Altkleider und links ist es kälter als rechts

Es ist ja nun nicht so, dass meine Füße immer begeistert sind, wenn ich bei schattigen, windigen und feuchten 4 ° barfuß los trabe, zumindestens auf den ersten ca. zwei Kilometern nicht. Danach geht es in der Regel. Aber heute war da schon etwas kurioses, während sich nämlich der rechte Fuß so allmählich an die widrigen Umstände gewöhnte und erwärmte, blieb der linke Fuß, speziell der Fußballen vor Kälte taub. Kurz paßte er sich zwar einmal seinem rechten Genossen an, aber insgesamt blieb er doch etwas arg unterkühlt 🙂

Von diesem kleinen Ungemach abgesehen, war es allerdings ein netter 8 km-Lauf, die meiste Zeit auf butterweichem Untergrund.

Aufgefallen ist mir nur, dass ich obenrum in Altkleidern unterwegs war 😆 Das blaue Jäckchen entstammt tatsächlich aus meinen allerersten Laufanfängen, während einer Kur im Jahre 2005. Es stammt aus einem Karstardt Sport in Goslar und ist eigentlich noch gar nicht viel getragen. Annähernd genauso alt ist auch das ebenso blaue Laufshirt. Den Kauf kann ich zwar nicht mehr genau zeitlich zuordnen und es stammt wohl aus irgendeinem Intersport, aber es ist auch ein Uraltteil und eines meiner absoluten Lieblingsstücke. Zwar zeigt es schon diverse Spuren des vielfachen Gebrauchs, aber ich glaube es ist immer noch fit für einige weitere Jahre 😆 Gemeinsam hatte ich die beiden Schätzchen aber schon ewig nicht mehr ausgetragen 🙂

Von einer kleinen Kneipp-Lauf-To(k)ur vor fünf Tagen abgesehen, war es das auch schon wieder an sensationellen Neuigkeiten 🙂

Entdeckungen

Heute erfolgte Lauf Nr. 2 in 2022, wieder zusammen mit Torben. Diesmal erfolgte die Anreise zu ihm automobil, da ich das dringende Bedürfnis hatte weiterzufahren, um mal wieder in den Bornhorster Wiesen und an der Hunte zu laufen, die für mich laufend zur Zeit außer Reichweite liegen. Das hatte auch den Vorteil, dass ich diesmal auf den Schmuck langer Beinkleider verzichten konnte. Darüberhinaus wollte ich doch mal antesten, was meine verweichlichten Fußsohlen zu den ersten Barfußkilometern dieses Jahres sagen.

So vier bis fünf Grad waren temperaturmäßig jetzt zwar nicht so der Fußsohlen-Burner, zumal der Asphalt feucht war, aber nach zwei Kilometern waren die Füße warm und, das sei schon einmal vorweggenommen, sie haben die insgesamt sieben Kilometer schadlos überstanden. Zur Not hätte ich aber Sandalen im Laufrucksack dabei gehabt.

Trübe Aussichten

Winterzeit ist auch immer Entdeckungszeit an der Hunte. Im letzten Winter gab bis hin zum Fiat 500-Rutscherauto einiges zu sehen. Unsere heutige Ausbeute war allerdings wenig spektakulär. Eine kaputte Thermoskanne, die erhaben aufrecht im Gras stand und ein ebenso aufrecht stehendes Blechfaß, das einmal „Lagerfett“ enthielt.

Nicht entdecken konnten wir heute allerdings die Krebse, die wir bei einem Lauf am 12.11.21 in einem Fleth gesehen hatten, obwohl wir intensiv nach ihnen Ausschau hielten.

