Etwas ist neu!

Es besteht Hoffnung bei mir! Brachen bei mir bisher nach jeder Konferenz von Mutti Merkel und den 16 Landesfürsten und -fürstinnen Verzweifelung, Wut und Aggression aus, unter denen nicht zu letzt Ihr, meine werte Leserschaft, zu leiden hattet, war es heute morgen schallendes Gelächter, das sich bei mir Bahn brach.

Was die o. g. Garde da in stundenlangen Beratungen ausgebrütet hat, ist so harnebüchend, so kompliziert, so unübersichtlich und so regionalisiert, dass ich beim Durchlesen zum Ende schon nicht mehr wußte was oben gestanden hat. Wie man so einen Scheiß allen Ernstes unters Volk bringen will ist mir ein Rätsel. Ihr müst es Euch selber durchlesen, eine halbwegs schlüssige Zusammenfassung kann ich Euch hier leider nicht liefern. Wer da den Überblick behalten will, wer da Freigaben erteilen und das ganze überwachen und ggf. wieder zurücknehmen will und wie sich die Menschen vor Fehlverhalten schützen können, erschließt sich mir ebenso wenig. Die Damen und Herren sollten sich für diese Beschlüsse schämen. Wenn Mutti von einem „Konzept der Verlässlichkeit, ein Konzept des schrittweisen Vorgehens“ spricht, ist das ein Hohn, da sich noch immer alles an bestimmten Inzidenzen über einen bestimmten Zeitraum aufhängt, die unterschritten werden müssen und nicht wieder überschritten werden dürfen und somit überhaupt nichts fassbar ist.

Zugegeben mein schallendes Gelächter bleibt mir gleich wieder im Halse stecken, angesichts der Tatsache, dass unser aller Zusammenleben weiterhin eingeschränkt bleibt, die Öffnung von Sportstätten überhaupt nicht erkennbar geregelt ist und für weite Teile des Handels, der Gastronomie, der Kultur und und und weiterhin überhaupt nichts gewonnen ist.

Ich bin gespannt wie lange das noch gut geht bis das Pulverfaß in unserem Land explodiert.

Kurze Fragen zu kurzen Läufen

Während ich heute etwas länger gelaufen bin und mit 20,1 km mit Ach und Krach den zweiten 20iger in diesem Jahr voll bekommen habe, ging mir nicht nur ein gewisser „Duft“ durch die Nase …

… sondern auch eine gewisse Frage durch den Kopf. Aber zuerst noch ein paar wenige Eindrücke zum heutigen 20iger, den ich wieder komplett barfuß laufen konnte:

Was mir nun bei diesem Lauf u. a. durch die Kopf ging, war die Frage, ab wann ist ein Lauf eigentlich ein Lauf? Warum? Weil ich am vergangenen Wochenende einmal nur zum Brötchenholen gelaufen bin. An dem samstäglichen Vormittag war es kalt und ich überlegte auf welche Art und Weise ich die 1,3 km zum Bäcker zurücklegen sollte. Im Regelfall mache ich das mit dem Fahrrad, hatte aber irgendwie keine Lust aufgrund der Kälte extra Schuhe anzuziehen. Ein Spaziergang dauerte mir zu lange und das Auto kam schon einmal gar nicht in Frage. So entschied ich mich eben mal schnell in die Laufklamotten zu schlüpfen und hinzujoggen. Weil der direkte Weg eine nicht barfußtaugliche Rollsplit-Passage enthält, legte ich mit einem kleinen Schlenker schlußendlich satte 3,1 km zurück. Hin, rein zum Bäcker und wieder zurück. Mit dieser beeindruckenden Kilometerzahl konnte ich dann noch fett meine etwas maue Februar-Statistik pimpen 😀

Wenn man sich die Regeln fürs Streaken anschaut, muß man ja täglich mindestens eine Meile, sprich 1,6 km, zurücklegen. So gesehen war es schon ein „richtiger“ Lauf, mit dem Vorteil, dass aufgrund von kühler Temperatur und Kürze kein anschließendes Duschen notwendig war 🙂

Hier einmal zwei kurze Fragen zu kurzen Läufen an meine treue, laufende Leserschaft:

  • Ab wann ist für Euch ein Lauf ein Lauf, für den es sich lohnt die Laufklamotten anzuziehen?
  • Lauft Ihr eventuell auch extra nur mal um eine kleine Besorgung zu erledigen?

