Aufhellungen

Nach einigen Tagen Flucht in meine Lieblingsstadt bin ich Donnerstagabend wieder nach Oldenburg zurückgekehrt. Die Tage in B waren nicht so wohltuend wie ich es sonst kenne. Aufhellungen waren aber die Treffen mit Freunden, die waren wirklich Balsam für die Seele. Allerdings gab es an meinem Abreisetag auch aus diesem Kreis noch eine schlechte Nachricht. Das Leben ist einfach nicht fair.

Zu den Treffen mit Freunden gehörte auch, dass mich Manfred und seine Frau Eka zu Kaffee und Kuchen besucht hatten. Erstmalig kam dieses Treffen in Berlin und nicht am Dümmer See zustande. Auch wenn die Zeit viel zu kurz war, war es einfach nur schön, dass die beiden da waren. Skandalös ist nur, dass wir ein Selfie vergessen haben. Das fiel ausgerechnet der Nichtbloggerin Eka ein, nachdem sie schon wieder im Hotel waren.

In Berlin bin ich nicht gelaufen und habe auch sonst außer den Freundestreffen nicht viel unternommen. Deshalb bin ich heute erstmals seit dem 04.10. wieder laufen gewesen. Allmählich beginnt der herbstliche Farbenrausch …

… und allerlei Viechzeug begegnete mir an der Strecke.

Verwaist war leider die Weide der schönen Galloway-Rinder.

Archivaufnahme aus September

Das ruhige, fast windstille mit 11° angenehme Herbstwetter animierte mich auch noch einmal zu einem kurz Bad im Kleinen Bornhorster See. Die Wassertemperatur war noch erstaunlich gut auszuhalten. Witzigerweise war mir nur an den Oberarmen kalt.

Bevor ich aber anfing auszukühlen ging ich nach knapp 10 Minuten aus dem Wasser und lief zurück nachhause.

Insgesamt lief ich 8,2 km hin und zurück zum/vom See, die einfach nur eine Wohltat waren, inklusive des Bades. Eine wahre Aufhellung, fast schon wie etwas Sonnenschein, der beim Lauf leider nicht dabei war.

Sportliche Höchstleistung

Zu erst möchte ich mich bedanken. Bei allen, die mir nach meinem letzten Beitrag Zuspruch gegeben haben, über die Kommentare oder auf anderem Wege. Es hat mir sehr gut getan und ich habe mich inzwischen wieder gefangen. Meine Gefühlswelt schwankt aber alle paar Minuten sehr stark zwischen kämpferisch und Kopf in den Sand stecken.

Einen Kommentar möchte ich allerdings von meinem Dank ausdrücklich ausschließen, nämlich diesen hier:

„dann impf dich halt du vollidiot ………“

Ich weiß zwar nicht, was mein Beitrag mit dem Thema Impfen zu tun hatte, aber das weiß der knuddelig, symphatische Zeitgenosse, dessen Kommentar ich dann doch lieber gelöscht habe, wohl selber nicht. Vielleicht möchte ihn ja jemand fragen, deshalb unten stehend einmal seine „Name“, der sich aber sicher auch auf Depp reduzieren läßt, und seine E-Mail-Adresse.

Momentan fällt es mir schwer mich zu konzentrieren und so kam es einer sportlichen Höchstleistung gleich, heute so etwas Simples wie zwei Online-Überweisungen durchzuführen. Der Alltag kann wirklich eine immense Herausforderung sein. Aber auch das wird sich wieder geben.

In Sachen Laufen habe ich mich gestern durch Torben (der sonst ja lieber Kurzstrecke) läuft, zu einem etwas flotteren Zehner hinreißen lassen. Fand meine Ferse nicht so toll. Aber es war gestern einfach so eine geniale Abendstimmung, da konnten wir nicht anders. Außerdem erlebe ich es auch nicht alle Tage, dass Torben sich vor mir zu Boden wirft, um zwei schöne Gegenlichtaufnahmen von mir zu machen 🙂

Ihr seht, es ist noch etwas Leben in mir drin. Hatte ich schon Danke gesagt? Danke nochmals!