Dieser kurze, gechillte Lauf verlief gut und ohne Probleme und hat uns beiden trotz des trüben Wetters Spaß gemacht. Mal gucken, was es bis zum Ende der Hochwasser-Saison noch zu entdecken gibt. Vielleicht findet sich ja noch etwas für meine kleine Sammlung 🙂

Verweichlicht

Ich wünsche allen meinen Lesern noch ein

Möge es ein Jahr mit viel Licht werden, es muß ja nicht gleich goldenes sein 🙂

Ich melde mich hier auf meinem Blog zurück mit einem kleinen „Zustandsbericht“: Seit dem 01. Oktober 2021 bin ich krankgeschrieben und bin es auch weiterhin. Wie es weitergeht wird sich wohl im Laufe des Januar entscheiden. Ich muss leider sagen, dass sich mein Optimismus für das Jahr 2022 in Grenzen hält. Dafür hat mich meine Krankheit nach wie vor zu fest im Griff und auch die äußeren, von mir kaum zu steuernden, Einflüsse stimmen mich nicht gerade froh. Aber es ist ja nicht so, dass ich nicht auch positiv denken kann: Dadurch, dass ich von diesem Jahr nichts erwarte, kann ich eigentlich kaum noch enttäuscht und es eigentlich nur besser werden 🙂

Das trifft auch auf das Laufen zu. Weniger als zur Zeit geht nicht, schlechter kann es nicht mehr werden und meine einzige Hoffnung für 2022 besteht darin überhaupt wieder regelmäßig in einem gewissen Umfang laufen zu können.

Damit noch ein kurzer Rückblick auf 2021, in dem ich mein Kilometer-Ziel nur um knapp 1.000 Kilometer verpaßt habe 😆 Naja, wenn man im Juli und August jeweils gerade noch 100 km läuft, im September nur 50, im Oktober unter 50, im November nur noch unter 40 und im Dezember nur 10 km, dann wird es halt eng mit den anvisierten 2.400 km. Dank der recht starken ersten Jahreshälfte sind es aber immerhin doch noch 1.456,8 km, davon 794,6, sprich 54,54 %, barfuß, geworden. Paßt, für ein besch… eidenes Jahr will ich da gar nicht meckern 🙂

Für heute animierte mich Torben zum ersten Lauf diesen Jahres. Fünf Kilometer wollten wir, sieben wurden es, männliche Unvernunft halt. Für diesen Lauf habe ich mich voll aufgerödelt. Naßkalte 2 ° ließen mich zur langen Tight greifen, darüber noch ne Shorts ziehen und das erste Mal nach 19 Monaten die V-Runs über die Füße streifen. Die lange Behosung war aber zu meiner Verteidung nicht dem Laufen geschuldet, sondern der An- und Abreise von und zu Torben mit dem Fahrrad. Da waren mir nackte Beine dann doch zu kalt, ebenso wie Sandalen auf dem Fahrrad bzw. barfuß zu laufen.

Zu dieser Verweichlichung mit langen Hosen beim Laufen bei Plusgraden gesellt sich noch ein Verweichlichung meiner Fußsohlen. Das nahezu Nichtlaufen in den letzten Monaten, gepaart mit überhaupt wenig Outdoor-Aktivität, von ein paar Spaziergängen einmal abgesehen, führt zu einer enorm schnellen Rückbildung der stabilen Fußsohlenhaut. Das hätte ich in diesemm Tempo nicht erwartet. Macht aber nichts, da ich eh noch eine längere Zeit wohl nur kürzere Strecken laufe kann, kann ich die Fuhsohlen auch langsam wieder abhärten. Verweichlicht war übrigens auch meine Garmin und fand das Satelittensignal heute erst kurz vor Ende des Laufs und dichtete dann noch über einen halben Kilometer dazu :-/

Wie meine geneigte Leserschaft also merkt, sprühe ich (noch?) nicht gerade vor überbordenden Optimismus und Elan. Aber, siehe oben, es kann ja nur werden, hoffe ich zumindestens inständig.

Köhlbrandbrückenlauf und Pause

Vor ca. eineinhalb Jahren hatte ich mich zum Kölhlbrandbrückenlauf am 3. Oktober 2020 angemeldet. Dann kam Corona und der Lauf wurde auf den 3. Oktober 2021 verschoben. Dann kam eine Baustelle und der Lauf wurde auf den 19. Dezember 2021 verschoben. Dann kam der Hamburger Senat und der Lauf darf nur unter 2 G stattfinden.

