Alles kommt zu dem, der warten kann

Dieser Spruch hat schon in so mancher Lebenslage seine Wahrheit bewiesen und paßt durchaus auch mal im Kleinen. Der unterkühlte Mai war lauftechnisch trotz gelegentlich zickender Fußsohlen ein ausgesprocher guter Monat für mich gewesen. Die frischen Temperaturen taten da ihr übriges, zum Laufen waren sie einfach ideal. Der Juni hingegen startete wettertechnisch mit Pauken und Trompeten und wartete mit in diesem Jahr bis dato noch unbekannter Hitze auf.

Da dachte ich mir, dass ich mit der Akklimatisierung ja nicht gleich mit den allerersten heißen Tagen beginnen müßte und verbrachte die ersten beiden Junitage damit, mich auf meinen Mai-Lorbeeren auszuruhen. Etwas Gartenarbeit und Lümmeln auf der Terrasse können aber auch sowas von schön sein 😆 Zusätzlich leicht fiel mir die Entscheidigung für das süße läuferische Nichtstun durch die Wetterprognosen, die mit Wochenanfang ein Ende der Hitze vorhersagten.

Zwar startete der Montag extrem schwülwarm, aber bis zum Feierabend hatte sich die Wärme verpusemuckelt, die Sonne verbarg sich hinter Wolken und die Temperatur lag satte 12° unter der vom Sonntag. Na, da ließ es sich doch wieder laufen. Zwar schaute ich wegen eventueller Gewitter zwischendurch mal auf`s Wetterradar, aber die Gewitter in der Nähe schwächten sich zu Schauern ab. Die zweite Hälfte des Laufs tröpfelte es etwas unmotiviert vor sich hin. Aber auf dem letzten Kilometer öffneten sich die Himmelsschleusen und bescherten mir -ohne Blitz und Donner- eine schon lange nicht mehr erlebte, spaßige Dusche der Extraklasse, die mich noch zu ein paar Extrametern verleitete.

Die Hitzetage stoisch auf der Terrasse abzuwarten und dafür mit einem feinen Läufchen bei verträglicher Temperatur inklusive Regendusche belohnt zu werden, da lacht doch des Deichläufers Herz 😀 Alles kommt zu dem, der warten kann, klappt zwar nicht immer, aber diesmal hat es genau gepaßt 🙂