Eine Stunde

… laufen wir Donnerstags immer am Utkiek. In dieser Stunde kann man round about 9 km und eine unbekannte Zahl von Höhenmetern laufen oder man kann auch nur 6,3 km laufen und 3 Kugeln Eis essen 😀

Bei gewittrigen 27° hatte Ralf heute die vorzügiche Idee laufend die Eisdiele anzusteuern, sich eine leckere, kugelige Erfrischung zu holen und wieder zurückzulaufen. Gesagt getan: So liefen Uli, Stephan, Ralf und icke auf einer mit ein paar Regentropfen garnierten Anstandsrunde über die Utkiek-Hügel von 3,4 km hin zur Eisdiele, genossen dort besagte Erfrischung und liefen dann mit einer Anstandsrunde über die Utkiek-Hügel von 2,9 km wieder zurück.

Dabei haben wir der heute extra laufenden Damencombo einen kleinen Vorsprung gelassen. Sie liefen vor uns los, waren vor uns an der Eisdiele, liefen vor uns wieder zurück und waren nach uns wieder im Ziel 😛

Danke Stephan fürs Ausgeben 😀

Das Ganze hatten wir übrigens letztes Jahr schon einmal gebracht 🙂

Rückfall

… in finstere Zeiten bedeutete heute noch einmal die zweite Hälfte des Utkiek-Laufs. Eigentlich hatte ich mit Dunkelläufen schon abgeschlossen und die zweiwöchige Abwesenheit am Utkiek hatte mich zusätzlich entwöhnt. Aber immerhin bedurfte es schon nicht mehr während des ganzen Laufs der künstlichen Lichtquelle. Es wird 🙂

Schließlich hatte sich auch der letzte Regenschauer dieses ekelig nasskalten Tages kurz vor Laufstart ausgetobt und es blieb trocken. Trotzdem war dieser Lauf für mich alles andere als locker und ich war froh, dass wir uns heute nur 7,5 km zusammengekurvt haben. Irgendwie ist Donnerstagsabends immer mal wieder die Luft raus. Die Woche fordert da offensichtlich ihren Tribut. Man kann halt einfach nix mehr ab 😎

Blankgeputzter Himmel

05-01-17-01

… bei herrlich klarer und kalter Luft am Mittag deutete es schon an: Heute abend am Utkiek war Schluß mit kurzen Hosen.

Da kann man schon mal gucken wie ein erschrockenes Kaninchen 😀 Immerhin schlief der eisige Nordwind pünktlich zum Lauf ein und der Utkiek präsentierte sich noch schneefrei.

Lange Lauftights, die schickste Erfindung seit sherwood forest 😀

Wiehnacht op`n Utkiek

Der letzte Utkiek-Lauf vor dem Fest durfte nicht einfach so verstreichen. Der Lauf wurde zwar eisern durchgezogen, aber danach gab es noch ein gemütliches Beisamensein am Rande des Parkplatzes.

Ralf zauberte mit Tablett und netter Dekoration ruckzuck ein schönes, weihnachtliches Ambiente aus dem Kofferraum seines Autos und wir trugen mit Met, (Kinder-)Punsch, Tee, Spekulatius, Krüllkuchen und kleinen Süßkeiten ein kleines Buffet zusammen, das wir dann (leider nur) zu fünft genossen.

Dabei war das Wetter trocken und so ruhig, dass nicht einmal die Kerze ausgepustet wurde. So verbrachten wir nach dem Lauf noch eine gemütliche Stunde. Das hat Spaß gemacht. Das Laufjahr neigt sich dem Ende zu. Nun kann Weihnachten kommen 🙂

Höhere Mathematik

Meine findige Leserschaft hat es sicher schon mitbekommen: Ich befinde mich auf einer kleinen Jahresendrallye um mein Jahreskilometerziel, das ich mir offensichtlich in einer Silvestersektlaune in den Kopf gesetzt habe, noch zu erreichen.

