Immer wieder neue Entdeckungen

Diesen Januar feiere ich mein 14-jähriges Laufjubiläum und durch meine Barfußlauferei mache ich zur Zeit noch wieder reichlich neue Entdeckungen. So durfte ich heute erfahren, dass etwas bleiche Januar-Sonne reicht um Asphalt schon geringfügig zu erwärmen. Diese Wärme übertrug sich ruckzuck auf die Füße, dabei rechnete ich mit ausgesprochener Frische, denn die um die 0 ° fühlten sich durch den eisigen Wind um einiges kälter an.

22.01.19 01

Die zweite Erkenntnis des Tages: Durch Schafe sehr kurzgehaltene Grasnarbe ist gefroren sehr hubbelig und nahezu so hart und pieksig wie Schotter. Drum zog ich den Asphalt vor, schließlich bin ich doch kein Fakir, bin ich nämlich nicht 😀


Mit dem Wind lief es sich sehr angenehm, aber mit dem Wind von vorne biss dieser doch in die zu dünn gehandschuhten Hände und in die Oberschenkel. Durch die Fußbodenheizung war es aber nicht zu kalt für Foto- und Videospielereien 😆

Slowmotion und Superslowmotion in einem Video. Warum das so hintereinander folgt weiß ich aber selber nicht 🙂

Man kann statt Barfuß- aber auch Schlittschuhlaufen. Ich bleibe aber lieber bei ersteren, habe ich doch auf letzteren noch nie gestanden 😀

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Ein Hauch von Winter

Dicke, nasse Flocken während eines Schneeschauers läuteten am Donnerstag Abend auf unserer Utkiek-Runde einen Wetterwechsel ein. Wenn der Schnee auch keine Chance hatte liegenzubleiben, machte das Gestöber im Lichtkegel unserer Lauflampen kurzzeitig fast blind und setzte sich u. a. schaumartig in meine dezente Gesichtsbehaarung 🙂

Tagsdrauf war es dann trocken und kälter und etwas Merkwürdiges zeigte sich am Himmel. Google erklärte diese Merkwürdigkeit als Sonne. Ein cooles Ding, bringt es nach gefühlt unendlichem Dauergrau doch Licht und hinter schrägen Dachfenstern sogar Wärme. Faszinierend!

Am heutigen Sonntag wollte ganz ganz viele Menschen dieses Himmelsphänomen bestaunen und bevölkerten meine Laufstrecken. Zuerst automobil und dann zu Fuß. Komplette Strecken per pedes zurückzulegen ist wohl nur uns Läufern gegeben 😀 Nur die Graugänse, die auf einer Wiese zwischen kleinem und großem Bornhorster See rasteten waren an der Zahl noch größer.

Auch der Parkplatz an meinem Huntelaufrevier war rappeldicke voll. Das Wetterchen war aber auch vom Feinsten, um die 0 ° und so gut wie kein Wind. Lediglich die Sonne war ob der vielen Aufmerksamkeit offensichtlich leicht verschreckt und versuchte sich hinter dünnen Wölkcken zu verstecken. Im Slalom umkurvte ich die Spaziergänger, wohlwissend, dass diese sich auf einem Rundkurs bewegen, den ich wenig später geradeauslaufend verließ. Fortan hatte ich nahezu meine Ruhe und lief auch noch ein kurzes Stück barfuß.

Nach knapp 17 km war ich wieder zuhause. Diese klare, kalte und ruhige Winterluft war ein Genuß und das beste ist, dass uns dieses Wetter sogar noch ein paar Tage erhalten bleiben soll. Das finde ich gut, so haben die Sonne und die Menschen wieder die Möglichkeit sich etwas aneinander zu gewöhnen und ich hoffentlich bald schon wieder nicht mehr ganz so viel Volk auf meinen Wegen 😀

Profillos

Nein nein, mit dem Titel möchte ich nicht ins Politische abgleiten 😛 Vielmehr geht es um meine erneute Erfahrung, dass schuhlos auch profillos laufen bedeutet. Die heutigen zwei Kilometer auf der regennassen und matschigen Krone des Huntedeichs kam ich mir vor als würde ich mit dem Auto gerade sommerbereift durch die Alpen fahren. Die Traktion ließ doch erheblich zu wünschen übrig 😆 Der Weg am Fuße des Deiches war da dann doch erheblich besser laufbar.

