„Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen“

Dieser Ausspruch von Goethe findet seine tiefe Wahrheit für mich immer wieder über die Zeit von Weihnachten bis Neujahr. Das viele Essen, das viele Sitzen, die wenige Bewegung. In den vergangenen Jahren hat mich das immer sehr geschlaucht.

Dieses Jahr war das allerdings garnicht so schlimm. Zum einen weil die Feiertage dieses Mal kaum mehr als zwei normale Wochenenden waren, auch wenn ich zwischen den Jahren ausnahmsweise mal zwei Tage frei hatte. Zum anderen bin ich zu den Feiertagen verhältnismäßig viel gelaufen. Das Bewegung Ausgleich bringt, brauche ich auf einem Läuferblog wohl kaum noch erwähnen. Bewegung macht aber auch Appetit auf die vielen Köstlichkeiten, denen man sich zu den Feiertagen nunmal nicht entziehen kann.

Es begann mit einem befreienden Lauf am Freitag vor Heiligaband, setzte sich fort mit dem wunderbaren Lauf am Heiligabend mit -timekiller- und endete am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertages, wo wir erneut eine gemeinsame Runde drehten, diesmal von Littel aus, wo Heimo die Weihnachtsfeiertage verbrachte.

Nach diesem für mich im Moment noch recht intensiven Laufprogramm gönnte ich mir erstmal ein paar lauffreie Tage, um mein zartes Füßchen zu schonen.

Am gestrigen Sylvestertag ging es dann wieder auf Strecke, wobei ich sogar noch einen neuen Weg entdeckte, der wunderbar auf einem ehemaligen Bahndamm verläuft und fast schon Trailqualitäten besitzt.

Am heutigen Neujahrstag habe ich das neue Jahr mit einem ruhigen Lauf begrüßt. Kurz nach 13 Uhr bin ich gestartet, nachdem ich mir bis dahin das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker angeschaut habe. Die beschwingten Walzermelodien hatte ich dann fast während des gesamten Laufes im Kopf. Was zum einem für gute Laune und zum anderen für mässiges Tempo gesorgt hat :-).

Auf den Wegen an der Hunte und um die Bornhorster Wiesen versorgten sich Scharen von Spaziergängern mit der nötigten Frischluftdosis nach der Sylvesternacht und zwangen mich schon nahezu Slalom um sie zu laufen.

Ruhige Momente gab es aber trotzdem.

Enten und Gänse in friedlicher Eintracht

Der Weg, auf dem Heimo und ich uns an Heiligabend noch mühsam durch die Fluten gekämpft haben, liegt nun wieder trocken.

Guck mal, Heimo, so läuft man hier normalerweise 😉

Gleiche Stelle vor acht Tagen

Auf den letzten drei Kilometern waren die vielen Autos etwas nervig, die heute auf den sonst so ruhigen Nebenstraßen unterwegs waren. Offensichtlich waren viele Menschen schon zu Neujahrsbesuchen unterwegs.

Nichtsdestotrotz war es ein schöner Laufstart in das Jahr 2012. 16 Kilometer im 6:19er Schnitt kamen heute zusammen, knapper neuer Weitenrekord seit meinem Neustart beim Laufen.

Lauf hinein in das Jahr 2012

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18 Kommentare zu “„Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen“

  1. Das war doch mal ein herrlicher Laufstart ins Jahr 2012, lieber Volker. Zugleich sozusagen die Krönung der läuferisch gelungenen Zeit vor Weihnachten und zwischen den Jahren!

    Ich wünsche dir, dass es so weitergehen möge im Laufe des Jahres, so dass das von Verletzungen geprägte Jahr 2011 bald vergessen ist!

    Ganz liebe Grüße und für dich und dein Herzblatt alles Liebe und Gute für 2012

    Anne

    • Liebe Anne,

      wenn es im wahrsten Sinne des Wortes so weiterläuft bin ich schon sehr zufrieden. Allerdings herrscht immer noch nicht komplett Ruhe im Fuß. Deshalb danke ich Dir für die guten Wünsche und kann sie nur an Dich zurückgeben.

      Freuen für uns beide auf ein gutes, gesundes und erfolgreiches 2012, nicht nur in Bezug auf das Laufen.

      Einen guten Start in das neue Jahr, liebe Anne
      Volkr

  2. Huch, die Überschrift erschreckt ja schon etwas. War Goethe manchmal etwas depri? Ich ertrage die „schweren2 Tage immer ganz gerne und geniesse sie bewusst. Die Waage ist tabu und wie sagte einmal ein Arzt zu mir: Man nimmt nicht von Weihnachten bis Silvester zu, sondern von Silvester bis Weihnachten ;-). Aber Bewegung muß sein, da gebe ich Dir recht, sonst werde ich auch inleidlich.

    16 km im 3/4-Takt und das in einer sehr flotten Zeit. Wenn da mal nicht ein guter Start ins neue Jahr ist 🙂

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall ein wunderbares 2012!

    Liebe Grüße Elke

    • Ich verstehe die Worte Goethes nicht als Depri-Phase, vielleicht sind ihm die Tage auch einfach nur auf die Nerven gegangen. Mir geht es wenigstens so, mir schlagen die Tage nicht aufs Gemüt sondern auf die Nerven. Obwohl wir wirklich immer ruhige Weihnachtstage ohne familären Streß und Besuchsorgien haben.

      Zugenommen habe ich über Weihnachten garnicht 😀 Dem vielen Lauf sei dank habe ich sogar ein paar hundert Gramm abgenommen.

      Um den 3/4-Takt habe ich mich nicht gekümmert, sonst wäre der Lauf auch in die Hose gegangen, Takthalten kann ich nämlich überhaupt nicht 😦

      Ich wünsche Dir auch ein tolles und mit viel Gesundheit gesegnetes Jahr 2012!

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,

    etwas Melancholie steht Dir gut, aber vergiss nicht, wieder gute Stimmung zu bekommen, Du weißt ja, beim Laufen kommt die wie von selbst 😉
    Ich wünsch Dir weiter beschwingte Kilometer und v.a.viel Gesundheit während des nun angebrochenen Jahres 2012.

    Salut
    C.

  4. Lieber Christian,

    etwas Melancholie kommt in norddeutschen Wintern immer auf. Mir schlagen die Feiertage alledings auch nicht aufs Gemüt, sondern ich finde sie einfach anstrengend, des vielen Sitzen und Essen wegens. Manchmal bin ich auch etwas genervt davon.

    Gute Stimmung bekomme ich, wie heute, regelmäßig beim Laufen. Deshalb vermute ich, dass Laufen für mich garnicht so schlecht zu sein scheint 😉

    Ich wünsche Dir ein erfolgreiches, befriedigendes und gesundes Jahr 2012. Familiär, beruflich und natürlich läuferisch!

    Moin Moin
    Volker

  5. Lieber Volker,

    das liest sich schon mal sehr, sehr gut, dein Leben hat sich zum Guten gewendet, seitdem du läufst, das steht fest. Alle Voraussetzungen sind gegeben, einschließlich wunderschöner, normalerweise ruhiger Laufstrecken, aber an Feiertagen ist alles anders, besonders nach Weihnachten, wenn sie alle plötzlich entdecken, dass man sich auch bewegen kann, hauptsächlich um zu verdauen, das legt sich erfahrungsgemäß wieder, wenn die ersten Tage im Jahr ins Land gezogen sind.

    Und dann machst du eine Pause, um deine Füße zu schonen, sehr brav, sehr vernünftig, also, ich finde, das Jahr fängt gut an für dich, und ich wünsche dir, es möge bis zum 31.12.2012 zunächst so weitergehen ! 😎

  6. Liebe Margitta,

    „dein Leben hat sich zum Guten gewendet“. Das klingt einwenig so, als ob ich vorher auf die schiefe Bahn geraten wäre 😉 Nun, sportlich stimmt es vielleicht sogar ein bisschen…

    Ja, meine Ruhe werde ich bei den nächsten Läufen mit Sicherheit wieder haben.

    Eigentlich will ich nicht immer brav und vernünftig sein, aber manchmal bleibt einem nichts anderes übrig 😕

    Danke für die guten Wünsche! 😎

    Herzliche Grüße an die Ostsee
    Volker

    • Das habe ich natüüüüüüüüüüürlich sportlich gemeint, damit mit dir der Gaul nicht durchgeht und du im neuen Jahr nicht wieder mit körperlichen Macken zu kämpfen hast, die dich wegen Überlastung quälen, man kann nicht genug warnen, dafür bin ich bekannt ! 😉

  7. Spät, aber nicht zu spät auch von mir alles Gute für das neue Jahr. Die Philharmoniker im Kopf. Hoffentlich bist du nicht Walzer über den Damm getanzt 😉 Aber das lässt die genannte Zeit nicht vermuten.

    Ich wünsche Dir ein gute neues Jahr, mit allem, was dazugehört: privat, beruflich und sportlich!

    Liebe Grüße
    Rainer 8)

  8. Danke lieber Rainer! Auch Dir ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.

    Nein nein, das Tanzen habe ich mir gespart, meine Beweglichkeit beschränkt sich im Wesentlichen auf Geradeauslaufen 😉

    Was hast Du mit Deinem Blog gemacht? Drückst Du Dich etwas vor Kommentaren zu den braunen Socken? 😛

    Liebe Grüße nach Trier
    Volker

    • Du hast mich ertappt 😉

      Nein, wir haben etwas größere technische Probleme mit unserem Hausserver. In ein paar Tagen geht es weiter, dann hoffentlich auch mit einer neuen WordPress-Version. Ich kann es kaum erwarten…

  9. Pingback: Sonderkonjunktur | Deichlaeufer

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