Ein Schmetterling und ein Schatz

Heute in der Mittagszeit flatterte ein Schmetterling, genauer gesagt ein Zitronenfalter, vor dem Haus herum. Ein Schmetterling im Februar, ich wüßte nicht, dass mir schon jemals einer zu dieser Jahreszeit begegnet ist. Es war aber mit 16 ° auch nochmal verdammt warm. So warm, dass ich meinte die diesjährige Badesaison eröffnen zu können. Nein, im Ernst, schon seit längerem liebäugelte ich damit, meine regelmäßigen Kneippkuren im Kleinen Bornhorster See einmal zu „vertiefen“ 🙂 Einfach mal ausprobieren wie es sich anfühlt und bei 16 ° brauchte ich ja wenigstens nicht beim Aus- und Anziehen zu frieren 🙂

Als ich gestern meine Laufrunde mit Torben drehte, war es noch wärmer als heute. Trotz kurz/kurz geriet ich so richtig ins Schwitzen. Wir liefen gerade an der Hunte entlang, als Torben am anderen Ufer auf dem Deich eine Kiste liegen sah. Er war der felsenfesten Überzeugung, dass es sich nur um eine Schatzkiste handeln könne. Da blieb uns nichts anderes übrig als die geplante Route zu ändern, den Fluß über die Huntebrücke zu überqueren, um auf eben diesen Deich zu gelangen. Auf dem bin ich tatsächlich noch nie gelaufen, allerdings führt er stadteinwärts auch direkt auf die Hafenanlagen zu.

Als wir bei der Kiste ankamen, war die Enttäuschung groß, der Schatz wurde offensichtlich schon geraubt und nur die leere Kiste zurückgelassen 😦 Als wir diesen Schock verdaut hatten, konnten wir aber immerhin mal eine andere Strecke genießen, u. a. über die Kaianlage vom Hafen. Da dort gerade keine Schiffe lagen, die be- und entladen wurden, trauten wir uns dort entlang und es war sogar so aufgeräumt, dass ich dort bedenkenlos barfußlaufen konnte.

Die Strecke wurde durch die Schatzsuche etwas länger und führte Torben nahe an einen Streckenrekord. Wenn das kein wahrer Schatz gewesen ist! 🙂

Leben!

Vom Grundsatz her bin ich ein Mensch, der gerne und viel alleine sein kann. Beim Laufen und überhaupt. Das ich trotzdem ein halbwegs soziales Wesen bin zeigt allerdings alleine schon dieser Blog. Das ich darüberhinaus durch Kontakteinschränkungen und die allgemeine Verunsicherung durch das allseits präsente Elendsthema leide ist auch hinlänglich bekannt. Umso schöner, dass Elke eine spontane Idee hatte, kurzfristig ein virtuelles Bloggertreffen einzuberufen. Zu acht tauschten wir uns über knapp drei Stunden über alles Mögliche und Unmögliche aus. Es war so toll! Danke an alle, die dabei waren und speziell an Elke für die Organisation und Bereitstellung der technischen Basis.

Zwei Tage später zog mich ein Handwerkertermin in meiner Wohnung in meine Lieblingsstadt. Große Lust hatte ich keine, herrscht doch auch in der Hauptstadt tote Lockdownhose. Das es trotzdem wieder einmal ganz anders kam, läßt mir jedesmal das Herz aufgehen. Johann hat mich zum Essen und Filmabend eingeladen. Es blieb beim Essen, wir hatten uns soviel zu erzählen, dass wir in der Küche hängenblieben. Da braucht es keinen Fernseher 🙂 Am Nachmittag war ich noch mit meiner Nachbarin zwei Stunden spazieren. Tags drauf war ich gerade am kochen, als aus dem Vorderhaus die Einladung zum Essen kam. Da habe ich spontan die Pfanne vom Herd genommen, noch das Rührei gemacht und mit rübergenommen zu Ulrike und Christoph, um mit ihnen einen schönen Abend zu verbringen. Am Tag drei hatte ich dann Besuch, mein Barfuß-Freund Frank kam zu mir. Zuvor hatten wir uns etwas zu essen geholt und dann gab es viel zu schnacken bei dem ein oder anderen Bierchen und Likörchen.

