Totalschaden

Heute war es in Berlin endlich mal nicht so heiß und die Unwetter des Vorabends waren zum Glück auch abgezogen.

13.06.19 23

Auch in meinem Zuhause war etwas Wasser in den Treppenhauseingang eingedrungen

Drum hatte ich mir, nach meiner Ankunft am Dienstag, den ersten Lauf in meiner Zweitheimat vorgenommen. Zwar waren „nur“ 28° vorhergesagt, trotzdem wollte ich mir gerne etwas Schatten gönnen, den ich im Grunewald und an den Ufern des Wannsees zu finden hoffte. Also nüscht wie raus nach Wannsee …

… und dort auf traumhaft schönen Wegen einfach laufen. Bis ins Detail hatte ich mir keine Strecke ausgetüpfelt, ich wollte nach Lust und Laune laufen und gucken wo es mich langtreibt. Irgendwie und irgendwo finden sich immer öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe, die einen wieder zurück bringen.

Nachdem ich noch relativ zu Anfang die sehr villenlastige Insel Schwanenwerder mitgenommen hatte …

… und danach weiter dem Wannsee-/Havelufer gen Norden folgen wollte, geschah es: Bei exakt Kilometer Nr. 4 riss an der rechten Sandale meiner heißgeliebten Pies Sucios der Zehenriemen, …

… die dadurch unlaufbar wurde, Totalschaden! Fuckemio, so ein Ärger 😦 Barfuß laufbar war die Strecke definitiv nicht und deshalb zog ich mein Smartphone zu rate, das mir den kürzesten Weg zurück zum S-Bahnhof Nikolassee zeigte. Zum Glück ist das Barfußgehen ja für mich Alltag, sonst wäre dieser Weg schon unangenehm geworden.

Kurz vor dem S-Bahnhof kam ich an einem Imbiss/Kiosk vorbei und veranstaltete erst einmal ein Frustfressen und -saufen. Dort wanderten die Pies Sucios dann auch schweren Herzens in die Mülltonne. Aber nach einem launigen Gespräch mit der echten Berliner Schnauze hinter dem Imbisstresen war die Welt auch schon wieder halbwegs gut und ich fuhr, nachdem ich noch einen Bummel über die Schloßstraße in Steglitz gemacht hatte, wieder nachhause.

Der Totalausfall der Sandalen ist echt ärgerlich. Nicht einmal 400 km haben sie gehalten, da tröstet auch der verhältnismäßig günstige Preis von 45 € nicht sonderlich. Sehr, sehr schade, weil ich sie einfach hypergerne getragen habe. Gut nur, dass ich auf direktem Weg schon nach gut zwei Kilometern wieder an der S-Bahn war.

Jetzt brauche ich nur schnell irgendeinen Ersatz um in Berlin noch laufen zu können. Die Flipflops für 2,99 €, die ich mir in Steglitz gekauft habe, um überhaupt erstmal irgendwelche „Schuhe“ zu haben, taugen dafür denkbar schlecht 😆

In Oldenburg wartet noch ein brandneues Paar der Pies Sucios auf mich, aber mein Vertrauen ist doch etwas erschüttert. Auf einem langen Törn abseits der Zivilisation, z. B. durchs Oldenburger Land, wäre so ein Ausfall eine Katastrophe gewesen. Und wer will schon auf langen Läufen auch noch Ersatzsandalen mitschleppen? :-/

Bei Pies Sucios lassen sich allerdings auch Ersatzriemen bestellen, für 10 € das Stück. Macht 20 € pro Paar plus Versand aus Spanien. Eine Alternative?

 

Treffpunkt B

Anne lebt in Berlin, Karin und Rainer sind zu Besuch bei Anne und icke bin auch gerade in der Stadt. Diese Konstellation darf natürlich nicht ungenutzt bleiben und deshalb schäle ich mich auf einem Sonntag schon um 7:00 Uhr aus dem Bett um mich kurze Zeit später nach Zehlendort aufzumachen. In Annes Heimstatt treffe ich die Drei und kurze Zeit später machen uns auch schon auf. Anne befindet sich nach schwerer Erkältung noch auf dem Wege der Besserung und zeigt uns auf einem kurzen Spaziergang den etwas versteckten Einstieg in ihre Laufrunde und läßt Karin, Rainer und mich dann auf diese ziehen. Ab geht es zur Krummen Lanke und anschließend weiter zum Schlachtensee. Hier verabschiedet sich Karin und läuft noch etwas für sich.

Rainer und ich umkurven den Schlachtensee auf der sonnigen Seite als Rainer den Wunsch verspürt noch den nahen Wannsee anzusteuern. Klar, dass wir den dann auch noch mitgenommen haben.

Anfänglich noch kühl lacht uns die ganze Zeit die Sonne und auf den Wegen sind schon massenhaft Spaziergänger, Walker und Läufer unterwegs. Zurück vom Wannsee geht es auf der jeweils anderen Seite von Schlachtensee und Krumme Lanke zur Anne. Rainer ist dann nach exakt 15 km zurück an Annes Haustür und ich nach 14,4 km. Eine krasse Abweichung zwischen Garmin und Suunto. Solche Nebensächlichkeiten sind aber beim anschließenden Frühstück, das Anne in der Zwischenzeit gezaubert hat, schnell vergessen. Nach 15 km muß man sich schließlich ausgiebig stärken und viel zu erzählen gibt es natürlich auch, wenn sich Berlin, Trier und Oldenburg sich am erstgenannten Ort treffen 😎

Das war ein cooles Treffen und das genialste ist, dass wir uns die Tage noch wiedersehen. Ich freue mich darauf!

 

Ausgekundschaftet

In Sachen Laufen muß ich mich ja noch ein paar Tage in Geduld üben. So habe ich auf meinen ersten Trip nach Berlin in diesem Jahr auch gar keine Laufklamotten mitgenommen. Heute hatte ich mich im Bereich Wannsee und Grunewald umgeschaut, da war ich bislang noch nicht. Und da für den morgigen Sonntag Sonnenschein vorausgesagt ist, hatte ich entschieden den grauen Samstag dafür zu nutzen, weil morgen sicher mehr Ausflugsverkehr sein wird.

Die Rechnung ist sowas aufgegangen, es war nischt los am Wannsee und ich konnte mich bei 0 ° und Ostenwind nahezu alleine umgucken. Schöne Ecke, vorallem viel Wald und immer mal wieder Wasser, da keimt bei mir doch gleich der Wunsch auf, bei einem meiner nächsten Aufenthalte hier laufen zu gehen. Die Anreise mit der S-Bahn ist nicht so weit und dürfte sich für einen längeren Lauf durchaus lohnen und das Gebiet sollte auch groß genug sein, um ein paar mehr Kilometer zu schrubben.

Da freu ick mir schon aufs nächste Mal, wa. Und so lange dürfen erstmal andere sporteln: Just zum Zeitpunkt als ich noch einen Abstecher zum Olympia-Station gemacht hatte, spielte die Hertha. Allerdings nicht dort sondern auswärts in Stuttgart, wo sie verloren haben. Aber zum Glück interesse ich mich ja gar nicht für Fußball 😆

13.01.18 06

red nose