Alles zurück auf Anfang

Zuerst das Positive: Auch kurze Läufe können durchaus Spaß machen, auch wenn selbst diese im Nachhinein nicht ganz beschwerdefrei blieben. Meine zwischen fünf und sechs Kilometer langen Läufe haben bislang allein deshalb Spaß gemacht, da ich sie aufgrund ihrer Kürze wirklich super locker angegangen bin und dadurch auch etwas zügiger unterwegs sein konnte.

Das war es aber leider auch an positiven Meldungen. Die erste etwas negative ist, dass es mir für meine Schwimmübungen langsam zu kalt wird. Die Wasseremperatur ist zwar noch nicht so das Problem, aber kühles, windiges und teilweise regnerisches Wetter macht die Gesamtprozedur mit An- und Ausziehen und im Wasser nicht wirklich durchschwimmen können doch etwas schattig.

Aber die eigentlich negative Meldung ist, dass ein einziges Ereignis am heutigen Tag gereicht hat, um meine fragiles, über Monate mühsam aufgebautes und erhaltenes psychisches Fundament komplett zu zerstören. Dieses Ereignis kam aus einem Bereich, von dem sich langjährige Leser sicher denken können, welcher es ist.

Wenigstens stand ich nach diesem Ereignis kurz vor der Wahl mich von meiner berühmten Huntebrücke zu stürzen oder mich selber in eine psychatrische Klinik einzuweisen. Mein Hausarzt (bzw. dessen Vertreter) wußte aber erst einmal beides zu verhindern.

Fakt ist das mein Aufwärtstrend der letzten Wochen jäh gestoppt ist, meine Hoffnung darauf nach u. a. wunderschönen Urlaubswochen meine Antidepressiva in den nächsten Wochen absetzen zu können ist hinfällig. Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Eines nur ist gewiss: Es gibt Menschen, denen ich es nicht antun kann, sie alleine zu lassen und es gibt andere Menschen, die es nicht wert sind, dass ich wegen ihnen meine Leben hinschmeiße.

Ich hoffe, dass ich Euch, meine lieben Leser, jetzt nicht allzu sehr erschreckt habe. Es gibt für alles eine Lösung, auch wenn sie sich mir augenblicklich noch nicht offenbart. So weiß ich ja auch, dass ich auf einen Großteil von Euch zählen kann.

Bestätigt

Vorgestern hatte mein Physio und Osteopath Zeit (selbst ihn darf ich nicht mehr ohne Schnelltest aufsuchen, was für ein kranker Wahnsinn). Grundsätzlich ist meine körperliche Bruchbude und speziell das Fundament, sprich das untere Gebälk in Ordnung. Kein orthopädisches Problem, keine Entzündung. Allerdings bestätigte sich, was ich mir selber schon vor einigen Wochen gedacht hatte, es herrscht depriverursachte (Ver-)Spannung in der besagten Bude. Das wiederum hat Auswirkung auf den gesamten Bewegungsapparat und führt beim Laufen schlußendlich zu den Problemen in den Achillesfersen.

Lösung: Dehnen, Entspannen, Schwimmen und nur so lange laufen wie es schmerzfrei möglich ist, sprich so gerade mal fünf bis sechs Kilometer. Na, dass sind ja immerhin schon fünf bis sechs Kilometer mehr als gar nicht laufen.

Gestern hatte ich das zusammen mit Torben gleich in die Tat umgesetzt und damit die fünf Kilometer trotzdem einen gewissen Reiz hatten, hatte es im Strömen geregnet 😀 Trocken war es heute, als ich nach ein paar Tagen mal wieder im See war, wo diesmal sogar nichts klappte. Aber in mir ist eh schon der Entschluß gereift, dass ich dann, wenn ich wieder normaler Teil der „normalen“ Gemeinschaft sein darf ohne dabei zu verarmen, einmal Unterricht in Sachen Kraulen nehmen werde. Bis dahin laufe ich erstmal Kurzstrecke und hoffe weiterhin auf ein paar warme Herbsttage zum Schwimmen (wobei mein Physio sagt, ich solle nicht nur kraulen sondern auch mal Brustschwimmen).

