Es herbstelt

… und zwar mächtig. Bei meiner gestrigen Hunterunde wehte es mal wieder ganz ordentlich, garniert mit etwas Regen und gewürzt mit noch niedriger gewindchillten 12°.

Versüßt hatte ich mir den Lauf dafür mit (noch) einem Paar neuen Laufschuhen. Irgendwie bin ich da gerade etwas im Kaufrausch 🙄 Aber die knallgelben Leguanos mußte ich unbedingt noch haben. In Sachen Paßgenauigkeit, Sitz und Hautfreundlichkeit macht den Leguanos bei mir kein anderer Minimal-/Barfußschuh, von den Five Fingers mal abgesehen, etwas vor. Deshalb habe ich mir dieses zweite Paar gegönnt. Da gucke ich gerne über die nicht gerade sexy Form hinweg. Das Gelb gibt da aber schon etwas mehr Pepp.

Ein Mütze hätte ich mir aufsetzten sollen, es zog doch mächtig an meiner kahlen Birne. An den Gedanken sich so langsam wieder etwas mehr anzutüdeln, muß ich mich halt erst wieder gewöhnen. Genauso wie daran die Uhr etwas im Auge zu behalten um nicht schon in die Dunkelheit zu geraten.

Die 14 Kilometer also bei etwas ungemütlichem Herbstwetter.

Das war aber nichts gegen das, was uns heute wettertechnisch geboten wurde. 10 bis 15 Minuten heftigste Sturmböen in der Mittagszeit sorgten in Oldenburg für reichlich umgestürzte Bäume und norddeutschlandweit für Chaos. So ruht im gesamten Norden der Zugverkehr. Ein lieber Freund sitzt seit über 6 Stunden in einem ICE auf dem Weg nach Berlin in Hamm/Westfalen fest. Als ich von der Arbeit nachhause kam, werkelte die Feuerwehr nur gute 50 m von meinem Zuhause an herausgebrochenen Baumkronen.

Da der stürmische Spuk aber so schnell vorbei war, wie er gekommen ist, sprach nichts gegen die abendliche Utkiek-Runde, zumal die Straßen frei waren und der Verkehr normal lief.

Die Aufwärmrunde um den Utkiek geriet allerdings zum reinsten Hindernislauf. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.

Auf dem Utkiek selber hätte es mangels Bäumen locker laufen können, aber ich war irgendwie etwas fußlahm und freute mich deshalb, dass auch bei den Anderen die Motivation eher niedrig angesiedelt war. So ging mein erster „Berglauf“ nach nur 7,2 km im sagenhaften 8:10er Schnitt zu Ende 😯

So eine Glanzleistung bedurfte aber unbedingt einer anschließenden kulinarischen Belohnung:

05.10. 09

😆

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Tempo ist relativ

Da ich beim heutigen Utkiek-Lauf früher am Treffpunkt war, drehte ich vorab schon einmal eine Runde alleine. Und obwohl mein Tempo in den letzten Monaten aufgrund meiner laufenden Laufstil- und Schuhumstellungen noch langsamer geworden ist als sonst, konnte ich doch einmal zügig überholen :mrgreen:

Ansonsten erdrückte die drückende Schwüle und nicht einmal das drohende Unwetter konnte unserer Fünfertruppe Beine machen. Deswegen ist es dann wohl auch ohne Blitz und Regen grollend davongezogen 😛

Mein Dienstagslauf stand im Zeichen des Autos in die Werkstatt bringen. Nach Feierabend Auto weggebracht und den Lauf nachhause auf 17 km ausgedehnt. Der Mittwochslauf zum Autoabholen fiel dann allerdings flach, da Auto nicht fertig geworden. Konnte ich mit leben, denn so konnte ich einen 30°-Lauf schwänzen.

