Fahrrad und Zeit

Das Fahrrad kommt seit einigen Wochen wieder vermehrt zum Einsatz. Zum einen gebe ich offen zu, dass mich die Spritpreise dazu animieren, wirklich jede mögliche Strecke mit dem Fahrrad zu fahren. Dazu wird dann auch schon mal wieder der Anhänger angekoppelt um entspannt den Einkauf zu erledigen. Zum anderen habe ich jetzt auch die Zeit, wobei das Fahrrad in der Stadt eh kaum langsamer wenn nicht sogar schneller als das Auto ist. Schlußendlich macht es die Jahreszeit ja jetzt auch sehr angenehm.

Nachdem seit Samstag das Flötenteich-Freibad geöffnet hat, hat mich mein Fahrrad am Montag das erste Mal auch dorthin gebraucht. Allerdings sind es auch gerade mal drei Fahrrad-Minuten 😎 Gegen 9:30 Uhr war ich im Wasser und es war einfach nur herrlich. Es war wenig los und viel Platz, trotz einer Schulklasse, die sich in einem andere Teil des Beckens tummelte, das ich für meine Kraulversuche auserkoren habe. Dazu ist auch noch der erhoffte Effekt eingetreten, dass es sich im Schwimmbad leichter üben läßt als im See und so ist es mir an dem Montag immerhin schon viermal gelungen so 25 m durchzukraulen. Arme, Beine und Atmung zu koordinieren bleibt aber noch eine Herausforderung und bis ich es halbwegs beherrsche wird wohl noch so manche 10er-Karte durchgehen, die ich mir heute, beim zweiten Besuch, zu gelegt habe. Das Flötenteich-Bad ist ganz nett, allerdings geht es diesen Sommer in seine letzte Saison, weil es einem neuen Hallen- und Gesundheitsbad weichen wird.

Wunderbar auch, dass ich jetzt die Zeit habe um morgens schwimmen zu gehen, wo eben wenig los ist. Das macht es sehr streßfrei und gibt mir auch Sicherheit um in Ruhe zu üben. Zeit habe ich dann auch für ein entspanntes Frühstück danach. Bei dem jetzigen schönen Wetter natürlich auf der Terrasse.

Zeit ist aber auch, um das Fahrrad nicht nur für reine Transportzwecke zu nutzen, sondern um auch mal eine etwas flottere Runde zu drehen. So genoß ich es gestern mit bis zu 32 km/h durch die flachen Lande zu rauschen und dabei meinem Laufrevier mal wieder einen Besuch abzustatten.

So versuche ich langsam die Trägheit, die in den letzten Wochen über mich gekommen ist, wieder etwas abzulegen, was hoffentlich auch meinem Gewicht zuträglich ist, das am Wochenende das erste Mal in meinem Leben die 80 kg-Latte übersprungen hat 😯 Außerdem tut`s dem Gemüt gut, ist ja auch nicht ganz unwichtig 🙂

„Tag ohne Schuhe“

Heute brachte ich mein Auto zur Inspektion und weil ich zur Zeit ja nicht laufe, verfrachtete ich gestern Abend mein Fahrrad in den Kofferraum um von der Werkstatt zurückradeln zu können. Während ich gerade damit beschäftigt war, kam meine Mutter aus ihrer Haustür mit ihrem Telefon am Ohr. „Telefon für Dich, Radio Bremen“ sagte sie zu mir. Dran war der Redakteuer der Morgensendung und wollte mich für ein Interview angesichts des „Tages ohne Schuhe“ am heutigen 10.05. gewinnen. Offensichtlich hat man im Internet gestöbert um jemanden zum Thema zu finden und ist über meinen Blog gestolpert . Da ich eine entsprechende Anfrage-E-Mail nicht so schnell gelesen hatte, suchte man im Telefonbuch nach diesem Dank und fand nur die Telefonnummer meiner Mutter 😀

Lange Rede kurzer Sinn, auch wenn ich von diesem „Tag ohne Schuhe“ noch nie gehört hatte, stand ich natürlich für ein Interview zu Thema „barfuß“ zur Verfügung und freundlicher Weise hat mir Radio Bremen, genauer gesagt Bremen Eins, auch die Genehmigung zur Veröffentlichung auf meinem Blog gegeben.

Mit freundlicher Genehmigung von Radio Bremen

Das ist schon das zweite Interview, dass ich diesem Sender gegeben habe. Vor drei Jahren kam ich schon einmal zum Zuge, als ich meinen ersten Barfuß-Wettkampf gelaufen bin 🙂 Damals kam das sehr spontan zustande.

Ansonsten mache ich das, was ich mir nach dem Abbruch meines Klinikaufenthalts vorgenommen habe: Es mir gutgehen lassen. Mit etwas Schwimmen, etwas Radeln und viel Relaxen.

Damit geht es mir im Augenblick ganz gut und dieses Interview war ein ungeahntes Highlight in diesen Tagen 😀

Feuer mit Benzin löschen

„Wenn ich aus der Klinik wieder da bin, gehen wir essen“, das sagte ich zu Jens an meinem letzten Abend zuhause und so sind wir gestern abend essen gegangen 🙂 Da war ich nämlich schon wieder zuhause, weil ich meinen Ankunftstag in der Klinik auch zum Abreisetag erkoren habe.

Ein grottiges Mittagessen als erste Mahlzeit, nebst Unterhaltung mit meinen Tischnachbarinnen und die Zuweisung meines Zimmers haben mir gereicht um zu entscheiden: Hier bleibst Du nicht. Bei gekochtem Rindfleisch, wässerigen Kartoffeln, fieser Meerrettich-Soße und ungenießbaren Bohnen erzählte mir eine Tischnachbarin, dass sie vor vier Tagen angekommen sei und noch kein Gespräch mit einem Psychologen führen konnte. Eine andere Tischnachbarin erzählte mir, dass es bei ihr Tage gibt, wo überhaupt nichts an Therapien stattfinden würde. Da gäbe es nur die drei Mahlzeiten und sonst nichts, gar nichts. Dazu muß man wissen, dass die Klinik drei Kilometer außerhalb des Ortes mitten in der Pampa liegt.

Mein Zimmer lag im hintersten Winkel der Station. Fast so groß wie ein Tanzsaal und finster, da direkt vorm Fenster Bäume standen, deren Zweige fast an den Scheiben kratzten. Das zweite Fenster gab dafür mehr Weitblick auf den Parkplatz. Kein Fernsehen, kein Radio und bis in den Winkel der Station reicht auch das Klinik-Wlan nicht. Ein Zimmer zum depressiv werden und nicht um die Depression loszuwerden und das für Wochen? 🙄 Ein Zimmertausch wurde aus „organisatorischen“ Gründen abgelehnt.

Das Aufnahmegespräch mit der Stationsärztin war nett, das mit der Oberärztin völlig emotionslos. Routiniert wurde abgefragt, ohne das ich das Gefühl hatte, dass wirklich auf einen eingegangen wurde. Dafür war das Interesse an meiner FFP2-Maske umso größer. „Die sitzt nicht richtig, wir geben ihnen eine andere“. Überhaupt die Maske, gleich nach Ankunft hatte ich sie zwei Stunden ununterbrochen auf der Nase. Was arbeitschutzrechlich schon gar nicht zulässig ist, wird hier um des edlen Gesundheitsschutzes Willen gnadenlos durchgezogen. Corona bedingt sind auch Wochenendheimfahrten nicht erlaubt, es interessiert aber keinen, was Du am Wochenende treibst und mit wieviel Menschen du dich wo triffst.

Solche unsinnigen, widersprüchlichen Corona-Maßnahmen haben mich schon während der letzten zwei Jahre zum Wahnsinn getrieben und nachdem endlich die Maskenpflicht und weiterer Blödsinn aufgehoben sind, holt mich in der Klinik alles wieder ein. Dazu kommt, dass ich als Ungeimpfer bei Kontakt zu einer im Hause positiv getesteten Person die Klinik für die 10-tägige Quarantäne-Zeit verlassen muß, da „darf“ man dann nach Hause. Die Oberärztin hat mir dann auch gleich gesagt, dass es aktuell dauernd positiv getestete Personen im Haus gäbe. Also hätte dieses Damoklesschwert auch noch ständig über mir gehangen. Weitere Kleinigkeiten wie das eine Patientin, die vorher meinen Platz am Esstisch gehabt hat, aber über einen Wechsel in eine andere Essensgruppe offensichtlich nicht informiert wurde und deshalb wutschnabend und fuchsteufelswild den Speiseraum verließ und so weiter und so fort will ich hier gar nicht alle aufführen.

Nein, nein, so kann keine psychosomatische, psychiatrische Behandlung funktioneren. Ein Freund von mir, dem ich kurz vor Abreise erzählt hatte, wie das in der Klinik corona-mäßig so laufen soll, sagte in Bezug auf mein spezielles Verhältnis zu diesem Thema: Das ist ja wie Feuer mit Benzin löschen. Ich konnte nich ahnen, wie recht er haben sollte. Da mein Psychotherapeut hier in Oldenburg jetzt selber erst einmal in eine Reha geht, werde ich mir jetzt erst einmal eine Auszeit von allem Therapie-Gesumse nehmen und einfach versuchen zur Ruhe zu kommen und die Zeit zu genießen. Wie zum Beispiel am Dienstag vor Abreise, wo ich noch einmal zum See geradelt und etwas geschwommen bin. Da habe ich echt mehr von!

Darüber hinaus werde ich mich mal um einen Termin beim Orthopäden kümmern, in der Hoffnung, dass der weiß, wie ich das mit meiner Ferse endlich mal wieder in Ordnung bekomme. Am 14.05. öffnet das Freibad bei mir in der Nähe und ich will vorher nochmal ins Hallenbad, damit ich wenigstens beim Schwimmen langsam mal weiterkomme 🙂

Mit der Entscheidung nicht in der Klinik zu bleiben, bin ich nach erster Aufgewühltheit jetzt mit mir im Reinen. Ein Freund von mir schrieb mir bei WhatsApp: „Wenn sich alles in einem sträubt, dann kann es schwerlich sinnvoll sein, trotzdem zu verweilen, nicht bei seelischer Relevanz und nicht bei wochenlanger Dauer“ Besser kann man es nicht zusammenfassen.

Ein wunderschöner Tag und ein vorläufiges Ende

„Was machen wir Montag?“ fragte Jens zu Beginn der Ostertage. „Etwas schönes“ antwortete ich und das ist uns auch gelungen. Wir haben das Künstlerdorf Worpswede angesteuert. Nordöstlich von Bremen gelegen ist es von Oldenburg ca. 80 km entfernt und ich war noch nie dort und Jens nur vor Jahrenden einmal.

Bei Bilderbuchwetter ging es durch flache Landschaften nach Worpswede, um erstaunt festzustellen, dass es dort sogar leicht hügelig ist. Ich lasse einfach ein paar Bilder sprechen, die allerdings das „hügelige“ nicht wiedergeben.

Worpswede-Impressionen

Etwas Kunst

Auf der Rückfahrt mied ich die Autobahnen und der Weg führte uns am U-Boot-Bunker Valentin vorbei. Jens hat diese gigantische Anlage noch nie gesehen, obwohl er genau auf der anderen Weserseite groß geworden ist. Deshalb machten wir nach dort einen Abstecher. Ich kannte die Anlage schon von einer Rennradtour und einem Lauf. Trotzdem ist dieses über 400 m lange und knapp 100 m breite Monstrüm mit seiner erschütternden Entstehungsgeschichte immer wieder beeindruckend und liegt dazu auch unverschämt schön.

Nach diesem Abstecher setzten wir mit der Fähre über die Weser, fuhren nach Oldenburg und gönnten uns in der Stadt zum Abschluß des Tages ein leckeres Essen.

VORLÄUFIGES ENDE

Am Gründonnerstag hatte ich nach einem vor Wochen stattgefundenen, frustierenden Gespräch mit meinem Arbeitgeber und einem weiteren Gespräch mit der Amtsärtzin auf ihr Geheiß hin einen Termin zur Begutachtung bei einem Psychiater. Diesem Termin habe ich über vier Wochen mit gemischten Gefühlen, Unsicherheit und zunehmender Unruhe und Anspannung entgegen gesehen. Diese Anspannung löste sich binnen Minuten als ich dem Psychiater gegenüber saß. Er war ein cooler Typ in meinem Alter, mit tätowierten Armen und spaciger Frisur. Er hat sofort meine Problematik erkannt, sprach von der Ernsthaftigkeit meiner Erkrankung und hat mich einfach nur verstanden wie kein anderer zuvor. Über die Geschehnisse der letzten 10 Jahre speziell in Bezug auf einen nicht ganz unwesentlichen Teil meines Lebens (ich denke meine Stammleser wissen welche ich meine) war er teilweise entsetzt, empört und fast außer sich. Lange Rede kurzer Sinn: Kern seines Gutachtens wird es sein, dass ich in den vorläufigen Ruhestand versetzt werde, erst einmal befristet für zwei Jahre, um überhaupt erst einmal wieder gesund werden zu können und um Zeit dafür zu haben mich neu zu orientieren.

Nach diesem gut einstündigen Gespräch fuhr ich zurück nach Oldenburg, verbrachte mit Jens seine Mittagspause, hatte danach ein tolles Telefonat mit einer lieben Freundin und danach noch ein Gespräch mit meinem Psychotherapeuten, das wir extra so terminiert hatten, um das Gespräch mit dem Psychiater aufarbeiten zu können. Zu guter Letzt rief dann auch noch die Klinik an, bei der ich für eine Aufnahme auf der Warteliste stand, um mir mitzuteilen, dass ich am 28.04. statt erst in ein paar Monaten aufgenommen werde.

Zuhause ankommen war ich fix und fertig. Ich glaube so fertig wie noch nie in meinem ganzen Leben. Erleichert, aber auch traurig und einfach nur zutiefst erschöpft, mit einem Kopf, der mit den Tagesereignissen total überfordert war. Es folgten ein unruhige Nacht, ein nach wie vor überfüllter Kopf und für eineinhalb Tage ein rebellierender Darm. Das ganze Konstrukt aus meiner Depression, des Nicht wissens wie es weitergeht, das Leben von Monat zu Monat, dieser immerwährende Ausnahmezustand, das alles brach über mir zusammen und erlaubte mir fast kein klares Denken und ich war zu fast nix fähig. So war ich auch überhaupt erst am Ostermontag imstande, diesen Ausflug mit Jens zu unternehmen und zu genießen.