Also weiter geht`s auf kleiner Flamme. Immerhin geht es mir psychisch so gut wie schon lange nicht mehr. Der Urlaub hat gut getan und seitdem ich zusammen mit ein paar Millionen anderen politisch zum Menschen zweiter Klasse abgestempelt wurde, hat sich bei mir irgendwie ein Schalter umgelegt und ich fühle mich einigermaßen wohl in dieser Rolle des Außenseiters, Unsolidarischen, Bekloppten oder was auch immer.

Der Herbst wird in vielerlei Hinsicht spannend.

Fortgang und Niedergang

Unser Urlaub setzt sich fort und die zweite Woche war im Wesentlichen von Inaktivität geprägt. Wir haben nichts großartiges unternommen sondern die Woche gechillt vor sich hin plätschern lassen. Ausnahme: Das Auto mußte mit einem platten Reifen in die Werkstatt, nun steht es schon auf den Winterreifen und die Werkstatt beschafft in Ruhe den passenden Ersatz für den kaputten Sommerreifen. Winterreifen… im September zwar etwas früh, aber man erkennt wohin die Jahresreise geht. Diese Woche hatte aber noch richtig schöne Tage …

… allerdings auch schon solche:

Dem Fortgang der Urlaubserholung tut dies aber keinen Abbruch, dem Niedergang meiner sportlichen Aktivität wirkt es aber auch nicht entgegen. Seit dem wunderbaren Lauf mit Catrina und Kai bin ich nicht mehr gelaufen. Ich warte dringlich darauf, dass mein Physio Zeit für mich hat. Außerdem hatte mir an unserem letzten Tag in Berlin eine Wespe in den Knöchel vom linken Fuß gestochen und es dauerte fünf Tage bis sich der Fuß vom Klumpfuß wieder auf Normalmaß zurückverwandelt hatte. Hingegen nutze ich noch fast jeden Tag um das Kraulen bzw. das Atmen dabei zu üben. So richtig habe ich den Bogen leider immer noch nicht raus und nach ein paar Zügen am Stück endet mein Koordinationsvermögen aus Kraulen, Beinschlag und Ein- und Ausatmen zum richtigen Zeitpunkt. Dabei sieht es doch eigentlich schon sooooooo perfekt aus 😀 :

Und meine Ruhe habe ich beim Üben inzwischen auch weitestgehend, die Badegäste verschwinden, es sind nur noch vereinzelnd Schwimmer im Wasser und die Horden von Hundebesitzern erobern sich den kleinen Strand zurück. Auch die Ketten, die den Nichtschwimmerbereich begrenzen, sind in dieser Woche abgebaut worden, was gut für mich ist, so schwimme ich da wenigstens nicht mehr rein 😆

Heute war ich gar schon ganz alleine im Wasser, während die Spaziergänger bei ostwindigen 15° teilweise schon dick angezogen unterwegs waren. Da die Nächte schon recht frisch werden, bin ich gespannt, wie lange ich noch meine 15 – 20 Minuten im Wasser aushalte. Dann hat es sich mit dem Schwimmen nämlich leider erst einmal erledigt. In den Schwimmbädern gilt 3G, das kostenlose Testen endet in Kürze und man MUSS sich elektronisch via Luca- oder CoronaApp einbuchen. Beides nutze ich nicht. Zumal ich auch einen Widerspruch daran sehe, dass man keine Wertsachen mit ins Schwimmbad nehmen soll, was angesichts häufig verbogener Spindtüren auch seine Berechtigung hat, aber das Smartphone dann zwingend dabei haben muß.

So sehe ich sportlich einem gewissen Niedergang entgegen. Meine Hoffnung in Bezug auf das Laufen besteht in schneller Hilfe durch meinen Physio und die Hoffnung in Bezug auf die Fortsetzung meiner Schimmübungen in einer Einsicht unserer Politiker auch unser Land zur Normalität zurückkehren zu lassen (natürlich ist die Hoffnung nicht groß, haben unsere Volksvertreter doch ab nächsten Sonntag erst einmal genug damit zu tun, sich zu irgendeinem neuen Gängel-Haufen zusammenzuraufen). Leider ist das nächste Schwimmbad im freien Holland mit ca. 90 km doch etwas zu weit entfernt 😦 Ansonsten: Das nächste Frühjahr kommt bestimmt und dann fange ich halt noch einmal von vorne an.