Nachmittags war ich noch spazieren. Das Laufen hatte ich mir gespart, ahnte ich doch schon, dass an einem unglaublich schönen Vorfrühlings-Sonntag auf dem Tempelhofer Feld die Höhle los sein wird. Es war die Höhle los, was auf dem gigantisch großen Areal aber kein Problem darstellt. Lediglich an den Zugängen war es extrem wuselig. Es wurde gechillt, spaziert, gelaufen, geradelt, gekitesurft, gesurft und getanzt. Es wurde Basketball gespielt und Tennis und Volleyball und Fußball. Obwohl es mir eigentlich schon etwas zu viele Menschen waren, habe ich die Atmosphäre einfach nur in mich aufgezogen. Soviel Aktivität und soviel gute Laune, das war nach diesen schrecklichen Winterwochen einfach nur fantastich. Einfach Leben!

So ein Tag schon im Februar, wo ich in kurzen Hosen spazieren konnte, war für alle Menschen ein echter Glücksfall.

Gerade einmal fünf Tage vorher bin ich noch im grauen Restwinter-Tauwetter in Oldenburg laufend unterwegs gewesen.

Und heute schwitzte ich erstmals aufgrund der Temperaturen:

Wenn es die letzten Tage überhaupt einen Wermutstropfen gab, dann war es das ganz Neukölln und auch das Tempelhofer Feld mit Tonnen von Split vollgeschmissen sind. Barfußlaufen kann ich da knicken und die fiesen Steinchen finden auch immer wieder den Weg in die Sandalen. Aber was kratzt mich das, wenn ich mal wieder so richtig leben konnte, nicht nur mit echten Menschen, sondern auch mit echten, guten Freunden!

Das passende Lied dazu:

The one and only

Ladies and Gentlemen, Deichlaeufer.de proudly presents: The one and only run in long pants in the winter season 2020/2021! 😀

Heute vormittag war ich für 10 Uhr mit Torben zum Laufen verabredet. Um 9:00 Uhr betrug die Temperatur noch -10 ° und Torben hat keine lange Laufhosen. Da kam auch schon eine WhatsApp-Nachricht von ihm, ob wir den Start auf 11 Uhr verschieben wollen. Mir sollte es recht sein. Um 11 Uhr hatte es dann auch nur noch – 7 ° und ich war hin- und hergerissen, ob ich die lange Hose auch auslassen solte. Ich habe mich dagegen entschieden und Torben begrüßte mich mit den Worten „Was hast du denn da für eine Schlafanzughose an?“ 😀 Ich hatte mich nämlich einfach für eine Trainingshose entschieden, weil ich lange Tights nämlich genauso gerne mag wie Oliver überhaupt Tights, also gar nicht 😆

Nun, ich hätte es auch bei einer kurzen Hose belassen sollen, binnen kurzer Zeit war mir nämlich sehr sehr warm. Oben rum hatte ich noch ein Thermounterhemd untergezogen und unten rum eben die Schlafanzughose 🙂 Dazu die Fingerhandschuhe, wo man noch so dünne Fäustlinge überstreifen kann, puuuuh. Im strahlenden Sonnenschein mit nahezu ohne Wind kam es einem nämlich überhaupt nicht wie – 7 ° vor. Lediglich die Leguanos mit dünnen Socken paßten ganz gut und ich bin wirklich überrascht welch guten Grip diese soften Puschen auf Schnee und Eis bieten. Übrigens sehr faszinierend: Torben kann in einer 6er Pace maschieren! Das streute er immer mal kurz ein, Wahnsinn!

Aber nun denn, dass war er halt eben, mein einziger Winterlauf in langer Hose, ab übermorgen soll es recht mild werden und auch erst einmal bleiben. Darum gehe ich mal ganz optimistisch davon aus, dass es nicht noch einmal so kalt wird, dass die Langen noch einmal in die Diskussion kommen 🙂

Dieses strahlende Wetter mit wenig Wind hatten wir die ganze Woche, nur nicht ganz so kalt wie heute. So gingen sich am Mittwoch sogar die ersten Barfußkilometer des Februar aus, da sich der Weg an der Hunte überraschend schneefrei zeigte und da wo noch Schnee lag, ließ es sich barfuß gut drüberlaufen. 7 der 16 km konnte ich deshalb unten ohne unterwegs sein, sogar für meine Verhältnisse recht flott mit unter 6er Pace für die gesamten 16 km. Es war aber auch einfach traumhaft schön. Darüberhinaus war auch gar nicht so viel los auf der Strecke, was wohl auch daran lag, dass man den beliebten Spaziergängerparkplatz an den Huntewiesen unverständlicherweise gesperrt hat.

