Stillleben

Bei meinem heutigen Lauf ging es um die Wurst 😀 Dazu gleich mehr.

Mein zweiter Lauf in den FiveFingers. Einmal zur Huntebrücke rauf, drüberweg, andere Seite runter zum Blankenburger See und retour. Die Gitter gegen freie Sicht und freien Sprung sind immer noch nicht fertig. Die sollen mal hinne machen. Ich hatte heute einen nervigen Tag, nicht dass ich doch nochmal in Versuchung komme 😛 Aber mit den Fivefingers werde ich eh nicht in die Tiefe springen, die machen nämlich Spaß 😉

Nach 11,2 km enterte ich Feinkost Albrecht. Zum Feierabend hatte ich bei Muttern eine Schüssel Kartoffelsalat abgestaubt, dazu passen einfach ein paar lecker Bratzwurst. Deshalb hatte ich mir einen Papierheiermann eingesteckt um zum Ende des Laufs diese kulinarische Köstlichkeit zu erwerben.

Beim Verlassen des Aldi hatte ich keine Meinung mehr nochmal in Trab zu fallen, sondern streifte mir die VFF von den Füßen und ging die guten 200 m barfuß nachhause. Dort angekommen brauchte ich freie Hände um den Haustürschlüssel aus dem Fach im Schweißband zu friemeln. Dazu wanderten Wurst und FünfFingerSchuhe auf die Pforte zwischen Schuppen und Hauswand. Als ich alles wieder einsammeln wollte, mußte ich dann aber erstmal lachen:

14.08. 06

Dass nenne ich einmal ein Stilleben 😆

Testlauf, Regenlauf, läuft!

Vorgestern waren meine Scheuerstellen durch die Luxustreter nach sechs Tagen soweit abgeheilt, dass ich den ersten Testlauf mit den Vibram Five Fingers unternehmen konnte. Auf die Dinger war ich schon besonders gespannt. Schon viel von ihnen gelesen, werden sie in der Regel geliebt oder gehasst, dazwischen scheint es nicht viel zu geben.

Zu diesem Testlauf hatte ich mir eine automobile Anreise in mein Lieblingslaufrevier gegönnt. So konnte ich mich auf das Laufen in den Zehenschuhen konzentrieren ohne durch jeglichen Verkehr und sonstige Umstände abgelenkt zu werden und die Strecke dabei einigermaßen kurz halten. Lange Rede, kurzer Sinn, mir hat das Laufen in den Dingern echt viel Spaß gemacht und ich war gleich länger in ihnen unterwegs als ich es mir vorgenommen hatte. Neun Kilometer im Verhältnis sieben Kilometer Asphalt zu zwei Kilometern Feldweg.

Dabei durfte ich feststellen, dass ich noch nicht auf lange Strecken im Vorfußlauf geeicht bin. Die letzten ca. 2,5 Kilometer landete ich auf dem Mittelfuß, weil es für das Fahrwerk wohl etwas zu anstrengend wurde. War auch ok, klingt nur etwas lauter 🙂

Die VFF sitzen super, eine kleine Blase gab es aber trotzdem, was allerdings überhaupt keinen Vergleich zu den vielen Scheuerstellen mit den Joe Nimbles darstellt. Allerdings fand ich diese nun wirklich minimalen VFF ganz fürchterlich warm. Wenn sich das bei den nächsten Läufen bestätigt, brauche ich im Winter wohl keine kalten Füße fürchten 😀

Hassen oder lieben? Für ein entgültiges Fazit ist es nach einem ersten Lauf zu früh, aber hassen werde ich sie sicher nicht. Ob es im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Liebe wird, werde ich aber noch abwarten 😎

Jede Selbstbeherrschung verlor ich gestern angesichts des herrlichen Regens, der pünktlich zur Feierabendzeit einsetzte. Ich mußte einfach noch einmal laufen, auch wenn das Zeitfenster wegen eines Termins am Abend eng war. Für ein halbes Stündchen sollte die Zeit auf jeden Fall reichen. Und für ein halbstündiges Läufchen brauche ich jetzt auch keine Laufschuhe mehr anzuziehen 😎 Einziges Manko: Ich bin noch einmal ins Auto gestiegen um zum Start zu fahren.