Ab morgen geht unser Urlaub in sein letztes Drittel und wir haben noch einiges auf dem Plan, was wir gerne erledigen wollen. Das torpediert leider auch meine Idee die letzten Urlaubstage noch einmal in Berlin zu verbringen. Man kann nicht alles haben, ich möchte ja entspannt bleiben. Auch wenn ich fürchte, dass es in Bezug auf körperliche Aktivtität in den kommenden Zeit schon zuviel Entspannung geben wird :-/

Wie im Süden

Die letzten neun Tage waren wunderbar. Am Freitag letzter Woche begann mein Urlaub, Jens mußte noch bis Samstag warten, und gleich an diesem Samstag startete der Urlaub mit einem Highligt. Catrina und Kai waren im Norden Deutschlands und statteten auch Oldenburg einen Besuch ab. Kai ist in und um Oldenburg aufgewachsen und pflegt hier noch Freundschaften. Das die Beiden trotz strammen Besuchsprogramms noch Zeit für einen gemeinsamen Lauf gefunden hatten, rechne ich ihnen hoch an und so standen sie am Vormittag bei mir vor Tür um eine Runde zu drehen. Catrina wollte gerne den Kleinen Bornhorster See sehen, wo ich ja fleißig das Kraulen übe, und ich wollte ihnen doch gerne die Bornhorster Wiesen und die Hunte zeigen. Beides zusammen führte zu einer 17 km langen Strecke.

Es war ein toller Lauf, wir hatten uns viel zu erzählen und es wirkte -wie eigentlich immer bei solchen Treffen- als würden wir uns schon länger kennen. Die Hunte hatte sogar eine spezielle Überraschung für uns parat, die Kai mit scharfem Auge gesehen hatte. Ein Seehund oder eine Kegelrobbe war in ihr unterwegs, obwohl weder der eine noch die andere dort etwas zu suchen hat. Leider zeigte sie sich nur kurz und es ließ sich nicht genau klären, welche Spezies da genau unterwegs war. Das Wetter war perfekt, wechselnd wolkig, mäßig warm und kaum Wind. Durch den Besuch aus der Schweiz fühlte ich mich aber wie im Süden 😎 Danke Catrina und Kai, dass Ihr da. Es war mir eine riesen Freude.

Tagsdrauf ging es für Jens und mich in den Urlaub. Eigentlich hätten wir einen Ferienhaus-Urlaub in Dänemark machen wollen. Da man ein Ferienhaus aber lange im Voraus buchen muss und wir nicht wussten, ob uns Corona in die Parade fährt, haben wir davon Abstand genommen. Sehr schade, weil die Dänen fünf Tage vorher in ihrem Land zur Normalität zurückgekehrt sind und wir dort hätten einen Urlaub verbringen können in einer Art und Weise wie man es einmal normales Leben nannte, ohne Tests, Maskenmumpitz und den all anderen Irrsinn.

Egal, das war halt nicht zu ahnen und so sind wir stattdessen in mein Domizil nach Berlin gefahren, wo wir in den eigenen vier Wänden leben konnten wie wir wollten. Immerhin war uns das Wetter gewogen, es erwarteten uns sonnige und warme Tage wie im Süden bis fast zum Schluß. Leider streikte in meiner Wohnung zu Anfang das Wlan, so dass ich das schöne Erlebnis mit Catrina und Kai nicht sofort posten konnte. Auf der anderen Seite war es auch ein Wink des Schicksals und deshalb machte ich aus der Not eine Tugend und einmal für acht Tage Pause mit dem Blog und auch mit dem Bloglesen (Ich hoffe Ihr seht mir das nach, also das Nichtlesen bei Euch meine ich 🙂 )

Da Jens nicht so der große Berlin-Freund ist, hatte ich ihm Ausflüge ins Umland versprochen und gleich am Tag nach unserer Ankunft ging es los mit dem Park Sans Souci. Bei Kaiser… pardon Königswetter vermittelte der Park, speziell im Bereich der Orangerie mit ihren vielen Palmen, nahezu mediterranes Flair, getoppt natürlich noch vom Schloß Sans Souci selber.

