Im Nordwesten nichts Neues

Ach, wie herrlich, wir haben gerade Anfang Mai und ich habe dieses Jahr schon nur noch ein größeres Laufevent vor mir. Bis ich dafür aber etwas tun muß, hat es noch einige Wochen Zeit, in denen ich einfach vor mich hin schlönzen kann.

Nach dem Hermannslauf, bei dem so ein wunderbar dynamisches Bild von mir entstanden ist,  bin ich erstmal drei Tage gar nicht gelaufen, um dann mit dem Utkiek wieder einzusteigen.

Nach Hermann und Utkiek gelüstete es mir dann aber dringenst nach einem höhenmeterfreien Lauf, den ich am Sonntag in neuen Schläppchen unternommen habe. Die VFF classic hatte ich beim Hermannslauf an einem jungen Läufer gesehen. Mit offenen Fußrücken sind sie einfach noch einmal weniger Schuh und ich versprach mir ein angenehmeres Fußklima, deshalb mußte ich die Teile einfach haben.

Das die Dinger irgendwie nach Primaballerina aussehen, da steht der Läufer um die 50 ja schmerzbefreit drüber, dass die allerdings auf nicht einmal fünf Kilometern für reichlich Blasen sorgten fand ich nicht so klasse. Erstaunlich, dass der Läufer damit die 31 Hermann-Kilometer laufen konnte. Wohlweislich hatte ich Zehensocken (macht die Optik noch sexier 😆 ) einstecken und ich konnte die Runde so noch auf etwas mehr als das Doppelte verlängern.

Gestern stand ein Laufklassiker auf dem Programm. Zum Feierabend habe ich das Auto in die Werkstatt gebracht, zur Inspektion und um es fit für die nächsten 12 Jahre zu machen. Den Weg nachhause trat ich in den bewährten V-Runs an. Die Strecke hatte ich allerdings etwas variiert, in dem ich einmal durch den Stadtwald gelaufen bin und erst danach den Weg Richtung Huntebrücke einschlagen hatte.

Der kleine Stadtwald ist eigentlich ganz schön, wird aber leider durch die schon zur Huntebrücke ansteigende Autobahn überdröhnt, das schmälert leider etwas die Idylle. Mehr gab es aber auch schon nicht zu mäkeln. Das ich am bislang heißesten Tag des Jahres unterwegs war, hat mich hingegen gar nicht gekratzt und die letzten 2,6 km lief ich barfuß aus.

So laufe ich vor mich hin, freue mich an der tollen Jahreszeit und lasse es mir einfach gutgehen. Es gibt wahrlich schwere Schicksale 😀

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I kill that cat

Nein, ich rede noch nicht von Silvester, sondern von dem Mietzekater, den ich mir vom Trail Uewersauer mitgebracht habe 😀

Autos sind ja undankbare Wesen. Hatte ich meinem kleinen automobilen Freund am Montagnachmittag, nach meiner Rückkehr aus Trier, noch anerkennend aufs Armaturenbrett geklopft und ihn dafür gelobt, dass er mich problemlos 1.000 km durch die Republik kutschiert hat, verkündete er am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit mit heftigen Zündaussetzern, dass ihm nicht ganz wohl ist. Da hatte ich also zum einen über das Wochenende richtig Glück gehabt, aber zum anderen war nun ein dringender Werkstattaufenthalt angesagt.

Lang automobile Rede, kurzer Sinn: Von meiner etwas außerhalb gelegenen Werkstatt komme ich immer am besten laufend wieder nachhause und so konnte ich gleich den Muskelkater aus meinen Waden treiben, den ich mir beim luxemburgischen Speed Hiking eingefangen hatte.

Gleich auf der anderen Straßenseite von der Werkstatt geht ein Pfad zum nahegelegenen Tweelbäker See  und von dem gehts weiter zum Blankenburger See und von dem über die Huntebrücke nachhause.

