Zitate

Der Januar ist vorbei, der Winter geht ganz allmählich auf die Zielgerade. Bislang zeigte er sich weitestgehend typisch norddeutsch mit Plusgraden, viel Grau und noch viel mehr Regen. Mein noch verhaltenes Laufen erlaubte es mir aber die schlimmsten Wetterkapriolen auszusparen. Beim Blick in die Laufstatistik staune ich selber gerade etwas. Nur sechsmal war ich im Januar laufen. Gefühlt war das mehr. Vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt auch regelmäßig schwimmen gehe. Das war ich sieben Mal. Summa summarum glücksbringende 13 Sporteinheiten. Mit Kilometern brauche ich hier nicht anzugeben, weder bei der einen noch bei der anderen Sportart. Ebenfalls hier wie dort nicht mit dem Tempo. Ein Münchner Lauffreund von mir, der augenblicklich auch nicht in Topform ist, äußerte auf meinen letzten Post kommentierend:

Das Laufen tut auch gut, wenn man langsam unterwegs ist, dann hat man mehr von der Strecke

Recht hat er!

In Sachen Schwimmen erlebe ich in den letzten Monaten ein regelrechtes Schwimmbad-Hoping. Seit Beginn der Hallenbad-Saison war ich schon im Hallenbad in Hude, im Unibad Oldenburg, im Hallenbad in Rastede und zu guter Letzt im Stadtbad in Neukölln. Nach meiner Rückkehr aus Berlin wollten Torben und ich in Rastede schwimmen gehen. Allerdings hat das Bad wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Eine Internetrecherche führte uns ins benachbarte Wiefelstede und im dortigen Schwimmbad hatten wir das ganze Schwimmerbecken für uns allein. Irre, das war richtig genial. In diesem Umfeld konnte Torben auch nochmal in Ruhe auf meinen Schwimmstil achten und mir noch einige Korrekturen mit auf den weiteren Schwimmweg geben. Sie scheinen zu fruchten. Als ich zwei Tage später mit Jens nach Wiefelstede gefahren bin, das Bad war wieder herrlich leer, wenn auch nicht ganz leer, konnte ich den Brustschwimmer Jens erstmals kraulend abhängen 🙂 Als ich das Torben später bei WhatsApp schrieb, antwortete er:

Wenn wir noch an Beinhaltung und dem Atmen zu beiden Seiten arbeiten, wirst du fit für die schnelle Bahn

Naja, fit für die schnelle Bahn sehe ich mich noch lange nicht, aber gut tut es schon, wenn man von einem sehr guten Schwimmer so etwas hört 🙂

Zurück zum Laufen, im Februar habe ich immerhin schon zwei Läufe geschafft. Am 01.02. mußte es wieder der Kleine Bornhorster See. Nachdem ich dort, nach dem obligatorischen Gang ins Wasser, mühsam versuchte den linken kleinen Zeh davon zu überzeugen in seinen „Finger“ der FiveFingers zurückzufinden, kam ein Pärchen nach Seeumrundung angejoggt, pellte sich aus den Laufklamotten, legte die darunterliegende Badebekleidung frei und stürzte sich in die Fluten. Da fühlte ich mich doch etwas kläglich nur bis zu den Oberschnenkeln drin gewesen zu sein. Allerdings waren die beiden so schnell wieder raus wie sie rein sind. Da hätte ich noch mithalten können. Muß ich mir für einen der nächsten Läufe dort hin doch mal vornehmen. Wir unterhielten uns noch kurz über das Baden und dann trabten die beiden von dannen (letztes Bild).

Beim heutigen Lauf an der Hunte, Jens walkte währenddessen wieder, sprach ein Spaziergänger zu mir:

„Das habe ich ja noch nie gesehen“

Zugeben, so einen schönen Mann wie mich sieht man wirklich nicht alle Tage, aber noch nie? Das konnte ich dann doch nicht glauben und hatte recht damit, er meinte nur mein Barfußlaufen in Sandalen :-/ Naja, da mußte ich mein Ego halt auf andere Weise aufbauen und das ist mir auch gelungen. Neun Kilometer wollte ich laufen, da Jens zum Ende hin aber noch nicht am Parkplatz war, drehte ich noch einmal um, pendelte noch ein Stück hin und her und vollendete damit meinen ersten 10 km-Lauf seit elf Monaten! 😀 Noch dazu bin ich die Hälfte der Kilometer mit einer 5 vor dem Doppelpunkt gelaufen, wenn auch nur knapp. Dieser kurzzeitige Anflug von „Tempo“ ändert aber nichts an der Wahrheit des zuerst genannten Zitats 😉

Zum Abschluß noch ein Zitat. Oder ist es nur ein Spruch?: „Gut Ding will Weile haben“. Siebeneinhalb Wochen nach meinem einschneidenden Erlebnis heilt auch langsam die Wunde am linken Unterschenkel zu.

Spärlich

Mal wieder eine Woche in Berlin, meine Sehnsuchtsstadt. Normalerweise verlaufen meine Aufenthalte hier immer sehr vielseitig und turbulent. Irgendetwas gibt es immer zu unternehmen, zu erledigen und zu machen. Freunde wollen besucht werden oder kommen zu Besuch und ein Abend in der Stammkneipe muß auch sein, ebenso wie Läufe über das Tempelhofer Feld. Dieses Mal läuft es aber ruhiger ab. Dauergraues Wetter und Temperaturen rund um 0 ° motivieren mich nicht gerade zu Aktivitäten. Imerhin war ich an meinem Ankunftstag bei einem sehr guten Freund zum Abendessen eingeladen und ich selber hatte am gestrigen Donnerstagabend Freunde zum Grünkohlessen zu Gast. Das waren aber auch schon die beiden Schwerpunkte dieser Woche.

In Sachen Sport habe ich erstmals in Berlin ein Schwimmbad besucht. Das Stadtbad Neukölln ist architektonisch der Wahnsinn, zum „sportlichen“ Schwimmen aber nur bedingt geeignet. In der großen Schwimmhalle werden im 25 m-Becken ein paar Meter für den Nichtschwimmerbereich abgezwackt. Außerdem ist das Becken noch einmal der Länge nach durchteilt für sehr langsame Schwimmer auf der einen und etwas schnellere Schwimmer auf der anderen Seite. Das macht die ganze Sache etwas eng und meine Uhr konnte wegen der verkürzten Bahnen ebensolche auch nicht zählen. Aber egal ich war schwimmen und von der Pracht des Bades, die man in Neukölln nicht unbedingt erwartet, schwer beeindruckt. Da ich in der Schwimmhalle nicht fotografieren konnte, habe ich mal ein Bild im Internet geklaut und hoffe, dass man mir nicht drauf kommt:

Folgende Impressionen des Bades stammen aber von mir selber:

Ein Wahnsinns-Teil! Den nicht gerade billigen Eintritt kauft man auch nicht am Automaten sondern tatsächlich noch an einem Kassenfenster. Wer noch mehr über das Bad wissen, den verweise ich auf https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtbad_Neuk%C3%B6lln .

Tagsdrauf wollte ich eigentlich laufen gehen. Aber wie das Wort „eigentlich“ schon erkennen läßt, wurde nichts daraus. Ich legte meine Laufuhr von außen auf die Küchenfenterbank um sie die Satellitten suchen zu lassen und zog mich derweil um. Nach vollzogener Ankleide stellte ich fest, dass die Uhr die Satelliten aus der Postition heraus nicht finden konnte und begab mich deshalb in den Innenhof meines Berlin-Domizils um während der dortigen Satellitensuche der Uhr festzustellen, dass es neben den kläglichen 1 ° plus auch noch nieselte. Unter diesen Bedingungen erschien mir das weite Tempelhofer Feld nicht als erstrebenswertes Laufziel und ich ging zurück in die Wohnung, zog die FiveFingers aus und fiel in Laufklamotten zurück aufs Sofa 😆 Solch ein Rückzug ist, wenn ich mich recht erinnere, bislang einmalig in meiner Laufgeschichte 😀 Aber ich war fein damit und habe es mir einfach gutgehen lassen.

Da es heute mit 3 ° wesentlicher wärmer und zudem auch noch trocken war, habe ich den Frevel vom Mittwoch ausgemerzt. Schon nach nur 250 m kann ich dem städtischen Wuhling den Rücken kehren und schnurstracks durch eine Grün- bzw. momentan Grauanlage dem Tempelhofer Feld zustreben. Das hatten im Wesentlichen Läufer und Radfahrer für sich und Berlin erwies sich mal wieder als DIE modische Metropole. Lief da doch tatsächliche eine Läuferin im Ballonseide-Jogginganzug. Mon Dieu, die Achtziger lassen grüßen, wie hat das Teil nur überlebt? Oder ist die Ballonseide etwa wieder zurück? Kann mich da jemand aufklären?

Nach Betrachten von skuriller Kunst und sommerlichen Verweilmöglichkeiten im Urban Gardening-Bereich, trabte ich wieder zurück um auf den letzten Metern wieder vom Trubel der Hermannstraße in Empfang genommen zu werden. Auf dem vorletzten Bild biegt der silberne Van in die Warthestraße ein, in der ich wohne. Das letzte Bild zeigt die Warthestraße und auf der rechten Seite das aprikofarbene Haus, in dem meine Residenz zu finden ist.

Dieser Lauf und der Besuch des Prachtbades waren also meine einzigen sportlichen Aktivitäten in der Hauptstadt und werden es auch bleiben. Morgen werde ich den Tag noch vertrödeln und Sonntag geht es wieder zurück in die Provinz. So entschleunigt und entspannt war meine Zeit in Berlin selten und es war herrlich. Viel Zeit für mich, viel Zeit zum Relexen, Tee trinken, Youtube-Videos schauen und lesen.

Das abgebildete Buch hat mir gerade meine Nachbarin geliehen, vielleicht bietet es mir einen Ansatz den immer noch weitestgehend ungeklärten Grund meiner Depressionen zu erkennen. Ich werde mich gleich ins Lesen stürzen!

Ohne Wasser geht es nicht

Der Januar zieht ins Land, bald schon ist das erste Zwölftel des neues Jahres passé. Läuferisch komme ich langsam wieder in eine Routine. Noch sind die Strecken nicht zu lang und ich gönne mir weiterhin zwei bis drei Tage Pause zwischen den einzelnen Läufen. Wie schon einmal erwähnt, erreiche ich schon wieder recht gut den Kleinen Bornhorster See und mit Jens bin ich zweimal zu den Bornhorster Wiesen rausgefahren. Er dreht dort eine 5 km-Nordic-Walking-Runde und trabe meine Kilometerchen entlang der überfluteten Wiesen und der Hunte.

Am 11.01. bei glasklarem Wetter mit ordentlich Wind:

Am Kleinen Bornhorster See geht es für mich nicht ohne Antesten der Wassertemperatur, hier am 17.01. mit üppig blühenden Weidekätzchen:

Zweiter Ausflug zu den Bornhorster Wiesen am heutigen 20.01.:

Aber egal wann, wie oder mit wem ich laufe, am schönsten ist es wenn Wasser dabei ist. Ob ein Blick über den Kleinen Bornhorster See, über die Huntewiesen oder die Hunte. Wasser darf einfach nicht fehlen, wenn dann noch eine entsprechende Weite dazukommt, scheint des Deichläufers Seelenheil in dem Moment perfekt zu sein.

Das ich der Leidenschaft fürs Wasser seit einiger Zeit auch im Wasser fröne, hat sich ja mittlerweile rumgesprochen, so dass zu den läuferischen Blicken und Kneippbädern regelmäßige Schwimmbad-Besuche dazugekommen. Für den Januar liegt das Schwimmen gegenüber dem Laufen sogar in Führung. Bis dato sind es sechsmal Schwimmen und fünfmal Laufen. Wer hätte das jemals gedacht. Nur bei den zurückgelegten Strecken liegt das Laufen trotzdem in Führung 😆 Auch Schwimmen gehe ich gemeinsam mit Jens oder auch mit Torben, einmal bislang auch mit beiden.

Die ersten Zweidrittel des Januar liefen im wunderbarsten Sinne des Wortes unspektakulär. Kein Frust sondern viel Freude beim Sport und auch ein Alltag ohne besondere Vorkommnisse. So darf es gerne erst einmal weitergehen.

Weniger ist mehr?!

Mit dem langsamen Wiedereinstieg nach meiner längsten Laufpause ever bin ich am überlegen, wie es insgesamt mit meiner Lauferei weitergehen soll. Rückblickend betrachtet hatte ich über all meine Laufjahre immer wieder mal mehr, mal weniger langandauerndere Laufverletzungen. Daran hat auch mein Umstieg auf minimales und ganz barfüssiges Laufen leider nichts geändert.