Die Köhlbrandbrückenlauf-Organisatoren schreiben folgendes:

Lieber Volker,

am Sonntag, 19. Dezember möchten wir gemeinsam mit dir und über 3.000 weiteren Läuferinnen und Läufern den 11. Köhlbrandbrückenlauf feiern – zum ersten Mal in der Adventszeit und damit buchstäblich als Ausnahme Highlight. Wir freuen uns sehr auf diesen besonderen Lauf im Hamburger Hafen und über dessen Wahrzeichen, die beeindruckende Köhlbrandbrücke. Damit trotz der sich aktuell verschärfenden Corona Lage die Veranstaltung für uns alle aus gesundheitlicher Sicht so reibungslos und sicher wie möglich ablaufen kann, sind wir behördlich dazu angehalten, umfangreiche Maßnahmen zum Hygieneschutz umzusetzen. Dazu zählen zuvorderst eine 2G-Pflicht, nach der nur nachweislich geimpfte oder genesene Athletinnen und Athleten an der Veranstaltung teilnehmen dürfen.

….

Kein Wort des Bedauerns, dass dieser Lauf nur von Geimpften und Genesenen „gefeiert“ werden kann. Immerhin folgt ein anzuklickender Link, wo man entweder seine Startunterlagen bestellen oder seine Teilnahme stornieren kann. So konnte ich kommentarlos meine Teilnahme stornieren. Wie praktisch, so bekomme ich wenigstens mein Geld wieder, das wäre mir nämlich sonst verloren gegangen, da ich wegen meiner Probleme in diesem Jahr eh nicht gestartet wäre. Wie selbstverständlich 2 G schon hingenommen wird, ist ein Trauerspiel. Die Veranstalter können nichts für die Regelungen, aber den Ausschluß einer bestimmten Menschengruppe vom „Feiern“ einfach so zu übergehen, finde ich schon recht arm.

Damit bin ich auch schon beim nächsten Teil meiner Überschrift. Ich bin zur Zeit einfach nicht in der Lage locker schreibend übers Laufen zu reden. Zumal es mit dem Laufen auch einfach nicht läuft. Obwohl ich viel Zeit habe, finde ich auch nicht die Muse und die Konzentration Eure Blogbeiträge zu lesen und gerate immer mehr ins Hintertreffen. Deshalb möchte ich mal wieder die „Pause“-Taste drücken und ziehe mich etwas zurück.

Auf bald und bleibt gesund.

Volltexten und angeben

Ehrlich gesagt habe ich gar nichts großartiges zu vermelden. Die Depri köchelt vor sich hin und der Sport auch. Um diesen bedeutungsschweren Blog am Leben zu erhalten, texte ich Euch aber trotzdem voll. Z. B. das ich mal wieder mit Torben laufen war. Satte 6 km, teilweise über`n Deich. Dazu gibt es mehr Bilder als Kilometer 🙂

Weniger Bilder als Kilometer gab es bei einem 8 km-Lauf, während dessen Jens nordicwalkte, nämlich gar keine 🙂

Dafür heute wieder umso mehr bei einem Lauf zum Kleinen und zum Großen Bornhorster See bei schöner Herbststimmung. Hier kommt das Angeben ins Spiel, ich bin nämlich noch einmal ins Wasser gegangen. Im Flachwasser fühlte es sich gar nicht so kühl an, war es aber 😆 Ich war eher Sekunden als Minuten drin, aber ich war drin 😛 Dafür ließ es sich an der 8 ° C frischen Luft noch gut aushalten.

Die zweite Angabe bezieht sich auf die Länge des Laufs. Ich bin seit Anfang September das erste Mal wieder zweistellung gelaufen und zwar exakt 10 Kilometer 😎

Das soll es gewesen sein mit Volltexten und Angeben. Bis demnächst mal wieder auf diesem Sender.