Da ich bekanntermaßen meine Komfortzone nicht soooo gerne verlasse, war das Ziel aber überschaubar und halbwegs realistisch. Allerdings waren die Monate Februar, Mai und September ziemlich maue Kilometermonate, so dass ich jetzt im Dezember ausbaden darf, was ich in diesen Monaten verschlönzt habe.

Nun habe einmal wilde mathematische Berechnungen angestellt, um zu ermitteln welchen Kilometermehraufwand ich im besinnlichen Weihnachtsmonat betreiben muß.

Das Ganze ist ja ganz einfach. Man summiere die Monatsergebnisse Januar bis November, teile dieses Ergebnis durch Elf und ziehe das Resultat von dem gesteckten Jahresziel ab und mache angesichts der absoluten Zahl dicke Backen. Fette 64 km mehr als der Jahresmonatsdurchschnitt müßte ich mir in diesem Dezember noch erarbeiten. Das ist viel, also für mich zumindestens!

Aber es gibt ja das Sprichwort „Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“ und danach handelnd habe ich meine bisherige Jahresstatistik um die drei schlechtesten Laufmonate bereinigt. Also Februar, Mai und September raus, die sich nun ergebende Summe statt durch Elf durch Acht geteilt und siehe da, der Mehraufwand für den Dezember reduziert sich auf nur 48,2 km. Pah, dass ist doch nun wirklich nur noch ein Klacks.

Aber letzten Endes ist diese Rechnerei sowieso völlig für den Popo, weil die Kilometer, die ich diesem Monat laufen „muß“ eh gleich bleiben. Und da sieht es bis dato noch ganz gut aus. Auch wenn diese Woche mit nur einem Lauf am Montag und dem heutigen Utkiek-Lauf bislang nicht so der Burner gewesen ist.

Apropos Utkiek. Da hatten wir heute eine neue Läuferin, die Lisa, dabei und zum zweiten Mal lief dort Manfred mit. Manfred ist ein cooler Typ, der schon den Marathon de sables, das ist der Etappen-Ultralauf durch die Sahara, gelaufen ist und sich gerade auf das Spine Race Mitte Januar in Großbritannien vorbereitet. Da gilt es in einer Woche ca. 420 km mit über 13.000 HM zu laufen. Wahnsinn!!

Was ich an Manfred nach den beiden Utkiek-Läufen schon sehr schätze, ist dass er völlig natürlich, lässig und entspannt mit uns die Runden dreht, ohne auch nur ansatzweise raushängen zu lassen, was er für ein Crack ist. Das nenne ich wahre (Lauf-)Größe! Wer richtig was auf den dem Kasten hat, hat es halt nicht nötig die Nase hoch zu tragen.

Aber nun muß ich mich meine Zahlen noch einmal durchrechnen. Nicht das da noch ein Fehler drin ist und ich schlußendlich am 01.01. feststellen muß, dass da noch 100 m gefehlt haben. Das würde mir das Herz brechen 🙂

Rauf und runter

… geht es in diesem November mit den Temperaturen. Am Dienstag durfte ich einen Lauf bei muckeligen 13° erleben, die sich durch das Nichtvorhandensein von Wind noch wärmer an fühlten. Das machte das neuerliche Wettrennen mit einem Binnenschiff zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Dass das Schiff mit auflaufendem Wasser und unbeladen die Hunte hinauffuhr, machte es für mich dabei nicht einfacher.