Deshalb sind es meine augenblicklichen Gedanken, meine Laufintensität dauerhaft etwas zurückzufahren. Nicht mehr vier- bis fünfmal, sondern nur noch dreimal die Woche möchte ich künftig laufen gehen. Das von mir mehrere Jahre in Folge erreichte Ziel von 2.000 Jahreskilometern möchte ich nicht mehr anpeilen (wäre für dieses Jahr eh noch illusorisch). Mit diesem etwas mehr an Gelassenheit erhoffe ich mir ausreichende Erholungsphasen für meine Laufgräten. Darüberhinaus möchte ich auch das reine Barfußlaufen etwas weniger dogmatsich und eher pragmatisch sehen. Barfuß wird nur noch da gelaufen, wo es mir wirklich behagt und die Sandalen sorgen für mehr Entspannheit und Komfort, wo der Untergrund eben nicht so prickelnd ist. Alles in allem soll es aber nicht heißen, dass nicht auch weiterhin immer mal wieder Läufe von über 20 km oder auch mal 30 km machen will. Auch liebäugle ich damit nochmal wieder Marathon zu laufen (es gibt da noch meinen Traum mal einen barfuß zu wuppen). Aber alles mehr nach dem Motto „Es kommt wie es kommt“. Auch meiner Depression möchte ich damit weiter entgegentreten, indem ich zu einem ausreichend laufe, was absolut guttuend ist, aber zum anderen jeglichen eh nur selbstgemachten Druck vermeide, was der Krankheit nur wieder Aufwind geben würde.

Der hohen Bedeutung, die das Laufen in meinem Leben hat, sollen diese Vorhaben nicht entgegenstehen. Im Gegenteil, ich erhoffe mir ein Mehr von dem Weniger. Mehr Genuß, mehr Entspanntheit, mehr Spontanität. Weniger, wie gesagt, selbstgemachten Druck und mit etwas Glück vielleicht auch etwas weniger Verletzungen.

Ergänzen möchte ich das Laufen dauerhaft durch das Schwimmen, dass mir inzwischen auch viel Spaß macht (trotz der Benutzung von öffentlichen Schwimmbädern in der Winterzeit, was ich mir nie hätte vorstellen können 🙂 ) Wenn draußen die Wassertemperaturen wieder im für mich grünen Bereich liegen (ich gehöre ja nicht zur Fraktion Doris 😆 ), möchte ich das Laufen auch mit dem Schwimmen verbinden. Zum Kleinen Bornhorster See laufen, dort schwimmen und anschließend wieder zurücklaufen.

So hoffe ich in einen sportlichen Rhythmus zu gelangen, der meiner körperlichen und seelischen Gesundheit gleichermaßen entgegenkommt. Inwieweit mein „sonstiges“ Leben Einfluß darauf nimmt wird sich zeigen. Speziell 2023 wird für mich voraussichtlich ein recht ereignisreiches Jahr werden. Was alles dazugehört, wird sicherlich über die Monate hier auf diesem Blog mit einfließen. Mehr kann und möchte ich hier und jetzt noch nicht dazu schreiben.

Heute:

Versöhnlich

2022 ist zu Ende und ich bin das dritte Mal in Folge nicht böse drum, dass sich ein Jahr verabschiedet hat. Nach den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 war 2022 nochmals ein sehr besch…eidenes und an den Kräften, die eigentlich gar nicht mehr vorhanden waren, zehrendes Jahr. Da paßt es natürlich, das 2022 wegen meiner Fersenprobleme auch läuferisch ein Negativ-Rekordjahr gewesen ist. 295,4 km sind zusammengekommen, sowenig wie seit Beginn meiner Aufzeichnungen im Jahr 2013 nicht.

Trotzdem gelingt es mir einigermaßen versöhnlich auf diese gerade abgelaufene Jahr zurückzublicken, weil sich zum Ende hin noch einige erfreuliche Entwicklungen ergaben. Als wichtigste möchte ich verkünden, dass Jens am 29.12. im Rahmen einer Nachuntersuchung erfahren hat, dass er von seiner schweren Erkrankung im Sommer vollständig und ohne bleibende Schäden genesen ist.

Am 12.12. konnte ich auch endlich das Laufen wieder aufnehmen. Die OP-Wunde im Nacken ist gut verheilt und die merkwürdige Entzündung im Oberschenkel war auch wieder abgeklungen (dazu weiter unten im Text noch etwas mehr). Inzwischen erreiche ich mit einer Gesamtstreckenlänge von 7 bis 7,5 km auch schon wieder den Kleinen Bornhorster See und kann dort wieder meiner Wassertreterei frönen, während die Ferse keinen Muckser tut.

Am Silvestertag konnte ich einen Regenlauf aller erster Güte genießen und damit den Dezember mit knapp 46 km abschließen. Dem besten Monatsergebnis seit März 2022. Ich ließ mich allerdings nicht durch die Schwimmerin dazu hinreißen, ganz in die Fluten zu steigen und auch der Einladung zum Neujahrsschwimmen widerstand ich tapfer 😆

Allerdings wäre ich nicht ich, wenn der Dezember so ganz reibungslos über die Bühne gegangen wäre: Noch zwei Tage vor Weihnachten wurde ich bei meinem Hausarzt vorstellig, weil ich erneut zwei Entzündungen im linken Bein hatte. Eine im Unter- und eine im Oberschenkel. Der Doc diagnostizierte Thrombosen der oberflächlichen Venen, von denen ich mich aktuell gerade an der insgesamt sechsten erfreue. Neben der Einnahme von entzündungshemmenden Tabletten, durfte ich mir die letzten 10 Tage täglich eine Spritze zur Blutverdünnung in den, über die Feiertage dick genug gewordenen, Bauch jumpen. Zu guter Letzt komme ich in den Genuß dieses schicke Teil hier tragen zu dürfen 🙄 :

Da kann ich nur sagen:

Ich hoffe sehr, dass sich dieses Problem durch ein wieder Mehr an Bewegung künftig schnell wieder erledigt.

Auch die erste Nacht des neuen Jahres brachte schon kurzzeitige Aufregung. Als ich gegen 5:30 Uhr von einem Austreten wieder ins Bett zurück wollte, vernahm ich draußen Feuerschein und bekam kurz Schnappatmung, weil ich befürchtete, dass es in unserem Reihenhaus brennt. Es waren dann zum Glück „nur“ zwei Altglas- und eine Kleiderspendencontainer, die bei uns in der Nähe stehen. Irgendwelche Idioten hatten eine von einem wahrscheinlich anderen Idioten vor den Containern abgelegte Matratze in Brand gesteckt und wohl auch einen Böller oder ähnliches in den Kleidercontainer geworfen. Die von mir gerufene Feuerwehr konnte den Brand sehr schnell löschen und zwei neben den Containern parkende Kleinbusse blieben unversehrt.

Jetzt hoffe ich nur, dass das neue Jahr 2023 nicht nur solche Aufregung bringt und insgesamt endlich mal wieder ein besseres wird. Noch hat es 364 Tage Zeit sich zu beweisen und in diesem Sinne wünsche ich Euch ein …

Zerstörungswut

Der Winter hat früh Einzug gehalten und was Robert Habecks und aller Energiekunden Schrecken ist, hat durchaus seine schönen Seiten. Raureif hat das Land überzogen und hellt selbst trübe Tage mit bezaubernden Ausblicken auf.

Wenn aber die Sonne strahlt bekommt das Ganze noch einmal ein ganz anderes Gesicht und so wurde tagsdrauf bei meinem zweiten Lauf das Laufen vor lauter Gucken und Fotografieren fast zur Nebensache. Winter in seiner schönsten Form.

Getrübt wurde der Traum nur durch eine Beinahe-Bruchlandung. Als ich auf den Großen Bornhorster See zulief, blieb ich in einem bodennahen Weidedraht hängen, den ich schlicht und ergreifend nicht gesehen habe. Ich konnte mich nur mit Ach und Krach abfangen um nicht auf dem gefrorenen Boden aufzuschlagen. Allerdings schnitt sich der Draht ordentlich ins Bein ein.

Der Übeltäter

Fünf Tage später präsentiert sich die „Schnittstelle“ so:

Übernacht ist es wärmer geworden und es fing an zu regnen. Sonne sowie Winterwunderwelt sind ruckzuck wieder verschwunden und ich habe bei meinem heutigen Lauf auf Rache gesonnen. Normalerweise vergreife ich mich nicht an Anderleuts Eigentum, aber da ich auch keine andere Möglichkeit sah die Gefahrenstelle zu beseitigen, schnitt ich den Draht mit einem mitgeführten Taschenmesser durch. Auf dem vierten Bild sieht man den Trampelpfad durch den Durchlaß im Zaun. Da sind also häufiger Menschen unterwegs und es muß ja nicht wirklich erst jemand zu Fall kommen.

Nach meinem zerstörerischen Akt tauchte ich noch einmal die Füße in den Teich und setzte dann meinen Lauf Nr. 3 fort. Solange man mir kein Bein stellt, scheint es erstmal zu laufen 😀

Aufgeregt

Schwieriger als gedacht gestaltet sich die Rückkehr in mein „altes Leben“. Nach einiger Euphorie über die Wirkung des neuen Medikaments hat sich diese „Glückskurve“ leider wieder etwas abgeflacht. Mit Pille nehmen und alles ist gut ist es halt doch leider nicht getan. So gab es noch wieder einige nicht so prickelnde Tage während meiner viereinhalbwöchigen Sport-Pause nach der kleinen OP. Am ätzensten ist dabei die nach wie vor mangelnde Konzentrationsfähigkeit. Deshalb herrschte nicht nur hier wieder wochenlang Ruhe, sondern auch bei meiner Kommentartätigkeit. Ich bitte diesbezüglich noch einmal um Nachsicht. Interessanter Weise tauchte bei einem Fragebogen zur Intensität meiner Depression, den ich kürzlich beantworten durfte, eine genau dazu passende Frage auf, sinngemäß: Inwieweit sind Sie bei Dingen beeinträchtigt, die Sie gerne tun und Ihnen Freude bereiten. Aus vier Stufen wählte ich habe die zweithöchste und habe dabei sofort an das Bloggen und Lesen gedacht.

Aber genug gejammert, ich möchte mich hier und jetzt darauf konzentrieren *ächz*, was in den letzten viereinhalb Wochen Schönes passiert und gewesen ist. Da wäre z. B. unsere in diesem Jahr wieder ganz normal stattgefundene, häusliche Weihnachtsausstellung mit einem ganz besonderen Gast:

Oder ein wunderbarer, winterlicher Spaziergang bei Sonnenschein und nahezu Windstille:

Es gab herrliche Kaminabende und …

… einen gemütlichen Weihnachtsmarktbesuch mit zwei Cousinen von mir…

… und ich habe mich an der Herrstellung von Quitten-Konfekt versucht

Sau-Arbeit, aber auch saulecker 🙂

Für eineinhalb Wochen ging es nach Berlin. Dort gab es nicht nur den ersten Schnee und zwei wichtige Termine, sondern auch einen fanatastischen Theaterabend in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee.

Die Schauspieler waren Gefangene, die hochprofessionell „Die Gerechten“ nach Albert Camus aufführten. Im Anschluß an die Vorstellung gab es noch die Gelegenheit mit den Darstellern zu sprechen. Es war sehr bewegend wie die Jungs emotional aufgeladen und voller Freude über den Erfolg ihrer Aufführung waren. Allesamt nette Kerls, wo man sich gar nicht vorstellen kann, dass die etwas auf dem Kerbholz haben.

Treffen mit meinen allerbesten Freunden dürfen natürlich auch nicht fehlen, Frank (oberes Bild) und Johann.

Nach der Rückkehr aus Berlin sollte es dann wieder mit dem Laufen losgehen. Allerdings verzögerte eine Entzündung im linken Oberschenkel den Neustart noch um ein paar Tage (Darauf kam es jetzt auch nicht mehr an). Der Oberschenkel war rot, heiß, schmerzte und brannte, außerdem konnte ich das Bein nur unter Schmerzen durchstrecken. Als ob mich irgendetwas gestochen hätte, aber keine Ahnung was das war 😦

Aber der Spuk ist nun auch vorbei. Somit ging es am gestrigen dritten Advent schonmal Schwimmen mit Torben und heute dann endlich wieder laufen. Ich war vor dem 5 km-Läufchen aufgeregt wie ein kleines Kind in der Vorweihnachtszeit und meine Vorfreude wurde belohnt mit einem gelungenen Lauf bei trockenener, klarer Luft und Sonnenschein bei ganz knapp unter Null.