Innenkurve, Außenkurve

25 km war ich heute unterwegs. Nach zwei ätzenden, windigen, verregneten und naßkalten Tagen schien wieder die Sonne, der Wind war nicht mehr so stark und es war mit um die 12 ° einen Tacken wärmer. Da konnte ich doch mal wieder meine inzwischen offensichtlich nur noch einmal die Woche stattfindende sportliche Aktivität starten. Um es gleich vorweg zu nehmen, die 25 km bin ich nicht gelaufen. Zuerst bin ich sieben Kilometern mit dem Fahrrad in die Bornhorster Wiesen geradelt und habe mich dann auf meine Laufpendelstrecke entlang der Hunte begeben.

Ich war gerade losgelaufen als ich bemerkte wie sich ein Binnenschiff von hinten näherte, aufschloß und ansetzte mich ganz langsam zu überholen. Das war mir gar nicht recht, weil es nur geringfügig schneller war als ich und ich gegen den Wind lief. Das heißt, dass ich nach dem Überholen dann entsprechend lange etwas von der Dieselabgasfahne gehabt hätte. Also traute ich mich mein Tempo mal etwas anzuziehen um die Sabine, so heiß das Schiff, nicht überholen zu lassen. Das gelang ganz gut und einige Zeit durfte ich dem Plätschern der Bugwellen lauschen. Bis ich den Vorteil hatte von mir aus gesehen eine Innenkurve der Hunte zu laufen, da blieb Sabine etwas zurück. In der folgenden Außenkurve konnte sie zwar wieder etwas aufschließen, blieb aber bis zu meinem Wendepunkt nach vier Kilometern leicht hinter mir. Dank Sabine bin ich immerhin drei Kilometer mal im 5er-Bereich gelaufen, den schnellsten Kilometer in 5:38, hola die Waldfee 😆

Den Rückweg ließ ich es „ruhiger“ angeben und mit Rückenweg wurde es mir sogar recht warm. Nach 8,2 km, die mir zum Ende etwas anstrengend vorkamen -ich baue wohl langsam ab- war Schluß. Ich kramte Wechselklamotten aus dem Kofferraum…

… und machte mich wieder auf den Rückweg.

Nicht ohne noch am Kleinen Bornhorster See vorbeizuschlenkern. Das „Baden“ beschränkt sich jetzt wieder auf erweiterteres Füßewaschen. Zwar war die Versuchung noch kurz da, einmal in die Fluten zu tauchen, aber der Wind war mir zu kalt um nach dem Bad beim Abtrocknen und Anziehen nicht zu erfrieren :-/ Somit bin ich knapp an einem kleinen Triathlon gescheitert 😉

Nach der kurzen Fußerfrischung rollte ich gegen die tiefstehende Sonne zurück nachhause.

Ca. zwei Stunden war ich im goldenen Oktober unterwegs. Schön war es und hat gut getan.

Aufhellungen

Nach einigen Tagen Flucht in meine Lieblingsstadt bin ich Donnerstagabend wieder nach Oldenburg zurückgekehrt. Die Tage in B waren nicht so wohltuend wie ich es sonst kenne. Aufhellungen waren aber die Treffen mit Freunden, die waren wirklich Balsam für die Seele. Allerdings gab es an meinem Abreisetag auch aus diesem Kreis noch eine schlechte Nachricht. Das Leben ist einfach nicht fair.

Zu den Treffen mit Freunden gehörte auch, dass mich Manfred und seine Frau Eka zu Kaffee und Kuchen besucht hatten. Erstmalig kam dieses Treffen in Berlin und nicht am Dümmer See zustande. Auch wenn die Zeit viel zu kurz war, war es einfach nur schön, dass die beiden da waren. Skandalös ist nur, dass wir ein Selfie vergessen haben. Das fiel ausgerechnet der Nichtbloggerin Eka ein, nachdem sie schon wieder im Hotel waren.

In Berlin bin ich nicht gelaufen und habe auch sonst außer den Freundestreffen nicht viel unternommen. Deshalb bin ich heute erstmals seit dem 04.10. wieder laufen gewesen. Allmählich beginnt der herbstliche Farbenrausch …

… und allerlei Viechzeug begegnete mir an der Strecke.