Am nächsten Tag standen Köpenick und Müggelsee auf dem Programm.

Uuuund der nächste Park, Park Bavelsberg mit gleichnamigen Schloß. Das Wetter: Der Hammer.

Am Freitag dann verließ uns das Wetterglück, zwar immer noch warm, wurde es gewittrig und der Besuch des Sowjetschichen Ehrenmals im Treptower Park wurde zur nassen und auch schnellen Angelegenheit. Aber immerhin stand mir nicht das Wasser in den Schuhen 😛

Abends war es denn wieder trocken und herrliche Wärme bis tief in die Nacht ließ uns doch einmal das Zentrum aufsuchen um das Festival auf Lights auf uns wirken zu lassen. Viel bunt, aber auch sehr schön. Nur die vielen Menschen war man nach den trüben Pandemiezeiten so gar nich mehr gewöhnt 🙂

Am letzten Tag erwischte uns auch auf dem Tempelhofer Feld ein kräftiger Schauer, aber wir fanden zum Glück Unterstand im Urban-Gardening-Bereich.

Am Abend dann noch ein Treffen in meiner Stammkneipe mit befreundeten Stammgästen unseres Stammrestaurants in Oldenburg, die am selben Tag in Berlin angekommen waren. Am Sonntag ging es zurück nach Oldenburg.

Damit war die erste unserer drei Urlaubswochen vorbei. Wenn auch Berlin und sein Umland Dänemark nicht ersetzen können, den Süden konnten sie ersetzen und wir hatten eine wirklich gute Zeit.

(Sorry für die Länge des Posts und die Bilderflut, ich konnte nicht anders 😙)

Du stellst Dich gar nicht so dumm an

… Mit diesem Lob adelte mich heute morgen Torben, nachdem ich mit ihm das erste Mal im Freibad gewesen bin. Im Freibad, das sich gerade mal ca. einen Kilometer von meinem Zuhause entfernt befindet und in dem ich den 20 Jahren, die ich jetzt in Oldenburg lebe, noch nie gewesen bin.

Weil ihm das Wetter zum Laufen zu schlecht war, schrieb mir Torben gestern sehr bestimmend, dass wir heute schwimmen gehen. Da bin ich noch vom Kleinen Bornhorster See ausgegangen, Torben wollte aber ins Schwimmbad und ich ahnte Schlimmes. Dort sollte ich dann nämlich mal kraulen und nach ein paar Zügen sagte er mir, dass er nicht genau erkennen könne, was für ein Schwimmstil das sein solle 😳 Beim Brustschwimmen sah das zwar schon besser aus, aber er sagte, dass ich ja kraulen lernen wollte.

Torben stellt sich als guter Schwimmlehrer heraus und er nahm mir ruckzuck, das Unbehagen davor mit dem Kopf unterzutauchen. Mit Gesicht unter Wasser und angehaltenem Atem lernte ich von ihm dann die ersten richtigen Kraulzüge und es funktionerte nach einigen Korrekturen wirklich gut. Auch das Ausatmen unter Wasser bekomme ich schon hin. Was noch fehlt ist die schwierigste Disziplin, das Einatmen im richtigen Moment. Das haben wir heute nur ganz kurz angerissen.