Jetzt bin ich erstmal froh, dass ich in gut einer Woche in die Klinik kann. Bzw. bin ich noch froher wenn ich erst einmal da bin, damit dieses leichte Unbehagen, bezüglich dessen was mich dort erwartet, hoffentlich von mir abfallen kann. Immerhin weiß ich schon, dass die Klinik ein Schwimmbad hat und Sport sicher ein Teil der Therapie sein wird.

Ganz schön strecken

Zarte Wärme fächelte gestern übers Land und nach dem ich mich vormittags schon aufs Fahrrad geschwungen hatte um zu meinem Psychotherapeuten zu radeln, machte ich mich nachmittags noch einmal auf zu einer kleinen Runde durch mein eigentliches Laufgebiet. Dabei galt es auf der ersten Hälfte ganz schön gegen den Wind anzustrampeln, den man auf den Bildern aber so gar nicht sieht. In den Bornhorster Wiesen steht noch recht viel Wasser und bot mir einen schönen Anblick. Zu selten war ich in den letzten Wochen hier.

Heute dann mein erster Lauf nach Rückkehr aus Berlin und der erste nach drei Läufen wieder ohne Sandalen. Dafür mit Informationen zu den Zwergschafen, auf der anderen Seite der Wiese habe ich nämlich ein Schild mit QR-Code entdeckt, der sich auch von dem Foto ablesen läßt. Ansonsten ist die Internetadresse auch in der genannten E-Mail enthalten.

Zwei Wochen war ich auch schon nicht mehr im Wasser und durfte feststellen, dass das lausige Wetter der letzten Zeit der Wassertemperatur keinen Gewinn gebraucht hat. Dafür ließ es sich nach dem kalten Bad bei um die 21 ° herrlich sonnenbaden, wobei ich mich für das Foto ganz schön durchstrecken mußte, damit mein Winter- und wenig Sportspeck nicht so sehr auffällt 😆

Und das kann nur ich: rechts barfuß, links bereift 😛

Eine schwere Entscheidung und ein grottiger Lauf

Der erste Dienstag eines jeden Monats steht immer im Zeichen eines mir sehr wichtigen Meetings. Jetzt bin ja ein paar wenige Tage in Berlin und eine ebenso wichtige Tradition ist es, mit einem meiner besten Freunde hier einen Abend in unsere Stammkneipe zu gehen. Nun war mir das lange Zeit wegen dem ganzen Lockdown- und 2 G- Sch… nicht möglich und Frank hatte nur gestern Zeit und so habe ich mich schlußendlich für Letzteres entschieden. Bei meiner Absage Elke gegenüber, trug sie mir auf auf das Wohl der Meetinggruppe anzustoßen. Das haben Frank und ich uns natürlich nicht nehmen lassen und so war ich doch, wenn auch nur kurz via Smartphone-Bild, beim Meeting dabei 🙂 Ein Hoch auf die moderne Technik 😀

Ich weiß nicht, ob es an der Entscheidung für Bier statt Bildschirm gelegen hat, aber heute hatte ich einen grottigen Lauf auf dem Tempelhofer Feld. So schwer ist mir ein Lauf schon lange nicht mehr gefallen und ich mußte sogar einmal außerhalb meiner Fotostopps stehenbleiben um zu verschnaufen. Erst ganz zum Ende der gerade mal 7,7 km wurde es lockerer, aber da war der Lauf, wie gesagt, dann ja auch schon zu Ende.

Die morgige Bewegung erledigt zum Glück das Auto, es geht zurück nach Oldenburg. Berlin zeigte sich dieser Tage wettertechnisch leider sehr unfreundlich und die Farbtupfer hielten sich in Grenzen.

Das darf das nächste Mal wieder besser werden.

Verkehrt herum

Ne nä? Wer braucht das an einem 31.03. noch, nachdem es doch schon so schön war?:

Als ich gegen Halbdrei laufen gegangen bin, war der meiste Schnee zwar schon wieder weg, aber er hat für reichlich Nässe gesorgt und darüberhinaus wehte ein kräftiger, nasskalter Nordost-Wind bei vielleicht 4°. Bei diesen Witterungsverhältnissen waren die Shammas wieder die adäquate, willkommene Fußbekleidung 😎

Die Zwergschafe haben Lämmer bekommen, vielleicht so groß wie Dackel mit etwas längeren Beinen, total niedlich, wenn auch etwas fotoscheu 🙂

Dem Wetter zum Trotz, ein kurzer Gang ins Wasser mußte sein. Mit Mütze war es auszuhalten 😆

Hin zum Kleinen Bornhorster See bin ich weitestgehend über befestigte Wege gelaufen und zurück über den alten Bahndamm der Braker Bahn und andere lose Pisten. Erstaunlich wie der nasse Schnee schon gegen die lange Trockenheit angearbeitet hat, die Wege waren voller Pfützen und schlammig, da konnten die Shammas gleich einmal ihre Matschtauglichkeit beweisen und haben es auch mit Bravour getan. Nur zweimal mußte ich etwas Dreck an zwei Stellen innen von den Riemen kratzen, da es zu scheuern anfing. Aber das ist bei Sandalen normal.

Nur war das Gelaufe genau verkehrt herum, den Dreck hätte ich mir auf dem Hinweg gönnen sollen, dann wäre er im See geblieben und ich hätte mir den Schmutz nicht zuhause abschrubben brauchen und auch die Shammas hätten nach einem kurzen Bad sicher etwas ziviler ausgesehen 😀

Mit diesem Spätwinterlauf endet auch schon der März, in dem ich es immerhin schon auf 60,7 km (41,4 barfuß) gebracht habe. Auf geht`s in den April!

Von 6 auf 10

Mein heutiges Läufchen führte mich -welch Überraschung- zum Kleinen Bornhorster See. Im Rucksack wie inzwischen immer Badehose und Handtuch. Die neuen Shammas aber nicht, die hatte ich von Anbeginn an den Füßen. Es gelüstete mir einmal danach einfach vor mich hin zu traben ohne großartig auf den Untergrund achten zu müssen und die Strecke dementsprechend zu wählen. Da konnte ich mal frei weg die Schotterpisten laufen.

Am See war bei strahlendem Sonnenschein, allerdings nur so um die 12 °, einiges los. Gerade als ich anfing mich aus den Laufklamotten zu pellen, kam ein Fahrradfahrer, strebte schnurstracks zum Wasser und fing an die Wassertemperatur zu messen. Nicht nur ich fragte ihn nach dem Messerergebnis und er antwortete, dass er es selbst kaum glauben könnte, es wären 10 °. Letzte Woche wären es noch 6 ° gewesen. Vier Grad mehr in einer Woche sind in der Tat ein Sprung, aber es gab ja zu letzt auch einige recht warme Tage.

Na, da konnte ich mich ja getrost in die warmen Fluten stürzen und tatsächlich, ich hatte gar nicht so einen Fluchtreflex wie die Male zuvor und blieb diesmal bestimmt schon zwei, drei Minuten im Wasser 😀 Cool, mal die Wassertemperatur zu erfahren. Speziell auch die der Vorwoche. Da war ich wirklich schon in erfrischendem Wasser gewesen 😎

Zurück ging es dann erneut über Schotter und den alten Bahndamm der Braker Bahn. Erstmalig konnte ich einen 8 km-Lauf in den Shamma Warriers verbuchen. Ich bin von ihnen begeistert. Der Sitz und der Halt sind wirklich hervorragend. Dabei sind sie noch so unkompliziert wie kaum eine andere Sandale anzuziehen. Da könnte ich doch vielleicht öfters auf die Idee kommen deren Komfort zu nutzen und bedenkenlos über alle möglichen Strecken zu laufen.

Zwei Welten

Solange die Sonne scheint und das tut sie zur Zeit ja reichlich und solange das Laufleben nach wie vor eingeschränkt ist, peppe ich meine Läufe nun jeweils mit einem (sehr 😀 ) kurzen Bad im Kleinen Bornhorster See auf. Beim gestrigen dritten Mal zeigte sich auch schon ein kleiner Gewöhnungseffekt oder wird das Wasser einfach nur langsam wärmer? 🙄

16.03.22 mit Schlenker entlang des Großen Bornhorster Sees

Nächster Lauf am 21.03.22

Bei diesem Lauf durften meine neuen Shammas ein zweites Mal „echte“ Kilometer machen. Bislang machten sie nur Strecke, in dem ich sie immer im Laufrucksack mitschleppe 😛 Aber auf dem Rückweg wirkte mein linker Fußballen linksseitig etwas gestresst, nachdem ich auf dem Hinweg über ein Steinchen gelaufen war. Deshalb habe ich per Sandalen für Entlastung gesorgt und dem Shamma-Konto fette 3,6 km hinzugefügt 🙂

Heute gönnte ich mir bei sonnigen 18 ° eine kleine Fahrradtour, nichts wildes, einfach nur zum genießen, schauen, in die Sonne blinzeln und einen vierten Hupfer ins Wasser.

Und nun einmal etwas abseits vom Laufen

Wie das Leben so spielt, lernte ich Anfang des Jahres in den Weiten des WWW Vlad (Name von der Redaktion geändert, mein weiß heutzutage ja nie) aus Russland kennen und wir chatten seitdem alle paar Tage via Telegram. Vlad hat Deutsch studiert und so ist der Austausch völlig problemlos und für mich sehr komfortabel. Wenige Tage nach Ausbruch des Krieges fragte ich wie es ihm geht und bekam zur Antwort:

„Mein Herz bricht und leidet“

Diese rührenden Worte zeigen, dass wahrlich nicht alle Russen mit den Machenschaften eines gewissen Herrn Putin einverstanden sind. Es ist auch für viele Russen ganz schlimm.

Auf der anderen Seite lebt gerade für einige Tage Nadja (auch der Name ist geändert), eine Künstlerin aus der Ukraine, in meiner Wohnung in Berlin. Sie wurde eigentlich von meinen lieben Nachbarn in deren Zuhause aufgenommen. Allerdings kuriert die Tochter meiner Nachbarn gerade ihre Corona-Infektion aus, so dass sie Nadja ein Infektionsrisiko gleich zu Beginn nicht zumuten wollen. So bleibt sie solange in meiner Wohnung, bis die Tochter wieder gesund ist. Meine Nachbarin erzählte, dass Nadja schon viel Schreckliches erlebt hat, bevor sie sich zur Flucht entschlossen hat. Bei meinem nächsten Aufenthalt in Berlin werde ich Nadja kennenlernen und wenn es sich ergibt und paßt, werde ich ihr von Vlads Worten erzählen.

Eigentlich versuche ich ja den Ukraine-Krieg nicht an mich heranzulassen. So ganz scheint es mir wohl nicht zu gelingen. Sobald das Ganze auch nur einwenig ein persönliches Gesicht bekommt, kann es einem aber auch nicht kalt lassen.

Voilà

„Wir erwarten natürlich das erste Badebild dann hier im Blog demnächst!“ Das schrieb Elke in ihrem Kommentar auf meinen Murmeltier-Beitrag. Und voilà:

Heute

Zwergschafe, Frösche, Kalb:

So, Anbaden ist erledigt! 😛

Nicht das Murmeltier grüßt täglich…

… sondern zweimal wöchentlich der Deichläufer den Kleinen Bornhorster See. Er ist halt weiterhin das attraktivste Barfußlaufziel ab Haustür unter 10 Kilometern Gesamtlänge. Täglich grüßt hingegen zur Zeit strahlender Sonnenschein. Nach so vielen frostigen Nächten Ende Februar / Anfang März wie den ganzen Winter nicht, glänzt die Sonne vom blankgeputzen Himmel. Allerdings täuschen die Bilder darüberhinweg, dass es auch über Tag noch ausgesprochen frisch ist. Der nordöstliche Wind dämpft das Frühlingsempfinden, was dem Laufgenuß aber nicht abträglich ist, eher im Gegenteil.

Gefühlt wird der Klein Bornhorster See ganz langsam wärmer. Aber nein, zum Baden ist er mir bei weitem noch nicht warm genug! 😀

Den See werde ich wohl weiter grüßen und die einzig wesentliche Veränderung betrifft wohl am ehesten die Wassertemperatur 😛

Ereignisreiche Tage

Donnerstag vor eineinhalb Wochen hatte ich nach drei Jahren mal wieder einen Check-Up bei meinem Hausarzt, in aller Frühe. Ergebnis: Wenn der Kopf schon Probleme macht, ist wenigstens der Körper fit und gesund. Lediglich mein Vitamin D-Spiegel ist extrem zu niedrig und der Cholesterinwert etwas zu hoch. Gegen den Vitamin D-Mangel gibt es jetzt Pillen, in Zeiten in denen ein Virus durch die Gegend fleucht, ist ein niedriger Vitamin D-Spiegel nämlich etwas kontraproduktiv. Interessant ist, dass mein Fitnesslevel trotz des wenigen bis gar kein Sport in den letzten Monaten auf dem gleichen Level wie 2019 liegt. „Weniger ist manchmal mehr“ war dazu der Kommentar meines Arztes.

Diese Motto nahm ich mir dann gleich für nächsten 11 Tage zu Herzen. Nach dem Check-Up nutzte ich nämlich die Gunst der frühen Stunde um im heftigen Sturm mit dem Auto nach Berlin zu schaukeln. Die Fahrt verlief problemlos, der auf der Huntebrücke umgewehte Sattelzug lag genauso auf der Gegenfahrbahn wie der quer über die Fahrbahn liegende Baum auf der Autobahn kurz vor Berlin. Die zwei aufeinander folgenden Stürme blieben bei uns zum Glück hier wie dort folgenlos. Auch mein Auto überlebte es schadlos, dass es in Berlin unter zwei Bäumen parkte. Um auf das Motto zurückzukommen, ich bin in Berlin und das Wochenende danach in Oldenburg nicht einmal gelaufen. Dafür gab es in Berlin reichlich gutes Essen, zweimal war ich eingeladen und einmal habe ich zum Grünkohlessen eingeladen. Irgendwie hatte ich insgesamt essenstechnisch einen guten Lauf, auch an den Abenden, die ich mich alleine bekochte, war es so lecker geworden, dass ich mich ständig überfressen habe 😆 Folgenlos blieb die ganze Völlerei allerdings auf der Waage, puuuh 😀

Einen Tag war das Wetter so gnädig, dass ich einen längeren Spaziergang unternehmen konnte.