Nicht nur bei solchen Schlitterläufen fasziniert es mich immer wieder wie warm die Füße bleiben. 6°, die sich durch Wind und Regen noch kälter anfühlten, sind gar nicht zu merken, während ich über nasses Gras, durch Matsch und durch Pfützen laufe. Der restliche Körper hingegen ist logischerweise dankbar für Isolation gegen Temperatur, Wind und Regen.

In der Regel sind die Füße nach ca. zwei Kilometer auf Betriebstemperatur. Davor komme ich allerdings schon ab und zu schon mal in die Versuchung umzudrehen und mich ins Warme zu verziehen oder gar Schuhe anzuziehen 😆 Aber dann wäre ich ja wieder nur darum bedacht, der größten Nässe auszuweichen, damit die Füße in den Schuhen nach Möglichkeit trockenbleiben. Und eingesaut sind die Schuhe dann auch gleich wieder. Für die Füße hingegen braucht es zum Schluß nur eine Pfütze oder etwas nasse Wiese und schon ist alles wieder blitzeblank 🙂

Bei ähnlichen, lediglich noch etwas frischeren Wetterverhältnissen wie am Sonntag reichte mir heute allerdings die Hälfte der Strecke von Vorgestern, man muß auch mal bescheiden sein! 😀

Widrigkeiten

*** 13. Januar 2019 *** Etappe 3 auf unserem Weg von Oldenburg in das niederländische Bourtange *** Diesmal die Strecke von Friesoythe in das emsländische Bockhorst *** 21 Kilometer ***  Teilnehmer: Antje, Sylke, Axel, Ralf, Stephan und ich *** Wetter? ____ ***

Mit dieser newsticker-ähnlichen Aufzählung könnte man es ja schon fast belassen, wenn, ja wenn da nicht noch das Wetter fehlen würde. Und das Wetter war … nun ja … irgendwie recht beständig 🙂

Aber fangen wir mal von vorne an. Treffpunkt war das Ziel in der Nähe von Bockhorst, von dort aus ging es wie üblich zum Startpunkt, der das Ziel der vorherigen Etappe war. So wurden am Treffpunkt die Taschen und Rucksäcke mit den Wechselklamotten in die dort verbleibenden Autos verfrachtet und mit Stephans Siebensitzer ging es dann zum Start. Dort angekommen verwies Sylke auf einen einsamen Rucksack im Kofferraum. Wem gehört der denn? Mir natürlich 😦 Irgendwie war ich zu verpeilt gewesen und habe meinen Rucksack nicht in eines der beiden anderen Autos umgeladen. Angesichts des Wetters wahrlich mehr als ein Ärgernis, schließlich regnete es ohne Unterlaß. Das war Widrigkeit Nr. 1. Allerdings konnten die nötigsten Klamotten dann doch, aufgeteilt auf die Laufrucksäcke von Sylke, Ralf und mir, mit die Reise zum Ziel antreten.

Aufgings, wobei wir fast das traditionelle Startgruppenfoto vergessen hätten. Das wurde an der ersten Abzweigung schnell nachgeholt und wenig später war es vorbei mit befestigten Wegen und noch etwas später sogar mit dem Weg als solchen. Ein Tor zu einem Hafengelände am Küstenkanal versperrte den früher dort vorhandenen Weg und es ging -Widrigkeit Nr. 2- über weglose Feld- und Flur um das Hafengelände drumherum. Zum Glück war die Strecke aber nicht allzu weit.