Verwaist war leider die Weide der schönen Galloway-Rinder.

Archivaufnahme aus September

Das ruhige, fast windstille mit 11° angenehme Herbstwetter animierte mich auch noch einmal zu einem kurz Bad im Kleinen Bornhorster See. Die Wassertemperatur war noch erstaunlich gut auszuhalten. Witzigerweise war mir nur an den Oberarmen kalt.

Bevor ich aber anfing auszukühlen ging ich nach knapp 10 Minuten aus dem Wasser und lief zurück nachhause.

Insgesamt lief ich 8,2 km hin und zurück zum/vom See, die einfach nur eine Wohltat waren, inklusive des Bades. Eine wahre Aufhellung, fast schon wie etwas Sonnenschein, der beim Lauf leider nicht dabei war.

Wie im Süden

Die letzten neun Tage waren wunderbar. Am Freitag letzter Woche begann mein Urlaub, Jens mußte noch bis Samstag warten, und gleich an diesem Samstag startete der Urlaub mit einem Highligt. Catrina und Kai waren im Norden Deutschlands und statteten auch Oldenburg einen Besuch ab. Kai ist in und um Oldenburg aufgewachsen und pflegt hier noch Freundschaften. Das die Beiden trotz strammen Besuchsprogramms noch Zeit für einen gemeinsamen Lauf gefunden hatten, rechne ich ihnen hoch an und so standen sie am Vormittag bei mir vor Tür um eine Runde zu drehen. Catrina wollte gerne den Kleinen Bornhorster See sehen, wo ich ja fleißig das Kraulen übe, und ich wollte ihnen doch gerne die Bornhorster Wiesen und die Hunte zeigen. Beides zusammen führte zu einer 17 km langen Strecke.

Es war ein toller Lauf, wir hatten uns viel zu erzählen und es wirkte -wie eigentlich immer bei solchen Treffen- als würden wir uns schon länger kennen. Die Hunte hatte sogar eine spezielle Überraschung für uns parat, die Kai mit scharfem Auge gesehen hatte. Ein Seehund oder eine Kegelrobbe war in ihr unterwegs, obwohl weder der eine noch die andere dort etwas zu suchen hat. Leider zeigte sie sich nur kurz und es ließ sich nicht genau klären, welche Spezies da genau unterwegs war. Das Wetter war perfekt, wechselnd wolkig, mäßig warm und kaum Wind. Durch den Besuch aus der Schweiz fühlte ich mich aber wie im Süden 😎 Danke Catrina und Kai, dass Ihr da. Es war mir eine riesen Freude.

Tagsdrauf ging es für Jens und mich in den Urlaub. Eigentlich hätten wir einen Ferienhaus-Urlaub in Dänemark machen wollen. Da man ein Ferienhaus aber lange im Voraus buchen muss und wir nicht wussten, ob uns Corona in die Parade fährt, haben wir davon Abstand genommen. Sehr schade, weil die Dänen fünf Tage vorher in ihrem Land zur Normalität zurückgekehrt sind und wir dort hätten einen Urlaub verbringen können in einer Art und Weise wie man es einmal normales Leben nannte, ohne Tests, Maskenmumpitz und den all anderen Irrsinn.

Egal, das war halt nicht zu ahnen und so sind wir stattdessen in mein Domizil nach Berlin gefahren, wo wir in den eigenen vier Wänden leben konnten wie wir wollten. Immerhin war uns das Wetter gewogen, es erwarteten uns sonnige und warme Tage wie im Süden bis fast zum Schluß. Leider streikte in meiner Wohnung zu Anfang das Wlan, so dass ich das schöne Erlebnis mit Catrina und Kai nicht sofort posten konnte. Auf der anderen Seite war es auch ein Wink des Schicksals und deshalb machte ich aus der Not eine Tugend und einmal für acht Tage Pause mit dem Blog und auch mit dem Bloglesen (Ich hoffe Ihr seht mir das nach, also das Nichtlesen bei Euch meine ich 🙂 )

Da Jens nicht so der große Berlin-Freund ist, hatte ich ihm Ausflüge ins Umland versprochen und gleich am Tag nach unserer Ankunft ging es los mit dem Park Sans Souci. Bei Kaiser… pardon Königswetter vermittelte der Park, speziell im Bereich der Orangerie mit ihren vielen Palmen, nahezu mediterranes Flair, getoppt natürlich noch vom Schloß Sans Souci selber.

