Auf der Suche nach dem Gierenberg

Traumhaftes Wetter lockte mich heute wieder aus dem Haus. Wobei ich zwar per pedes aber nicht laufend unterwegs war. Eine Wanderung durch den Barneführer Holz zwischen Sandkrug und Sandhatten war es. Hier bin ich schon das ein und andere Mal gelaufen und wollte mir schon immer mal die Zeit nehmen dieses Naturschutzgebiet etwas gemütlicher zu erkunden.

Beginnend am Parkplatz in der Nähe der Osenberge wollte ich, entlang der Hunte wandernd, den Gierenberg erkunden. Aber erst einmal galt es die Hunte zu finden, dass war schon einmal ein schwieriges Unterfangen und gelang mir auch heute nicht auf Anhieb. Wald mit seiner beschränkten Aussicht bin ich halt nicht gewohnt :mrgreen: Schlußendlich hat es aber geklappt 🙂

Auf dem Pfad entlang der Hunte wanderte bis zu meiner Lieblingsstelle. Hier gibt es so eine Art Stromschnelle und der davor liegende kleine Strandabschnitt lud zu einer kurzen Pause inklusive Sonnenbad ein. Nach der Pause folgte ich noch einen weiteren Kilometer dem Hunteverlauf und bog dann ab in den Wald um den Gierenberg zu entdecken und zu erklimmen.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Der Gierenberg war einfach nicht zu finden. Dabei soll er doch so eine gute Aussicht bis nach Wildeshausen und Großenkneten bieten. Mein Smartphone sagte mir zwar, dass ich in unmittelbarer Nähe war, aber sehen geschweige denn einen Zugang zu ihm finden konnte ich nicht. Auch zwei Gassigeherinnen und ein Pilzsammler konnten mir nicht weiterhelfen. So blieb das geplante Highlight meiner Tour heute leider unerfüllt.

Schön war es trotzdem bei traumhaften Sonnenschein und warmen Temperaturen diese kleine Wanderung gemacht zu haben. Dabei überwog immer noch recht sattes Grün, der Herbst hält sich mit seinem Farbenrausch doch noch sehr zurück. Sobald dieser erstmal Einzug gehalten hat, werde ich mich noch einmal in den Barneführer Holz begeben um, mit der richtigen Karte bewaffnet, einen neuen Vorstoß auf den Gierenberg zu unternehmen. Wäre doch gelacht, wenn sich der Hubbel nicht finden lassen würde 😎

Alles, bloß nicht laufen

Zwei kostbare Tage meines Urlaubes waren mir noch geblieben. Die beiden Tage zuvor bin ich gelaufen und danach stand mir angesichts des schwülen Hochsommerwetters nicht der Sinn. Also mußten Alternativen her. Gefunden habe ich sie für Samstag mit einer Wanderung im Wiehengebirge. Für die, die dieses „Gebirge“ jetzt nicht sofort einordnen können: Das Wiehengebirge liegt im Raum Osnabrück als Teil des Teuteburger Waldes und liegt somit eine gute Autostunde von Oldenburg entfernt. Konkret hat es mich nach Bad Essen verschlagen. Über den Daumen gepeilt bin ich 15 km unterwegs gewesen, die Strecke so lala, teils sehr schön, teils langweilig auf autobefahrenen Asphaltstraßen. Da hätte ich schon damit gerechnet, dass sich der Verschönerungsverein Bad Essen etwas mehr hätte einfallen lassen. Aber es gab immerhin etwas Wald und einwenig Auf- und Ab, das ich auch mal auf eine eventuelle Laufstreckentauglichkeit abchecken wollte. Naja, muß nicht wirklich sein, für das, was sich mir da geboten hat, ist auch die Anfahrt etwas zu lang. Aber eine nette Abwechselung war es trotzdem. Dabei durfte ich feststellen, dass Kornfelder knacken, so als würden einzelne dicke Regentropfen auf das Korn fallen. Allerdings war es knallig sonnig. Ob das Korn vielleicht nach feuchter Nacht am trocknen war? Im Wald hingegen war es so feucht tropisch, dass mir der blanke Schweiß auf allen Körperteilen stand und ein willkommes Ziel für allerlei Insektengetier war.

Bad Essen selber hat ein spaciges Gradierwerk mit wabbernder Salznebelquelle, ein cooles Ding um den Kurgästen etwas zu bieten. Ansonsten ein nettes Örtchen mit typischer Kuratmosphäre.

Der heutige Sonntag diente noch einmal zum Ausschlafen, einem späten Frühstück und anschließenden Relaxen im Garten. Gegen 18:00 Uhr habe ich mich dann aber noch aufs Fahrrad geschwungen um dem Tag noch eine gewisse sportliche Note zu geben. Ein Ritt nach Rastede, dem Residenzort vor den Toren Oldenburgs, mit Schloß, Palais und waldartigem Park. Ganz nett, allerdings sogar zum frühen Abend noch fürchterlich überlaufen. Davon habe ich mich auf der Rückfahrt mit einem großzügigen Schlenker über mein Lieblingslaufgebiet noch wieder erholt. Die Tour hat wirklich Spaß gemacht und war eine gute Alternative zu einem neuerlichen Lauf durch diesen schwülen Sommer.

Unter anderem ganz angenehm war, dass mein einziges Radshirt einen Reißverschluß bis fast zum Bauchnabel hat. Nicht unbedingt sexy, aber ungemein frischluftfördernd :mrgreen: Knapp 40 km sind da noch „auf die Schnelle“ zusammengekommen.