Endlich wieder laufen. Wie schön wäre es, wenn es jetzt erstmal wieder dabei bleiben würde 🙂

Laufpause

Nachdem ich im Oktober fette 26 km gelaufen bin und für November auch schon satte 17,3 km auf dem Konto stehen, wird es wirklich höchste Zeit, daß ich mir endlich mal wieder eine Auszeit vom Laufen gönne. Damit die Erholung aber wirklich komplett wird, stelle ich zusätzlich auch das Schwimmen ein. Um mir dann beim Neustart nicht gleich wieder zuviel zuzumuten, werde ich auch gestaffelt wieder einsteigen. Zuerst mit dem Schwimmen nach zwei Wochen und nach weiterer zwei Wochen dann auch wieder mit dem Laufen.

Aber warum jetzt wirklich das Ganze? Ich bin ja nehmen meinen ganzen Muttermalen auch so ein Zystentyp und eine fiel heute mal wieder dem Chirurgen-Messer zum Opfer. Damit die Naht nicht platzt und die Narbe auch eine schöne wird, wurde mir seitens des Chirurgen auf meine Nachfrage die oben erwähnte Sportpause nahegelegt.

Da es in diesem Jahr sowieso nicht mehr drauf ankommt, nehme ich die neuerliche Pause gelassen. Die 250 km für dieses Jahr werde ich im Dezember wohl noch voll kriegen, da fehlen nämlich nur noch 300 m 😆 😎

Weichei

Als ich am 01.11.2022 meinen 7 km-Lauf zur Huntebrücke gemacht hatte, trug ich die Shamma Warriors, da der Untergrund nicht so wirklich barfußfreundlich ist. Allerdings schraddelte mir der linke Fersenriemen der Sandalen eben jene Ferse auf, obwohl der Riemen sehr soft verarbeitet ist. Das Ganze begann schon nach nicht einmal einem Kilometer. Ein blutendes Gemetzel konnte ich nur vermeiden, indem ich die Sandale so locker schnallte, dass sie mir eben nicht vom Fuß gefallen ist. Das schlabberige Laufgefühl mußte ich halt ertragen. Durch die lange Laufabstinenz bin ich einfach verweichlicht.

Gestern hatte ich Bock den Kleinen Bornhorster See zu besuchen. Radelnd, da er mit 8 km hin und zurück noch außerhalb meiner läuferischen Reichweite liegt. Das Wetter war mit etwas windigen aber sonnigen 12 ° sehr schön. Natürlich mußte ich auch die Wassertemperatur antesten und ging bis zum Rand der kurzen Hose ins Wasser. Obwohl es mir an den Beinen nicht sonderlich kalt vorkam, konnte ich mich nicht dazu durchringen einmal komplett ins Wasser zu gehen. Ein Handtuch hatte ich vorsorglich sogar dabei gehabt. Ich verkomme echt zum Weichei 😦 Zur Rache hatte das Unibad gestern wegen Krankheitsfällen geschlossen und so blieben mir auch die kuscheligen 24 ° im Schwimmerbecken verwehrt.

Naja, immerhin habe ich heute vormittag die Frühstücksbrötchen bei sonnigen 8 ° ebenfalls noch in kurzen Hosen und barfuß auf dem Fahrrad geholt und nachmittags meine 5 km-Runde in für mich spärlichen Outfit absolviert.

Vielleicht taste ich mich ja so wieder vorsichtig ran, an die Härten des Sportlerlebens 😆

30 km

Der goldene Oktober ist vorbei, er hat in diesem Jahr seinem Namen wahrlich alle Ehre gemacht. Wetterchen vom Feinsten begleiteten meine ersten Läufe, mit denen ich ab dem 12.10. gestartet bin. Immerhin habe ich im Oktober satte 30 km gesportelt 🙂 Davon fielen 26 km auf`s Laufen und 4 km bin ich geschwommen 🙂 Das Laufen macht auch schon wieder Spaß. Allerdings sendet die rechte Ferse doch noch wieder Störsignale, so dass ich es, wenn es nicht schlimmer wird, erst einmal bei Läufen von ca. 5 km Länge mit jeweils zwei, drei Tagen Pause dazwischen, belassen werde. Nützt ja nix.

Eine Ausnahme war der heutige erste November-Lauf. Ich wollte einfach mal zur Huntebrücke hoch und das sind hin und zurück sieben Kilometer. Vorher hatte ich in einer Heißhungerattacke eine Tafel Luftschokolade vertilgt und nach dem Lauf teilte mir mein neuer Laufwecker mit, dass ich die Kalorienbombe über die Strecke noch nicht einmal wieder abgelaufen habe. Frust! 😦 Trotz solcher gelegentlichen, suboptimalen Ernährungsanwandelungen geht mein Gewicht schon seit einiger Zeit langsam aber stetig wieder zurück 🙂

Spurlos an der Waage ist am vergangenen Wochenende auch meine Geburtstagsfeier in meiner Stammkneipe in Berlin vorbeigegangen. An dieser Feier nahm auch meine Mutter teil, die erstmals meine Wohnung in Neukölln gesehen hat. Insgesamt ein wunderbares Wochenende.

Hier nach ein paar Impressionen vom Lauf-Oktober:

Nun ist also schon November und ich hoffe inständig, dass sich die Ferse an das bescheidene Laufprogramm gewöhnt.

Neustart

Was für ein (Lauf-)Jahr! Mein letzter Lauf war am 22.07.22. Im ganzen Jahr gab es gerade mal zwei Läufe im zweistelligen Bereich, einmal im Februar mit 10,2 und im März mit exakt 10 km. Auch der letzte Blogbeitrag liegt weit zurück. Am 11.08.22 berichtete ich von Krisenzeiten, die mehr jedliche Kraft und Motivation raubten an der Bloggerwelt teilzunehmen, während die Ferse ein Laufen eh nicht zugelassen hat.

Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Jens ist zum Großteil wieder hergestellt und gesund. Meine Medikatmentenumstellung ist nach massiven Startschwierigkeiten jetzt mit einer recht hohen Dosis ein Erfolg und mir geht es gut wie schon seit zweieinhalb, drei Jahren nicht mehr. Erst jetzt, wo es mir besser geht, kann ich erkennen, wie besch…eiden es mir in den letzten Jahren ging und das auch über den genannten Zeitraum hinaus. Beeinträchtigungen sind aber noch da und ob diese jemals wieder ganz verschwinden werden, steht in den Sternen. Aber ich kann wieder Freude am Leben empfinden, unfassbar und schön, allerdings gepaart mit einer Angst, dass es wieder abwärts geht. Mir selber zu vertrauen, dass muß ich überhaupt erstmal wieder lernen.

Zu Beginn meiner Besserungsphase und der Stabilisierung von Jens waren wir acht Tage im Urlaub an der Ostsee. Dieser Urlaub war in allen Belangen ein Traum. Wir hatten eine Ferienwohnung in einem alten Herrenhaus gebucht. Diese Herrenhaus stand irgendwo im Nirgendwo. Ruhe, eine wunderschöne Wohnung ohne Fernseher, phantastische und liebenswerte Gastgeber, tolles Wetter und die Nähe zur Ostsee bescherten uns genau das was wir brauchen: Erholung pur. Einziger Wermutstropfen: Leider konnten wir nur acht Tage bleiben.

Kurz danach ging es für mich nach Berlin, war ich doch Gastgeber für eine Pasta-Party für einige Marathonis aus unseren Reihen. Ich hatte die große Freude Elke und Chris, Catrina und Kai und Manfred verköstigen zu dürfen, was wohl auch einigermaßen geklappt zu haben scheint 🙂

Am Marathontag war es mir leider nicht vergönnt vom Streckenrand aus die drei Läufer Elke, Catrina und Manfred in der Menge zu entdecken. Dabei habe ich zum Teil die selben verkleideten und sonstwie verrückten Läufer gesehen, die auch Elke und Manfred gesehen haben. Hier ein kleiner Bildercontainer.

Neben diesen Highlights ging die Zeit so dahin. Die Freibadsaison ist zu Ende und an die Hallenbadatmosphäre muß ich mich erst gewöhnen. Es ist teilweise recht voll und vor drei Monaten wäre ich bei so einem Wuhling gar nicht erst ins Wasser gegangen. Aber inzwischen ist doch schon etwas Sicherheit da, so dass ich bei „Feindberührung“ nicht gleich in Panik gerate.

Der Kleine Bornhorster See kam diesen Sommer komplett zu kurz und ich war nur am 30.09. noch einmal kurz drin, verbunden mit einer schönen Fahrradtour.

Nachdem meine rechte Ferse endlich einige Wochen friedlich war, wollte ich zum 01. Oktober wieder vorsichtig mit dem Laufen starten. Aber da meinte das linke Bein noch zu seinem Recht kommen zu müssen, kurz vor Berlin zerrte ich mir die linke Wade. Einfach so, ganz ohne Sport. Als das wieder okay war, schwoll mein linker Knöchel dick an und eine dort laufende Ader tat fürchterlich weh, so das auch diese Malesche erst wieder auskuriert werden wollte.

Aber am heutigen 12. Oktober konnte es endlich wieder losgehen. Als Kirsche auf der Sahnetorte war am Vortag auch meine neue Laufuhr eingetroffen. Nachdem meine zweite Garmin in Folge binnen recht kurzer Zeit mit Problemen aufwartete, habe ich mich erstmals vom Hause Garmin losgesagt und mir eine Coros Pace 2 zugelegt, mit der Oliver schon sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Praktischerweise kann die auch Schwimmbadbahnen zählen und ich bin schon gespannt wie das funktioniert 😎

Den ersten Lauf hat sie auf jeden Fall problemloser bewältigt als ich. Zwar war die Ferse ruhig, auch wenn ich zweimal meinte sie gespürt zu haben, aber bei so einem Neustart bin ich auch etwas hypochondrisch drauf, viel schlimmer war, dass ich das Gefühl hatte wie eine alte Dampflok anzulaufen. Dazu kam noch das Gefühl als ich hätte unmittelbar vor dem Lauf erstmal einen deftigen Schweinebraten mit Klößen gegessen. Fünf Kilometer bin ich getrabt und konnte mir zuhause auf dem Smartphone anschauen, dass sich mein geschildertes Empfinden auch in den Laufdaten wiederspiegelt. Niedriges Tempo, hoher Puls. Meine Güte, hat mir das Schwimmen denn gar nicht über die Zeit geholfen? Und wenn doch, wie hätte es erst ohne Schwimmen ausgesehen 😯

Aber ich will mal nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, immerhin war die letzten eineinhalb Kilometer so etwas wie ein Lauffluß erkennbar 🙂 Außerdem addierten sich noch 22 Fahrradkilometer dazu, weil ich in mein Lieblingslaufrevier geradelt bin und den Rückweg etwas ausgedehnt habe. Übers Wetter ließ sich auch nicht meckern 😎

Der erste Laufschritt ist also getan, schaun wir mal wie ich wieder reinkomme. Hoffentlich hält die Ferse.

Krisenzeiten

Bei dem Titel könnte man an die ganzen aktuellen Krisen denken, die momentan die Schlagzeilen beherrschen. Aber um den ganzen Irrsinn soll es hier nicht gehen. Mir reicht dicke, was sich in meinem eigenen Leben abspielt. Die letzten Wochen waren heftig, sehr heftig, einige Tage sogar dramatisch. Deshalb ist es auch schon vier Wochen her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Zum Lesen und Kommentieren komme ich leider im Moment auch nicht. Ich bitte um Nachsicht.

Ganz langsam glätten sich aber die ersten Wogen. Jens kommt in wenigen Tagen nach über drei Wochen aus dem Krankenhaus und dürfte dann weitestgehend wieder gesund sein. Ich nehme seit drei Tagen ein anderes Antidepressiva und hoffe, dass es mir nach der ersten Woche, die mit Übelkeit einhergeht, dann auch endlich mal nachhaltig etwas besser geht. Einige Nebenkriegsschauplätze der letzten Wochen haben sich auch erledigt, so dass es endlich etwas ruhiger werden könnte.

Läuferisch habe ich den Juli mit satten 15,9 km beendet. Im August bin ich noch gar nicht gelaufen. Dafür gehe ich weiterhin fleißig schwimmen und bin sogar erstmals 1.000 m gekrault. Ich habe dafür aber so lange gebraucht, dass ich mir dabei einen leichten Sonnenbrand zugezogen habe 😆

Einmal habe ich mir abends den Kopf bei einer kleinen Fahrradtour durch mein Laufrevier freigestrampelt.