Donnerstag bin ich noch einmal unbebildert mit Torben gelaufen und gestern hatte ich mir eine Laufpause gegönnt. Um aber das hammergeile Wetter nicht ungenutzt zu lassen, habe ich einen wunderbaren, acht Kilometer langen Spaziergang zum Kleinen Bornhorster See gemacht. Inklusive einem ausgiebigen Sonnenbad und jeweils einer kleinen Kneippkur vor und nach dem Sonnetanken. Klever wie ich bin hatte ich mir nämlich auf Verdacht, dass es ein Loch im Eis gibt, ein Handtuch mitgenommen 😎

Somit habe ich den sonnigen Wintertagen nahezu das Maximale abgerungen und mir ordentliche Vitamin D-Dosen gegeben 😀

Ich komme nicht umhin

… ich muß mich hier noch einmal zu Corona bzw. zur Coronapolitik äußern. Auch wenn jetzt einige wohl die Augen verdrehen. Ich nehme gerade die neuesten Beschlüsse von Mutti und den 16 Dumpfbacken zur Kenntnis.

Nun wird der Lockdown also bis zum 07.03. verlängert, genädigerweise dürfen die Friseure schon zum 01.03. öffnen und den Ländern bleibt es überlassen was sie mit Kitas und Grundschulen veranstalten.

Das es beim 07.03. nicht bleiben wird, ist aber jetzt schon sonnenklar, werden doch Lockerungen für den Einzelhandel und Museen und Galerien plötzlich von einer stabilen DEUTSCHLANDWEITEN Inzidenz von unter 35 abhängig gemacht. Das ist bis zu dem Termin doch vollkommen illusorisch. Geschweige denn, dass von Gastronomie und Hotelerie überhaupt nicht die Rede ist. Ganz nebenbei dürfen wir uns weiterhin nur mit einer Person außerhalb des eigenen Haushaltes treffen. Sport? Wer braucht denn so etwas? Weiterführende Schulen, überhaupt Jugendliche? Wen interessieren die denn?

Was sich dieses Politikerpack erdreistet ist absolut unfassbar, es gehört meiner Meinung nach inzwischen komplett vor Gericht gezehrt. Sie hat ein eklatantes Versagen beim Schutz von Altenheimen und Pflegeeinrichtungen und ein noch haarsträubenderes Versagen bei der Impferei zu verantworten, wobei unsere Kanzlerin natürlich überhaupt keine Fehler erkennen kann.

Kleine Lockdown-Historie gefällig?

Vor einem Jahr hieß es, der erste Lockdown könne nur beendet werden, wenn sich die Zahl der Infektionen nicht schneller als alle 10 Tage verdoppeln, kurz danach galten 14 Tage. In der Versenkung verschwunden. Dann kam der R-Wert von unter 1. In der Versenkung verschwunden. Dann kam der POLITISCH festgelegte Inzidenz-Wert von 50, der auch noch dem aktuell bis zum 14.02. dauernden Lockdown zu Grunde liegt. Jetzt heißt es plötzlich 35. Ach ja, alles natürlich nur wenn uns die Mutaten aus England und Südafrika nicht in die Parade fahren. Das alles unter dem Gesichtspunkt, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Dabei nur einmal nebenbei bemerkt, die Zahl der Covid-Intensivpatienten ist seit Anfang Januar um mehr als ein Drittel zurückgegangen, der Rückgang begann übrigens schon, bevor die Infektionszahlen zu sinken begannen.

Wenn diese Mutanten nicht das absolute Grauen bringen sollten und sich der Indiz irgendwann tatsächlich einmal bei 35 einpendeln sollte, werden wir wahrscheinlich die nächsten Mutanten aus Ostfriesland, dem Odenwald, aus Wanne-Eickel oder dem Kongo haben. Sollten die auch nicht eintreten, muß der Indiz halt bei -10 liegen.

WIR WERDEN VERARSCHT WO WIR DANEBEN STEHEN!

Nur mal ein paar wahllos aufgelistete Einzelheiten, ohne ansatzweise Anspruch auf Vollständigkeit:

41 % der Bremer Einzelhändler fürchten die Pleite, wenn der Lockdown über den Februar hinaus geht.