Nichtsdestotrotz bin ich nach der heutigen Dreiviertelstunde richtig happy, dass die ersten Schwimmzüge unter professioneller Anleitung so gut geklappt haben. Auch wenn mir mein Gepaddel im Kleinen Bornhorster See in Sachen Kraulen nichts gebracht hat, so habe ich über die letzten Wochen dort immer etwas ein Gefühl fürs Wasser entwickelt. Wenigstens das kam mir heute zugute. Bedauert habe ich gegenüber Torben nur, dass wir jetzt erst so spät erste Mal ins Freibad gegangen sind. Offiziell endet die Freibadsaison nämlich schon am 12.09., wenn sich nicht noch schöneres Wetter einstellt, dann könnte sie noch verlängert werden. Aber besser spät als nie und vielleicht kann ich das Ganze ja auch noch im Hallenbad fortsetzen. Nach heute habe ich nämlich die Ahnung, dass mir das wirklich Spaß machen könnte 🙂 Schließlich äußtere Torben schon die Sorge „Nicht das Du noch besser wirst als ich“. Hahahaha, wenn ich sehe wie irre schnell und elegant er durchs Wasser pflügt, braucht er in diesem Leben sicher keine Angst davor haben 🙂 Ich muß es ja wirklich überhaupt erstmal lernen.

Ansonsten hielten sich meine sportlichen Aktivitäten diese Woche in Grenzen. Einmal war ich noch um die 23 km mit dem Fahrrad unterwegs und bin einmal zum Kleinen Bornhorster See geradelt und habe dort etwas „gepaddelt“. Gestern bin ich nach eineinhalb Wochen eine kurze Runde laufen gewesen. Das war auch schön. Die Lichtstimmung war bezaubernd und die 8,6 Barfußkilometer ein Genuß.

Das Schönste: Nach dem gestrigen Lauf und dem heutigen Schwimmen ist die bleiernde Depression, die die ganze Woche auf mir lag, abgefallen. Wahnsinn, Sport macht einfach glücklich ❗

Da damm da damm da damm

Samstag, viel Zeit, mäßig warmes, wechselnd bewölktes Wetter. Perfekte Bedingungen für einen langen Lauf. Aber halt! Einen lang Lauf mit angefressenen Achillesfersen, den wollte ich mir dann doch nicht antun. Also ab auf`s Rad. Kurz überlegte ich das einstmals für diese Zwecke angeschaffte Rennrad aufzuklaren, aber ich wollte eigentlich ne ganz gechillte Runde drehen, außerdem kann ich auf dem Rennrad nicht barfuß radeln. Also rauf auf meine Alltagsmöhre und ab dafür.

Rüber über die Huntebrücke, durch Iprump nach Neuenhuntorf …

… dort erwartete mich absolutes Strand(korb)feeling 😀 :

Weiter gings mit Naschpause 🙂 :

Apropos Naschen, Kuchen ist nie weg, zusammen mit einer Fruchtbuttermilch 🙂 :

Strand(ohne Korb)feeling zum Zweiten an der Weser:

Dann Huntesperrwerk, Oldenburgs Versicherung gegen Sturmfluten, kurz vor der Einmündung der Hunte in die Weser:

Elsfleth:

Rückweg:

Warum jetzt der Titel „Da damm da damm da damm“? So einige Kilometer gingen über wunderbar verkehrsarme Nebenstrecken, die vielfach noch aus Betonplatten bestanden, über deren Fugen ich mit einem melodischen Da damm da damm da damm hinwegradelte. Das erinnerte mich an Autoreisen in meiner Kindheit, als viele Autobahnen ebenfalls aus solchen Betonplatten bestanden, ebenso wie die Straßen auf Sylt. Da damm da damm da damm. Das hat für mich etwas sehr vertrautes und erinnert mich ans Reisen.

Das paßte also ganz gut zu meiner gut 70 km langen Tour, die ich gechillt mit meistens so um die 22 km/h dahingeradelt bin. Eine wirklich schöne Tour, die einfach nur Spaß gemacht hat. Ich war schon so lange keine Radtour mehr gefahren, da müssen erst so Fersen kommen … 🙂

Mach dich mal locker

Wer diesen Titel auf meinen vorherigen Post bezieht liegt falsch. Zu dem Thema locker zu bleiben wird mir zu Eurem und zu meinem Leidwesen und auch zum Leidwesen meiner Gesundheit wohl weiterhin nicht gelingen.