Aus den geplanten fünf Kilometern sind dann vor lauter Begeisterung doch sieben Kilometer geworden. Fünf Kilometer Feldweg und zwei Kilometer nasser Asphalt mit ein paar piewarmen Pfützen.

Das war er also, mein erster Barfußlauf im strömenden Sommerregen. Ist Laufen im Regen für mich schon immer der pure Genuß, so ist Barfußlaufen im Regen dazu noch einmal eine Steigerung. Größte Herausforderung war gestern dabei im prasselnden Regen irgendwie aus den patschnaßen Klamotten zu kommen und dabei nicht das halbe Auto unter Wasser zu setzen. Dieses Unterfangen ist lediglich so leidlich gelungen 😆

Die Vorteile einer Großstadt

In Berlin gibt es Laufschuhe zu kaufen, die ich in Oldenburg nur per Internet bestellen könnte. Der Vorteil dabei ist, dass ich gleich die richtige Größe bekomme und nicht erst ausprobieren und hin- und herschicken muß. Auf meinem Weg zu minimalen Schuhwerk ist das ausgesprochen praktisch, da hier klassische Größenangaben gerne versagen. Aber selbst in dieser Stadt bleiben Wünsche unerfüllt, den Vivaro-Shop konnte man komplett knicken, da hat es mich schon geärgert, den Weg dorthin gemacht zu haben. Der hatte nicht einen Schuh in meiner Größe, Begründung: Es wäre das Ende der Saison. Lachhaft bei Barfußschuhen. Aber er bekäme in zwei Wochen Nachschub, wow!  Aber immerhin hat es doch für ein doppelte Ausbeute gereicht und einen Joe Nimble-Straßenschuh bekomme ich noch in der passenden Größe nachhause geschickt.

 

Die Five-Fingers habe ich gleich im Laden angehalten und sie durften die erste Bewährungsprobe im Großstadtdschungel absolvieren, da fühlen sie sich schon einmal sehr angenehm an.

Die Powertoes von Joe Nimble sind teuersten Treter aller Zeiten für mich, dafür aber vegan, was mir auch immens wichtig ist 😛 Mit denen ging es schon auf eine kleine Testrunde über das Tempelhofer Feld.

01.08. 04

Der Turm von Günther Jauch seiner Talg-Schau

Joe Nimble verspricht „Beinahe komplett nahtlos verarbeitet und uneingeschränkt atmungsaktiv durch ein neuartiges Mesh, das in Weichheit und Flexibiltät kaum zu übertreffen ist. Das einzigartige Barfußgefühl sorgt dafür, dass Dein Fuß jede Bewegung uneingeschränkt mitmachen kann“

Nun, was soll ich sagen: Bei extrem drückender Wärme drückten die Luxusschläppchen gewaltig. Sie erwiesen sich als unerwartet starr und kantig und sorgten über 7,4 km für dieses Ergebnis:

 

Der linke Fuß hat auch eine Stelle unterm Knöchel abbekommen. Von Weichheit und Flexibilität kann definitiv keine Rede sein. Für 180 Ocken ist das eine Enttäuschung. Dass kann der Leguano aktiv um ein vielfaches besser und selbst der etwas hölzernere Solerunner FX Trainer malträtiert die Füße nicht annähernd so sehr. Grundsätzlich läßt sich der Powertoes aber schon gut laufen und macht auch Spaß, aber eben nicht barfuß. Als Schuh für künftige längere Läufe werde ihn deshalb auch behalten. Im Winter wird er mir bestimmt gute Dienste leisten.

Morgen oder übermorgen geht es dann mit den Fivefingers auf eine erste kurze Tour, ich bin gespannt wie die sich schlagen.