90 % der Corona-Toten in Schleswig-Holstein und 86 % in Hessen sterben in Alten- und Pflegeheimen. Das Durchschnittsalter der Coronatoten liegt mit 84 Jahren über der allgemeinen Lebenserwartung in Deutschland. Die die nicht sterben, vereinsamen, wegen Besuchsverboten, weil man es monatelang versäumt hat Besucher und Mitarbeiter dieser Einrichtungen mittels Schnelltests zu testen.

Unsere Politik handelt mit der Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken sogar gehen die Expertise ihres ach so hochgelobten Robert-Koch-Instituts. Ebenso tat sie dies schon bei der Schließung der Gastronomie vor knapp 4, in Worten VIER, Monaten.

Die Entwicklung eines Impfstoffs wurde mit aberwitzigen Milliardensummen gefördert. Die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung einer Covid-Erkrankung droht an mangelndem Geld zu scheitern oder verzögert sich dadurch zumindestens.

Und immer noch befürwortet angeblich eine große Mehrheit die Fortsetzung des Lockdowns. Ich möchte mal wissen wen die fragen. Den von der Pleite bedrohten Einzelhändler? Die Gastronomen, die ebenso vor dem Aus stehen? Alle Menschen, die quasi mit einem Berufsverbot belegt sind, wie Künstler, Kosmetiker, Beschäftigte der Veranstaltungs- und Messebranche usw. usw.? Millionen mit verminderten Einkommen kurzarbeitende Menschen? Überforderte Familien in prekären Wohnsituationen? Vereinsamende Menschen? Soziologen, Psychologen, Ökonomen, die alle als Experten nicht gehört werden?

Es ist etwas faul im Staate und stinkt gewaltig zum Himmel. Jeder Anflug von Hoffnung wird durch unsere Politiker zu Nichte gemacht. Sie redet davon uns Perspektiven zu geben und tut genau das Gegenteil. Mit jeder Verlängerung des Lockdowns verspielt und enttäuscht sie mehr Vertrauen. Wie lange soll dieser Irrsinn noch gehen? Wann platzt den Menschen der Kragen damit sie den Politikern endlich an den selbigen gehen?

Selbst unser renommierter ehemaliger Präsident des Verfassungsgerichts Papier beklagt, dass er sich nie hätte vorstellen können, wie weit unsere Grundrechte ohne Einschaltung der Parlamente eingeschränkt werden können. Ein Konstrukt wie es seit einem Jahr unser Leben bestimmt, ein Gremium aus Kanzlerin und Ministerpräsidenten, ist im Grundgesetz explizit nicht vorgesehen.

Die Justiz hat kaum Handlungsmöglichkeiten, weil sich die Verordnungen (von Gesetzen reden wir gar nicht erst) schneller ändern, als Richter und Rechtsanwälte handeln können.

Ich bin verzweifelt, wie eine Politikergarde, die nicht mal in der Lage ist die simpelsten Dinge, wie einen Nutri-Score für Lebensmittel durchzusetzen, und Millionen für Beraterverträge und eine angebliche Autobahnmaut in den Sand setzen, die sehenden Auges über Jahre unser Gesundheitssystem an die Wand fährt, unser Land in die Grütze reitet und dabei mit unglaublicher Arroganz meint uns mit einem minimalen Expertengremium richtig durch diese Pandemie zu führen. Ich bin verzweifelt, weil die Politik nicht ansatzweise bereit ist einen Plan B oder C zu verfolgen.

Ich bin verzweifelt, dass es kein Aufbegehren in der Bevölkerung gibt, dass anerkannte Experten mit anderer Meinung im höchsten Maße diskreditiert werden, dass Poltik und Medien seit einem Jahr unwidersprochen Angst und Schrecken verbreiten, dass sich niemand traut diese Politik anzuprangern, weil man immer noch sofort als Corona-Leugner und Covidiot abgestempelt wird.

Ich bin verzweifelt, weil ich schon ein Jahr lang massiv in meinem Leben eingeschränkt bin und einfach kein Ende absehbar ist.