Kurz darauf konnten wir ein für diesen Lauf symbolträchtiges Bild aufnehmen. Die am meisten bekleideten Läufer mögen bitte vortreten 😆

Die Hauptwidrigkeit war schlicht und ergreifend der Regen. Starker Regen, Nieselregen, Regen, bis auf wenige Minuten regnete es ohne Unterlaß. Und das wo ich doch gerade erst im vorherigen Post meine momente „Liebe“ zu Regenläufen gestanden hatte 😀

Per se war die Strecke gar nicht schlecht, viele Wege führten uns abseits jeglichen Verkehrs durch weite, teils moorige Landschaften. Die vielfach sandigen Wege wären perfekt zum Laufen und zum Schauen gewesen, wenn man nicht immer darauf bedacht gewesen wäre den teils ozeangroßen Pfützen auszuweichen 😆 Auch hatte ich zwischenzeitlich Bedenken, ob die V-Runs für diesen Lauf eine gute Wahl gewesen sind. Auf dieser Distanz fürchtete ich aufgrund permanenter Näße und aufgeweichter Haut doch eventuelle Scheuerstellen und Blasen. Die vorsichtshalber mitgeführten Zehensocken hätte ich aber nie über die nassen Füße bekommen. Diese Sorge blieb aber unbegründet und so pflügte ich dann auf den letzten zwei Kilometern ohne Rücksicht auf Verluste durch die Pfützen.

Die von uns heißgeliebte zwischenzeitliche Rast begrenzten wir auch auf ein Minimum, komplett naßgerechnet hatte keiner Lust auszukühlen. So war wir auch sehr schnell an der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Esterwegen vorbei, in dem u.a. auch Carl von Ossietzky inhaftiert war, dem Namensgeber der Universität Oldenburg. Bekannt geworden sind die mehren Emslandlager durch das Lied der Moorsoldaten.

Zurück von diesem kleinen geschichtlichen Exkurs zu unserem Lauf. Auf den letzten Kilometern drehte der Regen noch einmal richtig auf und auch der Wind nahm noch zu. In der freien Landschaft war die Näße einfach überall. Von außen, von innen, von unten. Unser aller Regenklamotten hatten schon längst kapituliert und auch Stephans brandneue Gore-Tex-Schuhe konnten sich aufgrund des von den Beinen herauflaufenden Wassers und durch die sich vollgezogenen Socken der eindringenden Näße nicht länger erwehren. Meine Laune verhagelte der Gedanke daran, dass meine Wechselklamotten in den Rucksäcken sicher nicht trocken bleiben würden. Sicher war niemand böse als wir dann unser Ziel erreicht hatten und der Regentropfen, der auf sich just zum Schlußgruppenbild auf die Kameralinse setzte, setzte noch einmal ein abschließendes Symbol für dieses feuchte Vergnügen.

Wider Erwarten waren aber zumindestens Wechselpullover, -hose und -schuhe doch halbwegs trocken geblieben, was meine Laune sofort spürbar steigen ließ. Wäre es doch eine Katastrophe gewesen, wenn ausgerechnet ICH mangels trockener Klamotten für einen Ausfall des Torteessens gesorgt hätte 🙂 Und so konnten im Café nicht nur die Hände wieder warm werden, sondern die gesamten, üppig mit Brennstoff versorgten Körper.

So fiel für mich auch die letzte Widrigkeit kaum mehr ins Gewicht: Als ich in Oldenburg von Stephans auf mein eigenes Auto umgestiegen bin und die letzten Kilometer nachhause fuhr, hatte gerade das 1. Bundesliga-Heimspiel der EWE-Baskets geendet und ich stand noch etwas im Stau, bevor ich mich auf Nebenstrecken nachhause schleichen konnte.

Fazit: Das war bislang das schlechteste Wetter aller bislang gelaufenen Etappen der vergangenen drei Winter. Das hat etwas von der ansonsten ganz schönen Strecke abgelenkt und es wurde auch unterwegs weniger gequasselt. Aber auch unsere Schnacklust wurden im Café ganz schnell wieder warm 😀 Schlußendlich sind wir gelaufen und hatten unseren speziellen Spaß. Das zählt!

Regenfreude! Regenfreude?

Wenn man sich an das gerade vergangene Dürre- und Hitzejahr 2018 erinnert, mag man kaum glauben, dass das Jahr 2017 hier im Norden das genaue Gegenteil gewesen ist. Regen, Regen, Regen, wochenlang, monatelang. Soviel Regen, dass selbst meinereiner, dem bis dahin kein Regen zuviel, kein Wetter zu uselig sein konnte, die Sch… pardon die Nase vom ewigen Naß gestrichen voll hatte.