Dafür lief ich heute morgen bei gefühlter 200%iger Luftfeuchtigkeit 5,4 km zur Arbeit. Wo ich sonst erst langsam anfange zu schwitzen war ich diesmal schon durch und durch durch 😯 Die notwendige Toilette auf der Toilette konnte ich aufgrund meines frühen Arbeitsanfangs und damit verbundener Ruhe auf der Etage zum Glück etwas intensiver ausfallen lassen 😎

Mit dem Utkiek-Lauf kam ich dann auf 16,4 km Tagesleistung und das Auto ist auch wieder fertig 🙂

Alltag

Nach beknackten Leserbriefen, Borreliose-Verdacht und tagelangen Pausen soll es heute endlich mal wieder nur ums Laufen gehen. Besonderer Anlaß? Keiner! Einfach nur die ganz normale Utkiek-Runde bei herrlicher Sommerfrische in bester Gesellschaft.

Laufalltag kann so schön sein!

Eine Stunde

… laufen wir Donnerstags immer am Utkiek. In dieser Stunde kann man round about 9 km und eine unbekannte Zahl von Höhenmetern laufen oder man kann auch nur 6,3 km laufen und 3 Kugeln Eis essen 😀

Bei gewittrigen 27° hatte Ralf heute die vorzügiche Idee laufend die Eisdiele anzusteuern, sich eine leckere, kugelige Erfrischung zu holen und wieder zurückzulaufen. Gesagt getan: So liefen Uli, Stephan, Ralf und icke auf einer mit ein paar Regentropfen garnierten Anstandsrunde über die Utkiek-Hügel von 3,4 km hin zur Eisdiele, genossen dort besagte Erfrischung und liefen dann mit einer Anstandsrunde über die Utkiek-Hügel von 2,9 km wieder zurück.

Dabei haben wir der heute extra laufenden Damencombo einen kleinen Vorsprung gelassen. Sie liefen vor uns los, waren vor uns an der Eisdiele, liefen vor uns wieder zurück und waren nach uns wieder im Ziel 😛

Danke Stephan fürs Ausgeben 😀

Das Ganze hatten wir übrigens letztes Jahr schon einmal gebracht 🙂

Rückfall

… in finstere Zeiten bedeutete heute noch einmal die zweite Hälfte des Utkiek-Laufs. Eigentlich hatte ich mit Dunkelläufen schon abgeschlossen und die zweiwöchige Abwesenheit am Utkiek hatte mich zusätzlich entwöhnt. Aber immerhin bedurfte es schon nicht mehr während des ganzen Laufs der künstlichen Lichtquelle. Es wird 🙂

Schließlich hatte sich auch der letzte Regenschauer dieses ekelig nasskalten Tages kurz vor Laufstart ausgetobt und es blieb trocken. Trotzdem war dieser Lauf für mich alles andere als locker und ich war froh, dass wir uns heute nur 7,5 km zusammengekurvt haben. Irgendwie ist Donnerstagsabends immer mal wieder die Luft raus. Die Woche fordert da offensichtlich ihren Tribut. Man kann halt einfach nix mehr ab 😎

Blankgeputzter Himmel

05-01-17-01

… bei herrlich klarer und kalter Luft am Mittag deutete es schon an: Heute abend am Utkiek war Schluß mit kurzen Hosen.

Da kann man schon mal gucken wie ein erschrockenes Kaninchen 😀 Immerhin schlief der eisige Nordwind pünktlich zum Lauf ein und der Utkiek präsentierte sich noch schneefrei.

Lange Lauftights, die schickste Erfindung seit sherwood forest 😀

Wiehnacht op`n Utkiek

Der letzte Utkiek-Lauf vor dem Fest durfte nicht einfach so verstreichen. Der Lauf wurde zwar eisern durchgezogen, aber danach gab es noch ein gemütliches Beisamensein am Rande des Parkplatzes.

Ralf zauberte mit Tablett und netter Dekoration ruckzuck ein schönes, weihnachtliches Ambiente aus dem Kofferraum seines Autos und wir trugen mit Met, (Kinder-)Punsch, Tee, Spekulatius, Krüllkuchen und kleinen Süßkeiten ein kleines Buffet zusammen, das wir dann (leider nur) zu fünft genossen.