Apropos Fahrrad: Nachdem ich im Frühsommer mit meinem Ansinnen gescheitert bin, mir ein neues Fahrrad zu kaufen, konnte ich das von mir auserkorene Pferdchen jetzt doch noch ergattern. Der Händler hatte noch einmal eine Lieferung Fahrräder erhalten und das von mir gewünschte war tatsächlich dabei.

Gängemäßig habe ich von über 20 auf 8 abgerüstet, was für den Norden defintiv reichen sollte. Dafür hat das neue Bike statt Kette einen Zahnriemen. Das wollte ich unbedingt, da der Zahnriemen langlebiger und wartungsärmer ist. Viel wichtiger noch, da das Ölen und die Ritzel entfallen, braucht es nicht mehr so viel Putzen, was mir sehr entgegen kommt 😀

Trotz oder wegen der ganzen Widrigkeiten der letzten Wochen bin ich eines Abends auch einfach mal dem Wahnsinn verfallen. Jens hat es sehr zum Lachen gebracht und damit war es das schon wert 🙂

Hier noch ein Bild, diesmal von zwei etwas zivileren Gestalten bei meinem heutigen Besuch bei Jens:

Als ich von dem Besuch nach Hause kam, fand ich von meinem Arbeitgeber zwei Briefe im Postkasten. Meine Versetzung in den Ruhestand ist durch. Allerdings darf ich schon im Mai nächsten Jahres wieder beim Amtsarzt antraben. Naja, immerhin erstmal neun weitere Monate Ruhe. Danach werden wir weitersehen. Aber soweit will ich im Moment gar nicht denken, sondern hoffe einfach inständig, dass sich die Krisenzeiten so langsam verabschieden, zumindestens die eigenen…

Corona, zum Abschied sag ich Dir goodbye

In Anlehnung an die Schnulze der Blue Diamonds von anno quark, sagte ich am Sonntag goodbye zu Corona.

Der Rest des Textes paßt aber so überhaupt nicht. Weder braucht mir die Sonne noch der Mond Corona zu grüßen und ich werde nach einem Jahr bestimmt auch nicht mit Blumen bei Corona vor der Tür stehen 😆 Trotzdem mußte ich am Sonntag ausgerechnet an diesen schmalztriefenden Song denken, als nach 12 Tagen der erste Corona-Test wieder negativ ausfiel.

Viel schöner war da schon der erste kleine Lauf an eben diesem Sonntag zur Feier des Tages. Meine kleine, bescheidene 5-km-Runde bei sehr angenehmen 17 °C. Diese Runde habe ich dann am gestrigen Donnerstag bei 18 °C noch einmal wiederholt. Damit habe ich jetzt schon das Ergebnis des Lauf-Juni überholt 😎

Im Schwimmbad war ich am Montag und am Mittwoch. Auf den heutigen Freitag hatte ich mich schon besonders gefreut, da kam erstmals ein Zusammentreffen mit Detlef zustande. Detlef sprach mich vor einigen Wochen morgens vorm Bäcker auf mein Barfuß-Dasein an und wie der Zufall es wollte, trafen wir uns am Nachmittag noch einmal. Da schnackten wir über dieses und jenes und auch über Sport und es stellte sich heraus, dass mir mit Detlef doch ein leibhaftiger Triathlet gegenüber stand und er darüber hinaus meinte er, er könnte das Schwimmen ganz gut vermitteln. Damit war sein Schicksal besiegelt und meines auch 😯 Mir schlug dann heute im Kleinen Bornhorster See das Stündlein der Wahrheit. Und es schlug mächtig zu: Ich setze meine Hände wie Baggerschaufeln ein, halte den Kopf unter Wasser nicht gerade, ziehe die Arme, besonders den linken, nicht weit genug durch und atme noch nicht genau zum richtigen Zeitpunkt in richtiger Weise.

Eine gute Stunde mühte sich Detlef mit mir ab und meinte immerhin, dass es zum Ende der Stunde schon besser aussah als zu Beginn. In der Zwischenzeit hatte ich ihn unzählige Male nach ein paar Schwimmzügen mit der Frage „Und wie sieht es aus?“ genervt 😳 Während ich über seine Schwimmkünste nur staunen konnte.

Aber immerhin weiß ich jetzt, wo bei mir noch erheblicher Verbesserungsbedarf besteht und jetzt heißt es weiter üben, üben, üben. Ich danke Detlef für diese lehrreiche Stunde und hoffe, dass er irgendwann noch einmal schaut, ob es sich bei mir nachhaltig zum besseren verändert hat.

Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht und ich freue mich auf`s weitere Üben im Schwimmbad.

Dieses unfassbar schöne Blau

Es ist noch verhältnismäßig früh am Abend. Ich liege in meinem Zimmer auf dem Bett, auf dem Rücken, die Arme hinterm Kopf verschränkt. Durchs Fenster scheint die Sonne auf mein Gesicht, sorgt hinter den geschlossenen Augenlidern für einen warmen Terracotta-Farbton, mal heller, mal dunkel. Ab und zu mischt sich auch etwas helles Sonnengelb darunter. Dann schiebt sich eine Wolke vor die Sonne und die Terracotta-Töne weichen einem sensationallen, hellen Stahlblau mit einem Hauch von Weiß, wie zarteste Schleierwolken. Ein Blau wie ein wolkenloser Himmel über dem Meer. Wenige Momente später verwandelt sich dieses Stahlblau in ein strahlendes Königsblau. Das Stahlblau und das Königsblau haben eine unfassbare Tiefe, in die ich am liebsten versinken würde. Aber bevor es dazu kommt, ist die Wolke wieder weg und die warmen Farben sind wieder da. Bis zur nächsten Wolke …

Wenn Ihr nun denkt „Was schreibt der Typ denn da?“. Was macht er mitten im Sommer schon frühabends im Bett? Und was redet er da von Farben? Ist er auf Drogen? Ist er unter die Esoteriker gegangen? Ist er krank? Nun, letzteres ist der Fall. Keine Sorge, nichts schlimmes, ich bin auch schon wieder auf dem Weg der Besserung. Aber jetzt gehöre ich auch in den Club:

Ausgerechnet auf einer Fahrradtour am vergangenen Mittwoch ereilten mich die ersten Symptome. Ich bekam plötzlich heftige Schmerzen im Bereich Schultern und unterer Rücken. Da schob ich es noch auf das fürchterliche Wetter. Bei wolkenverhangenem Himmel war es schwül und heiß. Tatsächlich wurde es nach einer Pause in einem Café mit zwei Stücken Kuchen und einem halben Liter eiskalter Cola erstmal wieder besser. Abends taten mir dann auch die Beine weh und ich bekam 37,9 ° Fieber. Da mir schon was schwante, machte ich einen Schnelltest: Negativ. Bis zum nächsten Mittag, da war ein erneuter Test positiv und die Schmerzen in Buckel und Beinen schon wieder weg. Was einige Tage blieb war das Fieber, nicht sehr stark, in der Spitze erreichte es 38,0 °, dümpelte aber meist ein halbes Grad darunter. Die ersten zwei Tage hatte ich Kopfschmerzen und die wären schon das Unangenehmste gewesen, wenn sich nicht noch eine Rachenentzündung dazugesellt hätte. Die ist echt gemein, da sie das Essen und Schlucken sehr unangenehm macht. Auf der anderen Seite kommt mir etwas Diät ja auch nicht gerade ungelegen 😎

Morgen sind sieben Tage um und bis auf besagte, aber auch langsam nachlassende Rachenschmerzen und etwas Gehüstel scheint der Spuk vorbei zu sein. Die Medikamentierung bestand aus insgesamt vier Schmerztabletten für Kopf und Rachen und einer halben Tüte (bis jetzt) Hustenbonbons.

So ist nicht nur der ein oder andere Hustenbonbon gelutscht, sondern jetzt auch diese Infektion. Ein milder Verlauf wie man so schön sagt. Trotzdem, die besten Krankheiten taugen nichts, zumal diese schon fast an einen echten Männerschnupfen heranreichte und was das bedeutet, kann ja leider nur ungefähr die Hälfte meiner Leserschaft nachvollziehen 😆

Aber dieses Blau, bzw. diese beiden Arten von Blau, habe ich so noch nie hinter geschlossenen Augen gesehen. Aber wann liegt man auch schonmal mitten im Sommer frühabends mit Sonnenschein im Gesicht im Bett? Allein dafür hat sich C schon fast gelohnt. Naja … aber nur fast …

Kleine Zahlen

Nachdem ich im Mai überhaupt nicht gelaufen bin und in meiner Statistik nur einen Strich zu vermerken habe, bin ich im Juni immerhin wieder zweimal gestartet und komme dabei auf satte 9,1 km für den diesen Monat. Aber immerhin komplett barfuß 😀

Viermal habe ich bei meinem Kraulenlernen meine Bahnen gezählt und komme dabei in der Summe auf 2.300 m. Diese Zahl ist zwar auch klein, macht mich aber mächtig stolz. Immerhin gab es mal Zeiten, da konnte ich Bewegung im Wasser nichts, aber auch gar nichts abgewinnen, ganz zu schweigen von der Schwimmtechnik Kraulen.

Für Juni habe ich auch erstmals eine Statistik der besonderen Art geführt. Bei einem Chat mit Barfußfreund Forbi erzählte mir dieser, dass er aufschreibt, wie oft und wie lange er Schuhe trägt. Das habe ich jetzt auch gemacht. Ergebnis: Ich hatte im Juni sage ich schreibe zweimal für insgesamt knappe 20 Minuten „Schuhwerk“ an den Füßen. Das waren im ersten Fall ca. 15 min Flipflops, als wir nach langer Zeit mal wieder bei unser Thai-Masseurin gewesen sind. Um da mit sauberen Füßen aufzukreuzen habe ich die Flipflops angezogen und dann mußte Arun uns noch erst ihren wunderschönen Garten zeigen, deshalb hat es so lange gebraucht 😎 Das zweite Mal waren knapp 5 min in Barfußschuhen auf der Sperrmülldeponie, wo wir einigen Kremsel entsorgt haben und da muß man zu den einzelnen Containern über so fiese Roste laufen 🙂

So war der Juni der Monat verschiedener, kleiner Zahlen. Aber es war ein schöner Monat. Den Juli beginne ich aus gegebenen Anlaß erstmal komplett sportfrei, also auch kein Schwimmen. Mehr dazu im nächsten Post.

Fortschritt

Rühmte ich mich in meinem letzten Post noch der Bescheidenheit, darf ich jetzt verkünden, dass ich binnen weniger Tage große Fortschritte in Sachen Kraulen gemacht habe. Freute ich mich im besagten Post noch wie Bolle, dass es mit dem Durchschwimmen über 25 m recht gut klappt, konnte ich schon zwei Tage für mich etwas Unfassbares erreichen: Ich pendelte 20 mal recht problemlos über die 25 m hin und her, mit einer kurzen Pause nach jeder Bahn. 500 m Kraulen, ich fasse es nicht! Dabei hatte ich auch noch das ganze Freizeitbecken für mich alleine.

In Sachen leerem Schwimmenbecken hatte ich gestern zwar nicht mehr so viel Glück, aber ich konnte trotzdem noch einmal einen drauf setzen. Wenn ich mich nicht verzählt habe, bin ich 32 mal gependelt und kam so auf mir mich absolut irrsinnige 800 m. Wieder jedesmal mit einer kleinen Pause nach jeder Bahn, diesmal auch um den Betrieb im Auge zu behalten und dabei manchmal zu warten, bis ich wieder freie Bahn hatte. Mir macht das augenblicklich wahnsinnigen Spaß und es gelingt mir sogar die ein oder andere Unsauberheit abzufangen, ohne gleich die Bahn abbrechen zu müssen.

Die nächsten Mal versuche ich dann ein paar Bahnen hintereinander ohne Pause durchzuschwimmen. Wenn das klappt, traue ich mich vielleicht bald mal ins Schwimmerbecken, wenn da morgens mal nichts los ist.