Nun laß ich gerade heute bei der Doris von Regenfreude, der sie sich auch noch im durch den Regen produzierten Schneematsch hingab. Normalerweise hätte ich ihr die Bedingungen geneidet, aber diesmal rümpfte ich nur etwas die noch gestrichen volle Nase.

Zwar weiche ich nach wie vor keinem Regen aus, aber wenn ich sonst ganz traurig war, weil es regnete wenn ich nicht laufen konnte und dieser Regen dann zum Laufen schon wieder vorbei war, so bin ich jetzt nicht böse wenn sich die Pladderei zum Laufen bereits wieder verzogen hat.

Scheinbar nicht umsonst war der Oktober in 2018 mein laufstärkster Monat, weil warm, sonnig, trocken, herrlich. Aber naß, naßkalt? Bäh! Fehlt nur noch, dass ich den Wind auch nicht mehr, dann wirds ernst :mrgreen:

Schon interessant wie sich die Befindlichkeiten so verändern und ich bin gespannt ob und wann die Regenfreude bei mir wieder zurückkehrt.

Gestern habe ich ob des strömenden Regens gepaart mit Sturm tatsächlich das Laufen geschwänzt bzw. auf heute verschoben (klingt besser). Weil für heute war Sonne angesagt. Die war auch da, wenn auch der kalte Nordwind die realen 4° gefühlt leicht ins Minus trieb und trotz Handschuhen für kalte Hände sorgte.

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Gestern Regen und Sturm

 

Aber, wie gesagt, kein Regen 🙂 Apropos Regen: Ob es bei uns wohl diesen Winter auch noch Schnee gibt? Und wenn ja, habe ich da denn Bock drauf? Egal, es kommt wie es kommt. Im Moment ist er ja zwischen dem Norden und manchen Regionen im Süden doch etwas ungleich verteilt 😆

 

 

 

Holprig

… startet für mich das Jahr 2019, gepaart mit einer traurigen Nachricht aus Berlin. So bin ich froh, dass wenigstens läuferisch nach wie vor alles in der Spur ist.

Beim einem ersten Lauf 2019 am Neujahrstag ließ sich sogar die Sonne nicht lumpen und zeigte sich pünktlich zum Laufstart um ebenso pünktlich zum Endes des Laufs wieder zu verschwinden.

Auf dem letzten Kilometer begegneten mir noch Pia und Axel, die auch gerne an den Etappenläufen teilnehmen. So ist lauftechnisch der Start in das neue Jahr sehr angenehm gewesen.

Donnerstags sammelte ich über Mittag die ersten Barfußkilometer …

… und lief abends am Utkiek für mich alleine, um die schlechte Nachricht aus Berlin zu verdauen.

Am heutigen Sonntag folgte der erste längere Lauf des neuen Jahres bei sehr gemischtem Wetter. Er schlug mit gut 20 km zu Buche.

Schauen wir mal wie dieses Jahr so weitergeht. Ob ein Weg zu Ende geht oder erst anfängt liegt schließlich immer im Auge des Betrachters 🙂

06.01.19 03

Besonders und spannend oder besonders spannend

Auf den letzten Drücker in diesem Jahr erscheint jetzt auch noch mein Rückblick auf mein Laufjahr 2018. Es war ein besonderes und spannendes, ja wirklich ein besonders spannendes Jahr für mich. Galt es doch die 2017 begonnende Umstellung auf das minimale Laufen voranzutreiben. Die Frage war: Kriege ich das hin? Vorallem beschwerde- und verletzungsfrei? Heute kann ich sagen: Ja, es hat geklappt. 2018 bin ich ausschließlich mit null Dämpfung und null Sprengung unterwegs gewesen. Bis auf eine zeitweilige Muskelverhärtung in der Wade gab es über das Jahr auch null Probleme. Das macht mich glücklich und dankbar.

Lediglich mein eh schon bescheidenes Tempo ist im Rahmen der Umstellung noch etwas weiter gesunken, Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Daran ändert auch nichts, dass ich dieses Jahr zwischendurch auch die schnellsten Kilometer meines bisherigen Läuferlebens gerannt bin.

