Mit Pauken und Trompeten

Einen Tag nach dem Marathon kam der Sommer noch einmal mit Macht zurück. Zum Glück erst in den Tagen DANACH stiegen die Temperaturen in Berlin auf 28 bis 30°. In meiner letzten Urlaubswoche konnte ich das so richtig genießen und mich in der Stadt einwenig treiben lassen und Freunde treffen.

Dienstag drehte ich eine erste After-Marathon-Runde zum Beinausschütteln. Ich lief sieben Kilometer und zum Ende war es richtig locker und selbst die Wärme habe ich richtig genossen.

18.09.18 01

Heute ging es denn noch auf eine Schlußrunde, bevor es morgen abend wieder gen Oldenburg geht. Und diese Runde hatte es in sich. Gerade als ich auf dem Tempelhofer Feld angekommen war, brauste der angekündigte Wetterwechsel über Berlin hinweg. Der Wind drehte auf Sturmstärke auf und ich fürchtete kurzzeitig auf der Startbahn tatsächlich abzuheben 😀 „Laß jetzt bloß keine Windhose kommen, dann haste die A…karte gezogen“ war mein Gedanke. Andererseits kann einem auf dem alten Flughafenfeld widerum auch nichts auf den Kopf fallen 🙂

Ruckzuck war das Tempelhofer Feld nahezu menschenleer. Aber sturmerprobte, norddeutsche Deichläufer lassen sich so schnell nicht schrecken, auch wenn mir der Sturm fast mein Laufleibchen ausgezogen hätte 😆

Im Gegenwind stockte mir fast der Atem, Staub und Sand schlugen mir entgegen und vereinzelt rasten kleine vertrocknete Sträucher übers Feld, die mich stark an die Tumbleweeds aus amerikanischen Western erinnerten, nur halt wesentlich schneller 🙂 Mit Rückenwind flog ich nur so dahin. Nur geregnet hat es kaum.

Mit Pauken und Trompeten pustete der Sturm den Sommer und auch fast schon meinen Urlaub davon. Drei geniale Wochen gehen allmählich dem Ende entgegen und mit dem Herbst kommt jetzt meine Zeit, wenn stört da das bisschen Arbeiten? 😀