Aber da dies hier in der Hauptsache immer noch ein Laufblog ist, möchte ich natürlich auch darüber berichten, dass ich gestern ein zweites Mal in diesem Monat gelaufen bin. 5,1 km von Haustür zu Haustür, bei drückender Schwüle. Die abkühlenden Gewitter abzuwarten war leider ein Schuß in den Ofen, da diese ausgeblieben sind. Die Steigerung von 4 auf 5 km einen Fortschritt zu nennen halte ich allerdings für gewagt, da ich nach wie vor kein Vertrauen in die Ferse habe. Deshalb bleibt es weiterhin bei unregelmäßigen Kurzläufen und der Juni erstmal weiterhin einstellig 😆 Vielleicht schaffe ich es ja auch endlich mal mir ärztlichen oder osteophatischen Beistand zu holen, weiterhin auf meine Selbstheilungskräfte zu hoffen, scheint nach der langen Zeit nicht mehr sehr vielversprechend zu sein.

So bleibt es erstmal vermehrt beim Thema Schwimmen, zumal ich mich sehr darüber freue, dass ich dabei inzwischen auf ein gewisses Bewegungspensum komme 🙂

Bescheidenheit

Heute ist der 17. Juni. Früher war das bei uns ein Feiertag, der Tag der deutschen Einheit. Den gibt es zwar immer noch, aber er wird jetzt am 03. Oktober begangen. Trotzdem war der heutige 17. Juni für mich ein Feiertag, ein ganz persönlicher. Es war nämlich einfach ein richtig guter Tag!

Heute morgen war ich um 9:00 Uhr im Schwimmbad und es gelingt mir inzwischen schon fast immer die 25 m-Bahn recht sauber durchzukraulen. Ein paar Hinweise von Torben und auch schon mündlich von Detlef, der mir das Kraulen noch mal ausführlich zeigen und beibringen will, waren sehr hilfreich. Detlef ist allerdings für drei Wochen in Urlaub, so dass wir noch nicht gemeinsam ins Wasser gehen konnten.

25 m durchzukraulen mag zwar manche zum Schmunzeln bringen, aber für mich ist das ein Grund zum Feiern. Zumal ich heute so einige Bahnen kraulen konnte. Sie zu zählen ist mir allerdings nicht gelungen 😆 Dieser Erfolg stellte sich sogar ein, bevor die erste 10er-Karte leer ist, dass ist sie erst beim nächsten Mal 🙂

So bin ich happy vom Schwimmbad nachhause geradelt und habe den Elan dazu genutzt, mich am Nachmittag noch einmal auf`s Rad zu schwingen und in mein Laufrevier zu fahren. Dort bin ich dann das erste Mal nach gut zwei Monaten wieder gelaufen. Satte 4 km im fetten 6:51iger Schnitt. Aber hey, ich bin gelaufen! Auch wenn es sich aufgrund der Schwüle nicht so supertoll angefühlt hat und mir vier Kilometer echt lang vorkamen 😆

Danach bin ich dann noch zum Kleinen Bornhorster See geradelt. Hier war ich durch das Üben im Schwimmbad schon einige Wochen nicht mehr. Nachdem ich ins Wasser gegangen bin und noch einmal einwenig rumgekrault bin, habe ich auch gleich wieder die Vorzüge des Schwimmbades zu schätzen gewußt. Das Wasser war sehr trüb und man konnte nicht zum Grund gucken, mir fehlte jede Orientierung und so gelang es mir nicht vernünftig Kurs zu halten. Da der See sehr schnell sehr tief abfällt, wollte ich nicht zu weit rausgeraten und anderseits auch nicht in die Nichtschwimmerabgrenzung schwimmen. Ein schwieriges Unterfangen. Wie praktisch sind da doch Kacheln am Schwimmbadboden 😎

Nichtsdestotrotz bin ich auch dort halt noch etwas geschwommen, habe mich von der Schwüle erfrischt und bin dann entspannt nachhause geradelt.

Zu guter Letzt zeigen die obigen Bilder, dass es meiner Digi-Cam wieder gutgeht. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Ihre erste urkundliche Erwähnung auf diesem Blog fand sie vor acht Jahren, somit dürfte sie noch etwas älter sein. Vermutlich ist es dieses Alter, was ihrer Wasserdichtheit inzwischen abträglich geworden ist. Als ich sie vor zwei, drei Wochen einmal mit ins Schwimmbad nahm, ist sie nämlich abgesoffen. Sie wollte partout keine Aufnahmen machen und als ich die SD-Karte rausnahm, hingen an dieser Wassertropfen. Auch eineinhalb Wochen später sah es noch so aus:

Sie ging zwar noch an, aber das war es auch. Da erinnerte ich mich, dass Jens so kleine Uhrmacher-Schraubenzieher hat, schraubte sie auf, baute sie auseinander, ließ sie trocknen, baute sie wieder zusammen und siehe da, sie tut`s wieder 😀

Also: Ich kraule relativ entspannt 25 m am Stück, nutze das Fahrrad um mich zum Schwimmen, zum Laufen und sonst wohin transportieren zu lassen, bin vier Kilometer gelaufen und meinem Kamera-Schätzchen (ins Wasser muß sie jetzt nicht mehr) geht es wieder gut. All diese bescheidenen Erfolgserlebnisse machen mich gerade sehr zufrieden und ich hatte einen richtigen guten Tag. In aller Bescheidenheit, ich hätte gerne mehr davon 🙂

No sports! No sports?

Mein letzter Post ist schon beinahe drei Wochen her. Aber was gibt es auch schon zu berichten aus dem Leben eines Nichtsportlers? Meine Schwimmversuche kann ich nicht ernsthaft als Sport zählen, Laufen findet nicht statt und somit sieht es ziemlich mau aus. (Nöl-Modus Ende, damit auch weitergelesen wird 😛 )

Immerhin habe ich am 22.05. mal ein halbwegs anständige Fahrradtour gemacht. Da war in Hude verkaufsoffener Sonntag anläßlich des 1. Huder Frühlingslauf. Jens war in dem Möbelhaus, mit dem er zusammenarbeitet, und der Inhaber war maßgeblich an der Organisation des Laufs beteiligt und hatte mir dazu im Vorfeld sogar einige Fragen gestellt 🙂 Da mußte ich mir das doch anschauen, wenn ich schon nicht mitlaufen konnte.

Die Landschaft ist Richtung Hude zwar auch sehr flach, aber nicht mehr ganz so offen wie direkt um Oldenburg und Richtung Wesermarsch und es läßt sich auf sehr idyllischen Strecken radeln. Beim Anblick der Läufer durfte ich feststellen, dass ich doch sehr gerne mitgelaufen wäre. Sehr schön, erscheint mir das Laufen doch manchmal schon gedanklich in die Ferne abzuschweifen.

50 km war ich an dem Tag unterwegs und fühlte mich als hätte ich die ganze Tour de France absolviert 😆 Allerdings sei angemerkt, dass ich auch etwas auf die Tube gedrückt hatte 😎

Einige Tage fuhr ich nach Berlin. Auch dort kam das Fahrrad zum Einsatz, wenn auch nur auf kurzen Strecken, um einen Freund zu besuchen und um zu einem Baumarkt und zu Möbelhäusern zu fahren. Ansonsten war es ein sehr entspannter Aufenthalt mit lecker Essen, ein wenig Kultur und viel Kontakt mit Freunden in der Stadt.

Ein paar Impressionen:

Ohne Tempelhofer Feld geht es aber nicht, wenigestens ein Spaziergang dorthin mußte sein. Vorbei an einem recht speziellen Berliner Stillleben, …

(Kleine „Anekdote“ am Rande: An dem Eiswagen im Hintergrund vom linken Bild wurde vor ca. vier Jahren am helllichten Tag ein Clan-Mitglied erschossen)

… zum üblichen Treiben auf dem ehemaligen Flugfeld …

Aber es gibt auch Natur zu entdecken:

Nach den sieben oder acht Kilometern dort ging es wenige Tage später nur einmal per pedes durch die Stadt. Größtenteils entlang des Schifffahrtskanals und des Landwehrkanals lief ich weitestgehend über ruhige und schöne Strecken abseits des Verkehrsgewusels insgesamt 14 Kilometer mitten durch die Stadt. Mit dabei war auch der sehr sehenswerte Markt am Maybachufer. Allerdings gibt es von dem ganzen Ausflug nur ein unscharfes Foto, da ich in Begleitung unterwegs war und deshalb das Fotografieren glattweg vergessen habe.

Am Pfingstsamstag bin ich nach Oldenburg zurückgekehrt. Die Autofahrt wurde mir dabei durch ein langes Telefonat mit einem lieben Bloggerfreund sehr verkürzt. Das war sehr angenehm und ich bedanke mich noch einmal bei dem Freund 😎

Am heutigen Dienstag bin ich dann wieder im Freibad gewesen, bei 13° und Nieselregen. Das Bad war bei diesem Wetter schön leer. Nur Fortschritte wollen mir im Moment so recht keine gelingen. Aber vielleicht ändert sich das bald, ich habe nämlich vor Kurzem eine Zufallsbekanntschaft gemacht, aus der sich für mich eventuell ein besseres Kraulenlernen ergeben könnte. Es würde mich freuen, schaun wir mal 🙂

Also es mangelt insgesamt nicht unbedingt an Bewegung, aber ob man es Sport nennen kann, sei einmal dahingestellt 🙂

Fahrrad und Zeit

Das Fahrrad kommt seit einigen Wochen wieder vermehrt zum Einsatz. Zum einen gebe ich offen zu, dass mich die Spritpreise dazu animieren, wirklich jede mögliche Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Dazu wird dann auch schon mal wieder der Anhänger angekoppelt um entspannt den Einkauf zu erledigen. Zum anderen habe ich jetzt auch die Zeit, wobei das Fahrrad in der Stadt eh kaum langsamer wenn nicht sogar schneller als das Auto ist. Schlußendlich macht es die Jahreszeit ja jetzt auch sehr angenehm.

Nachdem seit Samstag das Flötenteich-Freibad geöffnet hat, hat mich mein Fahrrad am Montag das erste Mal auch dorthin gebraucht. Allerdings sind es auch gerade mal drei Fahrrad-Minuten 😎 Gegen 9:30 Uhr war ich im Wasser und es war einfach nur herrlich. Es war wenig los und viel Platz, trotz einer Schulklasse, die sich in einem andere Teil des Beckens tummelte, das ich für meine Kraulversuche auserkoren habe. Dazu ist auch noch der erhoffte Effekt eingetreten, dass es sich im Schwimmbad leichter üben läßt als im See und so ist es mir an dem Montag immerhin schon viermal gelungen so 25 m durchzukraulen. Arme, Beine und Atmung zu koordinieren bleibt aber noch eine Herausforderung und bis ich es halbwegs beherrsche wird wohl noch so manche 10er-Karte durchgehen, die ich mir heute, beim zweiten Besuch, zu gelegt habe. Das Flötenteich-Bad ist ganz nett, allerdings geht es diesen Sommer in seine letzte Saison, weil es einem neuen Hallen- und Gesundheitsbad weichen wird.

Wunderbar auch, dass ich jetzt die Zeit habe um morgens schwimmen zu gehen, wo eben wenig los ist. Das macht es sehr streßfrei und gibt mir auch Sicherheit um in Ruhe zu üben. Zeit habe ich dann auch für ein entspanntes Frühstück danach. Bei dem jetzigen schönen Wetter natürlich auf der Terrasse.

Zeit ist aber auch, um das Fahrrad nicht nur für reine Transportzwecke zu nutzen, sondern um auch mal eine etwas flottere Runde zu drehen. So genoß ich es gestern mit bis zu 32 km/h durch die flachen Lande zu rauschen und dabei meinem Laufrevier mal wieder einen Besuch abzustatten.

So versuche ich langsam die Trägheit, die in den letzten Wochen über mich gekommen ist, wieder etwas abzulegen, was hoffentlich auch meinem Gewicht zuträglich ist, das am Wochenende das erste Mal in meinem Leben die 80 kg-Latte übersprungen hat 😯 Außerdem tut`s dem Gemüt gut, ist ja auch nicht ganz unwichtig 🙂

„Tag ohne Schuhe“

Heute brachte ich mein Auto zur Inspektion und weil ich zur Zeit ja nicht laufe, verfrachtete ich gestern Abend mein Fahrrad in den Kofferraum um von der Werkstatt zurückradeln zu können. Während ich gerade damit beschäftigt war, kam meine Mutter aus ihrer Haustür mit ihrem Telefon am Ohr. „Telefon für Dich, Radio Bremen“ sagte sie zu mir. Dran war der Redakteuer der Morgensendung und wollte mich für ein Interview angesichts des „Tages ohne Schuhe“ am heutigen 10.05. gewinnen. Offensichtlich hat man im Internet gestöbert um jemanden zum Thema zu finden und ist über meinen Blog gestolpert . Da ich eine entsprechende Anfrage-E-Mail nicht so schnell gelesen hatte, suchte man im Telefonbuch nach diesem Dank und fand nur die Telefonnummer meiner Mutter 😀

Lange Rede kurzer Sinn, auch wenn ich von diesem „Tag ohne Schuhe“ noch nie gehört hatte, stand ich natürlich für ein Interview zu Thema „barfuß“ zur Verfügung und freundlicher Weise hat mir Radio Bremen, genauer gesagt Bremen Eins, auch die Genehmigung zur Veröffentlichung auf meinem Blog gegeben.