Dafür brachte mir das Wettrennen aber sogar zwei neue Temporekorde auf meiner seit März in meinem Besitz befindlichen Laufuhr. Über eine Meile und über einen Kilometer hatte sie noch nie so ein schnelles Tempo aufgezeichnet. Eine 4:47iger Pace als neue Bestmarke über den Kilometer zeigt aber deutlich, dass das Rennen halt nicht so meins ist. Deswegen konnte der Pott auf eineinhalb bis zwei Kilometer auch ungefähr eine halbe Schiffslänge auf mich gutmachen 🙂

So war der geplante ruhige Feierabendlauf über ein kurzes Stück zu einer Tempohatz geworden, quasi unverhofftes Intervalltraining in schöner Abendstimmung 😎

Und bevor ein falscher Eindruck aufkommt: Nein, ich bin nicht barfuß gelaufen, ich mußte nach dem 15 km-Lauf beim Dehnen nur dringend etwas abkühlen 🙂

Runter ging es denn mit der Temperatur beim Rauf und Runter des gestrigen Utkiek-Laufs. Die 3° bei sternenklarem Himmel machten aber auch den Lauf wieder zum Vergnügen.

Kurze Hosen

Wer heimst nicht schon mal gerne Bewunderung und Lob ein? Auch ich bin dafür durchaus empfänglich und wenn mir das schon nicht durch sportliche Leistungen gelingt, freue ich mich über das ein oder andere Ahhh und Ohhh und Sprüche wie „Harter Hund“ nur aufgrund der Tatsache, dass ich bis kurz vor der Frostgrenze in kurzen Hosen unterwegs bin.

Weniger freundliche Zeitgenossen mögen auch einfach nur denken, dass ich sie nicht mehr alle habe. Mir doch egal. Aber es ist nunmal so, dass mir die kurzen Buxen nichts ausmachen. Im Gegenteil, mir macht es Spaß die Frische an den Beinen zu spüren und ich friere an ihnen einfach nicht so schnell. Auch dann nicht, wenn der Kopf schon Mütze, die Hand Handschuh und der ganze Deichläufer schon dickes Laufshirt plus Jacke trägt.

Aber natürlich reagiere ich auch an den Beinen auf die Witterungsverhältnisse. In der Regel halt kurz, unter ca. 5° Dreiviertel und bei Frost eben Lang, schließlich will ich ja auch keinen Gefrierbrand bekommen 🙂

Am gestrigen Mittwoch verstand sich Kurz von selbst. 13° bedeuteten einen Temperatursprung im Vergleich zu Dienstag um gute 10°. Da tats obenrum sogar nochmal der dünne Windbreaker. Wind war auch endlich mal wieder ein Thema und an der Hunte wehte mir ein schon lange nicht mehr gekanntes kräftigeres Lüftchen entgegen.

Der Wind hatte zum heutigen Utkiek-Lauf sogar noch etwas zugelegt, so dass es auf den Höhen schon ganz schön zugig war. Dazu wurde das Ganze noch mit etwas Regen gewürzt. Zum Lauf hatte ich Uli im Auto mitgenommen, der auch gleich wieder über meine kurzen Hosen staunte. Mein Argument, dass sich nasse Haut alleine nicht so kalt anfühlt wie nasser Stoff auf nasser Haut, ließ er aber gelten 😀

Für etwas Sommerfeeling sorgten auf die Windharfe aufgemalte Pusteblumen. Bis es die wieder real zu sehen gibt, wird ja noch einige Zeit vergehen. So lange werde ich so oft es geht in kurzen Hosen unterwegs sein. Bewunderung wird dafür weiterhin gerne angenommen, ist für mich auch nicht so anstrengend wie durch sportliche Höchstleistungen :mrgreen:

Wie gehts?

… Körper und Geist nach dem nächtlichen Scheitern an der Königsdisziplin in München? Das war die Frage, die ich mir heute selber gestellt habe. Der Utkieklaufdonnerstagabend sollte diese Frage beantworten. Und da wurde es für den Geist gleich erstmal ganz hart. Nichts und niemand von der Lauftruppe hatte sich eingefunden. Da schwankte ich kurz mit den Gedanken zwischen nachhause fahren und zumindestens eine kurze Runde laufen hin und her.

