Sehr seltene Flüssigkeit

25.07.16 08

Es gibt da eine Flüssigkeit, die als sehr selten beschrieben wird. Ob sie auf Grund ihrer Seltenheit auch kostbar ist, sei einmal dahingestellt. Fakt ist nur, dass ich selber mit dieser Flüssigkeit nahezu verschwenderisch umgehe. Die Rede ist hier vom Beamtenschweiß:mrgreen:

Ist bei mir schon unter normalen sportlichen Umständen kaum Bewegung ohne Schwitzen möglich, so tropfte ich beim Samstagslauf nahezu wie ein Kieslaster. Bei eigentlich nur 25° war es extrem schwül. Die Luft war so drückend, dass Asphalt unter Bäumen den ganzen Tag naß blieb, obwohl es den ganzen Tag nicht geregnet hatte. Auch meine Sonnenbrille ist mir bei solchen Temperaturen noch nie beschlagen, Hammer. Ich war froh genügend Wasser dabei gehabt zu haben, obwohl ich nur auf meiner 14 km-Standardhausrunde unterwegs war.

Gestern sah die schwüle Wetterwelt nicht viel anders aus, gleiche Temperatur, gleiches Klima. Nur das der Himmel bedrohlich dunkel wurde und mit zweimaligem Grummeln die Badegäste vom Kleinen Bornhorster See vertrieb, die mir in Scharen auf Fahrrädern entgegenkamen. Die, die es mit dem Aufbruch nicht so eilig hatten, packten ihre Piselotten dann schon im Regen zusammen, der anschließend auf drei, vier Kilometern diese eigentlich so seltene Flüssigkeit auf meiner Haut verdünnte.

Schon lange vor der Hunte war dann wieder Schluß mit Regenlustig. In Bezug auf die Schwüle hat der kleine Guß auch keine Erleichterung gebracht, so dass ich froh war, dass es mir die MS Fredo vom Tempo her leicht machte, mich mit ihr ein Wettrennen zu liefern. Erst kurz vor der Huntebrücke ließ ich sie ziehen. An selbiger machte eine Laufgruppe auf der anderen Hunteseite Treppentraining. Mir reichte das einmalige Entern und nach 17 km war ich wieder tropfnaß zuhause.

Was den Seltenheitsfaktor besagter Flüssigkeit angeht, bin ich offensichtlich kein Ruhmesblatt für meine Zunft😀

Ventil

Seit ca. 5 1/2 Jahren betreibe ich diesen Laufblog und er hat mir die wunderbare Möglichkeit gegeben, mich zum Thema Laufen mitzuteilen und auszutauschen. Ich möchte es nicht mehr missen!

Seit längeren geistert in meinem Kopf der Gedanke mich auch anderen Themen zu widmen. Deshalb habe ich mich spontan entschlossen, diesen Gedanken in die Wirklichkeit umzusetzten.

Die Initialzündung kam mir dazu heute beim Frühstück und das Ergebnis ist nun hier zu finden.

Der erste Aufschlag ist keinem erfreulichen Thema gewidmet. Das soll aber defintiv nicht immer so sein. Obwohl der Blog wahrscheinlich insgesamt schon etwas ernsterer Natur sein wird. Und ob dieser Blog überhaupt ein Erfolg wird sei dahingestellt, da er sich nicht einem so griffigen und speziefischen Thema wie z. B. dem Laufen widmet sondern thematisch breit gestreut sein soll.

Ich möchte mir einfach ein Ventil dafür schaffen, Gedanken zu verschriftlichen, die mich umtreiben.

Deshalb nutze ich jetzt einfach ganz unverfroren die unglaublich große Bekanntheit meines Laufblogs um etwas Publicity für meinen neuen Blog DanksDenke zu machen:mrgreen:

Wer mag schaue also gerne mal rein.

 

Urlaub

… habe ich erst in fünf Wochen. Da gilt es noch eine Zeitlang durchzuhalten. Aber Urlaub habe ich mir diese Woche mal weitestgehend vom Sport und somit auch vom Bloggen gegönnt. Auch mit dem Lesen und Kommentieren habe ich mich etwas zurückgehalten.

Warum? Einfach so oder weil Sommer war und ist. So habe ich eben diesen einfach mal genossen …

20.07.16 02

… und bis auf etwas Bauchtraining und einem 10-km-Lauf mit Uli aus der Utkiek-Gruppe war da nicht viel mit Bewegung.

Da ich wußte, dass einige aus der Utkiek-Laufgruppe im Urlaub waren, hatte ich am Donnerstag einfach mal nachgefragt, ob überhaupt jemand dorthin kommt. Wieviel Motivation dahinter steckte, seht Ihr hier:

 22.07.16 01

:mrgreen:

Uli war der einzige, der die falsche Antwort gegeben hatte, was zu besagtem 10 km-Lauf geführt hatte, allerdings nicht am Utkiek, sondern in meinem Laufrevier, da Uli ganz in der Nähe wohnt und wir uns somit die Anreise zum Utkiek erspart hatten.

Das für gestern geplante Workout versauerte auf dem Sofa vor dem Fernseher um die schrecklichen Ereignisse von München über mich ergehen zu lassen. Zum Glück ist meinen lieben Freunden Heimo und Lizzy und ihren Familien nichts passiert.

Da sich all dieses Elend dieser Welt aber laufend besser ertragen läßt, werde ich mich jetzt gleich mal wieder auf die Laufsocken machen. So long!