Mit freundlicher Genehmigung von Radio Bremen

Das ist schon das zweite Interview, dass ich diesem Sender gegeben habe. Vor drei Jahren kam ich schon einmal zum Zuge, als ich meinen ersten Barfuß-Wettkampf gelaufen bin 🙂 Damals kam das sehr spontan zustande.

Ansonsten mache ich das, was ich mir nach dem Abbruch meines Klinikaufenthalts vorgenommen habe: Es mir gutgehen lassen. Mit etwas Schwimmen, etwas Radeln und viel Relaxen.

Damit geht es mir im Augenblick ganz gut und dieses Interview war ein ungeahntes Highlight in diesen Tagen 😀

Feuer mit Benzin löschen

„Wenn ich aus der Klinik wieder da bin, gehen wir essen“, das sagte ich zu Jens an meinem letzten Abend zuhause und so sind wir gestern abend essen gegangen 🙂 Da war ich nämlich schon wieder zuhause, weil ich meinen Ankunftstag in der Klinik auch zum Abreisetag erkoren habe.

Ein grottiges Mittagessen als erste Mahlzeit, nebst Unterhaltung mit meinen Tischnachbarinnen und die Zuweisung meines Zimmers haben mir gereicht um zu entscheiden: Hier bleibst Du nicht. Bei gekochtem Rindfleisch, wässerigen Kartoffeln, fieser Meerrettich-Soße und ungenießbaren Bohnen erzählte mir eine Tischnachbarin, dass sie vor vier Tagen angekommen sei und noch kein Gespräch mit einem Psychologen führen konnte. Eine andere Tischnachbarin erzählte mir, dass es bei ihr Tage gibt, wo überhaupt nichts an Therapien stattfinden würde. Da gäbe es nur die drei Mahlzeiten und sonst nichts, gar nichts. Dazu muß man wissen, dass die Klinik drei Kilometer außerhalb des Ortes mitten in der Pampa liegt.

Mein Zimmer lag im hintersten Winkel der Station. Fast so groß wie ein Tanzsaal und finster, da direkt vorm Fenster Bäume standen, deren Zweige fast an den Scheiben kratzten. Das zweite Fenster gab dafür mehr Weitblick auf den Parkplatz. Kein Fernsehen, kein Radio und bis in den Winkel der Station reicht auch das Klinik-Wlan nicht. Ein Zimmer zum depressiv werden und nicht um die Depression loszuwerden und das für Wochen? 🙄 Ein Zimmertausch wurde aus „organisatorischen“ Gründen abgelehnt.

Das Aufnahmegespräch mit der Stationsärztin war nett, das mit der Oberärztin völlig emotionslos. Routiniert wurde abgefragt, ohne das ich das Gefühl hatte, dass wirklich auf einen eingegangen wurde. Dafür war das Interesse an meiner FFP2-Maske umso größer. „Die sitzt nicht richtig, wir geben ihnen eine andere“. Überhaupt die Maske, gleich nach Ankunft hatte ich sie zwei Stunden ununterbrochen auf der Nase. Was arbeitschutzrechlich schon gar nicht zulässig ist, wird hier um des edlen Gesundheitsschutzes Willen gnadenlos durchgezogen. Corona bedingt sind auch Wochenendheimfahrten nicht erlaubt, es interessiert aber keinen, was Du am Wochenende treibst und mit wieviel Menschen du dich wo triffst.

Solche unsinnigen, widersprüchlichen Corona-Maßnahmen haben mich schon während der letzten zwei Jahre zum Wahnsinn getrieben und nachdem endlich die Maskenpflicht und weiterer Blödsinn aufgehoben sind, holt mich in der Klinik alles wieder ein. Dazu kommt, dass ich als Ungeimpfer bei Kontakt zu einer im Hause positiv getesteten Person die Klinik für die 10-tägige Quarantäne-Zeit verlassen muß, da „darf“ man dann nach Hause. Die Oberärztin hat mir dann auch gleich gesagt, dass es aktuell dauernd positiv getestete Personen im Haus gäbe. Also hätte dieses Damoklesschwert auch noch ständig über mir gehangen. Weitere Kleinigkeiten wie das eine Patientin, die vorher meinen Platz am Esstisch gehabt hat, aber über einen Wechsel in eine andere Essensgruppe offensichtlich nicht informiert wurde und deshalb wutschnabend und fuchsteufelswild den Speiseraum verließ und so weiter und so fort will ich hier gar nicht alle aufführen.

Nein, nein, so kann keine psychosomatische, psychiatrische Behandlung funktioneren. Ein Freund von mir, dem ich kurz vor Abreise erzählt hatte, wie das in der Klinik corona-mäßig so laufen soll, sagte in Bezug auf mein spezielles Verhältnis zu diesem Thema: Das ist ja wie Feuer mit Benzin löschen. Ich konnte nich ahnen, wie recht er haben sollte. Da mein Psychotherapeut hier in Oldenburg jetzt selber erst einmal in eine Reha geht, werde ich mir jetzt erst einmal eine Auszeit von allem Therapie-Gesumse nehmen und einfach versuchen zur Ruhe zu kommen und die Zeit zu genießen. Wie zum Beispiel am Dienstag vor Abreise, wo ich noch einmal zum See geradelt und etwas geschwommen bin. Da habe ich echt mehr von!

Darüber hinaus werde ich mich mal um einen Termin beim Orthopäden kümmern, in der Hoffnung, dass der weiß, wie ich das mit meiner Ferse endlich mal wieder in Ordnung bekomme. Am 14.05. öffnet das Freibad bei mir in der Nähe und ich will vorher nochmal ins Hallenbad, damit ich wenigstens beim Schwimmen langsam mal weiterkomme 🙂

Mit der Entscheidung nicht in der Klinik zu bleiben, bin ich nach erster Aufgewühltheit jetzt mit mir im Reinen. Ein Freund von mir schrieb mir bei WhatsApp: „Wenn sich alles in einem sträubt, dann kann es schwerlich sinnvoll sein, trotzdem zu verweilen, nicht bei seelischer Relevanz und nicht bei wochenlanger Dauer“ Besser kann man es nicht zusammenfassen.

Ein wunderschöner Tag und ein vorläufiges Ende

„Was machen wir Montag?“ fragte Jens zu Beginn der Ostertage. „Etwas schönes“ antwortete ich und das ist uns auch gelungen. Wir haben das Künstlerdorf Worpswede angesteuert. Nordöstlich von Bremen gelegen ist es von Oldenburg ca. 80 km entfernt und ich war noch nie dort und Jens nur vor Jahrenden einmal.

Bei Bilderbuchwetter ging es durch flache Landschaften nach Worpswede, um erstaunt festzustellen, dass es dort sogar leicht hügelig ist. Ich lasse einfach ein paar Bilder sprechen, die allerdings das „hügelige“ nicht wiedergeben.

Worpswede-Impressionen

Etwas Kunst

Auf der Rückfahrt mied ich die Autobahnen und der Weg führte uns am U-Boot-Bunker Valentin vorbei. Jens hat diese gigantische Anlage noch nie gesehen, obwohl er genau auf der anderen Weserseite groß geworden ist. Deshalb machten wir nach dort einen Abstecher. Ich kannte die Anlage schon von einer Rennradtour und einem Lauf. Trotzdem ist dieses über 400 m lange und knapp 100 m breite Monstrüm mit seiner erschütternden Entstehungsgeschichte immer wieder beeindruckend und liegt dazu auch unverschämt schön.

Nach diesem Abstecher setzten wir mit der Fähre über die Weser, fuhren nach Oldenburg und gönnten uns in der Stadt zum Abschluß des Tages ein leckeres Essen.

VORLÄUFIGES ENDE

Am Gründonnerstag hatte ich nach einem vor Wochen stattgefundenen, frustierenden Gespräch mit meinem Arbeitgeber und einem weiteren Gespräch mit der Amtsärtzin auf ihr Geheiß hin einen Termin zur Begutachtung bei einem Psychiater. Diesem Termin habe ich über vier Wochen mit gemischten Gefühlen, Unsicherheit und zunehmender Unruhe und Anspannung entgegen gesehen. Diese Anspannung löste sich binnen Minuten als ich dem Psychiater gegenüber saß. Er war ein cooler Typ in meinem Alter, mit tätowierten Armen und spaciger Frisur. Er hat sofort meine Problematik erkannt, sprach von der Ernsthaftigkeit meiner Erkrankung und hat mich einfach nur verstanden wie kein anderer zuvor. Über die Geschehnisse der letzten 10 Jahre speziell in Bezug auf einen nicht ganz unwesentlichen Teil meines Lebens (ich denke meine Stammleser wissen welche ich meine) war er teilweise entsetzt, empört und fast außer sich. Lange Rede kurzer Sinn: Kern seines Gutachtens wird es sein, dass ich in den vorläufigen Ruhestand versetzt werde, erst einmal befristet für zwei Jahre, um überhaupt erst einmal wieder gesund werden zu können und um Zeit dafür zu haben mich neu zu orientieren.

Nach diesem gut einstündigen Gespräch fuhr ich zurück nach Oldenburg, verbrachte mit Jens seine Mittagspause, hatte danach ein tolles Telefonat mit einer lieben Freundin und danach noch ein Gespräch mit meinem Psychotherapeuten, das wir extra so terminiert hatten, um das Gespräch mit dem Psychiater aufarbeiten zu können. Zu guter Letzt rief dann auch noch die Klinik an, bei der ich für eine Aufnahme auf der Warteliste stand, um mir mitzuteilen, dass ich am 28.04. statt erst in ein paar Monaten aufgenommen werde.

Zuhause ankommen war ich fix und fertig. Ich glaube so fertig wie noch nie in meinem ganzen Leben. Erleichert, aber auch traurig und einfach nur zutiefst erschöpft, mit einem Kopf, der mit den Tagesereignissen total überfordert war. Es folgten ein unruhige Nacht, ein nach wie vor überfüllter Kopf und für eineinhalb Tage ein rebellierender Darm. Das ganze Konstrukt aus meiner Depression, des Nicht wissens wie es weitergeht, das Leben von Monat zu Monat, dieser immerwährende Ausnahmezustand, das alles brach über mir zusammen und erlaubte mir fast kein klares Denken und ich war zu fast nix fähig. So war ich auch überhaupt erst am Ostermontag imstande, diesen Ausflug mit Jens zu unternehmen und zu genießen.

Jetzt bin ich erstmal froh, dass ich in gut einer Woche in die Klinik kann. Bzw. bin ich noch froher wenn ich erst einmal da bin, damit dieses leichte Unbehagen, bezüglich dessen was mich dort erwartet, hoffentlich von mir abfallen kann. Immerhin weiß ich schon, dass die Klinik ein Schwimmbad hat und Sport sicher ein Teil der Therapie sein wird.

Ganz schön strecken

Zarte Wärme fächelte gestern übers Land und nach dem ich mich vormittags schon aufs Fahrrad geschwungen hatte um zu meinem Psychotherapeuten zu radeln, machte ich mich nachmittags noch einmal auf zu einer kleinen Runde durch mein eigentliches Laufgebiet. Dabei galt es auf der ersten Hälfte ganz schön gegen den Wind anzustrampeln, den man auf den Bildern aber so gar nicht sieht. In den Bornhorster Wiesen steht noch recht viel Wasser und bot mir einen schönen Anblick. Zu selten war ich in den letzten Wochen hier.

Heute dann mein erster Lauf nach Rückkehr aus Berlin und der erste nach drei Läufen wieder ohne Sandalen. Dafür mit Informationen zu den Zwergschafen, auf der anderen Seite der Wiese habe ich nämlich ein Schild mit QR-Code entdeckt, der sich auch von dem Foto ablesen läßt. Ansonsten ist die Internetadresse auch in der genannten E-Mail enthalten.