Außerdem zieren jetzt endlich Deckenlampen mein Berliner Wohnzimmer und die Küche. Drei Nachmittage für zwei Lampen spricht für die Qualität Berliner Altbaudecken und der beteiligten Handwerker 😆 Samstag ging es wieder zurück, in einer Rekordzeit von 3:15 Stunden für gute 450 km. Der Verkehr auf den Autobahnen war ruhig, die Fahrt war langweilig und so fuhr ich mal (natürlich nur ausnahmsweise) nach dem Motto „Nur fliegen ist schöner“ 😀

Bye bye, Berlin

Gestern machten Jens und ich einen sonnigen Sonntagssparziergang an der Weser bevor …

… ich heute dann endlich mal wieder laufen war, nicht das aus weniger doch irgendwann mal zu wenig wird 😛 Zur Feier des Tages konnte ich dabei meinen brandneuen Shamma Warriers einweihen, die ich mir endlich mal bestellt hatte und die während meiner Tage in Berlin in Oldenburg angekommen sind. Allerdings mußten erst einmal gute drei Kilometer reichen, zu sehr reizte mich bei dem genialen Wetter das Barfußlaufen.

Was ich aber schon nach den drei Kilometern ahnen kann: Die Warriers sind genial, sie sitzen wie keine andere Sandale am Fuß und der Fersenriemen neigt nicht zum rutschen. Allerdings wollen sie in Ruhe eingetragen werden, wie eine erste kleine Blessur an der Ferse schon nach nur dieser kurzen Distanz zeigt.

Die weiteren 7 m trabte ich also barfuß, genoß die Sonne, die Farben und das viele Wasser, was noch überall steht.

Ein toller Lauf, der nur durch einen Radfahrer getrübt wurde, von dem ich annahm, dass er mich auf mein Barfußlaufen ansprechen würde, stattdessen meinte er mir seine Meinung zum Ukraine-Krieg und der Politik dazu mitteilen zu müssen und ich wurde ihn nur wieder los, in dem ich in einer Hofeinfahrt so tat, als ob ich da zuhause wäre. Das Thema muß ich von einem Wildfremden beim Laufen wirklich nicht haben. Ich bin dann erst weitergelaufen, als er außer Sichweite war. Danach wurde ich von einer anderen Fahrradfahrerin als „tapfer“ tituliert und eine weitere rief mir zu, dass mein Tun gesund sei. Das hat mir dann schon erheblich besser gefallen 😉

Mit dem heutigen Lauf endet auch schon der zweite Laufmonat des Jahres. Exakt mit 50 km, reiner Zufall, ich schwöre. Ungrader sind da mit 38,3 die Barfußkilometer 🙂

Vor dem großen Sturm

In den nächsten Tagen soll es ganz schön winden. Da es ab heute abend so richtig losgehen soll, habe ich vorher noch schnell eine Runde gedreht. Dabei war es zwar auch schon windig, aber in erster Linie mit 12° unglaublich warm. Da war mir sogar schon der ultradünne Windbreaker zuviel. Aber die Temperatur läßt es nicht nur dem Deichläufer warm werden, sondern treibt die Frühjahrsblüher unglaublich früh aus dem Boden.

Zu Wind und Wärme gesellt sich noch viel Wasser. In der Nacht hat es geregnet wie die Sau und genauso sah ich auch schon nach den ersten 600 m auf dem Weg hinter unserem Haus aus. Aber barfuß durch den Matsch laufen macht einfach nur Spaß, ebenso wie durch Pfützen 😎

Es ging wieder zum Kleinen Bornhorster See. Die 4 km sind zur Zeit meine bevorzugte Laufstrecke, kann ich sie doch komplett barfuß laufen und haben sie augenblicklich zusammen mit dem Rückweg doch genau richtige, verträgliche Länge.

So, ich habe fertig, der Sturm kann kommen.

100 %

Fette Leistung würde ich sagen, bei meinen Läufen diese Woche bin ich ausschließlich, sprich zu 100 % barfuß gelaufen. Und das im Februar! Cool, oder?? 😎

Ok, es waren aber auch nur zwei Läufe mit einer Gesamtlänge von 15,2 km 😛 Aber egal. Das Wochenpensum wurde barfuß gelaufen, basta! 😆

Mittwoch ging es bei nieselregnerischen 9 °C über acht Kilometer zu meiner Kneipptour an den Kleinen Bornhorster See. Einmal hin, bis zum Hosenanschlag rein in den Tümpel, dann 100 m durchs Wasser gelatscht und wieder zurück getrabt.

Am heutigen Samstag lachte die Sonne vom strahlendblauen Himmel, da wollte ich mir das Glitzern der Sonnenstrahlen auf den überfluteten Bornhorster Wiesen nicht entgehen lassen. Deshalb lud ich Torben zur 7,2 km langen Runde mal wieder ins Auto um dorthin zu fahren. Ich bat Torben aus dem Auto heraus ein paar Bilder zu machen, da das Wasser zur Zeit wieder bis an die Straße steht und einfach tolle Bilder abgibt.

Schattig war es allerdings, mit irgendwas zwischen 5 und 6 °C und recht frischem, kaltem Wind. Außerdem nutzten viele Ausflüger das schöne Wetter um sich die „Bornhorster Seenplatte“ anzuschauen, was wieder zu vielen Blicken (Torben: Die gucken alle auf deine Füße) und Bemerkungen führte (barfuß, ey). Der Sonnenschein war absolutes Balsam für die Seele und der Lauf trotz seiner Kürze und einer leichten Anstrengung ein Genuß!

Rund um die Wälle

… war das Motto des früheren Oldenburger Citylaufs, bevor dieser vor einigen Jahren im Oldenburger Marathon aufging. Bei diesem Lauf hatte ich meine allererste Wettkampf-Premiere über 10 km 🙂 An dieses Motto erinnerte ich mich, als ich heute mit Torben laufen ging. Es war windig und naßkalt und uns gelüstete es deshalb beide nicht über die freie Steppe zu laufen. So schlug ich einen Stadtkurs vor. Einmal Hafen, rund um die Wälle, die da wären Paradewall, Schloßwall, Theaterwall und Heiligengeistwall, und dann wieder zurück. So machten wir es und es wurde eine nette, kleine Sightseeing-Tour.

Torben war heute nicht zu bremsen und so schoß ich einige Fotos aus dem Lauf heraus, was doch einige Male misslang. Der Lauf war hingegen nicht misslungen. Meine heute wie entfesselt laufende Begleitung mußte zum Ende noch ein kleine Extraschlaufe dranhängen und so bilanziert dieser abwechselungsreiche Lauf mit 8,5 km in 6:17er Pace.

Mit einer 6:50er Peace um einiges ruhiger, dafür komplett barfuß war mein erster Wochenlauf vom Donnerstag. Wieder einmal hin zum Kleinen Bornhorster See, Füße waschen und wieder zurück.

Leider war das Füßewaschen irgendwie nicht nachhaltig. Zurück zuhause waren die Füße wieder so schmutzig, den nach dem vielen Regen schlammigen Wegen sei Dank 😎

Zwei Läufe die Woche, eher etwas kürzer als diese beiden, das soll jetzt erstmal grob das Soll sein. Bislang scheint das ja ganz gut zu funktionieren.

Übertroffen

Der Vorteil des Weniglaufens, gepaart mit meiner langen Krankschreibung ist, dass ich meine Läufe weder bei Dunkelheit noch beim letzten Dreckswetter machen muß. So ließ ich in dieser Woche zwei Tage wegen Schlechtwetter ins Land ziehen. Der Donnerstag war mir dann genehm und ich trabte vier Kilometer in Sandalen zum Kleinen Bornhorster See, kneippte kurz und lief dann vier Kilometer barfuß wieder zurück. Leider zickte auf der ersten Hälfte wieder die Ferse.

Am gestrigen Samstag und heute war es hier recht stürmisch und an der Küste und den größen Flüßen gab es eine Sturmflut. Da wollte ich heute am frühen Nachmittag bei Hochwasser an der Hunte einmal schauen, ob es auch dort etwas besonderes zu sehen gab. Deshalb radelte ich nicht zu Torben, sondern sammelte ihn mit dem Auto ein und wir fuhren zu den Bornhorster Wiesen. Dort und an der Hunte sahen wir, dass es nichts besonderes zu sehen gab 🙂 Aber der Wind pustete noch ordentlich und auch die ganz normale Winterstimmung war sehr schön. Torben war anfänglich nicht begeistert in der baumlosen Steppe dem Wind zu trotzen, aber auch er fand den Lauf echt cool. Cool auch, dass meine Ferse heute zu 100 % friedlich war.

Am späten Nachmittag machten wir nach der Teatime bei meiner Schwiegermutter noch einen kurzen Abstecher zur Weser. Auch hier war alles im grünen Bereich. Allerdings war der Bereich zwischen Weser und Deich großflächig überschwemmt. Dazu gehört auch ein Campingplatz, der im Winter allerdings nicht in Betrieb ist.

Alles im norddeutschen Rahmen also 🙂

Mit dem heutigen Tag endet für mich der erste Laufmonat 2022. Siebenmal war ich laufen und konnte aus zu Beginn genannten Gründen sogar den ein oder anderen Sonnenstrahl genießen. Die Ferse hat bis auf beim Donnerstagslauf keine großartigen Mucken gemacht. Und: Es war der kilometerreichste Monat seit August letzten Jahres, obwohl es gerade mal 54,5 km (31,1 km barfuß) gewesen sind (Die neue Bescheidenheit 🙂 ).

Im ersten Post dieses Jahres hatte ich ja erwähnt, dass ich von 2022 nichts erwarte und somit hat der Januar alle (Nicht-)Erwartungen übertroffen. Die Läufe taten gut! Läuferisch gab es also die ersten kleinen Lichtblicke, für die ich sehr dankbar bin. Schaun wir mal was der Februar bringt… step by step.

Mit Kompromiss verzockt

Mir fehlt total soziales Leben. Kurz vor Weihnachten hat unser Stammrestaurant nach 20 Jahren geschlossen. Jens und ich waren nahezu von Anfang an Gäste dort. In den letzten Jahren waren wir fast immer zweimal die Woche dort. Zu Lockdown-Zeiten hatten wir uns genauso oft Essen geholt und mussten leider leider immer mal ne halbe oder dreiviertel Stunde auf unser Essen warten und überbrückten die Wartezeit bei dem ein oder anderen Bierchen 😛 Jetzt sehen wir viel weniger Menschen. Die meisten igeln sich nach wie vor coronamäßig ein und ich böser Mensch darf ja auch nirgends anderswo hin. Nun, jetzt stehe ich halt noch zwei Abende mehr in der Küche, da ich bei uns zuhause der Küchenchef bin. Einziger Vorteil: Der Allohohl-Konsum hat sich doch merklich reduziert 🙄

Deshalb war ich froh, dass ich heute wieder mit Torben unterwegs war um mal wieder einen anderen Menschen zu sehen und dann dass: Wir hatten uns gar nicht so viel zu erzählen und sind die meiste Zeit schweigend nebeneinander hergetrabt 😆 Immerhin interessierte sich ein Radler für mein Laufen in den FiveFingers und Torben erzählte ihm gleich, dass ich sonst eigentlich immer barfuß laufe 😀

Apropos FiveFingers, diese hatte ich wieder wegen der Fahrradfahrt zu Torben angezogen. Da es mit 6 – 7 ° diesmal nicht ganz so kalt war, habe ich dazu diesmal als Radel-Lauf-Kompromiss eine Dreiviertel-Tight angezogen, dazu Laufunterhemd, dünnes Laufshirt und gelbe Jacke nebst Mütze und Handschuhe. Was auf dem Fahrrad gut war, erwies sich als beim Laufen als viel zu warm und ich wäre vor Hitze fast gestorben. Immerhin konnte ich die Handschuhe in die Jackentaschen stopfen und die Mütze ohrfrei hochklappen 🙂

Naja, beim nächsten gemeinsamen Lauf, zu dem ich zu Torben radel, werde ich bei ihm Teile der Garderobe für den Lauf ablegen. Hätte ich auch schon heute drauf kommen können :-/

Das war`s es auch schon wieder an brandneuen News aus dem zur Zeit nicht so aufregenden Leben des Deichläufers. Zum Schluß nur noch zwei Auf- und Nieder-Bilder 🙂

Altkleider und links ist es kälter als rechts

Es ist ja nun nicht so, dass meine Füße immer begeistert sind, wenn ich bei schattigen, windigen und feuchten 4 ° barfuß los trabe, zumindestens auf den ersten ca. zwei Kilometern nicht. Danach geht es in der Regel. Aber heute war da schon etwas kurioses, während sich nämlich der rechte Fuß so allmählich an die widrigen Umstände gewöhnte und erwärmte, blieb der linke Fuß, speziell der Fußballen vor Kälte taub. Kurz paßte er sich zwar einmal seinem rechten Genossen an, aber insgesamt blieb er doch etwas arg unterkühlt 🙂

Von diesem kleinen Ungemach abgesehen, war es allerdings ein netter 8 km-Lauf, die meiste Zeit auf butterweichem Untergrund.