Mit Herzklopfen sah ich auch dem Berlin-Marathon entgegen. Kann ich den minimal laufen? Ist das nicht noch zu früh? Wird das nicht zuviel? Die Vorbereitungskilometer verliefen allerdings absolut problemlos und so schwenkte ich in meiner Planung, den Marathon in den Merrell Vapors zu laufen, sogar noch einmal zugunsten der V-Runs um. Und wenn es auch der langsamste meiner bisherigen Marathons gewesen ist, 42,195 km mit den FiveFingers an den Füßen: I did it ❗

Ausgebremst wurde ich in diesem Jahr lediglich durch eine Grippe, eine kleine OP und durch den Hitzesommer, der einfach nichts für mein Naturell gewesen ist. Noch nie lief ich in einem Jahr so viel nicht nur unten ohne, sondern auch oben ohne. Entgegen meines Statistik-Splins habe ich diese Shirtless-Kilometer allerdings nicht zahlenmäßig erfaßt 😆 Der ein oder odere Lauf endete aufgrund der Hitze auch mal im Woldsee oder im Kleinen Bornhorster See, dass war herrlich!

Apropos Statistik: Abschließend mit meinem heutigen Lauf kamen 2030 km zusammen. Damit ist die magsiche 2.000er Grenze das dritte Jahr in Folge gefallen. Das war im Rahmen meines Umstellungsprogramm weder zu erwarten noch beabsichtigt. Genauso wenig wie die Tatsache, dass mit gut 551 km (27,17 % aller Jahreskilometer) die blanken Füße am zweithäufigsten zum Einsatz kamen. Den Löwenanteil, nämlich 1.161,8 km, lief ich in meinen inzwischen absoluten Favoriten, den FiveFingers (V-Runs: 915,8 und V-Trails 246 km). Die verbleibenden 317 km verteilten sich auf mein restliches Minimalschuhsammelsurium.

Das Fazit für dieses besonders spannende Laufjahr 2018: Die Umstellung auf das Minimal- und sogar ein Stück weit auf das Barfußlaufen ist gelungen. Etwas schneller als ich mir dachte und vorgenommen hatte. Ich bin extrem zufrieden und werde dieser Art des Laufens definitiv treu bleiben.

Und wie soll es 2019 weitergehen? Einfach nur laufen, laufen, laufen ❗ Im kommenden Jahr werde ich mich weitestgehend freihalten von irgendwelchem Lauftermin“streß“. So wird es keinen Syltlauf, keinen Hermannslauf und keine Marathon geben. Lediglich ein Halbmarathon, ein ganz spezieller und vorallem besonders kurzer Lauf und der dritte Teil eines gewissen Staffellausf stehen auf dem Programm. Reicht! Laufen um des Laufens Willen, ich freue mich darauf.

Euch allen ein gutes, glückliches und vorallem gesundes…

31.12.18 01

 

 

 

Muskelkater

Eineinhalb freie Feiertags-Wochen nahezu ohne Sonne, nur trüb und grau. Das muß erst einmal aushalten können 🙂 Die läuferische Bewegung halte ich im Augenblick auch etwas gedeckelt, einem hartnäckigen Husten zur Liebe. Was also anfangen mit der vielen freien Zeit?

Da kam mir in den Sinn, dass ich doch im März diesen Jahres auf Sylt aus einer Laune ein Puzzle vom Hörnumer Leuchtturm gekauft hatte. Gepuzzelt habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr. So habe ich gestern mal spontan die Puzzleteile auf dem Fußboden ausgebreitet und bin seitdem mit Begeisterung dabei, das Bild zusammenzufrickeln. Ich konnte ja nicht ahnen, dass das Rumgerutsche auf dem Boden für einen alten Mann in den Fünfzigern offensichtlich eine erhebliche Anstrengung bedeutet, die sich heute in Form eines ausgewachsenen Muskelkaters in beiden A….backen, pardon im Allerwertesten ausdrückt 😆

Aber egal, frei nach dem Motto: Der Schmerz geht, der Stolz Spaß bleibt, puzzle ich fleißig weiter, bis das Meisterwerk vollendet ist 😎