Dabei war das Wetter trocken und so ruhig, dass nicht einmal die Kerze ausgepustet wurde. So verbrachten wir nach dem Lauf noch eine gemütliche Stunde. Das hat Spaß gemacht. Das Laufjahr neigt sich dem Ende zu. Nun kann Weihnachten kommen 🙂

Höhere Mathematik

Meine findige Leserschaft hat es sicher schon mitbekommen: Ich befinde mich auf einer kleinen Jahresendrallye um mein Jahreskilometerziel, das ich mir offensichtlich in einer Silvestersektlaune in den Kopf gesetzt habe, noch zu erreichen.

Da ich bekanntermaßen meine Komfortzone nicht soooo gerne verlasse, war das Ziel aber überschaubar und halbwegs realistisch. Allerdings waren die Monate Februar, Mai und September ziemlich maue Kilometermonate, so dass ich jetzt im Dezember ausbaden darf, was ich in diesen Monaten verschlönzt habe.

Nun habe einmal wilde mathematische Berechnungen angestellt, um zu ermitteln welchen Kilometermehraufwand ich im besinnlichen Weihnachtsmonat betreiben muß.

Das Ganze ist ja ganz einfach. Man summiere die Monatsergebnisse Januar bis November, teile dieses Ergebnis durch Elf und ziehe das Resultat von dem gesteckten Jahresziel ab und mache angesichts der absoluten Zahl dicke Backen. Fette 64 km mehr als der Jahresmonatsdurchschnitt müßte ich mir in diesem Dezember noch erarbeiten. Das ist viel, also für mich zumindestens!

Aber es gibt ja das Sprichwort „Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“ und danach handelnd habe ich meine bisherige Jahresstatistik um die drei schlechtesten Laufmonate bereinigt. Also Februar, Mai und September raus, die sich nun ergebende Summe statt durch Elf durch Acht geteilt und siehe da, der Mehraufwand für den Dezember reduziert sich auf nur 48,2 km. Pah, dass ist doch nun wirklich nur noch ein Klacks.

Aber letzten Endes ist diese Rechnerei sowieso völlig für den Popo, weil die Kilometer, die ich diesem Monat laufen „muß“ eh gleich bleiben. Und da sieht es bis dato noch ganz gut aus. Auch wenn diese Woche mit nur einem Lauf am Montag und dem heutigen Utkiek-Lauf bislang nicht so der Burner gewesen ist.

Apropos Utkiek. Da hatten wir heute eine neue Läuferin, die Lisa, dabei und zum zweiten Mal lief dort Manfred mit. Manfred ist ein cooler Typ, der schon den Marathon de sables, das ist der Etappen-Ultralauf durch die Sahara, gelaufen ist und sich gerade auf das Spine Race Mitte Januar in Großbritannien vorbereitet. Da gilt es in einer Woche ca. 420 km mit über 13.000 HM zu laufen. Wahnsinn!!

Was ich an Manfred nach den beiden Utkiek-Läufen schon sehr schätze, ist dass er völlig natürlich, lässig und entspannt mit uns die Runden dreht, ohne auch nur ansatzweise raushängen zu lassen, was er für ein Crack ist. Das nenne ich wahre (Lauf-)Größe! Wer richtig was auf den dem Kasten hat, hat es halt nicht nötig die Nase hoch zu tragen.

Aber nun muß ich mich meine Zahlen noch einmal durchrechnen. Nicht das da noch ein Fehler drin ist und ich schlußendlich am 01.01. feststellen muß, dass da noch 100 m gefehlt haben. Das würde mir das Herz brechen 🙂

Rauf und runter

… geht es in diesem November mit den Temperaturen. Am Dienstag durfte ich einen Lauf bei muckeligen 13° erleben, die sich durch das Nichtvorhandensein von Wind noch wärmer an fühlten. Das machte das neuerliche Wettrennen mit einem Binnenschiff zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Dass das Schiff mit auflaufendem Wasser und unbeladen die Hunte hinauffuhr, machte es für mich dabei nicht einfacher.