Es hat dabei mal wieder ordentlich geregnet und der Matschfaktor war deshalb sogar um ein vielfaches höher als beim Traillauf am Sonntag 😀 Eigentlich ist die genau 10 km lange Strecke ganz schön zu laufen, wenn nur so ein Werkstattbesuch nicht immer mit einer Rechnung verbunden wäre 😦

Apropos Rechnung: Die mit dem Töten der Katze ist nicht ganz aufgegangen. Obwohl es ein recht lockerer, spaßiger Lauf gewesen ist, ist der Muskelkater heute immer noch da. Aber eigentlich ist er jetzt nur noch ein Kätzchen 😆

Spaziergang

08-10-16-00

Schafe Punkte

Heute hatte ich den zweiten langen Lauf in meiner Blitzmarathonvorbereitung auf dem Plan. 25 km hatte ich mir auf die Fahnen geschrieben. Kurz vor 14 Uhr ging es los bei Temperaturen von knapp  14°. Sonne und Wolken im Wechsel, recht frischer Wind, trocken. Beim Wetter gabs nicht zu meckern.

Die Route: Huntebrücke, Blankenburger See, Tweelbäker See, Wüsting, Iprump, Hunte, Blankenburger See, Huntebrücke, Schlenker durch Ohmstede, Ende.

Von der Huntebrücke gab es bei der klaren Luft einen schönen Blick auf den Kramermarkt mit Riesenrad, Aussichtsturm und Achterbahn, sowie auf die Ohmsteder Kirchturmspitze.

Mit der Sonne im Rücken bot der Blankenburger See ein wunderschönes herbstliches Bild,  während die Lichtstimmung am Tweelbäker See erheblich dramatischer wirkte.

Weiter ging es Richtung Wüsting und der Lauf floß mir so locker und flockig aus den Beinen, als würde ich einen Spaziergang machen. Gegen einen kleinen Stop am Bahnübergang hatte ich trotzdem nichts und als sich die Schranken wieder öffneten, klang das wunderbare Brabbeln eines hubraumstarken Achtzylinders eines alten Amischlittens wie Musik in meinen Ohren 🙂

Weiter ging es durch die Marschenwiesen über schöne Feldwege Richtung Iprump. Braun ist hier die Farbe der Gewässer vom moorigen Untergrund. Die Hunte hatte Niedrigwasser und die Boote im kleinen Iprumper Naturhafen lagen auf dem Trockenen.

Nach Iprump folgten wohlbekannte, vielgelaufene Strecken. Ich schlenkerte noch eine kleine Schleife durch meinen Ortsteil Ohmstede und war nach 27 km wieder zuhause. Das Tempo war 12 Sekunden pro Kilometer schneller als beim 30iger vom letzten Sonntag und zum Schluß ging mir dann doch etwas der Saft aus. Wäre ja sonst auch fast schon dekadent, wenn ich 27 km als Spaziergang bezeichnen könnte :mrgreen:

Das war ein toller Lauf!

Licht aus, Spot an

Wer kennt noch diesen Spruch von Ilja Richter aus der legendären Sendung „Disco“? Mein Auto dürfte den Spruch eigentlich nicht mehr kennen, der kleine Italiener wird zwar auch schon 10 Jahre alt, gehört damit aber definitiv zur Nach-Disco-Ära. Was er trotzdem mit „Licht aus, Spot an“ zu tun hat: Der Lichtschalter ist kaputt. Dieser ist mit dem Blinker kombiniert und wenn der Blinker nach dem Blinken wieder ausgeht, geht auch für einen Sekundenbruchteil das Licht aus 🙂

Um diesen unhaltbaren Umstand abzustellen, gab es gestern mal wieder ein Lauf von der Werkstatt zurück nachhause. Knappe 10 km vorbei an Tweelbäker See und Blankenburger See und über die Huntebrücke.

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Durch diese hohle Gasse muß er gehen laufen 🙂

Es klappert die Ente am rauschenden Bach …

Ein bescheidenes Grad Plus und lausiger Nordwind begleiteten den Weg Richtung Norden. Abgehakt nach einer Stunde.

Heute lief ich dann zunächst in Allerherrgottsfrühe bei -3° die 3,3 km ins Büro. Dabei gab es neben Tiefkühlente, bei Ankunft am Bürogebäude um 6:45 Uhr, auch den ersten Hauch von Helligkeit zu sehen 🙂

Nach Feierabend ging es dann bei herrlichem Sonnenschein 8,4 km mittenmang durch die Innenstadt und den Hafen raus nach Tweelbäke zur Werkstatt.

Dabei gab es kurze Zwangspausen an der gerade geöffneten, alten Eisenbahnbrücke und anschließend am am stärksten frequentierten Bahnübergang Oldenburgs. Aber wenig später war ich auch schon wieder im Grünen, wo sich im Schatten der Frost den ganzen Tag gehalten hat.