Das Problem scheint eher, dass diese Umstände und auch die Umstände meiner Depression zu einer gesamten körperlichen Verspanntheit führen. Seit Monaten kasper ich schon mit Schmerzen an den Achillesfersen rum, mal mehr mal weniger. Am Montag noch lief ich erst so locker los, dass ich die Runde wieder verlängerte, auf das Schwimmen verzichtete und deshalb meinen Rucksack umsonst mitgeschleppt hatte. 17 km bei wieder einmal einem grandiosen Wolkenschauspiel kamen zusammen.

Ab ca. 11 km wurde es aber doch wieder hölzern und ich hätte mir gewünscht, doch lieber schwimmen gegangen zu sein. Das hatte ich am nächsten Tag nachgeholt, die Anreise erfolgte aber mit dem Fahrrad, weil speziell die rechte Achillesferse extrem maulig war. Dafür entschädigten frische 17 ° mit einem leeren Strand und See.

Meine Fußsohlen haben offensichtlich eine neue Evolutionsstufe erreicht und ich kann jetzt auch auf wesentlich raueren Asphalt barfuß unterwegs sein als bisher. Allerdings scheine ich diese Streckenabschnitte trotzdem noch mit einer gewissen Verkrampftheit zu nehmen, was sich zu der oben geschilderten Verspannung hinzugesellt. Das alles wo ich in den letzten Wochen doch wirklich grottenlangsam unterwegs bin.

Ein Lauf mit Torben und etwas Regen:

Darum werde ich meinen Fokus erstmal massiv darauf legen, meinen Körper beim Laufen zu entspannen. Gestern nutzte ich dazu sogar Formeln vom Autogenen Training. Darüberhinaus übe ich mich mal wieder ausführlich im Dehnen und gönne meine Achillesfersen nach dem Laufen ordentliche Eiskühlung.

Das mir die Probleme schon so lange das Laufen vermiesen und den Spaß daran mindern kann ich eigentlich gerade jetzt so gar nicht gebrauchen. Aber vielleicht klappt es ja, mich einfach mal locker zu machen und dieses auch etwas mehr auf den Alltag zu übertragen. Ich brauche ja offensichtlich noch einen langen Atem.

Erpressung

Ich werde erpresst. Erpressung ist eine kriminelle Tat und kriminell sind bei dieser Tat unsere allseits beliebte Kanzlerin, der widerwärtigste Politiker allerzeiten Söder (der seine Niederlage bei der Kanzlerkandidatenkür nicht verwinden kann und durch seine darausfolgenden Handlungen zeigt, dass er es zurecht nicht geworden ist) und die anderen 15 Schergen, alias Ministerpräsidenten und -innnnnennnen.

Aber ich werde mich dieser Erpressung nicht beugen. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, ähhhh eine Impfpflicht einzuführen. Ich werde mich nicht impfen lassen, weil mich dieses Politikergesocks erpresst und das Grundgesetz und damit unser aller Grundrechte mit Füßen tritt. Ich werde mich dieser Erpressung nicht beugen. Die Geimpften mögen sich jetzt in Selbstgefälligkeit wiegen, aber Vorsicht, bei nächster Gelegenheit können auch sie die Opfer dieser jeglichen Verhältnismäßigkeit entrückten Politikerbrut werden. Es könnte ja sein, dass es selbst in die hohlen Politikerköpfe vordringt, dass Geimpfte sich infizieren, andere infizieren oder sogar erkranken.

Bei der nächsten (mit Sicherheit wieder verbotenen) Demonstration in Berlin werde ich dabei sein, mögen mich die Polizisten dann auch zusammenknuppeln, darauf kommt es dann auch nicht mehr an.

Während die meisten Bundesstaaten der USA, Großbritannien, die Niederlande, Schweden und Dänemark zur Normalität zurückkehren oder zurückgekehrt sind, wird bei uns weiter mit willkürlichen und nichtsaussagenden Inzidenzwerten das Volk gegängelt.

Die Politikerbrut sorgt dafür, dass dieses Land nicht mehr mein Land ist und wenn sich das Volk gegen diese antidemokratischen und antigrundgesetzlichen Beschlüsse nicht zur Wehr setzt, wird dieses Land erstrecht nicht mehr mein Land sein.