließ es allerdings bei dem einen Rennkilometer, trotzdem war ich nach dem insgesamt etwas flotteren Lauf allerbester Laune. Zum Brennen bringe ich den Asphalt allerdings noch nicht, so heiß sind meine Füße denn doch noch nicht und das Tempo sowieso nicht 😆

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Die wilde 13 und vier Rekorde

… auf einen Streich.

Irgendwie ist es mir fast entgangen: Im Januar habe ich mein 13. Laufjahr vollendet. Ui ui, was schon für eine lange Zeit, die ich da am rumjoggen bin 😀 Und es macht mir noch immer Spaß wie am ersten Tag… Nein, dass stimmt nicht, heute macht es mir sogar viel, viel mehr Spaß. Meine Laufanfänge waren damals von vielen Problemen begleitet, die ich heute nicht mehr habe. Ein kurzes Statement zu meinem schwierigen Anfängen findet Ihr hier.

Aber irgendwas muß das Laufen damals schon gehabt haben, dass ich trotz aller Maleschen dabeigeblieben bin. Gott sei Dank kann ich nur sagen. Was hätte ich in all den Jahren verpaßt und würde ich wohl auch in Zukunft noch verpassen 🙂

Und das auch nach 13 Jahren noch nicht aller Lauftage Abend ist, durfte ich heute erfahren. Der Kommentar von Markus auf meinen Post über den Lauf übers Tempelhofer Feld brachte mich auf die Idee mal wieder etwas zu wetzen.

Es ist tatsächlich schon wieder ein Vierteljahr her, dass ich bei einem spontan angedachten Intervalllauf völlig überraschend für mich überirdische Tempi über einzelne Kilometer lief. Aber heute hatte ich wieder Bock mal wieder die Kuh tempomäßig im Deichläuferstyle fliegen zu lassen. Das Wetter war Bombe, leichter Frost, knalliger Sonnenschein und wenig Wind.

Zugegeben, das Tempomachen fiel mir heute etwas schwerer als seinerzeit im November, aber dafür durfte ich einen neuen absoluten Temporekord auf einen Kilometer aufstellen. Mit 4:29:76 Minuten blieb ich das erste Mal nach nunmehr über 13 Jahren unter 4:30 min/km. Tarzanmäßig zu schreien und mir auf die Brust zu trommeln fällt mir aber gerade jetzt erst ein und ist nun, Stunden später, auch irgendwie doof 😛

Das darüber hinaus meine momentan im Gebrauch befindliche Laufuhr nicht nur den schnellsten Kilometer bejubelte, sondern auch die schnellste Meile, den schnellsten 5 km-Lauf und den schnellsten 10 km-Lauf sei nur am Rande erwähnt. Während eines Intervalllaufs, mit halt auch entsprechend langsamen Kilometern, so einen Zwei-Jahres-Rekord aufzustellen, zeugt nur davon in welch langsamen Tempo ich sonst so durch die Gegend drömmel 😀

Sei es drum, einwenig happy bin ich schon, dass ich nach so langer Zeit sogar noch etwas zulegen kann, was übrigens offensichtlich ein unerwarteter Nebeneffekt meiner Laufstil und -schuhumstellung ist 🙂