21,4 km kamen insgesamt bei den drei Läufen zusammen. Da sage noch einmal einer, Autofahren hält nicht fit 😀

(K)ein Trainingslauf

Der Samstag bot allerbestes Laufwetter auf, angenehme 21 -23°, sonnig mit ein paar Schönwetterwolken und eine sanfte Brise. Genau richtig um am späten Vormittag zu einem langen Lauf zu starten.  Auf 30 – 32 km hatte ich mich eingeschossen. Auf ging es.

Schon nach nur dreieinhalb Kilometern gönnte ich mir eine kleine Guckpause, wollte ich doch die Kletterer aufs Foto bekommen, die sich an der Huntebrücke abseilten. Danach schnurrte ich weiter über Blankenburger See, Tweelbäker See und Wüsting, dann Richtung Oberhausen und mit einem zusätzlichen Schlenker um die Wiesen nach Iprump.  Bei ca. 25 km krachte ich dann um Haaresbreite mit einem entgegenkommenden Seniorenehepaar auf Fahrrädern zusammen. Diese wendeten ihren Blick zum Fahrradcafe Huntewasser , lenkten auch schon in dessen Richtung um dann doch weiter geradeaus und mich fast über den Haufen zufahren. Bei soviel Blindheit konnte ich mir ein Gemecker nicht ersparen, eine Antwort gab es aber keine. Nun denn, ist alles nochmal gut gegangen.

Bei Kilometer 28 bin ich zurück am Blankenburger See und treffe dort auf gute Freunde. Ein kurzer Schnack mußte sein und nach einer geschätzten Viertelstunde setzte ich meinen Lauf fort. Ich fürchtete nach dieser Unterbrechung nur schwer wieder in Schwung zu kommen. Aber das Gegenteil war der Fall und nachdem ich erneut die Huntebrücke geentert hatte, verspürte ich soetwas wie die zweite Luft. Auf der anderen Hunteseite beschloss ich deshalb nicht den direkten, nur noch zwei Kilometer Weg nachhause zu laufen, sondern lief noch zum Großen Bornhorster See und drumherum. Nach dessen Umrundung bei KM 34,4 stoppte ich kurz, ein kurzer Check der Uhrzeit und die Tatsache, dass ich in dem Moment die 1,5 Liter aus der Trinkblase leergesüffelt hatte, ließen mich von der Idee Abstand nehmen auch noch am Kleinen Bornhorster See vorbeizulaufen, obwohl dieser Schlenker nur 2 km länger gewesen wäre.

Ab jetzt wurden auch langsam die Beine schwer, die die letzten drei Kilometer sogar deutlich unter 6er-Schnitt unterwegs waren. Auf den allerletzten zwei Kilometern hörte ich dann auch langsam die Glöcken läuten. Aber diese waren zum Glück real, die Ohmsteder Kirche läutete zum Gottesdienst 🙂 Eine letzte zusätzliche Kurve lief ich dann noch durch meine Wohnstraße und 38 km waren voll. Das Durchschnittstempo lag bei 6:07 pro Kilometer. Trotz eineinhalb Liter Wasser während des Laufs und einem halben Liter Sportbrause direkt nach dem Lauf, war ich nach dem Lauf noch ein Kilo leichter als am Morgen. Sprich: drei Liter habe ich mir während des Laufs aus den Rippen geschwitzt.

29.08.15 19

Einen so langen Trainingslauf sieht kein Marathontrainingsplan vor. Aber zu einem trainiere ich gar nicht nach Plan und zum anderen war es dann halt eben kein Trainingslauf 😀 Auf jeden Fall hats Spaß gemacht ❗

 

Hitzebeständig bis

32 ° ist der Deichläufer oder: Diesmal lieber die kürzeste Strecke.

Um mein Auto wieder von der Werkstatt abzuholen hatte ich heute ein Zeitfenster von 14:00 bis 17:00 Uhr. Nicht gerade die erbaulichste Zeit an einem Tag, an dem über 30° angesagt waren. Erschwerend hinzu kam, dass ich dieses Jahr bislang kaum die Gelegenheit hatte überhaupt mal bei über 20° zu laufen.

Aber ein echter Indianer kennt keinen Schmerz und so machte ich mich gegen Viertel vor Drei auf den Weg. Hatte ich beim Nachhause-Lauf noch Lust zu schlenkern bevorzugte ich heute doch lieber die direkte Strecke. Schließlich erwartete mich ein Hochsommerlauf erster Güte. Aber dank einer relativ schattenreichen Strecke und eines mir angenehm entgegenwehenden Südwindes war der Lauf sehr gut auszuhalten.