Am nächsten Tag standen Köpenick und Müggelsee auf dem Programm.

Uuuund der nächste Park, Park Bavelsberg mit gleichnamigen Schloß. Das Wetter: Der Hammer.

Am Freitag dann verließ uns das Wetterglück, zwar immer noch warm, wurde es gewittrig und der Besuch des Sowjetschichen Ehrenmals im Treptower Park wurde zur nassen und auch schnellen Angelegenheit. Aber immerhin stand mir nicht das Wasser in den Schuhen 😛

Abends war es denn wieder trocken und herrliche Wärme bis tief in die Nacht ließ uns doch einmal das Zentrum aufsuchen um das Festival auf Lights auf uns wirken zu lassen. Viel bunt, aber auch sehr schön. Nur die vielen Menschen war man nach den trüben Pandemiezeiten so gar nich mehr gewöhnt 🙂

Am letzten Tag erwischte uns auch auf dem Tempelhofer Feld ein kräftiger Schauer, aber wir fanden zum Glück Unterstand im Urban-Gardening-Bereich.

Am Abend dann noch ein Treffen in meiner Stammkneipe mit befreundeten Stammgästen unseres Stammrestaurants in Oldenburg, die am selben Tag in Berlin angekommen waren. Am Sonntag ging es zurück nach Oldenburg.

Damit war die erste unserer drei Urlaubswochen vorbei. Wenn auch Berlin und sein Umland Dänemark nicht ersetzen können, den Süden konnten sie ersetzen und wir hatten eine wirklich gute Zeit.

(Sorry für die Länge des Posts und die Bilderflut, ich konnte nicht anders 😙)

Du stellst Dich gar nicht so dumm an

… Mit diesem Lob adelte mich heute morgen Torben, nachdem ich mit ihm das erste Mal im Freibad gewesen bin. Im Freibad, das sich gerade mal ca. einen Kilometer von meinem Zuhause entfernt befindet und in dem ich den 20 Jahren, die ich jetzt in Oldenburg lebe, noch nie gewesen bin.

Weil ihm das Wetter zum Laufen zu schlecht war, schrieb mir Torben gestern sehr bestimmend, dass wir heute schwimmen gehen. Da bin ich noch vom Kleinen Bornhorster See ausgegangen, Torben wollte aber ins Schwimmbad und ich ahnte Schlimmes. Dort sollte ich dann nämlich mal kraulen und nach ein paar Zügen sagte er mir, dass er nicht genau erkennen könne, was für ein Schwimmstil das sein solle 😳 Beim Brustschwimmen sah das zwar schon besser aus, aber er sagte, dass ich ja kraulen lernen wollte.

Torben stellt sich als guter Schwimmlehrer heraus und er nahm mir ruckzuck, das Unbehagen davor mit dem Kopf unterzutauchen. Mit Gesicht unter Wasser und angehaltenem Atem lernte ich von ihm dann die ersten richtigen Kraulzüge und es funktionerte nach einigen Korrekturen wirklich gut. Auch das Ausatmen unter Wasser bekomme ich schon hin. Was noch fehlt ist die schwierigste Disziplin, das Einatmen im richtigen Moment. Das haben wir heute nur ganz kurz angerissen.