Noch geht`s

… in kurzen Hosen. Findet auch Torben. Allerdings sind ca. – 2 ° nun auch wirklich nicht sooo kalt, zumal es zum heutigen Lauf keinen nennenswerten Wind gab. Allerdings war meine Schuhwahl wieder daneben. Ich hatte nach einer Ewigkeit mal wieder die V-Trails plus Zehenzocken rausgekramt. Dabei dienten die Zehensocken nicht als Kälte- sonders als Scheuerschutz gegen Blasen, da ich die FiveFingers einfach nicht mehr gewohnt bin. Schon nach 100 m, beim Überqueren der Straße mit ihrem Schneematsch, waren die Füße naß. Da hätte ich auch wieder die Sandalen anziehen können, zumal auch meine Fersen von der befremdlichen Umhüllung nicht sonderlich begeistert waren. Immerhin blieben die Füße diesmal warm 😎

Etwas anstrengender ist das Laufen auf und im Schnee ja schon, aber zum Glück nicht durchgehend so tricky wie die Treppe von der Huntebrücke hinunter zum Deich. Aber das Winterwonderland entschädigt doch für alles 🙂

Nicht so schlimm wie befürchtet

… fielen bei uns in Oldenburg bislang der lang angekündigte Sturm und Schneefall aus. Trotzdem bin ich gestern mit gut 20 km etwas auf Vorrat gelaufen. Das war auch gut, Schnee, eisiger Wind und – 6 °, gefühlt im zweistelligen Minusbereich, hätten mich heute trotz nicht ganz so großer Heftigkeit nicht unbedingt zum Laufen nach draußen gelockt.

Bilder habe ich diese Woche nur bei meinem Lauf am Mittwoch gemacht. Bei kräftigem Tauwetter und teilweise ebenso kräftigen Regen, wurde der Lauf zu einer recht nassen Angelegenheit und führte über Kilometer durch Schmelzwasser- und Regenpfützen. Mein geplanter Kneippgang im Kleinen Bornhorster See mußte aber wegen noch geschlossener Eisdecke ausfallen.

Vom heutigen Schneesturm-Sonntag ein paar kleine Eindrücke vor und während eines Spaziergangs mit Jens, ein Wetter bei dem man sogar den Schneemann reinholt und froh ist, dass die Heizung läuft (Bild von „unserem“ Fernwärmekraftwerk)

Zum Abschluß noch ein kleines Video, das zeigt, dass es doch ein kleines Bisschen windig ist:

Kalte Füße und dem Husten auf der Spur

Nach meinem Traumwinterlauf vom Samstag hatte ich am Sonntag in einem unerklärlichen Anflug von Mimimi plötzlich das Bedürfnis Schuhe für meinem gemeinsamen Lauf mit Torben anzuziehen. Gewählt hatte ich dazu meine schwarzen Leguanos, die ich, bei entsprechender Notwendigkeit, auch im Alltag trage. Einen Vorteil haben die Leguanos auf jeden Fall, sie bieten mit ihrer noppigen Sohle guten Grip auf glattem Untergrund. Trotzdem bereute ich es bald sie angezogen zu haben, wurde mir in den Dingern doch nach einiger Zeit sowas von warm. Das kehrte sich allerdings etwas später ins Gegenteil um, als die Leguanos im teilweise vorhandenen Schneematsch naß wurden, wurde auch den Füßen, genauer gesagt den Zehen, etwas kalt.

Vereisten Nebenstrecken und Spaziergängermassen ausweichend, hatten wir einen Kurs durch die Innenstadt und den Hafen gewählt. In der Fußgängerzone konnten wir bei der Gelegenheit auch überprüfen, ob in der fast menschenleeren Innenstadt auch am Sonntagnachmittag brav die Masken getragen wurden. Wurden sie zum überwiegenden Teil! 🙄

Als ich nach gut 11 km wieder zuhause war, machte ich mich noch in Laufklamotten daran mein Auto schon einmal aus seinem Schnee- und Eisregenpanzer zu befreien, da ich es am nächsten Morgen brauchte. Die nassen Leguanos tauschte ich zügig gegen Flipflops um wieder warme Füße zu bekommen 🙂 Schlußendlich brauchte ich eine gute halbe Stunde um mein Gefährt frei zu bekommen, wobei mir immer wieder Schnee und Eis auf die Füße fiel, was für ein herrliches Gefühl 😀 Kalt? Ja, den Händen in den Handschuhen 🙂