Dafür brachte mir das Wettrennen aber sogar zwei neue Temporekorde auf meiner seit März in meinem Besitz befindlichen Laufuhr. Über eine Meile und über einen Kilometer hatte sie noch nie so ein schnelles Tempo aufgezeichnet. Eine 4:47iger Pace als neue Bestmarke über den Kilometer zeigt aber deutlich, dass das Rennen halt nicht so meins ist. Deswegen konnte der Pott auf eineinhalb bis zwei Kilometer auch ungefähr eine halbe Schiffslänge auf mich gutmachen 🙂

So war der geplante ruhige Feierabendlauf über ein kurzes Stück zu einer Tempohatz geworden, quasi unverhofftes Intervalltraining in schöner Abendstimmung 😎

Und bevor ein falscher Eindruck aufkommt: Nein, ich bin nicht barfuß gelaufen, ich mußte nach dem 15 km-Lauf beim Dehnen nur dringend etwas abkühlen 🙂

Runter ging es denn mit der Temperatur beim Rauf und Runter des gestrigen Utkiek-Laufs. Die 3° bei sternenklarem Himmel machten aber auch den Lauf wieder zum Vergnügen.

Kurze Hosen

Wer heimst nicht schon mal gerne Bewunderung und Lob ein? Auch ich bin dafür durchaus empfänglich und wenn mir das schon nicht durch sportliche Leistungen gelingt, freue ich mich über das ein oder andere Ahhh und Ohhh und Sprüche wie „Harter Hund“ nur aufgrund der Tatsache, dass ich bis kurz vor der Frostgrenze in kurzen Hosen unterwegs bin.

Weniger freundliche Zeitgenossen mögen auch einfach nur denken, dass ich sie nicht mehr alle habe. Mir doch egal. Aber es ist nunmal so, dass mir die kurzen Buxen nichts ausmachen. Im Gegenteil, mir macht es Spaß die Frische an den Beinen zu spüren und ich friere an ihnen einfach nicht so schnell. Auch dann nicht, wenn der Kopf schon Mütze, die Hand Handschuh und der ganze Deichläufer schon dickes Laufshirt plus Jacke trägt.

Aber natürlich reagiere ich auch an den Beinen auf die Witterungsverhältnisse. In der Regel halt kurz, unter ca. 5° Dreiviertel und bei Frost eben Lang, schließlich will ich ja auch keinen Gefrierbrand bekommen 🙂

Am gestrigen Mittwoch verstand sich Kurz von selbst. 13° bedeuteten einen Temperatursprung im Vergleich zu Dienstag um gute 10°. Da tats obenrum sogar nochmal der dünne Windbreaker. Wind war auch endlich mal wieder ein Thema und an der Hunte wehte mir ein schon lange nicht mehr gekanntes kräftigeres Lüftchen entgegen.

Der Wind hatte zum heutigen Utkiek-Lauf sogar noch etwas zugelegt, so dass es auf den Höhen schon ganz schön zugig war. Dazu wurde das Ganze noch mit etwas Regen gewürzt. Zum Lauf hatte ich Uli im Auto mitgenommen, der auch gleich wieder über meine kurzen Hosen staunte. Mein Argument, dass sich nasse Haut alleine nicht so kalt anfühlt wie nasser Stoff auf nasser Haut, ließ er aber gelten 😀

Für etwas Sommerfeeling sorgten auf die Windharfe aufgemalte Pusteblumen. Bis es die wieder real zu sehen gibt, wird ja noch einige Zeit vergehen. So lange werde ich so oft es geht in kurzen Hosen unterwegs sein. Bewunderung wird dafür weiterhin gerne angenommen, ist für mich auch nicht so anstrengend wie durch sportliche Höchstleistungen :mrgreen: