Da damm da damm da damm

Samstag, viel Zeit, mäßig warmes, wechselnd bewölktes Wetter. Perfekte Bedingungen für einen langen Lauf. Aber halt! Einen lang Lauf mit angefressenen Achillesfersen, den wollte ich mir dann doch nicht antun. Also ab auf`s Rad. Kurz überlegte ich das einstmals für diese Zwecke angeschaffte Rennrad aufzuklaren, aber ich wollte eigentlich ne ganz gechillte Runde drehen, außerdem kann ich auf dem Rennrad nicht barfuß radeln. Also rauf auf meine Alltagsmöhre und ab dafür.

Rüber über die Huntebrücke, durch Iprump nach Neuenhuntorf …

… dort erwartete mich absolutes Strand(korb)feeling 😀 :

Weiter gings mit Naschpause 🙂 :

Apropos Naschen, Kuchen ist nie weg, zusammen mit einer Fruchtbuttermilch 🙂 :

Strand(ohne Korb)feeling zum Zweiten an der Weser:

Dann Huntesperrwerk, Oldenburgs Versicherung gegen Sturmfluten, kurz vor der Einmündung der Hunte in die Weser:

Elsfleth:

Rückweg:

Warum jetzt der Titel „Da damm da damm da damm“? So einige Kilometer gingen über wunderbar verkehrsarme Nebenstrecken, die vielfach noch aus Betonplatten bestanden, über deren Fugen ich mit einem melodischen Da damm da damm da damm hinwegradelte. Das erinnerte mich an Autoreisen in meiner Kindheit, als viele Autobahnen ebenfalls aus solchen Betonplatten bestanden, ebenso wie die Straßen auf Sylt. Da damm da damm da damm. Das hat für mich etwas sehr vertrautes und erinnert mich ans Reisen.

Das paßte also ganz gut zu meiner gut 70 km langen Tour, die ich gechillt mit meistens so um die 22 km/h dahingeradelt bin. Eine wirklich schöne Tour, die einfach nur Spaß gemacht hat. Ich war schon so lange keine Radtour mehr gefahren, da müssen erst so Fersen kommen … 🙂

Schon wieder Lust auf etwas Längeres

Das Tolle an der Zeit so nach einem Marathon ist, dass es in Bezug auf längere Läufe kein „Muß“ mehr gibt, sondern nur noch ein Wollen 😎

Und so hatte ich heute schon wieder Böcke etwas länger unterwegs zu sein und was bietet sich an einem Sonntag Besseres an als zu Schwiegermutters Kaffee- bzw. Teetafel zu eilen? Begleitet von einem Sonntagsherbstwetterchen vom Feinsten machte ich mich also auf den Weg nach Berne.

Vorbei am Großen Bornhorster See ging es zuerst ins Gellener Moor, wo der gerade vergangene Supersommer sogar die Moorteiche hat austrocknen lassen. Danach lief ich über den Höfeweg (Nomen est Omen, es liegen lauter Höfe am Weg) nach Butteldorf. Hinter Butteldorf öffnet sich dann die Wesermarsch mit ihren unendlichen Weiten.

Nach knapp 22 km trudelte ich bei Schwiegermuttern ein und nach der Dusche machte ich mich über den köstlichen, von meiner Schwägerin gebackenen Johannisbeerkuchen her. Verdient würde ich sagen, war ich doch auch ein kleines bisschen flotter unterwegs als üblich 😎

Irgendwie ist dieses Wollen doch schöner als Müssen. Obwohl … eigentlich ist dieses Müssen ja auch ein Wollen, zwingt einen ja schließlich keiner zum Marathon 😛  Egal, ein cooler Lauf war es heute. Ende! 😀

 

 

Fehlt / Fehlt nicht

Windstille ist bei uns im Norden fast so selten wie Wasser in der Wüste. Aber als ich heute zum Feierabend laufen ging, herrschte eben diese bei einem wolkenverhangenen Himmel und muckeligen 20°. Schön, dachte ich noch, nettes Wetter, bis mein Körper nach kürzester Zeit auf die fehlende Windkühlung mit Wasserkühlung reagierte. Sprich, ich ölte wie in der Sauna. In der stehenden Luft standen auch die Insekten, von denen sich gleich drei mein rechtes Auge als Ort zum Sterben ausgesucht hatten. Das war es dann aber auch an Widrigkeiten. Ansonsten war der 12 km-Lauf allerbest.

29.09.14 01

Ach ja, doch noch was zu möppeln: Meine im Mai erworbene Digi-Cam kann, wie ihre Vorgängerin, keine Bewegungsaufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen.

29.09.14 02

Naja, kann ich mit leben. Besser auf jeden Fall als mit Windstille, da fehlt mir was 🙂

Ist der fehlende Wind fürs Laufen für meinen Geschmack suboptimal, führte er allerdings am Sonntag in Verbindung mit viel Sonne zu einem traumhaft schönen Rennradtrip durch die Wesermarsch und entlang der Hunte.

Trotz recht spätem Start erst um 15:15 Uhr erfuhr ich mir noch eine nette 60 km-Runde. Dem genialen Spätsommerwetter zum Trotz, man muß sich aber inzwischen beeilen, bevor einem die untergehende Sonne allmählich das Licht ausdreht.