Die Leguanos trug ich auch heute. Ich hatte einen Termin zur Magenspiegelung im Krankenhaus (was mir am Vortag erstmalig einen PCR-Test bescherte). Nach dem ich als jungerer Erwachsener zweimal eine Magenspiegelung bei vollem Bewußtsein erlebt habe, ein absolutes Grauen, ließ ich mich dieses Mal in eine kurze Narkose versetzen. Nach der Spiegelung durfte ich dann in einem Aufwachraum zusammen mit einer jungen Frau wieder munter werden und hatte dabei in den Leguanos schon wieder kalte Füße, so dass ich sie ausgezogen habe, danach waren die Füße fix wieder warm. Nebenbei konnte ich durch die offene Tür auf den Arbeitsplatz der Schwestern schauen, dort zeigte ein Monitor die Herzfrequenz von der jungen Frau und von mir an. Während ihr Herz gut 90ig mal die Minute schlug, pulste ich im mitterlen 40er-Bereich und die Pulslinien sahen krass unterschiedlich aus. Da scheint die Lauferei offensichtlich doch etwas zu bringen 🙂

Fazit: Schuhe bedeuten bei mir immer noch kalte Füße, dass bestätigt sich bei jeder der recht seltenen Gelegenheiten, zu denen ich welche trage. Und durch die Magenspiegelung ❗ steht nach Jahren endlich die Ursache für meinen chronischen Husten fest und der kann jetzt auch behandelt werden. Hurra!

Winter, heut hab ich dich tanzen gesehen

Grundsätzlich vermisse ich den Winter ja nicht. Wenn er aber schon ein paar Jahre nahezu komplett durch Abwesenheit glänzte, bin auch ich ganz verzückt, wenn es, wie gestern, einmal einen ganzen Tag lang schneit und die weiße Pracht auch liegenbleibt. Da geht es mir wie im folgenden Lied besungen:

Als es anfing zu schneien hatte es zuerst noch nicht gefroren und der Schnee wollte noch von nassem Grund weggeschoben werden, was selbst meinen Kummer gewohnten Füßen etwas zu kalt war und mich zu Flipflops greifen ließ. Zwischendurch hatte es auch einmal geeisregnet, dann aber kam nur noch Schnee und es fing an zu frieren, was ein spätabendliches Nachräumen wesentlich angenehmer machte 🙂

Heute strahlte dann die Sonne vom blankgeputzten Himmel. Das ich bei diesem Wintertraum laufen gehen mußte, war natürlich klar. Ich zog die Trail-Luna Osos an die Füße und los ging es erstmal über geräumte und nicht geräumte und vielfach mit Salz oder Granulat gestreute Fußwege. Die schmalen Straßen ohne Fußwege wirkten leider als würde der Schnee schon ein paar Tage liegen, vereist und holperig, wie angetaut und wieder gefroren. Aber die Osos boten guten Grip.

Das es auch Eisregen gegeben hatte, sorgte teilweise für kristallene Baumkronen, Büsche und Zäune. Zusammen mit dem Schnee bot sich eine hier lange nicht mehr gesehene Traumlandschaft. Der Nachteil vom Eisregen war, dass er den Schnee verharscht hat und dieser deshalb nicht wirklich zum Barfußlaufen taugte. Ausprobieren mußte ich es natürlich trotzdem und so gelang mir der erste Barfußschneelauf meines Lebens. Zwar nur auf 1,1 km, dann wurde das ganze leider doch etwas schartig, aber immerhin.

Ansonsten war viel los, massenhaft Spaziergänger, Kinder rodelten den Deich hinunter, mitten im Nirgendwo war ein Schneemann gebaut worden und sogar Ski-Langläufer waren auf meiner Leib- und Magenstrecke unterwegs. Es gab viel zu gucken und die Leute hatten mit mir viel zu gucken, mit zwei Mountainbiker ergab sich sogar ein kurzes Gespräch. Es war so schön das alles auf sich wirken zu lassen und all die Betrübnis dieser Zeit war einfach mal wie weggeblasen, für eine gewisse Zeit eine andere Welt.

Ich bin 17 km durch den Schnee gelaufen, die Temperatur lag so bei ein bis zwei Grad minus und es war kaum Wind. Zudem war ich mit einer 6:05er Pace noch gar nicht einmal so langsam unterwegs für diese ungewohnte Wegeverhältnisse 🙂

Wieder zurück erwachte dann noch das Spielkind in mir, auch wenn ich zum Glück die Kamera nicht getroffen habe 😆 Angeblich sollen wir Männer ja eh nie richtig erwachsen werden, da könnte durchaus etwas dran sein 😛