Bäume

Es läuft mit dem Laufen. Läufe und Kilometer sammeln sich fleißig, die Lauffreude ist groß, das Wetter läßt keine Wünsche offen, was will mein Läuferherz mehr? 🙂 Immer wieder Sonne, Sonne, Sonne, allerdings bei sehr unterschiedlichen Temperaturen. So zog ich bei meinem letzten April-Lauf am 30. sogar noch einmal meine gelbe Allwetterallzweckwaffenjacke an. Aber dieser Himmel, diese Wolken, diese Farben, dieses Blütenmeer, diese Frische, fanatastisch!

Das es immer wieder Idioten gibt, muß man einfach ausblenden. Diesen Müll sammelt regelmäßig ein 10-jähriges Mädchen. Da muß schnell noch ein idyllischen Storchenbild her, um das wieder zu vergessen.

Ein paar Tage später bot sich mir die Gelegenheit eine Runde durch den Barneführer Holz, ein Waldgebiet südlich von Oldenburg zu drehen. Dort ist es wunderschön, bedingt aber immer eine automobile Anreise, weswegen ich dort recht selten laufe. Im Wald zu laufen ist deshalb immer etwas besonderes für mich, weil selten und fast schon exotisch. Und es geht auch regelmäßig schief, so selten ich dort auch laufe, so regelmäßig verlaufe ich mich nämlich in diesem Wald. Des gewohnten freien Blickes durch die vielen Bäume beraubt, war der erste Weg, den ich an einer Abbiegung nehmen wollte, schon der falsche und der nach ca. drei Kilometern erhoffte Trail entlang der Hunte wollte und wollte sich nicht finden lassen. Genauso wenig wie die Bahnlinie Oldenburg – Osnabrück, die ich vorher noch überqueren mußte. Als ich endlich an einer Rasthütte auf einen dort hängenden Plan schauen konnte, deutete ich die Richtung, aus der kam falsch und lief deshalb folgerichtig wieder auf einem falschen Weg weiter. Die Kartenfunktion auf dem Smartphone führte mich im weiteren Verlauf noch zweimal in plötzlich endende Wege und ich gebe zu, dass ich schon etwas genervt war, als ich den Huntetrail endlich nach knapp 14 statt der grob geschätzen drei Kilometer erreichte 😆

Schlußendlich wurden deshalb aus den knapp 10 geplanten 18 Kilometer. Aber wat willste machen, wenn die Bäume da einfach zu Hauf rumstehen und Dir gnadenlos die Orientierung erschweren :mrgreen: Schön war der Lauf aber trotzdem, oder gerade deswegen? 🙄 😉

Da lobe ich mir doch Bäume in etwas homöopathischeren Dosen auf meinen üblichen Strecken, da komme ich einfach besser mit ümme 😆

Es geht halt nichts über den nötigen Weitblick 😀

Und barfuß laufen geht auf meiner Standardstrecke auch besser. Wer nämlich denkt, der Wald ist ein Barfußlaufparadies, der irrt gewaltig. Tannenzapfen, alte Bucheckern, Wurzeln, Steine und immer wieder Schotter auf den Wegen lassen diesen Traum nämlich wie eine Seifenblase zerplatzen 😉