Aufgefallen ist mir nur, dass ich obenrum in Altkleidern unterwegs war 😆 Das blaue Jäckchen entstammt tatsächlich aus meinen allerersten Laufanfängen, während einer Kur im Jahre 2005. Es stammt aus einem Karstardt Sport in Goslar und ist eigentlich noch gar nicht viel getragen. Annähernd genauso alt ist auch das ebenso blaue Laufshirt. Den Kauf kann ich zwar nicht mehr genau zeitlich zuordnen und es stammt wohl aus irgendeinem Intersport, aber es ist auch ein Uraltteil und eines meiner absoluten Lieblingsstücke. Zwar zeigt es schon diverse Spuren des vielfachen Gebrauchs, aber ich glaube es ist immer noch fit für einige weitere Jahre 😆 Gemeinsam hatte ich die beiden Schätzchen aber schon ewig nicht mehr ausgetragen 🙂

Von einer kleinen Kneipp-Lauf-To(k)ur vor fünf Tagen abgesehen, war es das auch schon wieder an sensationellen Neuigkeiten 🙂

Entdeckungen

Heute erfolgte Lauf Nr. 2 in 2022, wieder zusammen mit Torben. Diesmal erfolgte die Anreise zu ihm automobil, da ich das dringende Bedürfnis hatte weiterzufahren, um mal wieder in den Bornhorster Wiesen und an der Hunte zu laufen, die für mich laufend zur Zeit außer Reichweite liegen. Das hatte auch den Vorteil, dass ich diesmal auf den Schmuck langer Beinkleider verzichten konnte. Darüberhinaus wollte ich doch mal antesten, was meine verweichlichten Fußsohlen zu den ersten Barfußkilometern dieses Jahres sagen.

So vier bis fünf Grad waren temperaturmäßig jetzt zwar nicht so der Fußsohlen-Burner, zumal der Asphalt feucht war, aber nach zwei Kilometern waren die Füße warm und, das sei schon einmal vorweggenommen, sie haben die insgesamt sieben Kilometer schadlos überstanden. Zur Not hätte ich aber Sandalen im Laufrucksack dabei gehabt.

Trübe Aussichten

Winterzeit ist auch immer Entdeckungszeit an der Hunte. Im letzten Winter gab bis hin zum Fiat 500-Rutscherauto einiges zu sehen. Unsere heutige Ausbeute war allerdings wenig spektakulär. Eine kaputte Thermoskanne, die erhaben aufrecht im Gras stand und ein ebenso aufrecht stehendes Blechfaß, das einmal „Lagerfett“ enthielt.

Nicht entdecken konnten wir heute allerdings die Krebse, die wir bei einem Lauf am 12.11.21 in einem Fleth gesehen hatten, obwohl wir intensiv nach ihnen Ausschau hielten.

Dieser kurze, gechillte Lauf verlief gut und ohne Probleme und hat uns beiden trotz des trüben Wetters Spaß gemacht. Mal gucken, was es bis zum Ende der Hochwasser-Saison noch zu entdecken gibt. Vielleicht findet sich ja noch etwas für meine kleine Sammlung 🙂

Verweichlicht

Ich wünsche allen meinen Lesern noch ein

Möge es ein Jahr mit viel Licht werden, es muß ja nicht gleich goldenes sein 🙂

Ich melde mich hier auf meinem Blog zurück mit einem kleinen „Zustandsbericht“: Seit dem 01. Oktober 2021 bin ich krankgeschrieben und bin es auch weiterhin. Wie es weitergeht wird sich wohl im Laufe des Januar entscheiden. Ich muss leider sagen, dass sich mein Optimismus für das Jahr 2022 in Grenzen hält. Dafür hat mich meine Krankheit nach wie vor zu fest im Griff und auch die äußeren, von mir kaum zu steuernden, Einflüsse stimmen mich nicht gerade froh. Aber es ist ja nicht so, dass ich nicht auch positiv denken kann: Dadurch, dass ich von diesem Jahr nichts erwarte, kann ich eigentlich kaum noch enttäuscht und es eigentlich nur besser werden 🙂

Das trifft auch auf das Laufen zu. Weniger als zur Zeit geht nicht, schlechter kann es nicht mehr werden und meine einzige Hoffnung für 2022 besteht darin überhaupt wieder regelmäßig in einem gewissen Umfang laufen zu können.

Damit noch ein kurzer Rückblick auf 2021, in dem ich mein Kilometer-Ziel nur um knapp 1.000 Kilometer verpaßt habe 😆 Naja, wenn man im Juli und August jeweils gerade noch 100 km läuft, im September nur 50, im Oktober unter 50, im November nur noch unter 40 und im Dezember nur 10 km, dann wird es halt eng mit den anvisierten 2.400 km. Dank der recht starken ersten Jahreshälfte sind es aber immerhin doch noch 1.456,8 km, davon 794,6, sprich 54,54 %, barfuß, geworden. Paßt, für ein besch… eidenes Jahr will ich da gar nicht meckern 🙂

Für heute animierte mich Torben zum ersten Lauf diesen Jahres. Fünf Kilometer wollten wir, sieben wurden es, männliche Unvernunft halt. Für diesen Lauf habe ich mich voll aufgerödelt. Naßkalte 2 ° ließen mich zur langen Tight greifen, darüber noch ne Shorts ziehen und das erste Mal nach 19 Monaten die V-Runs über die Füße streifen. Die lange Behosung war aber zu meiner Verteidung nicht dem Laufen geschuldet, sondern der An- und Abreise von und zu Torben mit dem Fahrrad. Da waren mir nackte Beine dann doch zu kalt, ebenso wie Sandalen auf dem Fahrrad bzw. barfuß zu laufen.

Zu dieser Verweichlichung mit langen Hosen beim Laufen bei Plusgraden gesellt sich noch ein Verweichlichung meiner Fußsohlen. Das nahezu Nichtlaufen in den letzten Monaten, gepaart mit überhaupt wenig Outdoor-Aktivität, von ein paar Spaziergängen einmal abgesehen, führt zu einer enorm schnellen Rückbildung der stabilen Fußsohlenhaut. Das hätte ich in diesemm Tempo nicht erwartet. Macht aber nichts, da ich eh noch eine längere Zeit wohl nur kürzere Strecken laufe kann, kann ich die Fuhsohlen auch langsam wieder abhärten. Verweichlicht war übrigens auch meine Garmin und fand das Satelittensignal heute erst kurz vor Ende des Laufs und dichtete dann noch über einen halben Kilometer dazu :-/

Wie meine geneigte Leserschaft also merkt, sprühe ich (noch?) nicht gerade vor überbordenden Optimismus und Elan. Aber, siehe oben, es kann ja nur werden, hoffe ich zumindestens inständig.

Etwas Aufklärung

Hallo, hier eine kurze Unterbrechung meiner Pause. Warum? Weil ich über ein kurzes Video gestolpert bin, in dem ein Arzt über die Anzeichen einer Depression aufklärt. Nun bin ich mir der Symptome meiner Depression durchaus bewußt, aber ich war doch noch einmal erstaunt bis erschrocken, dass so ziemlich alles was dieser Arzt dort benennt auf mich zutrifft. Das auch der Punkt „besonders häufig bei Männern auch Aggression“ auf mich zutrifft, äußtere sich auf diesem Blog ja das ein oder andere Mal in meinen Ausfällen zum Thema Corona. Irgendwie habe ich das Bedürfnis dieses Video hier einmal vorzustellen. Vielleicht macht es etwas verständlicher was mit mir los und Ihr dürftet selber schon einige Verhaltensweisen von mir wiedererkennen.

Darüberhinaus möchte ich Euch ein sehr gutes Video vorstellen, in dem sich ein geplantes Comedy-Gespräch zu einem sehr guten Gespräch über Depressionen entwickelt, ab 9 Min 30:

Abschließend möchte ich noch das Video von Torsten Sträter verlinken, dass im vorherigen Video schon kurz vorstellt wird, das beweißt, dass man auch Depressionen mit Humor darstellen kann, wobei mir die Erfahrung einer Überdosierung mit Antidepressiva im Zusammenhang mit Bier zum Glück fehlt 😀 :

Vielleicht hat ja der eine oder die andere von Euch und Zeit sich diese Videos anzuschauen. Ich möchte Euch aber defintiv nicht dazu nötigen und es deshalb auch gar nicht kommentiert wissen. Aus diesem Grunde habe ich die Kommentarfunktion ausnahmsweise einfach mal abgeschaltet.

Euch weiterhin alles Gute und eine schöne Adventszeit!

Köhlbrandbrückenlauf und Pause

Vor ca. eineinhalb Jahren hatte ich mich zum Kölhlbrandbrückenlauf am 3. Oktober 2020 angemeldet. Dann kam Corona und der Lauf wurde auf den 3. Oktober 2021 verschoben. Dann kam eine Baustelle und der Lauf wurde auf den 19. Dezember 2021 verschoben. Dann kam der Hamburger Senat und der Lauf darf nur unter 2 G stattfinden.

Die Köhlbrandbrückenlauf-Organisatoren schreiben folgendes:

Lieber Volker,

am Sonntag, 19. Dezember möchten wir gemeinsam mit dir und über 3.000 weiteren Läuferinnen und Läufern den 11. Köhlbrandbrückenlauf feiern – zum ersten Mal in der Adventszeit und damit buchstäblich als Ausnahme Highlight. Wir freuen uns sehr auf diesen besonderen Lauf im Hamburger Hafen und über dessen Wahrzeichen, die beeindruckende Köhlbrandbrücke. Damit trotz der sich aktuell verschärfenden Corona Lage die Veranstaltung für uns alle aus gesundheitlicher Sicht so reibungslos und sicher wie möglich ablaufen kann, sind wir behördlich dazu angehalten, umfangreiche Maßnahmen zum Hygieneschutz umzusetzen. Dazu zählen zuvorderst eine 2G-Pflicht, nach der nur nachweislich geimpfte oder genesene Athletinnen und Athleten an der Veranstaltung teilnehmen dürfen.

….

Kein Wort des Bedauerns, dass dieser Lauf nur von Geimpften und Genesenen „gefeiert“ werden kann. Immerhin folgt ein anzuklickender Link, wo man entweder seine Startunterlagen bestellen oder seine Teilnahme stornieren kann. So konnte ich kommentarlos meine Teilnahme stornieren. Wie praktisch, so bekomme ich wenigstens mein Geld wieder, das wäre mir nämlich sonst verloren gegangen, da ich wegen meiner Probleme in diesem Jahr eh nicht gestartet wäre. Wie selbstverständlich 2 G schon hingenommen wird, ist ein Trauerspiel. Die Veranstalter können nichts für die Regelungen, aber den Ausschluß einer bestimmten Menschengruppe vom „Feiern“ einfach so zu übergehen, finde ich schon recht arm.

Damit bin ich auch schon beim nächsten Teil meiner Überschrift. Ich bin zur Zeit einfach nicht in der Lage locker schreibend übers Laufen zu reden. Zumal es mit dem Laufen auch einfach nicht läuft. Obwohl ich viel Zeit habe, finde ich auch nicht die Muse und die Konzentration Eure Blogbeiträge zu lesen und gerate immer mehr ins Hintertreffen. Deshalb möchte ich mal wieder die „Pause“-Taste drücken und ziehe mich etwas zurück.

Auf bald und bleibt gesund.

Freundliche Worte

… waren nicht gerade meine Stärke wenn es in der Vergangenheit um meine Kritik an den Maßnahmen der Politik in Sachen C ging. Ihr werdet Euch sicher leidvoll erinnern. Inzwischen bin meiner Aggression müde und nur noch erschöpft und traurig. Traurig und erschüttert nehme ich hin, dass es mir bei kommenden Berlin-Besuchen erneut nicht erlaubt ist ein Bierchen in meiner Stammkneipe zu trinken, ich nirgends eine Pizza, einen Kuchen essen oder eine Tasse Kaffee trinken darf. Ich nehme es auch nur traurig und ohne jede Häme und Genugtuung zur Kenntnis, dass solche Selbstverständlichkeiten dort auch Geimpfte und Genesene wieder nur noch getestet wahrnehmen dürfen. Erschüttert nehme ich zur Kenntnis, dass ich als gesunder Mensch, der seine Gesundheit auch noch durch einen Test nachweist nicht an der Weihnachtsfeier des Möbelhauses, mit dem Jens zusammenarbeitet, teilnehmen kann, weil das ausgewählte Restaurant „2 G“ betreibt. Würde meine Krankheit nicht meiner Arbeitsfähigkeit im Wege stehen, würde ich mich künftig testen lassen müssen, um arbeiten zu dürfen. Beistimmte Personen würde dies sicher auch noch mit Genugtuung kontrollieren. Künftig werde ich nicht einmal mehr ungetestet einen Bus oder eine U-Bahn benutzen dürfen.

Nach ca. zwei Jahren Pandemie wird immer alles nur noch schlimmer. Es wird beschimpft, verunglimpt, gedroht und diskriminiert und nicht nur ich fühle mich an finsterste Zeiten deutscher Geschichte erinnert. In Östereich, das uns ja immer ein paar Wochen voraus ist, dürfen ungeimpfte Menschen grundlos nicht mehr das Haus verlassen, ja nicht einmal mehr zum Friseur gehen. Kontakteinschränkungen stehen hier wie dort im Raume. Aber sind sind faktisch eh schon da, weil man ja nichts mehr machen darf.

Nein, ich bin nicht mehr wütend und aggressiv. Das sind andere. Das sind Ex-Bundespräsidenten, die ungeimpfte Menschen bekloppt nennen, oder Weltärztepräsidenten, die uns ungeimpfte Menschen der Tyrannei bezichtigen, dass sind Minsterpräsidenten, die mit „ihrer Geduld am Ende sind“(was ist eigentlich mit meiner, mit unser aller Geduld), dass sind Medien, die ungeimpfte Menschen (Kimmich) durch einen medialen Hexenkessel treiben. All das passiert, während sich immer deutlicher zeigt, dass die Impfung nicht das hält was von ihr versprochen wurde. Auch das nehme ich nicht mit Häme sondern mit größtem Bedauern zur Kenntnis, weil sich unsere Führungsriege einzig und allein darauf versteift hat und es keinen Plan B gibt. Alles andere was ich den Mächtigen unseres Landes und großen Teilen der Welt in diesem Zusammenhang unterstellen könnte, würde mir wohl einen Aluhut aufsetzen und mich als Schwurbler und höchstwahrscheinlich gar als Nazi darstehen lassen. Deshalb spare ich mir das.

Nein, ich bin nicht mehr wütend und aggressiv. Ich bin traurig, depressiv und hoffnungslos. Auch weil die, die meinen auf der richtigen Seite zu stehen, all das hinnehmen, mit einem Achselzucken kommentieren oder sich schlimmstenfalls noch an Hass, Hetze und Beschimpfungen beteiligen. Auch dieses Wegsehen, Hinnehmen und Beteiligen hat es in unserer Geschichte schon gegeben.

Ja, ich bin mir diesen „gewagten“ Vergleichs durchaus bewußt und nehme Schnappatmung und Protest (hier entsteht das erstaunlicherweise) bei einigen schon fast körperlich wahr. Aber ich stehe dazu!

Aber weil ich der Wut und der Aggression überdrüssig bin, weil ich müde, erschöpft und depressiv bin, möchte ich hier statt weiterer Worte den offenen Brief eines untadeligen Sportlers (immerhin ist das hier ja auch noch ein Sportblog) veröffentlichen, einer der nicht weniger ist als der erfolgreichste Olympionike Österreichs. Sein offener Brief verkörpert alles was meine Meinung zu diesem Thema ist, nur gelingt es Felix Gottwald, im Gegensatz zu mir in den vergangenen Zeiten, diese meine Meinung und die vieler anderer in recht freundliche, verbindliche Worte zu fassen. Ganz nebenbei hat solch ein renommierter Sportler, der da auch noch eine nicht restlos unbedeutete Stelle aufgibt, ein ganz anderes Gewicht, als ich kleiner bedeutungsloser Blogger.

Aber eines werden Felix Gottwald und ich dann doch gemeinsam haben: Es wird sich trotzdem nichts ändern. Die Herrschenden werden ihr Verhalten nicht ändern und die Beherrschten werden es in der Großzahl weiter über sich ergehen lassen. Demokratie? Grundrechte? Wer braucht das schon wenn es um den absoluten Gesundheitsschutz geht? Sollte Corana irgendwann doch einmal zu Ende sein, wird sich einen neues Thema finden lassen. Den Anfängen wurde nicht gewehrt.

Nun aber zu dem offenen Brief von Felix Gottwald an den Sportminister und Vize-Kanzler Österreichs:

Offener Brief von Felix Gottwald an Sportminister Werner Kogler

Ich möchte Sie darüber informieren, dass ich mit sofortiger Wirkung als Vorsitzender der Breitensportkommission der Bundes-Sport GmbH zurücktrete und nicht mehr zur Verfügung stehe.

Ich bin angetreten, um einen Beitrag für eine echte Bewegungskultur in unserem Land zu leisten.

Ich bin angetreten, um die Anzahl der gesunden Lebensjahre in unserem Land gemeinsam zu steigern.

Und ich bin angetreten, um ein Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen, durch Bewegung und Sport die Welt, in der wir leben, besser zu meistern.

Nach nun neun offiziellen Monaten in dieser Funktion stelle ich fest: Es mag in unserem Land gerade um viel gehen, aber sicher nicht um die Gesundheit und das Wohl der Österreicher:innen und der in Österreich lebenden Menschen – und das inmitten der größten Gesundheitskrise.

Spaltung, Hetze, Diskriminierung – das sind die Regierungsgebote der Stunde.

Ich schäme mich zutiefst für unser Land und bin als Österreicher zornig, traurig und (ver-)fassungslos zugleich.

Ich habe jegliches Vertrauen in die Politik verloren, und mir fallen beim besten Willen keine Argumente mehr ein, warum ich ihr auch nur eine Silbe glauben sollte. Die Art des Diskurses innerhalb der Politik, die Wortwahl, die Inkongruenz, die Geringschätzung, die mich als mündigen Bürger und Steuerzahler erreicht, irritieren mich zutiefst und würden wohl jedes Unternehmen in der Privatwirtschaft umgehend in den Ruin treiben.

Als nachweislich Gesunder, der mit vernünftigen und sinnvollen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sehr verantwortungsvoll umgeht, werde ich jetzt wie Millionen andere vom sozialen und damit auch vom sportlich bewegten Leben ausgegrenzt. Ich habe als Sportler immer Verantwortung übernommen und übernehmen müssen. Daran hat sich nichts geändert und wird sich – unabhängig von Druck, jeglichen Regeln und Verordnungen – nichts ändern. Ich habe Gesundheitswissenschaften studiert, weil ich mich zeit meines Lebens damit beschäftigt habe, wie Gesundheit – und nicht wie Krankheit – entsteht. Sport und Bewegung sind und bleiben dafür ein wesentlicher Teil der Lösung.

Gerade Sie als Sportminister hätten es in der Hand, Hebel in Bewegung zu setzen, die Bewegung und (Breiten-)Sport in der wohl größten Gesundheitskrise unserer Zeit fördern und nicht verhindern.

Wie weit sind Sie bereit zu gehen?

Und: Wie weit seid ihr als Regierung bereit zu gehen?

Als erfolgreichster Olympiasportler Österreichs habe ich ganz oft verloren und nur ganz selten gewonnen. Als Sportler habe ich gelernt, mit Niederlagen und mit dem Scheitern umzugehen, daraus zu lernen, mich weiterzuentwickeln und mir selbst und anderen mit Respekt und Würde zu begegnen. Diese Tugenden vermisse ich derzeit seitens der Politik zur Gänze.

Ich war überzeugt, dass unser Land aus der Geschichte gelernt hat.

Ich bin erschüttert, festzustellen, dass wir als Gesellschaft anmaßender, skrupelloser und diskriminierender geworden sind, als ich das je zuvor erlebt habe.

Ich möchte wieder in einem Land leben, auf das wir stolz sein können, in einem Land, in dem wir als Gesellschaft eine Kultur des Füreinanderdaseins pflegen. Entscheidungen und Handlungen, die von Verstand, Verständnis und Vertrauen geprägt sind, wünsche ich mir von Herzen. Die Hoffnung, dass es dafür – unabhängig von den äußeren Umständen – nie zu spät ist und dass heute immer der beste Zeitpunkt bleibt, damit wieder zu beginnen, lässt mich abschließend Danke sagen. Danke allen Mitgliedern und dem Team der Bundes-Sport GmbH für die Art, wie ich aufgenommen wurde, und für deren Bemühen, beim Vorhaben, eine echte Bewegungskultur in unserem Land zu etablieren, mitzuwirken. Ich bin gescheitert – und das ist okay so. Weiterzumachen, als ob ich die unsportlichen und ungesunden Entwicklungen rund um diese Pandemie nicht mitbekommen würde, ist für mich keine Option. Ich möchte auch allen Einzelnen Danke sagen, die auf ihre Art und mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag leisten, dass wir zusammenhalten und Verständnis füreinander haben und es nicht zulassen, uns als Gesellschaft von dieser Art der Politik weiter auseinanderdividieren zu lassen, und dass wir deshalb diese Krise gemeinsam und mit unterschiedlichen persönlichen Entscheidungen und Überzeugungen meistern werden.

Bewegung und Sport und viel frische Luft werden uns dabei helfen und ganz nebenbei noch einer Pandemie unserer Zeit – nämlich Übergewicht und Bewegungsarmut – entgegenwirken.

Ich persönlich werde mich weiterhin mit meinen Möglichkeiten für eine echte Bewegungskultur in unserem Land einsetzen, wissend, dass eine solche beharrlich aufgebaut werden und vom politischen Aktionismus wohl unabhängig sein muss.

Mit besorgten und bewegten Grüßen,

Felix Gottwald

Ramsau am Dachstein, 15. November 2021

#einfachdeinbestesgeben #felixgottwald #feelgood_zellamsee #feelgood_benefit

#bewegdich #bewegungskultur

Denkt doch bitte einmal über seine und auch meine Zeilen nach.

Vielen Dank!

Volltexten und angeben

Ehrlich gesagt habe ich gar nichts großartiges zu vermelden. Die Depri köchelt vor sich hin und der Sport auch. Um diesen bedeutungsschweren Blog am Leben zu erhalten, texte ich Euch aber trotzdem voll. Z. B. das ich mal wieder mit Torben laufen war. Satte 6 km, teilweise über`n Deich. Dazu gibt es mehr Bilder als Kilometer 🙂

Weniger Bilder als Kilometer gab es bei einem 8 km-Lauf, während dessen Jens nordicwalkte, nämlich gar keine 🙂

Dafür heute wieder umso mehr bei einem Lauf zum Kleinen und zum Großen Bornhorster See bei schöner Herbststimmung. Hier kommt das Angeben ins Spiel, ich bin nämlich noch einmal ins Wasser gegangen. Im Flachwasser fühlte es sich gar nicht so kühl an, war es aber 😆 Ich war eher Sekunden als Minuten drin, aber ich war drin 😛 Dafür ließ es sich an der 8 ° C frischen Luft noch gut aushalten.

Die zweite Angabe bezieht sich auf die Länge des Laufs. Ich bin seit Anfang September das erste Mal wieder zweistellung gelaufen und zwar exakt 10 Kilometer 😎

Das soll es gewesen sein mit Volltexten und Angeben. Bis demnächst mal wieder auf diesem Sender.

Innenkurve, Außenkurve

25 km war ich heute unterwegs. Nach zwei ätzenden, windigen, verregneten und naßkalten Tagen schien wieder die Sonne, der Wind war nicht mehr so stark und es war mit um die 12 ° einen Tacken wärmer. Da konnte ich doch mal wieder meine inzwischen offensichtlich nur noch einmal die Woche stattfindende sportliche Aktivität starten. Um es gleich vorweg zu nehmen, die 25 km bin ich nicht gelaufen. Zuerst bin ich sieben Kilometern mit dem Fahrrad in die Bornhorster Wiesen geradelt und habe mich dann auf meine Laufpendelstrecke entlang der Hunte begeben.

Ich war gerade losgelaufen als ich bemerkte wie sich ein Binnenschiff von hinten näherte, aufschloß und ansetzte mich ganz langsam zu überholen. Das war mir gar nicht recht, weil es nur geringfügig schneller war als ich und ich gegen den Wind lief. Das heißt, dass ich nach dem Überholen dann entsprechend lange etwas von der Dieselabgasfahne gehabt hätte. Also traute ich mich mein Tempo mal etwas anzuziehen um die Sabine, so heiß das Schiff, nicht überholen zu lassen. Das gelang ganz gut und einige Zeit durfte ich dem Plätschern der Bugwellen lauschen. Bis ich den Vorteil hatte von mir aus gesehen eine Innenkurve der Hunte zu laufen, da blieb Sabine etwas zurück. In der folgenden Außenkurve konnte sie zwar wieder etwas aufschließen, blieb aber bis zu meinem Wendepunkt nach vier Kilometern leicht hinter mir. Dank Sabine bin ich immerhin drei Kilometer mal im 5er-Bereich gelaufen, den schnellsten Kilometer in 5:38, hola die Waldfee 😆

Den Rückweg ließ ich es „ruhiger“ angeben und mit Rückenweg wurde es mir sogar recht warm. Nach 8,2 km, die mir zum Ende etwas anstrengend vorkamen -ich baue wohl langsam ab- war Schluß. Ich kramte Wechselklamotten aus dem Kofferraum…

… und machte mich wieder auf den Rückweg.

Nicht ohne noch am Kleinen Bornhorster See vorbeizuschlenkern. Das „Baden“ beschränkt sich jetzt wieder auf erweiterteres Füßewaschen. Zwar war die Versuchung noch kurz da, einmal in die Fluten zu tauchen, aber der Wind war mir zu kalt um nach dem Bad beim Abtrocknen und Anziehen nicht zu erfrieren :-/ Somit bin ich knapp an einem kleinen Triathlon gescheitert 😉

Nach der kurzen Fußerfrischung rollte ich gegen die tiefstehende Sonne zurück nachhause.

Ca. zwei Stunden war ich im goldenen Oktober unterwegs. Schön war es und hat gut getan.

Aufhellungen

Nach einigen Tagen Flucht in meine Lieblingsstadt bin ich Donnerstagabend wieder nach Oldenburg zurückgekehrt. Die Tage in B waren nicht so wohltuend wie ich es sonst kenne. Aufhellungen waren aber die Treffen mit Freunden, die waren wirklich Balsam für die Seele. Allerdings gab es an meinem Abreisetag auch aus diesem Kreis noch eine schlechte Nachricht. Das Leben ist einfach nicht fair.

Zu den Treffen mit Freunden gehörte auch, dass mich Manfred und seine Frau Eka zu Kaffee und Kuchen besucht hatten. Erstmalig kam dieses Treffen in Berlin und nicht am Dümmer See zustande. Auch wenn die Zeit viel zu kurz war, war es einfach nur schön, dass die beiden da waren. Skandalös ist nur, dass wir ein Selfie vergessen haben. Das fiel ausgerechnet der Nichtbloggerin Eka ein, nachdem sie schon wieder im Hotel waren.

In Berlin bin ich nicht gelaufen und habe auch sonst außer den Freundestreffen nicht viel unternommen. Deshalb bin ich heute erstmals seit dem 04.10. wieder laufen gewesen. Allmählich beginnt der herbstliche Farbenrausch …

… und allerlei Viechzeug begegnete mir an der Strecke.

Verwaist war leider die Weide der schönen Galloway-Rinder.

Archivaufnahme aus September

Das ruhige, fast windstille mit 11° angenehme Herbstwetter animierte mich auch noch einmal zu einem kurz Bad im Kleinen Bornhorster See. Die Wassertemperatur war noch erstaunlich gut auszuhalten. Witzigerweise war mir nur an den Oberarmen kalt.

Bevor ich aber anfing auszukühlen ging ich nach knapp 10 Minuten aus dem Wasser und lief zurück nachhause.

Insgesamt lief ich 8,2 km hin und zurück zum/vom See, die einfach nur eine Wohltat waren, inklusive des Bades. Eine wahre Aufhellung, fast schon wie etwas Sonnenschein, der beim Lauf leider nicht dabei war.

Sportliche Höchstleistung

Zu erst möchte ich mich bedanken. Bei allen, die mir nach meinem letzten Beitrag Zuspruch gegeben haben, über die Kommentare oder auf anderem Wege. Es hat mir sehr gut getan und ich habe mich inzwischen wieder gefangen. Meine Gefühlswelt schwankt aber alle paar Minuten sehr stark zwischen kämpferisch und Kopf in den Sand stecken.

Einen Kommentar möchte ich allerdings von meinem Dank ausdrücklich ausschließen, nämlich diesen hier:

„dann impf dich halt du vollidiot ………“

Ich weiß zwar nicht, was mein Beitrag mit dem Thema Impfen zu tun hatte, aber das weiß der knuddelig, symphatische Zeitgenosse, dessen Kommentar ich dann doch lieber gelöscht habe, wohl selber nicht. Vielleicht möchte ihn ja jemand fragen, deshalb unten stehend einmal seine „Name“, der sich aber sicher auch auf Depp reduzieren läßt, und seine E-Mail-Adresse.

Momentan fällt es mir schwer mich zu konzentrieren und so kam es einer sportlichen Höchstleistung gleich, heute so etwas Simples wie zwei Online-Überweisungen durchzuführen. Der Alltag kann wirklich eine immense Herausforderung sein. Aber auch das wird sich wieder geben.

In Sachen Laufen habe ich mich gestern durch Torben (der sonst ja lieber Kurzstrecke) läuft, zu einem etwas flotteren Zehner hinreißen lassen. Fand meine Ferse nicht so toll. Aber es war gestern einfach so eine geniale Abendstimmung, da konnten wir nicht anders. Außerdem erlebe ich es auch nicht alle Tage, dass Torben sich vor mir zu Boden wirft, um zwei schöne Gegenlichtaufnahmen von mir zu machen 🙂

Ihr seht, es ist noch etwas Leben in mir drin. Hatte ich schon Danke gesagt? Danke nochmals!

Alles zurück auf Anfang

Zuerst das Positive: Auch kurze Läufe können durchaus Spaß machen, auch wenn selbst diese im Nachhinein nicht ganz beschwerdefrei blieben. Meine zwischen fünf und sechs Kilometer langen Läufe haben bislang allein deshalb Spaß gemacht, da ich sie aufgrund ihrer Kürze wirklich super locker angegangen bin und dadurch auch etwas zügiger unterwegs sein konnte.

Das war es aber leider auch an positiven Meldungen. Die erste etwas negative ist, dass es mir für meine Schwimmübungen langsam zu kalt wird. Die Wasseremperatur ist zwar noch nicht so das Problem, aber kühles, windiges und teilweise regnerisches Wetter macht die Gesamtprozedur mit An- und Ausziehen und im Wasser nicht wirklich durchschwimmen können doch etwas schattig.

Aber die eigentlich negative Meldung ist, dass ein einziges Ereignis am heutigen Tag gereicht hat, um meine fragiles, über Monate mühsam aufgebautes und erhaltenes psychisches Fundament komplett zu zerstören. Dieses Ereignis kam aus einem Bereich, von dem sich langjährige Leser sicher denken können, welcher es ist.

Wenigstens stand ich nach diesem Ereignis kurz vor der Wahl mich von meiner berühmten Huntebrücke zu stürzen oder mich selber in eine psychatrische Klinik einzuweisen. Mein Hausarzt (bzw. dessen Vertreter) wußte aber erst einmal beides zu verhindern.

Fakt ist das mein Aufwärtstrend der letzten Wochen jäh gestoppt ist, meine Hoffnung darauf nach u. a. wunderschönen Urlaubswochen meine Antidepressiva in den nächsten Wochen absetzen zu können ist hinfällig. Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Eines nur ist gewiss: Es gibt Menschen, denen ich es nicht antun kann, sie alleine zu lassen und es gibt andere Menschen, die es nicht wert sind, dass ich wegen ihnen meine Leben hinschmeiße.

Ich hoffe, dass ich Euch, meine lieben Leser, jetzt nicht allzu sehr erschreckt habe. Es gibt für alles eine Lösung, auch wenn sie sich mir augenblicklich noch nicht offenbart. So weiß ich ja auch, dass ich auf einen Großteil von Euch zählen kann.

Bestätigt

Vorgestern hatte mein Physio und Osteopath Zeit (selbst ihn darf ich nicht mehr ohne Schnelltest aufsuchen, was für ein kranker Wahnsinn). Grundsätzlich ist meine körperliche Bruchbude und speziell das Fundament, sprich das untere Gebälk in Ordnung. Kein orthopädisches Problem, keine Entzündung. Allerdings bestätigte sich, was ich mir selber schon vor einigen Wochen gedacht hatte, es herrscht depriverursachte (Ver-)Spannung in der besagten Bude. Das wiederum hat Auswirkung auf den gesamten Bewegungsapparat und führt beim Laufen schlußendlich zu den Problemen in den Achillesfersen.

Lösung: Dehnen, Entspannen, Schwimmen und nur so lange laufen wie es schmerzfrei möglich ist, sprich so gerade mal fünf bis sechs Kilometer. Na, dass sind ja immerhin schon fünf bis sechs Kilometer mehr als gar nicht laufen.

Gestern hatte ich das zusammen mit Torben gleich in die Tat umgesetzt und damit die fünf Kilometer trotzdem einen gewissen Reiz hatten, hatte es im Strömen geregnet 😀 Trocken war es heute, als ich nach ein paar Tagen mal wieder im See war, wo diesmal sogar nichts klappte. Aber in mir ist eh schon der Entschluß gereift, dass ich dann, wenn ich wieder normaler Teil der „normalen“ Gemeinschaft sein darf ohne dabei zu verarmen, einmal Unterricht in Sachen Kraulen nehmen werde. Bis dahin laufe ich erstmal Kurzstrecke und hoffe weiterhin auf ein paar warme Herbsttage zum Schwimmen (wobei mein Physio sagt, ich solle nicht nur kraulen sondern auch mal Brustschwimmen).

Also weiter geht`s auf kleiner Flamme. Immerhin geht es mir psychisch so gut wie schon lange nicht mehr. Der Urlaub hat gut getan und seitdem ich zusammen mit ein paar Millionen anderen politisch zum Menschen zweiter Klasse abgestempelt wurde, hat sich bei mir irgendwie ein Schalter umgelegt und ich fühle mich einigermaßen wohl in dieser Rolle des Außenseiters, Unsolidarischen, Bekloppten oder was auch immer.

Der Herbst wird in vielerlei Hinsicht spannend.

Fortgang und Niedergang

Unser Urlaub setzt sich fort und die zweite Woche war im Wesentlichen von Inaktivität geprägt. Wir haben nichts großartiges unternommen sondern die Woche gechillt vor sich hin plätschern lassen. Ausnahme: Das Auto mußte mit einem platten Reifen in die Werkstatt, nun steht es schon auf den Winterreifen und die Werkstatt beschafft in Ruhe den passenden Ersatz für den kaputten Sommerreifen. Winterreifen… im September zwar etwas früh, aber man erkennt wohin die Jahresreise geht. Diese Woche hatte aber noch richtig schöne Tage …

… allerdings auch schon solche:

Dem Fortgang der Urlaubserholung tut dies aber keinen Abbruch, dem Niedergang meiner sportlichen Aktivität wirkt es aber auch nicht entgegen. Seit dem wunderbaren Lauf mit Catrina und Kai bin ich nicht mehr gelaufen. Ich warte dringlich darauf, dass mein Physio Zeit für mich hat. Außerdem hatte mir an unserem letzten Tag in Berlin eine Wespe in den Knöchel vom linken Fuß gestochen und es dauerte fünf Tage bis sich der Fuß vom Klumpfuß wieder auf Normalmaß zurückverwandelt hatte. Hingegen nutze ich noch fast jeden Tag um das Kraulen bzw. das Atmen dabei zu üben. So richtig habe ich den Bogen leider immer noch nicht raus und nach ein paar Zügen am Stück endet mein Koordinationsvermögen aus Kraulen, Beinschlag und Ein- und Ausatmen zum richtigen Zeitpunkt. Dabei sieht es doch eigentlich schon sooooooo perfekt aus 😀 :

Und meine Ruhe habe ich beim Üben inzwischen auch weitestgehend, die Badegäste verschwinden, es sind nur noch vereinzelnd Schwimmer im Wasser und die Horden von Hundebesitzern erobern sich den kleinen Strand zurück. Auch die Ketten, die den Nichtschwimmerbereich begrenzen, sind in dieser Woche abgebaut worden, was gut für mich ist, so schwimme ich da wenigstens nicht mehr rein 😆

Heute war ich gar schon ganz alleine im Wasser, während die Spaziergänger bei ostwindigen 15° teilweise schon dick angezogen unterwegs waren. Da die Nächte schon recht frisch werden, bin ich gespannt, wie lange ich noch meine 15 – 20 Minuten im Wasser aushalte. Dann hat es sich mit dem Schwimmen nämlich leider erst einmal erledigt. In den Schwimmbädern gilt 3G, das kostenlose Testen endet in Kürze und man MUSS sich elektronisch via Luca- oder CoronaApp einbuchen. Beides nutze ich nicht. Zumal ich auch einen Widerspruch daran sehe, dass man keine Wertsachen mit ins Schwimmbad nehmen soll, was angesichts häufig verbogener Spindtüren auch seine Berechtigung hat, aber das Smartphone dann zwingend dabei haben muß.

So sehe ich sportlich einem gewissen Niedergang entgegen. Meine Hoffnung in Bezug auf das Laufen besteht in schneller Hilfe durch meinen Physio und die Hoffnung in Bezug auf die Fortsetzung meiner Schimmübungen in einer Einsicht unserer Politiker auch unser Land zur Normalität zurückkehren zu lassen (natürlich ist die Hoffnung nicht groß, haben unsere Volksvertreter doch ab nächsten Sonntag erst einmal genug damit zu tun, sich zu irgendeinem neuen Gängel-Haufen zusammenzuraufen). Leider ist das nächste Schwimmbad im freien Holland mit ca. 90 km doch etwas zu weit entfernt 😦 Ansonsten: Das nächste Frühjahr kommt bestimmt und dann fange ich halt noch einmal von vorne an.

Ab morgen geht unser Urlaub in sein letztes Drittel und wir haben noch einiges auf dem Plan, was wir gerne erledigen wollen. Das torpediert leider auch meine Idee die letzten Urlaubstage noch einmal in Berlin zu verbringen. Man kann nicht alles haben, ich möchte ja entspannt bleiben. Auch wenn ich fürchte, dass es in Bezug auf körperliche Aktivtität in den kommenden Zeit schon zuviel Entspannung geben wird :-/

Wie im Süden

Die letzten neun Tage waren wunderbar. Am Freitag letzter Woche begann mein Urlaub, Jens mußte noch bis Samstag warten, und gleich an diesem Samstag startete der Urlaub mit einem Highligt. Catrina und Kai waren im Norden Deutschlands und statteten auch Oldenburg einen Besuch ab. Kai ist in und um Oldenburg aufgewachsen und pflegt hier noch Freundschaften. Das die Beiden trotz strammen Besuchsprogramms noch Zeit für einen gemeinsamen Lauf gefunden hatten, rechne ich ihnen hoch an und so standen sie am Vormittag bei mir vor Tür um eine Runde zu drehen. Catrina wollte gerne den Kleinen Bornhorster See sehen, wo ich ja fleißig das Kraulen übe, und ich wollte ihnen doch gerne die Bornhorster Wiesen und die Hunte zeigen. Beides zusammen führte zu einer 17 km langen Strecke.

Es war ein toller Lauf, wir hatten uns viel zu erzählen und es wirkte -wie eigentlich immer bei solchen Treffen- als würden wir uns schon länger kennen. Die Hunte hatte sogar eine spezielle Überraschung für uns parat, die Kai mit scharfem Auge gesehen hatte. Ein Seehund oder eine Kegelrobbe war in ihr unterwegs, obwohl weder der eine noch die andere dort etwas zu suchen hat. Leider zeigte sie sich nur kurz und es ließ sich nicht genau klären, welche Spezies da genau unterwegs war. Das Wetter war perfekt, wechselnd wolkig, mäßig warm und kaum Wind. Durch den Besuch aus der Schweiz fühlte ich mich aber wie im Süden 😎 Danke Catrina und Kai, dass Ihr da. Es war mir eine riesen Freude.

Tagsdrauf ging es für Jens und mich in den Urlaub. Eigentlich hätten wir einen Ferienhaus-Urlaub in Dänemark machen wollen. Da man ein Ferienhaus aber lange im Voraus buchen muss und wir nicht wussten, ob uns Corona in die Parade fährt, haben wir davon Abstand genommen. Sehr schade, weil die Dänen fünf Tage vorher in ihrem Land zur Normalität zurückgekehrt sind und wir dort hätten einen Urlaub verbringen können in einer Art und Weise wie man es einmal normales Leben nannte, ohne Tests, Maskenmumpitz und den all anderen Irrsinn.

Egal, das war halt nicht zu ahnen und so sind wir stattdessen in mein Domizil nach Berlin gefahren, wo wir in den eigenen vier Wänden leben konnten wie wir wollten. Immerhin war uns das Wetter gewogen, es erwarteten uns sonnige und warme Tage wie im Süden bis fast zum Schluß. Leider streikte in meiner Wohnung zu Anfang das Wlan, so dass ich das schöne Erlebnis mit Catrina und Kai nicht sofort posten konnte. Auf der anderen Seite war es auch ein Wink des Schicksals und deshalb machte ich aus der Not eine Tugend und einmal für acht Tage Pause mit dem Blog und auch mit dem Bloglesen (Ich hoffe Ihr seht mir das nach, also das Nichtlesen bei Euch meine ich 🙂 )

Da Jens nicht so der große Berlin-Freund ist, hatte ich ihm Ausflüge ins Umland versprochen und gleich am Tag nach unserer Ankunft ging es los mit dem Park Sans Souci. Bei Kaiser… pardon Königswetter vermittelte der Park, speziell im Bereich der Orangerie mit ihren vielen Palmen, nahezu mediterranes Flair, getoppt natürlich noch vom Schloß Sans Souci selber.

Am nächsten Tag standen Köpenick und Müggelsee auf dem Programm.

Uuuund der nächste Park, Park Bavelsberg mit gleichnamigen Schloß. Das Wetter: Der Hammer.

Am Freitag dann verließ uns das Wetterglück, zwar immer noch warm, wurde es gewittrig und der Besuch des Sowjetschichen Ehrenmals im Treptower Park wurde zur nassen und auch schnellen Angelegenheit. Aber immerhin stand mir nicht das Wasser in den Schuhen 😛

Abends war es denn wieder trocken und herrliche Wärme bis tief in die Nacht ließ uns doch einmal das Zentrum aufsuchen um das Festival auf Lights auf uns wirken zu lassen. Viel bunt, aber auch sehr schön. Nur die vielen Menschen war man nach den trüben Pandemiezeiten so gar nich mehr gewöhnt 🙂

Am letzten Tag erwischte uns auch auf dem Tempelhofer Feld ein kräftiger Schauer, aber wir fanden zum Glück Unterstand im Urban-Gardening-Bereich.

Am Abend dann noch ein Treffen in meiner Stammkneipe mit befreundeten Stammgästen unseres Stammrestaurants in Oldenburg, die am selben Tag in Berlin angekommen waren. Am Sonntag ging es zurück nach Oldenburg.

Damit war die erste unserer drei Urlaubswochen vorbei. Wenn auch Berlin und sein Umland Dänemark nicht ersetzen können, den Süden konnten sie ersetzen und wir hatten eine wirklich gute Zeit.

(Sorry für die Länge des Posts und die Bilderflut, ich konnte nicht anders 😙)

Du stellst Dich gar nicht so dumm an

… Mit diesem Lob adelte mich heute morgen Torben, nachdem ich mit ihm das erste Mal im Freibad gewesen bin. Im Freibad, das sich gerade mal ca. einen Kilometer von meinem Zuhause entfernt befindet und in dem ich den 20 Jahren, die ich jetzt in Oldenburg lebe, noch nie gewesen bin.

Weil ihm das Wetter zum Laufen zu schlecht war, schrieb mir Torben gestern sehr bestimmend, dass wir heute schwimmen gehen. Da bin ich noch vom Kleinen Bornhorster See ausgegangen, Torben wollte aber ins Schwimmbad und ich ahnte Schlimmes. Dort sollte ich dann nämlich mal kraulen und nach ein paar Zügen sagte er mir, dass er nicht genau erkennen könne, was für ein Schwimmstil das sein solle 😳 Beim Brustschwimmen sah das zwar schon besser aus, aber er sagte, dass ich ja kraulen lernen wollte.

Torben stellt sich als guter Schwimmlehrer heraus und er nahm mir ruckzuck, das Unbehagen davor mit dem Kopf unterzutauchen. Mit Gesicht unter Wasser und angehaltenem Atem lernte ich von ihm dann die ersten richtigen Kraulzüge und es funktionerte nach einigen Korrekturen wirklich gut. Auch das Ausatmen unter Wasser bekomme ich schon hin. Was noch fehlt ist die schwierigste Disziplin, das Einatmen im richtigen Moment. Das haben wir heute nur ganz kurz angerissen.

Nichtsdestotrotz bin ich nach der heutigen Dreiviertelstunde richtig happy, dass die ersten Schwimmzüge unter professioneller Anleitung so gut geklappt haben. Auch wenn mir mein Gepaddel im Kleinen Bornhorster See in Sachen Kraulen nichts gebracht hat, so habe ich über die letzten Wochen dort immer etwas ein Gefühl fürs Wasser entwickelt. Wenigstens das kam mir heute zugute. Bedauert habe ich gegenüber Torben nur, dass wir jetzt erst so spät erste Mal ins Freibad gegangen sind. Offiziell endet die Freibadsaison nämlich schon am 12.09., wenn sich nicht noch schöneres Wetter einstellt, dann könnte sie noch verlängert werden. Aber besser spät als nie und vielleicht kann ich das Ganze ja auch noch im Hallenbad fortsetzen. Nach heute habe ich nämlich die Ahnung, dass mir das wirklich Spaß machen könnte 🙂 Schließlich äußtere Torben schon die Sorge „Nicht das Du noch besser wirst als ich“. Hahahaha, wenn ich sehe wie irre schnell und elegant er durchs Wasser pflügt, braucht er in diesem Leben sicher keine Angst davor haben 🙂 Ich muß es ja wirklich überhaupt erstmal lernen.

Ansonsten hielten sich meine sportlichen Aktivitäten diese Woche in Grenzen. Einmal war ich noch um die 23 km mit dem Fahrrad unterwegs und bin einmal zum Kleinen Bornhorster See geradelt und habe dort etwas „gepaddelt“. Gestern bin ich nach eineinhalb Wochen eine kurze Runde laufen gewesen. Das war auch schön. Die Lichtstimmung war bezaubernd und die 8,6 Barfußkilometer ein Genuß.

Das Schönste: Nach dem gestrigen Lauf und dem heutigen Schwimmen ist die bleiernde Depression, die die ganze Woche auf mir lag, abgefallen. Wahnsinn, Sport macht einfach glücklich ❗

Da damm da damm da damm

Samstag, viel Zeit, mäßig warmes, wechselnd bewölktes Wetter. Perfekte Bedingungen für einen langen Lauf. Aber halt! Einen lang Lauf mit angefressenen Achillesfersen, den wollte ich mir dann doch nicht antun. Also ab auf`s Rad. Kurz überlegte ich das einstmals für diese Zwecke angeschaffte Rennrad aufzuklaren, aber ich wollte eigentlich ne ganz gechillte Runde drehen, außerdem kann ich auf dem Rennrad nicht barfuß radeln. Also rauf auf meine Alltagsmöhre und ab dafür.

Rüber über die Huntebrücke, durch Iprump nach Neuenhuntorf …

… dort erwartete mich absolutes Strand(korb)feeling 😀 :

Weiter gings mit Naschpause 🙂 :

Apropos Naschen, Kuchen ist nie weg, zusammen mit einer Fruchtbuttermilch 🙂 :

Strand(ohne Korb)feeling zum Zweiten an der Weser:

Dann Huntesperrwerk, Oldenburgs Versicherung gegen Sturmfluten, kurz vor der Einmündung der Hunte in die Weser:

Elsfleth:

Rückweg:

Warum jetzt der Titel „Da damm da damm da damm“? So einige Kilometer gingen über wunderbar verkehrsarme Nebenstrecken, die vielfach noch aus Betonplatten bestanden, über deren Fugen ich mit einem melodischen Da damm da damm da damm hinwegradelte. Das erinnerte mich an Autoreisen in meiner Kindheit, als viele Autobahnen ebenfalls aus solchen Betonplatten bestanden, ebenso wie die Straßen auf Sylt. Da damm da damm da damm. Das hat für mich etwas sehr vertrautes und erinnert mich ans Reisen.

Das paßte also ganz gut zu meiner gut 70 km langen Tour, die ich gechillt mit meistens so um die 22 km/h dahingeradelt bin. Eine wirklich schöne Tour, die einfach nur Spaß gemacht hat. Ich war schon so lange keine Radtour mehr gefahren, da müssen erst so Fersen kommen … 🙂

Mach dich mal locker

Wer diesen Titel auf meinen vorherigen Post bezieht liegt falsch. Zu dem Thema locker zu bleiben wird mir zu Eurem und zu meinem Leidwesen und auch zum Leidwesen meiner Gesundheit wohl weiterhin nicht gelingen.

Das Problem scheint eher, dass diese Umstände und auch die Umstände meiner Depression zu einer gesamten körperlichen Verspanntheit führen. Seit Monaten kasper ich schon mit Schmerzen an den Achillesfersen rum, mal mehr mal weniger. Am Montag noch lief ich erst so locker los, dass ich die Runde wieder verlängerte, auf das Schwimmen verzichtete und deshalb meinen Rucksack umsonst mitgeschleppt hatte. 17 km bei wieder einmal einem grandiosen Wolkenschauspiel kamen zusammen.

Ab ca. 11 km wurde es aber doch wieder hölzern und ich hätte mir gewünscht, doch lieber schwimmen gegangen zu sein. Das hatte ich am nächsten Tag nachgeholt, die Anreise erfolgte aber mit dem Fahrrad, weil speziell die rechte Achillesferse extrem maulig war. Dafür entschädigten frische 17 ° mit einem leeren Strand und See.

Meine Fußsohlen haben offensichtlich eine neue Evolutionsstufe erreicht und ich kann jetzt auch auf wesentlich raueren Asphalt barfuß unterwegs sein als bisher. Allerdings scheine ich diese Streckenabschnitte trotzdem noch mit einer gewissen Verkrampftheit zu nehmen, was sich zu der oben geschilderten Verspannung hinzugesellt. Das alles wo ich in den letzten Wochen doch wirklich grottenlangsam unterwegs bin.

Ein Lauf mit Torben und etwas Regen:

Darum werde ich meinen Fokus erstmal massiv darauf legen, meinen Körper beim Laufen zu entspannen. Gestern nutzte ich dazu sogar Formeln vom Autogenen Training. Darüberhinaus übe ich mich mal wieder ausführlich im Dehnen und gönne meine Achillesfersen nach dem Laufen ordentliche Eiskühlung.

Das mir die Probleme schon so lange das Laufen vermiesen und den Spaß daran mindern kann ich eigentlich gerade jetzt so gar nicht gebrauchen. Aber vielleicht klappt es ja, mich einfach mal locker zu machen und dieses auch etwas mehr auf den Alltag zu übertragen. Ich brauche ja offensichtlich noch einen langen Atem.

Erpressung

Ich werde erpresst. Erpressung ist eine kriminelle Tat und kriminell sind bei dieser Tat unsere allseits beliebte Kanzlerin, der widerwärtigste Politiker allerzeiten Söder (der seine Niederlage bei der Kanzlerkandidatenkür nicht verwinden kann und durch seine darausfolgenden Handlungen zeigt, dass er es zurecht nicht geworden ist) und die anderen 15 Schergen, alias Ministerpräsidenten und -innnnnennnen.

Aber ich werde mich dieser Erpressung nicht beugen. Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, ähhhh eine Impfpflicht einzuführen. Ich werde mich nicht impfen lassen, weil mich dieses Politikergesocks erpresst und das Grundgesetz und damit unser aller Grundrechte mit Füßen tritt. Ich werde mich dieser Erpressung nicht beugen. Die Geimpften mögen sich jetzt in Selbstgefälligkeit wiegen, aber Vorsicht, bei nächster Gelegenheit können auch sie die Opfer dieser jeglichen Verhältnismäßigkeit entrückten Politikerbrut werden. Es könnte ja sein, dass es selbst in die hohlen Politikerköpfe vordringt, dass Geimpfte sich infizieren, andere infizieren oder sogar erkranken.

Bei der nächsten (mit Sicherheit wieder verbotenen) Demonstration in Berlin werde ich dabei sein, mögen mich die Polizisten dann auch zusammenknuppeln, darauf kommt es dann auch nicht mehr an.

Während die meisten Bundesstaaten der USA, Großbritannien, die Niederlande, Schweden und Dänemark zur Normalität zurückkehren oder zurückgekehrt sind, wird bei uns weiter mit willkürlichen und nichtsaussagenden Inzidenzwerten das Volk gegängelt.

Die Politikerbrut sorgt dafür, dass dieses Land nicht mehr mein Land ist und wenn sich das Volk gegen diese antidemokratischen und antigrundgesetzlichen Beschlüsse nicht zur Wehr setzt, wird dieses Land erstrecht nicht mehr mein Land sein.

Greenland

Versaut hat man mir einen Teil meiner liebsten und kuscheligsten Barfußstrecke. Der Einstiegssandweg für meine Strandfeelingstrecke im Gellener Moor wurde mit Steinen „verbessert“, wie gemein 😦

Dabei wollte ich doch meinen Füßen mal wieder so richtig etwas Gutes tun. Naja, jetzt ist es erstmal so wie es ist und es wird schon ne ganze Zeit dauern, bis die Steine wieder untergebuttert worden sind. Da bin ich halt auf die umliegenden Asphaltstraßen ausgewichen und durfte feststellen, dass diese auf vielen Kilometern einen wirklich geschmeidig glatten Asphalt aufzuweisen haben. Wenn dieser Asphalt auch keinen weichen Sand ersetzen kann, so bot er doch das Maximum an Barfußkomfort, was auf der Straße möglich ist und entschädigte weitestgehend für die entgangene Sandkur.

Absolut top waren auch die Ausblicke auf das Geestland. Üppig grün lag es da, überstrahlt von einem malerischen Wolkenhimmel. Ich traf kaum auf Menschen und alles wirkte so friedlich. Ein Top-Lauf über 11 km.

Greenland:

Zwei Tage später ging sich auch endlich mal wieder ein Lauf mit Torben aus.

Der erste Lauf im August sollte eigentlich nur eine ca. 11 km langer Feierabendlauf zum Kleinen Bornhorster See sein, aber es lief so gut, das Wetter war so toll und die Stimmung so schön, dass es schlußendlich 18 km wurden.

Mit der Schwimmerei komme ich im Moment nicht so recht voran, was daran liegt, dass es am See jetzt immer recht voll ist. Macht aber auch nichts, Laufen ist ja auch irgendwie ganz schön 😉 😆

Ohne Dich

Die im vorherigen Post erwähnten 15 Tage Laufpause sollten genug sein. Drum ging ich am Montag wieder laufen um der längsten freiwilligen Laufpause ever ein Ende zu setzen. Ausgeruht waren dabei in erster Linie die Fußsohlen und schnurten klaglos über den üblen Asphalt rund um den Großen Bornhorster See, den sie sonst nur mit Sandalen zu überlaufen bereit sind. Ansonsten aber verflog die Hoffnung auf einen geschmeidigen Wiedereinstieg. Trotz angenehm niedriger Temperatur wollte kein Fluss aufkommen, auch nicht nach dem Bad im Kleinen Bornhorster See. Aber immerhin konnte ich 11 Barfuß-Kilometer in meine bis dato klägliche Juli-Statistik eintragen.

Am Mittwoch überlegte ich zum Ende meines Home-Office-Tages Jens zu einer Nordic-Walking-Runde zu animieren, während ich meine Laufrunde drehe. Es sollte anders kommen. Als Jens an diesem Tag einige Zeit nach mir aufstand und ich die ersten Worte mit ihm sprach, stimmte etwas mit ihm nicht. Ein Anruf in meiner Hausarztpraxis mit Schilderung der Symptome führte zu dem Kommentar „Kommen sie nicht, wählen sie gleich den Notruf 112“ und wenige Zeit später stand ein Rettungswagen auf unserer Auffahrt. Die dreiköpfige Besatzung kümmerte sich in unserer Küche um Jens und nach ca. einer halben Stunde rollte der Rettungswagen mit ihm vom Hof. Ins 30 km entfernte Westerstede wurde er gebracht, da sich die zuständige Oldenburger Klinik abgemeldet hatte. Erst am Nachmittag hörte ich erstmals etwas von ihm, da ging es ihm zum Glück schon wieder besser, er solle aber mindestens fünf Tage im Krankenhaus bleiben. Ich fuhr zur Klinik und brachte ihm eine Tasche mit allem Nötigen. Besuchen konnte ich ihn bei der Gelegenheit nicht, Corona läßt grüßen. Abends versuchte ich mich mit einem Lauf abzulenken, was leidlich funktionierte, ein Durchschnittspuls von 160 bei einer Pace von 6:35 sprach da Bände.

Am nächsten Tag dann kam mittags die Entwarnung, nachdem man Jens in der Klinik einmal komplett auf links gedreht hatte, bestätigte sich die anfängliche Befürchtung nicht und er durfte sogar schon wieder nachhause. Was für ein Schreck mit guten Ausgang. Die Gedanken, die einem in dieser Zeit durch den Kopf gehen, sind unbeschreiblich. Nach über 20 gemeinsamen Jahren mit all ihren Höhen und Tiefen, kann ich folgenden Liedtext nahezu voll und ganz unterschreiben:

Ob es an dieser Erleichterung lag, weiß ich nicht, aber der heutige Lauf war endlich mal wieder einfach nur schön. Sehr langsam, aber auch sehr entspannt lief ich erneut die Strecke vom Montag, erneut überliefen die Fußsohlen den schraddeligen Asphalt und erneut ging ich im Kleinen Bornhorster See ins Wasser und ließ mich nicht einmal von einer Gruppe Kinder entmutigen, die von ihrem Trainer ins Wasser gescheucht wurden und wie die Fische schwimmen konnten, kraulend und rückenschwimmend.

Ende gut, alles gut, in zweierlei Hinsicht. Wobei natürlich das erste so immens viel wichtiger ist. Gesundheit ist alles, ohne Gesundheit ist alles nichts. Das wurde mir, wurde uns mal wieder deutlich vor Augen geführt und über den glimpflichen Ausgang sind wir sehr glücklich und dankbar.

Das gab es noch nie

Sechzehneinhalb Jahre laufe ich nun schon! In all diesen vielen Jahren hat es so manche Laufpausen gegeben und soweit ich mich rückentsinnen kann, waren diese nie freiwillig. Entweder führten Verletzungen, Infekte oder kleinere OP`s zu entsprechenden Ausfällen, die ich immer mit mehr oder eher weniger Geduld ertragen habe. Und jetzt dies: Seit genau 15 Tagen habe ich nicht einen einzigen Laufschritt getan, ohne Grund, einfach so. Naja, nur fast ohne Grund. Die meisten der 15 Tage war ich in Berlin und da war es warm, sehr warm und schwül, teilweise sehr schwül und allein der Gedanke an ein sonnengeflutetes, schattenloses Tempelhofer Feld ließ jeden Gedanken ans Laufen in den abgründigen Tiefen meiner Seele verschwinden.

Stattdessen war ich die ersten Tag stinkenfaul und habe viel gegessen und geschlafen.

Draußen habe ich Sonnenuntergänge in lauer Sommerluft genossen.

Ich habe mich mit Freunden getroffen, war von ihnen zum Essen eingeladen, bin mit ihnen Essen gegangen und mit ihnen auf das ein oder andere Bierchen ausgegangen. Einmal habe ich das auch ganz alleine gemacht, einfach noch auf ein Bier in bzw. vor meine Stammkneipe und dem Treiben auf der Hermannstraße zugeschaut. Lediglich das Angebot zum Kiffen eines sehr launigen Tischnachbarn habe ich abgelehnt. Schließlich rauche ich ja nicht 😆

Unterwegs war ich aber auch. Z. B. in alten Kreuzberger Hinterhöfen, in denen in Werkstätten und Theatern das kreative Leben stattfindet…

… oder in den neuen U-Bahnhöfen im Herzen Berlins. Schick sind sie geworden:

Auf dem Wedding konnte ich unsere Vorräte an Likören der Preußischen Spirituosen Manufaktur wieder auffüllen:

Und am letzten Abend, auf dem Rückweg von einem meiner Lieblingslokale in Berlin, wo ich noch einmal tolle Stunden mit einem guten Freund verbracht habe, weinte ob des baldigen Abschieds sogar der Himmel Tränen.

Tränen ganz anderer Art vergoß ein Lindenbaum, unter dem mein Auto die eineinhalb Wochen in Berlin gestanden hat. Was für ein klebrige Angelegenheit 🙂

15 freiwillige Tage ohne Laufen, wie gesagt, dass gab es noch nie und ich habe es nicht einmal vermisst! Muß ich mir jetzt Sorgen machen? Ich hoffe nicht, nachher gehe ich nämlich laufen, versprochen! Wie könnte ich auch widerstehen, bei knapp unter 20 °, einer angenehmen Brise und ohne Schwüle 😀 Ich werde zu gegebener Zeit berichten, ob ich es noch kann 😎

Wo meine Sonne scheint

Vor meinem heutigen Lauf war ich doch tatsächlich etwas aufgeregt, wollte ich doch mal wieder etwas länger laufen. Anfang März hatte ich bisher das einzige Mal in diesem Jahr die 20 km-Marke gerissen und das mit 20,1 km auch nur so mit Ach und Krach. Ausgemessen hatte ich meine heutige Strecke nicht, nur grob im Kopf wo es langgehen sollte. Einfach loslaufen und mal gucken was es wird. Das Wetter dazu war Bombe. 22 – 24 Grad, etwas Wind und ab und zu mal ein paar Wölkchen. Aufgeregt war ich in erster Linie deshalb, weil ich nicht wußte, ob mein momentanes Gemüt das richtige für dieses Unterfangen ist, ob mein zur Zeit „schwindelerregendes“ Tempo auf längerer Strecke nicht noch weiter in den Keller gehen würde, ob ich überhaupt durchhalten würde und und und 😯

Da kam kurz vor meinem Start noch der Kommentar von Oliver auf meinen letzten Post rein, in dem er schrieb:

„Du machst Dir zuviel Kopf um Dinge die nicht funktionieren, statt wohlwollend das zu sehen was gut klappt. Du läufst, Du schwimmst, Du hast Deinen Humor nicht verloren“ und weiter „Bleib dran, selbst wenn es eine 8er Pace oder mehr ist, Hauptsache draussen sein und bewegen“

Diese Zeilen waren genau der richtige Arschtritt für mich um das Ding ruhig, locker und geschmeidig anzugehen. Und das funktionierte erstaunlich gut! 🙂 Tausend Dank, Oliver!

Los ging es ohne Sandalen zu erst noch etwas durch den Ortsteil Donnerschwee, hin zum Klärwerk, ab dem die Strecke an der Hunte startet. Dieser folgte ich sechs Kilometer, dann ging es ein kurzes Stück offroad. Wobei ich auf einigen hundert Metern die Wahl hatte zwischen zugewuchertem Weg oder Deichkrone mit kurios plattgedrücktem Gras. Ich entschied mich für erstes. Auf dem platten Gras ließ es sich nur wie Storch im Salat laufen.

Begleitet wurde ich auch mal wieder von einem Ohrwurm, dessen vier Titelworte ich ständig vor mich hin summte oder pfiff, blöderweise kannte ich nämlich nicht mehr vom Text. Darüberhinaus war ich lange Zeit damit beschäftigt darüber nachzudenken von wem dieses Machwerk stammte. Lange war ich mit Nana Mousmouri zufrieden, bis mir fast schon zum Ende des Laufs in den Sinn kam, dass es von Caterina Valente ist. Hach, die mochte ich immer gerne. Außerdem passte der Titel so gut zum Tag 🙂

Nach 11, 12 Kilomtern folgte ein erstes kurzes Päuschen im Schatten des Deichscharts.

Im Deichschart gab es eine Tür, auf der sich ein paar wenige kuriose Aufkleber befanden 🙂

Es folge noch ein kurzer Plausch mit einem jungen Radler-Pärchen, wobei es natürlich ums Barfußlaufen ging 😎 Kurze Zeit später der erste Hinweis auf meinen geplanten Zwischenstopp und zwei Kilometer weiter noch einer:

Dort gönnte ich mir einen chilligen Aufenthalt mit einem Stück Kirschstreuselkuchen (der göttliche Stachelbeer-Baiser-Kuchen war schon ausverkauft 😦 ) und einer kalten Zitronenbuttermilch. Ahhhhhhhhhhhhhh 😀

Außerdem kaufte ich noch eine Flasche Bananensaft für unterwegs. Eine gute Entscheidung, meine Halbliterpulle Mineralwasser neigte sich nämlich schon dem Ende zu. Ich hatte noch ein nettes Gespräch mit einer Wanderin, die feststellte, dass sie als Wanderin eine Exotin ist. Naja, das weite, platte Land mit seinen langen geraden Strecken lädt halt mehr zum Radeln ein (wobei wir beide über die E-Biker lästerten) und immerhin war ich als Läufer genauso ein Exot 🙂

Gut gestärkt und im Schatten erholt trabte ich weiter Richtung Kleiner Bornhorster See. Ein kurzes Bad mußte einfach noch sein. Wobei ich auf Schwimmeinlagen verzichtete, es war einfach zu voll. Außerdem muß laufen auch einfach mal reichen 😛

Zugeben, das Anlaufen nach dem Bad fiel mehr dann schon etwas schwerer, aber eigentlich klappte es mit dem lockeren Trab noch ganz gut und es war nun auch nur noch vier Kilometer. Als diese vorbei waren hatte ich 28 km auf dem Garmin-Tacho, von denen ich 22 km barfuß gelaufen bin.

Olivers Kommentar-Zeilen noch vor dem geistigen Auge nahm ich die Durchschnittspace mit 7:02 schmunzeln zur Kenntnis. Immerhin war es mein längster Lauf seit dem Berlin-Marathon im September 2018! Mit der Pause am Melkhus und dem Bad im Kleinen Bornhorster war ich fette fünf Stunden unterwegs. Bei meiner Ma habe ich dann noch gegen Viertel vor Acht ein halbes Blech Erdbeerkuchen verdrückt, die wohl späteste Tea-Time ever. Und mit eine der gierigsten 😀 Sch…egal, es war ein super Nachmittag/früher Abend und hat einfach nur gut getan 🙂

Wettkampf

Bleibe ich der Begrifflichkeit „Kampf“ doch noch etwas treu. Nachdem ich in meinem letzten Beitrag „Kampf“ von meinem erschütternden Zustand berichtet hatte, der sich unter anderem in einem exorbitant niedrigen Lauftempo niederschlägt, hatte ich es gestern trotzdem gewagt mich einem „Wettkampf“ zu stellen. Da auf die Schnelle kein entsprechender Lauf zu finden war, habe ich es stattdessen mit einem läuferischen Sparringspartner allererster Güte aufgenommen, der da wäre:

Tadaaaaaaa

Auf die Plätze! Fertig! Los! :

Aber ich hatte keine Chance, die Granate ist mir einfach auf und davon gezogen 😦 :

Frustrierend, aber ich mußte ja auch noch den dicken Stein auf dem Bild umlaufen 😯

Nur gut, dass ich es mir gleich erspart hatte, es mit diesen Rennpferden aufzunehmen:

Den letzten Kilometer meiner gestrigen gut 14 km konnte ich nicht mehr unter 7er Schnitt laufen. Ging einfach nicht! Unmöglich! Der Asphalt klebte förmlich an den Fußsohlen. Es ist so bitter 😦

Gut, dass es wenigstens vom Vortag einen wirklich sensationellen Erfolg zu feiern gibt. Zu der Zeit wo Deutschland gegen England verlor, bin ich bei feinstem Regen zum Kleinen Bornhorster See gelaufen und dort das ERSTE MAL IN MEINEM LEBEN 100 M AM STÜCK GESCHWOMMEN! Ich bin so stolz! Und ich bin bestimmt sogar schneller geschwommen als ich gestern gelaufen bin 😆

Mit dem Wettkampflauf beendete ich dann auch den ersten Teil des Laufjahres 2021. Mein Ziel, dieses Jahr im Schnitt monatlich 200 km zu laufen, hinke ich mit 90 km hinterher und wird nicht mehr ernsthaft verfolgt. Davon abgesehen und unter Anbetracht der diesjährigen Umstände bin ich mit den gelaufenen Kilometern sehr zufrieden. Es sind bei mir also doch noch nicht Hopfen und Malz verloren 🙂

Kampf

Meine Depri hat mich zur Zeit wieder stärker im Griff und es ist dadurch wieder ein verstärkter Kampf den Alltag zu bestehen, während ich mich doch am liebsten an einen einsamen stillen Ort zurückziehen würde. Da ist es auch nicht gerade förderlich, dass sich das Laufen für mich zur Zeit auch nicht sonderlich leicht anfühlt. Zwar sind meine Beschwerden in den Achillesfersen nur noch hintergründig vorhanden, aber das Laufen fühlt sich zur Zeit einfach beschwerlich an und das Tempo ist sehr langsam.

Trotzdem ist es mir gelungen, diese Woche wieder einmal knapp die 50 km-Marke zu knacken und auch immer wieder etwas schwimmen zu gehen. Wie am Montag bei Dauerregenwetter, wo es am herrlich leer war und der See in der kühlen Luft vor sich hin dampfte.

Nach dem Dauerregen stand das Wasser teilweise noch tagelang auf den Wiesen, aber die Luft war für Mensch und Tier wieder etwas angenehmer. Auch wenn ich beim Laufen schwitzte wie die S.. 🙂