Schlußendlich wollte ich die Fahrt aber nicht umsonst gemacht haben und trabte los in die Finsternis der Oldenburger Bergwelt 🙂 War ich ob der Einsamkeit erst noch ganz ganz traurig 😦 , wandelte sich dies während des Laufes grundlegend. Ich genoß die frischen 7° und war erstaunlich gut zu Fuß und obwohl mir weder andere Läufer noch irgendwelche Gassigeher begegneten und es schon etwas gruselig einsam war, machte der Lauf richtig Spaß und der Kopf war wieder obenauf. Daumen hoch 🙂

Da durfte es dann auch noch etwas Spaß sein, sich mit dem eigenen Atem einzunebeln 😀 10 vernünftige Kilometer mit ein paar Höhenmetern. Da kann und will ich nach der suboptimalen, sonntäglichen Marathonnacht nicht meckern.

Geschwänzt

… hätte ich heute am liebsten den Utkiek-Lauf. An diesem bleiernd grauen und nasskalten Tag hatte ich absolut null Motivation zu laufen und der 30iger vom Dienstag steckte mir offensichtlich auch noch in den Knochen.

Da funkte Uli via Telegramm, ob Ralf oder ich ihn nach dem Lauf wieder mit zurücknehmen konnten. Da hatte ich ihm schnell zugesagt und das Schwänzen war vom Tisch. Ralf hatte sich zwar auch angeboten, aber da ich den Grund für meine Zusage genannt hatte, nahm Uli erstaunlicher Weise mein Angebot an. So eine Gemeinheit aber auch.

Also hatte ich mich pünktlich zum ersten kompletten Dunkellauf dieser Herbst-/Wintersaison am Utkiek eingefunden.

Und siehe da, es lief wirklich gut. Die Beine waren erstaunlich lauffreudig und ich kam gut die kleinen Steigungen hinauf und auch wieder herunter. Nach längerer Zeit hatte ich mal wieder die Hokas an den Füßen und diese auch der neuen festen Bindung unterzogen. So gut haben die noch nie an den Füßen gesessen und waren auch noch nie so angenehm zu laufen, ein Wahnsinnsunterschied und das nur weil ich die Bändsel etwas straffer gezogen habe. Einzig und allein die noch latent vorhandene leichte Unruhe in den Fersen trübte geringfügig diesen guten Lauf.

Fazit: Das Aufraffen lohnt sich halt doch immer. Auch wenn es mal eines kleinen Zufalls bedurfte um den Hintern tatsächlich hochzubekommen 🙂

Laufsammelsurium

Nach dem ersten Lauf in heimatlichen Gefilden am Montag war ich diese Woche noch dreimal auf Achse und habe dabei schon wieder einige Ecken meiner Laufreviere abgeklappert.

Am Dienstag über die Huntebrücke um den Blankenburger See und zurück.

Donnerstag habe ich mich dann nach vierwöchiger Abstinenz wieder bei der Utkiek-Truppe sehen lassen. Allerdings wurde diese etwas durch den zu Beginn des Laufs aufziehenden, starken Regen mit kräftigen, stürmischen Wind etwas gesprengt. Selbst ich mußte mich an den ungewohnten Regen nach all den sonnigen Wochen erstmal wieder gewöhnen, zumal die Temperatur durch diesen kräftig sank. Schlußendlich war ich der einzige der noch die 10 km am Berg vollmachte. Dadurch konnte ich auch das Riesenrad des heute beginnenden Kramermarkts als einzigen bunten Lichtfleck im dunklen Regengrau festhalten. Bis auf die Haut klitschnaß durchgeregnet zu werden, das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen. Herrlich. Aber gut, dass ich Wechselklamotten im Auto hatte 🙂

Heute lief ich dann noch eine Runde um den Großen Bornhorster See. Es war wieder trocken und die Temperatur wie bei allen Läufen der letzten Tage einfach nur ideal. Geschwitzt wird jetzt wieder nur noch durch die Bewegung.

Alle drei Läufe waren zusammen 33,4 km lang. Im Prinzip nichts wildes also, aber allesamt schön.