Nichtsdestotrotz bin ich nach der heutigen Dreiviertelstunde richtig happy, dass die ersten Schwimmzüge unter professioneller Anleitung so gut geklappt haben. Auch wenn mir mein Gepaddel im Kleinen Bornhorster See in Sachen Kraulen nichts gebracht hat, so habe ich über die letzten Wochen dort immer etwas ein Gefühl fürs Wasser entwickelt. Wenigstens das kam mir heute zugute. Bedauert habe ich gegenüber Torben nur, dass wir jetzt erst so spät erste Mal ins Freibad gegangen sind. Offiziell endet die Freibadsaison nämlich schon am 12.09., wenn sich nicht noch schöneres Wetter einstellt, dann könnte sie noch verlängert werden. Aber besser spät als nie und vielleicht kann ich das Ganze ja auch noch im Hallenbad fortsetzen. Nach heute habe ich nämlich die Ahnung, dass mir das wirklich Spaß machen könnte 🙂 Schließlich äußtere Torben schon die Sorge „Nicht das Du noch besser wirst als ich“. Hahahaha, wenn ich sehe wie irre schnell und elegant er durchs Wasser pflügt, braucht er in diesem Leben sicher keine Angst davor haben 🙂 Ich muß es ja wirklich überhaupt erstmal lernen.

Ansonsten hielten sich meine sportlichen Aktivitäten diese Woche in Grenzen. Einmal war ich noch um die 23 km mit dem Fahrrad unterwegs und bin einmal zum Kleinen Bornhorster See geradelt und habe dort etwas „gepaddelt“. Gestern bin ich nach eineinhalb Wochen eine kurze Runde laufen gewesen. Das war auch schön. Die Lichtstimmung war bezaubernd und die 8,6 Barfußkilometer ein Genuß.

Das Schönste: Nach dem gestrigen Lauf und dem heutigen Schwimmen ist die bleiernde Depression, die die ganze Woche auf mir lag, abgefallen. Wahnsinn, Sport macht einfach glücklich ❗

Mach dich mal locker

Wer diesen Titel auf meinen vorherigen Post bezieht liegt falsch. Zu dem Thema locker zu bleiben wird mir zu Eurem und zu meinem Leidwesen und auch zum Leidwesen meiner Gesundheit wohl weiterhin nicht gelingen.

Das Problem scheint eher, dass diese Umstände und auch die Umstände meiner Depression zu einer gesamten körperlichen Verspanntheit führen. Seit Monaten kasper ich schon mit Schmerzen an den Achillesfersen rum, mal mehr mal weniger. Am Montag noch lief ich erst so locker los, dass ich die Runde wieder verlängerte, auf das Schwimmen verzichtete und deshalb meinen Rucksack umsonst mitgeschleppt hatte. 17 km bei wieder einmal einem grandiosen Wolkenschauspiel kamen zusammen.

Ab ca. 11 km wurde es aber doch wieder hölzern und ich hätte mir gewünscht, doch lieber schwimmen gegangen zu sein. Das hatte ich am nächsten Tag nachgeholt, die Anreise erfolgte aber mit dem Fahrrad, weil speziell die rechte Achillesferse extrem maulig war. Dafür entschädigten frische 17 ° mit einem leeren Strand und See.

Meine Fußsohlen haben offensichtlich eine neue Evolutionsstufe erreicht und ich kann jetzt auch auf wesentlich raueren Asphalt barfuß unterwegs sein als bisher. Allerdings scheine ich diese Streckenabschnitte trotzdem noch mit einer gewissen Verkrampftheit zu nehmen, was sich zu der oben geschilderten Verspannung hinzugesellt. Das alles wo ich in den letzten Wochen doch wirklich grottenlangsam unterwegs bin.

Ein Lauf mit Torben und etwas Regen:

Darum werde ich meinen Fokus erstmal massiv darauf legen, meinen Körper beim Laufen zu entspannen. Gestern nutzte ich dazu sogar Formeln vom Autogenen Training. Darüberhinaus übe ich mich mal wieder ausführlich im Dehnen und gönne meine Achillesfersen nach dem Laufen ordentliche Eiskühlung.

Das mir die Probleme schon so lange das Laufen vermiesen und den Spaß daran mindern kann ich eigentlich gerade jetzt so gar nicht gebrauchen. Aber vielleicht klappt es ja, mich einfach mal locker zu machen und dieses auch etwas mehr auf den Alltag zu übertragen. Ich brauche ja offensichtlich noch einen langen Atem.