Zwei Wochen war ich auch schon nicht mehr im Wasser und durfte feststellen, dass das lausige Wetter der letzten Zeit der Wassertemperatur keinen Gewinn gebraucht hat. Dafür ließ es sich nach dem kalten Bad bei um die 21 ° herrlich sonnenbaden, wobei ich mich für das Foto ganz schön durchstrecken mußte, damit mein Winter- und wenig Sportspeck nicht so sehr auffällt 😆

Und das kann nur ich: rechts barfuß, links bereift 😛

Eine schwere Entscheidung und ein grottiger Lauf

Der erste Dienstag eines jeden Monats steht immer im Zeichen eines mir sehr wichtigen Meetings. Jetzt bin ja ein paar wenige Tage in Berlin und eine ebenso wichtige Tradition ist es, mit einem meiner besten Freunde hier einen Abend in unsere Stammkneipe zu gehen. Nun war mir das lange Zeit wegen dem ganzen Lockdown- und 2 G- Sch… nicht möglich und Frank hatte nur gestern Zeit und so habe ich mich schlußendlich für Letzteres entschieden. Bei meiner Absage Elke gegenüber, trug sie mir auf auf das Wohl der Meetinggruppe anzustoßen. Das haben Frank und ich uns natürlich nicht nehmen lassen und so war ich doch, wenn auch nur kurz via Smartphone-Bild, beim Meeting dabei 🙂 Ein Hoch auf die moderne Technik 😀

Ich weiß nicht, ob es an der Entscheidung für Bier statt Bildschirm gelegen hat, aber heute hatte ich einen grottigen Lauf auf dem Tempelhofer Feld. So schwer ist mir ein Lauf schon lange nicht mehr gefallen und ich mußte sogar einmal außerhalb meiner Fotostopps stehenbleiben um zu verschnaufen. Erst ganz zum Ende der gerade mal 7,7 km wurde es lockerer, aber da war der Lauf, wie gesagt, dann ja auch schon zu Ende.

Die morgige Bewegung erledigt zum Glück das Auto, es geht zurück nach Oldenburg. Berlin zeigte sich dieser Tage wettertechnisch leider sehr unfreundlich und die Farbtupfer hielten sich in Grenzen.

Das darf das nächste Mal wieder besser werden.

Verkehrt herum

Ne nä? Wer braucht das an einem 31.03. noch, nachdem es doch schon so schön war?:

Als ich gegen Halbdrei laufen gegangen bin, war der meiste Schnee zwar schon wieder weg, aber er hat für reichlich Nässe gesorgt und darüberhinaus wehte ein kräftiger, nasskalter Nordost-Wind bei vielleicht 4°. Bei diesen Witterungsverhältnissen waren die Shammas wieder die adäquate, willkommene Fußbekleidung 😎

Die Zwergschafe haben Lämmer bekommen, vielleicht so groß wie Dackel mit etwas längeren Beinen, total niedlich, wenn auch etwas fotoscheu 🙂

Dem Wetter zum Trotz, ein kurzer Gang ins Wasser mußte sein. Mit Mütze war es auszuhalten 😆

Hin zum Kleinen Bornhorster See bin ich weitestgehend über befestigte Wege gelaufen und zurück über den alten Bahndamm der Braker Bahn und andere lose Pisten. Erstaunlich wie der nasse Schnee schon gegen die lange Trockenheit angearbeitet hat, die Wege waren voller Pfützen und schlammig, da konnten die Shammas gleich einmal ihre Matschtauglichkeit beweisen und haben es auch mit Bravour getan. Nur zweimal mußte ich etwas Dreck an zwei Stellen innen von den Riemen kratzen, da es zu scheuern anfing. Aber das ist bei Sandalen normal.

Nur war das Gelaufe genau verkehrt herum, den Dreck hätte ich mir auf dem Hinweg gönnen sollen, dann wäre er im See geblieben und ich hätte mir den Schmutz nicht zuhause abschrubben brauchen und auch die Shammas hätten nach einem kurzen Bad sicher etwas ziviler ausgesehen 😀

Mit diesem Spätwinterlauf endet auch schon der März, in dem ich es immerhin schon auf 60,7 km (41,4 barfuß) gebracht habe. Auf geht`s in den April!

Von 6 auf 10

Mein heutiges Läufchen führte mich -welch Überraschung- zum Kleinen Bornhorster See. Im Rucksack wie inzwischen immer Badehose und Handtuch. Die neuen Shammas aber nicht, die hatte ich von Anbeginn an den Füßen. Es gelüstete mir einmal danach einfach vor mich hin zu traben ohne großartig auf den Untergrund achten zu müssen und die Strecke dementsprechend zu wählen. Da konnte ich mal frei weg die Schotterpisten laufen.

Am See war bei strahlendem Sonnenschein, allerdings nur so um die 12 °, einiges los. Gerade als ich anfing mich aus den Laufklamotten zu pellen, kam ein Fahrradfahrer, strebte schnurstracks zum Wasser und fing an die Wassertemperatur zu messen. Nicht nur ich fragte ihn nach dem Messerergebnis und er antwortete, dass er es selbst kaum glauben könnte, es wären 10 °. Letzte Woche wären es noch 6 ° gewesen. Vier Grad mehr in einer Woche sind in der Tat ein Sprung, aber es gab ja zu letzt auch einige recht warme Tage.

Na, da konnte ich mich ja getrost in die warmen Fluten stürzen und tatsächlich, ich hatte gar nicht so einen Fluchtreflex wie die Male zuvor und blieb diesmal bestimmt schon zwei, drei Minuten im Wasser 😀 Cool, mal die Wassertemperatur zu erfahren. Speziell auch die der Vorwoche. Da war ich wirklich schon in erfrischendem Wasser gewesen 😎

Zurück ging es dann erneut über Schotter und den alten Bahndamm der Braker Bahn. Erstmalig konnte ich einen 8 km-Lauf in den Shamma Warriers verbuchen. Ich bin von ihnen begeistert. Der Sitz und der Halt sind wirklich hervorragend. Dabei sind sie noch so unkompliziert wie kaum eine andere Sandale anzuziehen. Da könnte ich doch vielleicht öfters auf die Idee kommen deren Komfort zu nutzen und bedenkenlos über alle möglichen Strecken zu laufen.

Zwei Welten

Solange die Sonne scheint und das tut sie zur Zeit ja reichlich und solange das Laufleben nach wie vor eingeschränkt ist, peppe ich meine Läufe nun jeweils mit einem (sehr 😀 ) kurzen Bad im Kleinen Bornhorster See auf. Beim gestrigen dritten Mal zeigte sich auch schon ein kleiner Gewöhnungseffekt oder wird das Wasser einfach nur langsam wärmer? 🙄

16.03.22 mit Schlenker entlang des Großen Bornhorster Sees

Nächster Lauf am 21.03.22

Bei diesem Lauf durften meine neuen Shammas ein zweites Mal „echte“ Kilometer machen. Bislang machten sie nur Strecke, in dem ich sie immer im Laufrucksack mitschleppe 😛 Aber auf dem Rückweg wirkte mein linker Fußballen linksseitig etwas gestresst, nachdem ich auf dem Hinweg über ein Steinchen gelaufen war. Deshalb habe ich per Sandalen für Entlastung gesorgt und dem Shamma-Konto fette 3,6 km hinzugefügt 🙂

Heute gönnte ich mir bei sonnigen 18 ° eine kleine Fahrradtour, nichts wildes, einfach nur zum genießen, schauen, in die Sonne blinzeln und einen vierten Hupfer ins Wasser.

Und nun einmal etwas abseits vom Laufen

Wie das Leben so spielt, lernte ich Anfang des Jahres in den Weiten des WWW Vlad (Name von der Redaktion geändert, mein weiß heutzutage ja nie) aus Russland kennen und wir chatten seitdem alle paar Tage via Telegram. Vlad hat Deutsch studiert und so ist der Austausch völlig problemlos und für mich sehr komfortabel. Wenige Tage nach Ausbruch des Krieges fragte ich wie es ihm geht und bekam zur Antwort:

„Mein Herz bricht und leidet“

Diese rührenden Worte zeigen, dass wahrlich nicht alle Russen mit den Machenschaften eines gewissen Herrn Putin einverstanden sind. Es ist auch für viele Russen ganz schlimm.

Auf der anderen Seite lebt gerade für einige Tage Nadja (auch der Name ist geändert), eine Künstlerin aus der Ukraine, in meiner Wohnung in Berlin. Sie wurde eigentlich von meinen lieben Nachbarn in deren Zuhause aufgenommen. Allerdings kuriert die Tochter meiner Nachbarn gerade ihre Corona-Infektion aus, so dass sie Nadja ein Infektionsrisiko gleich zu Beginn nicht zumuten wollen. So bleibt sie solange in meiner Wohnung, bis die Tochter wieder gesund ist. Meine Nachbarin erzählte, dass Nadja schon viel Schreckliches erlebt hat, bevor sie sich zur Flucht entschlossen hat. Bei meinem nächsten Aufenthalt in Berlin werde ich Nadja kennenlernen und wenn es sich ergibt und paßt, werde ich ihr von Vlads Worten erzählen.

Eigentlich versuche ich ja den Ukraine-Krieg nicht an mich heranzulassen. So ganz scheint es mir wohl nicht zu gelingen. Sobald das Ganze auch nur einwenig ein persönliches Gesicht bekommt, kann es einem aber auch nicht kalt lassen.

Voilà

„Wir erwarten natürlich das erste Badebild dann hier im Blog demnächst!“ Das schrieb Elke in ihrem Kommentar auf meinen Murmeltier-Beitrag. Und voilà:

Heute

Zwergschafe, Frösche, Kalb:

So, Anbaden ist erledigt! 😛

Nicht das Murmeltier grüßt täglich…

… sondern zweimal wöchentlich der Deichläufer den Kleinen Bornhorster See. Er ist halt weiterhin das attraktivste Barfußlaufziel ab Haustür unter 10 Kilometern Gesamtlänge. Täglich grüßt hingegen zur Zeit strahlender Sonnenschein. Nach so vielen frostigen Nächten Ende Februar / Anfang März wie den ganzen Winter nicht, glänzt die Sonne vom blankgeputzen Himmel. Allerdings täuschen die Bilder darüberhinweg, dass es auch über Tag noch ausgesprochen frisch ist. Der nordöstliche Wind dämpft das Frühlingsempfinden, was dem Laufgenuß aber nicht abträglich ist, eher im Gegenteil.

Gefühlt wird der Klein Bornhorster See ganz langsam wärmer. Aber nein, zum Baden ist er mir bei weitem noch nicht warm genug! 😀

Den See werde ich wohl weiter grüßen und die einzig wesentliche Veränderung betrifft wohl am ehesten die Wassertemperatur 😛

Ereignisreiche Tage

Donnerstag vor eineinhalb Wochen hatte ich nach drei Jahren mal wieder einen Check-Up bei meinem Hausarzt, in aller Frühe. Ergebnis: Wenn der Kopf schon Probleme macht, ist wenigstens der Körper fit und gesund. Lediglich mein Vitamin D-Spiegel ist extrem zu niedrig und der Cholesterinwert etwas zu hoch. Gegen den Vitamin D-Mangel gibt es jetzt Pillen, in Zeiten in denen ein Virus durch die Gegend fleucht, ist ein niedriger Vitamin D-Spiegel nämlich etwas kontraproduktiv. Interessant ist, dass mein Fitnesslevel trotz des wenigen bis gar kein Sport in den letzten Monaten auf dem gleichen Level wie 2019 liegt. „Weniger ist manchmal mehr“ war dazu der Kommentar meines Arztes.

Diese Motto nahm ich mir dann gleich für nächsten 11 Tage zu Herzen. Nach dem Check-Up nutzte ich nämlich die Gunst der frühen Stunde um im heftigen Sturm mit dem Auto nach Berlin zu schaukeln. Die Fahrt verlief problemlos, der auf der Huntebrücke umgewehte Sattelzug lag genauso auf der Gegenfahrbahn wie der quer über die Fahrbahn liegende Baum auf der Autobahn kurz vor Berlin. Die zwei aufeinander folgenden Stürme blieben bei uns zum Glück hier wie dort folgenlos. Auch mein Auto überlebte es schadlos, dass es in Berlin unter zwei Bäumen parkte. Um auf das Motto zurückzukommen, ich bin in Berlin und das Wochenende danach in Oldenburg nicht einmal gelaufen. Dafür gab es in Berlin reichlich gutes Essen, zweimal war ich eingeladen und einmal habe ich zum Grünkohlessen eingeladen. Irgendwie hatte ich insgesamt essenstechnisch einen guten Lauf, auch an den Abenden, die ich mich alleine bekochte, war es so lecker geworden, dass ich mich ständig überfressen habe 😆 Folgenlos blieb die ganze Völlerei allerdings auf der Waage, puuuh 😀

Einen Tag war das Wetter so gnädig, dass ich einen längeren Spaziergang unternehmen konnte.

