Glänzend

Ich liebe diese krassen Gegensätze in meinem Leben. Am vergangenen Wochenende durfte ich wieder das pulsierende Leben in Berlin genießen. Mein GöGa und ich gaben uns dabei u. a. ganz dem weihnachtlichen Lichterglanz meiner Lieblingsmetropole hin und nicht nur deshalb war es ein wunderbares, aber auch sehr vollgepacktes Wochenende mit vielen Erlebnissen und Begegnungen. Aber nicht nur die glänzende Weihnachtsbeleuchtung sorgte bei uns für glänzende Augen, sondern auch das Wetter glänzte mit reichlich glänzenden Sonnenschein 😀

Meine Laufsachen hatte ich erst gar nicht mitgenommen, wußte ich doch im Vornherein, dass dafür einfach keine Zeit bleiben würde. Umso mehr juckte es nach der Rückkehr ins momententan auch sehr vorweihnachtlich-quirlige Oldenburg natürlich in den Füßen sich läuferisch auszutoben.

Welch eine Wohltat sich dazu in die Natur fernab jeglichen Gewusels begeben zu können. Zusätzlich verwöhnten am gestrigen Tag auch noch die sehr milden Temperaturen, so dass der Laufgenuß wieder einmal schwindelnde Höhen erreichte.

Glänzende Weihnachtslichter, glänzender Sonnenschein und glänzende Läufe machen einfach glänzende Laune! 😀

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust

Ich war wieder einmal für ein langes Wochenende in meiner Lieblingsstadt Berlin um mir erstmalig den weihnachtlichen Lichterglanz einer Metropole anzuschauen, wozu sich u. a. auch eine Fahrt mit dem Doppeldeckerlinienbus anbietet. Das hat schon Spaß gemacht, auch wenn Berlin-Mitte sonst nicht unbedingt so meins ist 🙂

Am Freitagnachmittag war ich auf dem Weihnachtsmarkt unter der Gedächtniskirche, wo es für diese Zeit erstaunlich beschaulich zuging. Statt Gedränge viel Platz zum Bummeln und Schauen. Und bei all der kulinarischen Angebotsvielfalt konnte ich doch bei einer Sache nicht wiederstehen, wenn auch „Knacker“ statt Kochwurst und Pinkel ein echter Kulturfrevel sind 🙂

Auch über das Lichterschauen hinaus war mein Programm dicht gefüllt. Nachbarn und Freunde besuchen, ins Nachtleben abtauchen, in der Schöneberger Apostel-Paulus-Kirche dem Weihnachtsoratorium lauschen und noch einiges mehr, da blieb das Laufen tatsächlich mal auf der Strecke.

Schweren Herzens bin ich gestern abend wieder aus Berlin abgereist und habe heute erst einmal das Laufen nachgeholt. Hinein in die Weiten der Bornhorster Huntewiesen, den Blick auf Unendlich stellen, den Graugänsen zusehen und zuhören, Ruhe genießen.

Welch ein Kontrastprogramm. Ich mag beides und möchte beides nicht missen. In Berlin lebe ich immer richtig auf und genieße es mich durch diese große Stadt treiben zu lassen, in der ich mich mehr und mehr zuhause fühle. Oldenburg hingegen ist die Konstante, mit der Rückhalt gebenden Partnerschaft und Familie, dem Job, dem problemlosen Laufen in der Natur und mit dem weiten, norddeutschen Umland, das ich so sehr liebe.

So gesehen wohnen zwei Seelen in meiner Brust und sie können dort auch in friedlicher Eintracht nachbarschaftlich neben einander leben, denn kann ich beides haben. Was für ein Glück und so bleibt der Titel auch das einzige, was mich mit Goethes Faust verbindet 🙂