Sonderkonjunktur

Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit erlebt mein Blog eine kleine Sonderkonjunktur. Jedes Jahr zur festlichen Zeit kämpfen die Menschen offensichtlich mit den guten Tagen und besinnen sich dann googelnder Weise des Goethe zugeschreibenen Zitats „Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen“ und landen auf einem Blogbeitrag von mir vom 01.01.2012. Somit ist dieser Blogbeitrag tatsächlich der mit den meisten Klicks ever und wird es wohl auch bleiben, weil wie gesagt: Alle Jahre wieder … Witzig 😀

Damit für mich die Reihe von guten Tagen leichter zu ertragen ist, bin ich am Heiligabend noch eine ausführliche Runde gelaufen. Und zwar ohne Begleitung, mit einer Beleidigung und einem netten Gespräch. Ohne Begleitung, weil mein traditioneller Weihnachtslaufpartner Heimo erkältungsbedingt absagen mußte. Mit einer Beleidung, weil mich eine entgegenkommende Fahrradfahrerin aufgrund meiner Barfußigkeit als bescheuert bezeichnete. Ich rief ihr daraufhin Frohe Weihnachten hinterher, allerdings ergänzt um eine unflätige Bemerkungen. Es hat mich schon geärgert mich beleidigen lassen zu müssen, aber im weiteren Laufverlauf tat mir die Frau fast schon wieder leid. Wie armselig muß man sein, am Heiligabend Leute zu beleidigen, nur weil sie irgendwie anders sind.

Dafür war wenig später ein Gespräch mit einem Liegeradfahrer umso netter. So fand er z. B. meine Tattoos toll und mußte mir auch unbedingt seine zeigen, wozu er die Hosenbeine hochzog und auf der linken Wade u. a. ein „Links“ und auf der rechten Wade u. a. eine „Rechts“ zum Vorschein kam. Damit war die Welt dann für mich auch wieder in Ordnung und …

…. 17 nicht komplett barfüße Kilometer später war ich wieder zuhause und bereit fürs Fest 🙂

Heute holte ich mir den Appetit für das letzte dicke Weihnachtsessen bei einem Vormittagslauf. Zeitlich bedingt zwar nur knapp acht Kilometer, aber immerhin. Dabei begleitete mich auf dem kurzen Trip zum Großen Bornhorster See und zurück eine ruhige, nebelige Wetterlage .

Mit diesen beiden Läufen waren und sind die Weihnachtstage für mich gut zu ertragen. Ich hoffe, dass es Euch ähnlich geht und wenn nicht landet er eventuell über den Umweg Goethe auch auf meinem Blog 😆

Wiehnacht op`n Utkiek

Nichts ist wohl so mit Traditionen behaftet wie Weihnachten. Da ist es natürlich inzwischen auch eine schöne Tradition am letzten Donnerstag vor Weihnachten nach unserem „Berglauf“ auf dem Utkiek eine kleine Weihnachtsfeier abzuhalten.

So bekam ein ansonsten nicht gerade einladend wirkender, graffitiverschmierterverzierter Unterstand ruckzuck ein gemütlich-festliches Ambiente und auch der vorher munter plätschernde Regen hörte exakt zu Beginn des geselligen Beisammenseins auf.

Allerdings waren Uli und ich beim letzten Vorweihnachts-Utkiek-Lauf nicht dabei. Ein schwerer, tragischer Verkehrsunfall hatte schon seit mittags zu einer stundenlangen Vollsperrung der Stadtautobahn geführt, woraufhin der Vorweihnachtsverkehr im gesamten Stadtgebiet und auf allen Ausweichstrecken zusammengebrochen war. Wir kamen deshalb erst mit erheblicher Verspätung am Utkiek an. Als wir endlich dann endlich eingetroffen waren, hätten wir uns für gerade noch um die vier Kilometer Laufstrecke naßregnen lassen können. Das hatten wir uns denn auch gespart und gingen gleich zum geselligen Teil über.

Bei allerlei Köstlichkeiten und Heißgetränken standen wir im gemütlichen Klönschnack beieinander bis …

… den Läufern dann doch langsam frisch wurde. Daraufhin war das Weihnachtsambiente in Windeseile wieder in den Kofferräumen verschwunden und in einer Woche sehen wir uns schon wieder zum letzten Utkiek-Lauf des Jahres 2018.