Außerdem zieren jetzt endlich Deckenlampen mein Berliner Wohnzimmer und die Küche. Drei Nachmittage für zwei Lampen spricht für die Qualität Berliner Altbaudecken und der beteiligten Handwerker 😆 Samstag ging es wieder zurück, in einer Rekordzeit von 3:15 Stunden für gute 450 km. Der Verkehr auf den Autobahnen war ruhig, die Fahrt war langweilig und so fuhr ich mal (natürlich nur ausnahmsweise) nach dem Motto „Nur fliegen ist schöner“ 😀

Bye bye, Berlin

Gestern machten Jens und ich einen sonnigen Sonntagssparziergang an der Weser bevor …

… ich heute dann endlich mal wieder laufen war, nicht das aus weniger doch irgendwann mal zu wenig wird 😛 Zur Feier des Tages konnte ich dabei meinen brandneuen Shamma Warriers einweihen, die ich mir endlich mal bestellt hatte und die während meiner Tage in Berlin in Oldenburg angekommen sind. Allerdings mußten erst einmal gute drei Kilometer reichen, zu sehr reizte mich bei dem genialen Wetter das Barfußlaufen.

Was ich aber schon nach den drei Kilometern ahnen kann: Die Warriers sind genial, sie sitzen wie keine andere Sandale am Fuß und der Fersenriemen neigt nicht zum rutschen. Allerdings wollen sie in Ruhe eingetragen werden, wie eine erste kleine Blessur an der Ferse schon nach nur dieser kurzen Distanz zeigt.

Die weiteren 7 m trabte ich also barfuß, genoß die Sonne, die Farben und das viele Wasser, was noch überall steht.

Ein toller Lauf, der nur durch einen Radfahrer getrübt wurde, von dem ich annahm, dass er mich auf mein Barfußlaufen ansprechen würde, stattdessen meinte er mir seine Meinung zum Ukraine-Krieg und der Politik dazu mitteilen zu müssen und ich wurde ihn nur wieder los, in dem ich in einer Hofeinfahrt so tat, als ob ich da zuhause wäre. Das Thema muß ich von einem Wildfremden beim Laufen wirklich nicht haben. Ich bin dann erst weitergelaufen, als er außer Sichweite war. Danach wurde ich von einer anderen Fahrradfahrerin als „tapfer“ tituliert und eine weitere rief mir zu, dass mein Tun gesund sei. Das hat mir dann schon erheblich besser gefallen 😉

Mit dem heutigen Lauf endet auch schon der zweite Laufmonat des Jahres. Exakt mit 50 km, reiner Zufall, ich schwöre. Ungrader sind da mit 38,3 die Barfußkilometer 🙂

Vor dem großen Sturm

In den nächsten Tagen soll es ganz schön winden. Da es ab heute abend so richtig losgehen soll, habe ich vorher noch schnell eine Runde gedreht. Dabei war es zwar auch schon windig, aber in erster Linie mit 12° unglaublich warm. Da war mir sogar schon der ultradünne Windbreaker zuviel. Aber die Temperatur läßt es nicht nur dem Deichläufer warm werden, sondern treibt die Frühjahrsblüher unglaublich früh aus dem Boden.

Zu Wind und Wärme gesellt sich noch viel Wasser. In der Nacht hat es geregnet wie die Sau und genauso sah ich auch schon nach den ersten 600 m auf dem Weg hinter unserem Haus aus. Aber barfuß durch den Matsch laufen macht einfach nur Spaß, ebenso wie durch Pfützen 😎

Es ging wieder zum Kleinen Bornhorster See. Die 4 km sind zur Zeit meine bevorzugte Laufstrecke, kann ich sie doch komplett barfuß laufen und haben sie augenblicklich zusammen mit dem Rückweg doch genau richtige, verträgliche Länge.

So, ich habe fertig, der Sturm kann kommen.

100 %

Fette Leistung würde ich sagen, bei meinen Läufen diese Woche bin ich ausschließlich, sprich zu 100 % barfuß gelaufen. Und das im Februar! Cool, oder?? 😎

Ok, es waren aber auch nur zwei Läufe mit einer Gesamtlänge von 15,2 km 😛 Aber egal. Das Wochenpensum wurde barfuß gelaufen, basta! 😆

Mittwoch ging es bei nieselregnerischen 9 °C über acht Kilometer zu meiner Kneipptour an den Kleinen Bornhorster See. Einmal hin, bis zum Hosenanschlag rein in den Tümpel, dann 100 m durchs Wasser gelatscht und wieder zurück getrabt.

Am heutigen Samstag lachte die Sonne vom strahlendblauen Himmel, da wollte ich mir das Glitzern der Sonnenstrahlen auf den überfluteten Bornhorster Wiesen nicht entgehen lassen. Deshalb lud ich Torben zur 7,2 km langen Runde mal wieder ins Auto um dorthin zu fahren. Ich bat Torben aus dem Auto heraus ein paar Bilder zu machen, da das Wasser zur Zeit wieder bis an die Straße steht und einfach tolle Bilder abgibt.

Schattig war es allerdings, mit irgendwas zwischen 5 und 6 °C und recht frischem, kaltem Wind. Außerdem nutzten viele Ausflüger das schöne Wetter um sich die „Bornhorster Seenplatte“ anzuschauen, was wieder zu vielen Blicken (Torben: Die gucken alle auf deine Füße) und Bemerkungen führte (barfuß, ey). Der Sonnenschein war absolutes Balsam für die Seele und der Lauf trotz seiner Kürze und einer leichten Anstrengung ein Genuß!

Rund um die Wälle

… war das Motto des früheren Oldenburger Citylaufs, bevor dieser vor einigen Jahren im Oldenburger Marathon aufging. Bei diesem Lauf hatte ich meine allererste Wettkampf-Premiere über 10 km 🙂 An dieses Motto erinnerte ich mich, als ich heute mit Torben laufen ging. Es war windig und naßkalt und uns gelüstete es deshalb beide nicht über die freie Steppe zu laufen. So schlug ich einen Stadtkurs vor. Einmal Hafen, rund um die Wälle, die da wären Paradewall, Schloßwall, Theaterwall und Heiligengeistwall, und dann wieder zurück. So machten wir es und es wurde eine nette, kleine Sightseeing-Tour.

Torben war heute nicht zu bremsen und so schoß ich einige Fotos aus dem Lauf heraus, was doch einige Male misslang. Der Lauf war hingegen nicht misslungen. Meine heute wie entfesselt laufende Begleitung mußte zum Ende noch ein kleine Extraschlaufe dranhängen und so bilanziert dieser abwechselungsreiche Lauf mit 8,5 km in 6:17er Pace.

Mit einer 6:50er Peace um einiges ruhiger, dafür komplett barfuß war mein erster Wochenlauf vom Donnerstag. Wieder einmal hin zum Kleinen Bornhorster See, Füße waschen und wieder zurück.

Leider war das Füßewaschen irgendwie nicht nachhaltig. Zurück zuhause waren die Füße wieder so schmutzig, den nach dem vielen Regen schlammigen Wegen sei Dank 😎

Zwei Läufe die Woche, eher etwas kürzer als diese beiden, das soll jetzt erstmal grob das Soll sein. Bislang scheint das ja ganz gut zu funktionieren.

Übertroffen

Der Vorteil des Weniglaufens, gepaart mit meiner langen Krankschreibung ist, dass ich meine Läufe weder bei Dunkelheit noch beim letzten Dreckswetter machen muß. So ließ ich in dieser Woche zwei Tage wegen Schlechtwetter ins Land ziehen. Der Donnerstag war mir dann genehm und ich trabte vier Kilometer in Sandalen zum Kleinen Bornhorster See, kneippte kurz und lief dann vier Kilometer barfuß wieder zurück. Leider zickte auf der ersten Hälfte wieder die Ferse.

Am gestrigen Samstag und heute war es hier recht stürmisch und an der Küste und den größen Flüßen gab es eine Sturmflut. Da wollte ich heute am frühen Nachmittag bei Hochwasser an der Hunte einmal schauen, ob es auch dort etwas besonderes zu sehen gab. Deshalb radelte ich nicht zu Torben, sondern sammelte ihn mit dem Auto ein und wir fuhren zu den Bornhorster Wiesen. Dort und an der Hunte sahen wir, dass es nichts besonderes zu sehen gab 🙂 Aber der Wind pustete noch ordentlich und auch die ganz normale Winterstimmung war sehr schön. Torben war anfänglich nicht begeistert in der baumlosen Steppe dem Wind zu trotzen, aber auch er fand den Lauf echt cool. Cool auch, dass meine Ferse heute zu 100 % friedlich war.

Am späten Nachmittag machten wir nach der Teatime bei meiner Schwiegermutter noch einen kurzen Abstecher zur Weser. Auch hier war alles im grünen Bereich. Allerdings war der Bereich zwischen Weser und Deich großflächig überschwemmt. Dazu gehört auch ein Campingplatz, der im Winter allerdings nicht in Betrieb ist.

Alles im norddeutschen Rahmen also 🙂

Mit dem heutigen Tag endet für mich der erste Laufmonat 2022. Siebenmal war ich laufen und konnte aus zu Beginn genannten Gründen sogar den ein oder anderen Sonnenstrahl genießen. Die Ferse hat bis auf beim Donnerstagslauf keine großartigen Mucken gemacht. Und: Es war der kilometerreichste Monat seit August letzten Jahres, obwohl es gerade mal 54,5 km (31,1 km barfuß) gewesen sind (Die neue Bescheidenheit 🙂 ).

Im ersten Post dieses Jahres hatte ich ja erwähnt, dass ich von 2022 nichts erwarte und somit hat der Januar alle (Nicht-)Erwartungen übertroffen. Die Läufe taten gut! Läuferisch gab es also die ersten kleinen Lichtblicke, für die ich sehr dankbar bin. Schaun wir mal was der Februar bringt… step by step.

Mit Kompromiss verzockt

Mir fehlt total soziales Leben. Kurz vor Weihnachten hat unser Stammrestaurant nach 20 Jahren geschlossen. Jens und ich waren nahezu von Anfang an Gäste dort. In den letzten Jahren waren wir fast immer zweimal die Woche dort. Zu Lockdown-Zeiten hatten wir uns genauso oft Essen geholt und mussten leider leider immer mal ne halbe oder dreiviertel Stunde auf unser Essen warten und überbrückten die Wartezeit bei dem ein oder anderen Bierchen 😛 Jetzt sehen wir viel weniger Menschen. Die meisten igeln sich nach wie vor coronamäßig ein und ich böser Mensch darf ja auch nirgends anderswo hin. Nun, jetzt stehe ich halt noch zwei Abende mehr in der Küche, da ich bei uns zuhause der Küchenchef bin. Einziger Vorteil: Der Allohohl-Konsum hat sich doch merklich reduziert 🙄

Deshalb war ich froh, dass ich heute wieder mit Torben unterwegs war um mal wieder einen anderen Menschen zu sehen und dann dass: Wir hatten uns gar nicht so viel zu erzählen und sind die meiste Zeit schweigend nebeneinander hergetrabt 😆 Immerhin interessierte sich ein Radler für mein Laufen in den FiveFingers und Torben erzählte ihm gleich, dass ich sonst eigentlich immer barfuß laufe 😀

Apropos FiveFingers, diese hatte ich wieder wegen der Fahrradfahrt zu Torben angezogen. Da es mit 6 – 7 ° diesmal nicht ganz so kalt war, habe ich dazu diesmal als Radel-Lauf-Kompromiss eine Dreiviertel-Tight angezogen, dazu Laufunterhemd, dünnes Laufshirt und gelbe Jacke nebst Mütze und Handschuhe. Was auf dem Fahrrad gut war, erwies sich als beim Laufen als viel zu warm und ich wäre vor Hitze fast gestorben. Immerhin konnte ich die Handschuhe in die Jackentaschen stopfen und die Mütze ohrfrei hochklappen 🙂

Naja, beim nächsten gemeinsamen Lauf, zu dem ich zu Torben radel, werde ich bei ihm Teile der Garderobe für den Lauf ablegen. Hätte ich auch schon heute drauf kommen können :-/

Das war`s es auch schon wieder an brandneuen News aus dem zur Zeit nicht so aufregenden Leben des Deichläufers. Zum Schluß nur noch zwei Auf- und Nieder-Bilder 🙂