Außerdem konnte ich bei der Gelegenheit meinen neuen Trinkrucksack ausprobieren, der gestern bei mir eingetrudelt ist. Mit meinem letztjährig erstandenen Salomon Agile 12 war ich von Anbeginn nicht zufrieden. Der Trage- und vorallem der Sitzkomfort sagen mir nicht zu und das Gefrickel um die Trinkblase einzusetzen ist für meinen Geschmack schlicht und ergreifend eine Zumutung.

Diesmal ist es der Kalenji Trail von Decathlon geworden. Das Teil trägt sich wie eine Weste und die Trinkblase läßt sich auch vernünftig einsetzen. Auf den heutigen 10 km hat mich das Ding absolut überzeugt. Und das zu einem Drittel des Preises vom Salomon Agile.

05.06.15 05

Mal sehen, wie er sich auf längeren Strecken schlägt. Heute hat er mir, wie gesagt, gut gefallen. So gut wie der ganze Lauf. Die Hitze hat mir überraschender Weise gar nichts ausgemacht.

Trotzdem war es schön, dass sich auf der Rückfahrt das eigene Gefährt wunderbar herunterkühlen ließ 😀

05.06.15 11

Klimaanlage ist schon was feines 🙂

05.06.15 12

Vier-Seen-Tour

Schluß ist es nun mit den ausufernden Feierlichkeiten zum Jahrestag meiner Ultra-Premiere, der schnöde Laufalltag hat mich wieder. Mein vierrädriges Gefährt muß inspiziert und frisch getüvt werden. Deshalb hatte ich zum Feierabend auf der Arbeit im stillen Aktenkämmerlein schon die Laufklamotten angezogen und dann das Vehikel zur Werkstatt gefahren. Dort sind es Meister und Mechaniker inzwischen gewohnt, dass ich vom Werkstatthof von dannen trabe. Lediglich andere Kunden schauten mal wieder etwas sparsam.

Der direkte Weg von der Werkstatt bis zu Haustür sind auf den Kopp genau 10 km. Allerdings war das Wetter heute vom Feinsten, so dass ich schon bald beschloss, den Weg noch etwas auszudehnen.

Nach nur 300 m galt es erstmal diese finstere Gasse zu laufen …

03.06.15 01

… aber hinter diesem Tunnel unter der Autobahn A28 war ich sofort am Tweelbäker See, dem ersten auf meiner heutigen Strecke.

03.06.15 02

An ihm vorbei lief ich weiter durchs grüne Land …

   … inklusive einer Demonstration, wie tief man hier teilweise durch Moor und Torf buddeln muß, um festen Baugrund zu erhalten …

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… hin zum Blankenburger See, der Nummer Zwei.

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Weiter ging es über die unvermeidliche Huntebrücke …

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… zum See Nummer Drei, dem Großen Bornhorster See. Der einzige, den ich bei der Gelegenheit auch umrundete.

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Die Sonne strahlt dabei mit meiner Laune im die Wette, ein Läufchen wie aus dem Bilderbuch.

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Und dann folgte auch schon der vierte und letzte See dieses „Ich-bring-mal-eben-das-Auto-in-die-Werkstatt“-Laufes, der Kleine Bornhorster See.

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Die einzigen kleinen Schönwetterwölkchen auf dieser Tour waren, dass ich nichts zu trinken dabei hatte und es mich zum Schluß schon etwas dürstete …

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… und das im Prinzip auf der gesamten Laufstrecke irgendwie die Autobahn zu hören war. Mal mehr mal weniger.

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Aber eben dieser Autobahn, der A 29, verdanken alle vier Seen ihr Existenz, hat man für deren Bau und dem Bau der Huntebrücke doch der Landschaft soviel Sand entnommen, dass aus diesen Sandentnahmestellen anschließend diese Seen entstanden sind.

03.06.15 14*1. Tweelbäker See, 2. Blankenburger See, 3. Großer Bornhorster See, 4. Kleiner Bornhorster See*

Statt der 10 km waren es schlußendlich 16,6 km. Wunderbar. Am Freitag werde ich zum Abholen meiner Karosse dann aber wohl den direkten Weg nehmen, bei angekündigten 30°.