Islandpony

Sorry, liebe Leserschaft, auch heute geht es wieder um das Thema Minimal. Ich hoffe, dass Ihr es noch ertragen könnt. Aber es gab in dieser Hinsicht wieder etwas Neues zu entdecken 😎

Ein mittägliches Zeitfenster bot mir die Möglichkeit bei Tageslicht zu laufen. Allerdings war es wiederum nicht so groß, um über meine üblichen Strecken schlönzen zu können. Da fiel mir ein, ich könnte doch einmal etwas Intervalltraining machen, um mal wieder etwas Tempofestigkeit aufzubauen. Tja, da staunt der geneigte Leser doch nicht schlecht, sind doch „Tempo“ und „Intervalltraining“ absolute Fremdwörter auf diesem Blog 😆

So fremd wie die Worte, so fremd fühlte sich auch das Tempo an, dass ich nach einem Einlaufkilometer anzulegen versuchte. Mit den V-Run hatte ich zwar die dem Namen nach richtigen Schuhe an den Füßen, aber mal Gasgeben in den Teilen war mir bis dato halt noch fremd 🙂 Entsprechend ernüchternd war mit 5:27 min auch das Ergebnis des ersten Intervallkilometers. Es lief sich zwar ganz wunderbar über den Vorfuß, aber dass war auch das einzig wunderbare. So richtig auf Betriebstemperatur war ich auch noch nicht, kein Wunder bei a…kalten, leicht nebeligen 4° und ausgesprochen schattigem Ostgegenwind. Mütze und Handschuhe ein Muß.

Der zweite flotte Kilometer kam diesem Attribut schon näher. 4:59 min, knappstmöglich eine 4 vorneweg, aber eben eine 4, Rückenwind sei dank 😛 In meinen Polsterpuschen habe ich, um schneller zu laufen, einfach größere Schritte gemacht, schließlich konnte ich ja die Ferse ohne Hemmungen in den Boden rammen, ohne Dämpfung scheidet diese ohnehin nicht gerade optimale Option aus. So habe ich beim dritten Intervallkilometer nochmals ganz bewußt versucht schnellere Schritte zu machen, dass kam mir ziemlich trippelig vor und erinnerte mich irgendwie an die Gangart der Islandponys, welche ja eigentlich Pferde sind. Ob es auch wirklich so aussah weiß ich nicht, aber gefühlt kam ich gar nicht von der Stelle und konnte das Tempo überhaupt nicht einschätzen 😀 Ergebnis: Immerhin doch 4:54 min, aber wieder mit Gegenwind.

Beim vierten schnellen Kilometer versuchte ich mich dann auch noch darauf zu konzentrieren locker in den Beinen zu bleiben und hatte wieder keine Ahnung, ob und wie sich das aufs Tempo auswirkt, zumal der kalte Ostwind, zwar nicht allzu kräftig aber sehr kontinuierlich, weiterhin von vorne kam. Das Ergebnis hat mich dann sehr überrascht, der Garmin piepste eine 4:37 ab. Ui ui, bin ich überhaupt schon einmal so schnell gelaufen ❓ Wenn ja, dann muß es Jahre her sein, ich kann mich wirklich nicht erinnern 😯

Beim fünften und letzten Intervallkilometer behielt ich das Rezept bei, schnelle Islandponytrippelschritte und dabei loooooocker bleiben, was mir recht gut gelang. Die Atemfrequenz hielt sich noch in vertretbarem Rahmen und die Herzfrequenz hoffentlich auch, zumindestens fühlte sich alles nach grünem Bereich an.  Belohnt wurde ich dafür mit einem noch einmal einen Hauch schnellerem Tempo, 4:36 min. Krass! Für mich ist das echt ein absolut überirdisches Tempo ❗

Die Trabkilometer bin ich wirklich sehr ruhig gelaufen, zwischen 6:14 und 6:31.

 

Zurück am Auto strahlte ich wie ein Island- nein, wie ein Honigkuchenpferd. Ich fühlte mich ausgezeichnet und war dank der kühlen Temperatur nicht einmal völlig durchgeglüht.

Hat echt Spaß gemacht. Ist Intervalltraining immer so cool? Dann habe ich die letzten 10 Jahre ja echt was verpaßt 😛

 

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