Traurig

… bin ich gerade etwas. Als ich vor knapp fünfeinhalb Jahren mit der Bloggerei angefangen habe, haben sich daraus zahlreiche wunderbare Kontakte und sogar Freundschaften ergeben. Über jeden Blogbeitrag, sei es ein eigener oder der einer meiner Blogfavoriten, und die damit einhergehenden Kommentare lernten wir uns immer mehr kennen und schätzen. Wir teilten und teilen Freud und Leid, Erfolge und Misserfolge und trugen uns über manchen verletzungsbedingten Ausfall.

Seit geraumer Zeit sind gerade vom letzteren einige meiner liebgewonnenen Blogger betroffen. Aktuell sind schon seit langer Zeit Anna, Anne, Bianca und Rainer außer Gefecht gesetzt. Wenn ein Läufer nicht laufen kann, so ist das das schlimmste was ihm passieren kann. Wenn ein Laufblogger nicht laufen kann, wird er seines liebsten Themas beraubt. Und wenn ein Läufer und Laufblogger nicht mehr laufen und schreiben kann, versetzt es ihm jedes Mal einen Stich, wenn er auf anderen Blogs von unbeschwerten Läufen und Wettkampferfolgen lesen „muß“.

Deswegen kann ich entsprechende Rückzüge aus der Bloggerwelt sehr gut verstehen. Aber damit tun auch mir die Verletzungen der anderen weh. Wenn mein Reader immer weniger neue Beiträge anzeigt und somit der kurze aber mehr als liebgewonnene Kommentaraustausch ausbleibt und wenn logischer Weise auch auf meinem Blog vielfach die Reaktionen dieser lieben Menschen ausbleiben.

So wünsche ich vom ganzen Herzen diesen Verletzungsteufel zum selbigen. Damit bei den Betroffenen in allererster Linie wieder Freude übers Laufen und damit an zweiter Stelle auch wieder Freude übers Bloggen einziehen kann und wieder Schwung in den Reader einzieht und ich ganz uneigennützig mehr zu lesen, mehr zu kommentieren und mehr Kommentare zu beantworten habe😀

Und somit habe ich Euch heute, ob es Euch paßt oder nicht, mit auf meinen Lauf geschleppt, verbunden mit dem Wunsch, dass Ihr schnell gesund werdet. Behaltet den Kopf oben. Über den hohen nordischen Himmel schicke ich meine Gedanken zu Euch!

20,1 km bin ich gelaufen, 20 km für Euch, 100 m für mich. Dabei war der Lauf nach hinten raus etwas anstrengend. Scheint doch eine Herausforderung zu sein, gleich für Fünf zu laufen😉 Deshalb drücke ich Euch um so mehr die Daumen, dass Ihr es bald selber wieder könnt!😀

17.07.16 12

Zeitgleich mit mir kam mein Göga mit dem Auto nachhause, aus dem die Musik dröhnte. Und da uns Traurigkeit nicht weiterbringt:

Alles Gute und etwas Fröhlichkeit, natürlich für alle seine Leser und Bloggerfreunde, wünscht der Deichläufer:-)

Dicke Backe, dicker Hals

Ich hätte es heute ja auch einfach mal lassen können, das Laufen am Utkiek. Aber nein, geht ja nicht, ich mußte da ja hin, weil Laufen ja irgendwie Sucht ist.

Hektisch war der Arbeitstag, gar nicht mal negativ, sondern einfach nur hektisch. In einer Urlaubsvertretung eine Terminaufgabe erledigt, die ich vorher noch nie gemacht hatte, nebenbei noch den Abschied einer Kollegin, die in einen anderen Bereich wechselt, mitgemanagt und den ganz normalen Tageswahnsinn absolviert. Einziges Problem: Ich kam so spät aus dem Büro, dass ich nur fünf  Minuten vorher bei meinem dritten Termin innerhalb von acht Tagen beim Zahnarzt war.

Die Zahnarztpraxis liegt nur fünf Fußminuten von zuhause entfernt und nach dem Zähneputzen wollte ich schnell rüberflitzen. Haustür zu, Schlüssel drinnen, rüber zu Muttern, Haustür auf, Schlüssel raus, abgeschlossen, eingesteckt. Weiter.

Der Zahnarzt hatte dafür umso mehr Zeit. Gute 35 Minuten nach dem Termin begann die Behandlung und während er bohrte, füllte, schliff und polierte dachte ich nur: Mach hinne, ich will laufen.

Er wurde halbwegs rechtzeitig fertig und die fünf Minuten Rückweg absolvierte ich im strömenden Regen. Macht ja nichts, nasse Jeans, nasses T-Shirt aus, Laufklamotten an, rein ins Auto. Nur 10 Minuten später als üblich, was kein Problem ist, da ich in der Regel immer eine Viertelstunde zu früh am Treffpunkt bin. Rauf auf die Stadtautobahn, rein in den Stau. Stau! Wieso Stau? Da ist NIE Stau!

Nächste Abfahrt runter, wozu kenne ich schließlich die Stadt wie meine Westentasche und Schleichwege, die nicht mal Schleichwegfahrer kennen. Nur 2 Minuten nach der Startzeit kam ich am Treffpunkt an. Und Freya, Uli und Ralf haben sogar auf mich gewartet, da sie von dem Stau wußten. Nettes Völkchen, so Läufers:-)

Mit noch dicker Backe und mit dicken Hals konnte es endlich losgehen. Knapp den halben Lauf habe ich gebraucht um etwas runterzufahren. Zu guter Letzt und zum guten Schluß waren beide dann aber wieder abgeschwollen. Somit hat er sich dann doch noch gelohnt, der Ausflug zum Utkiek *ächz*  :-)

Raus aus der Lethargie

Unglaublich, seit einem Vierteljahr bin ich, vom 5,4 km kurzen Mittsommernachtsberglauf abgesehen, keinen einzigen Lauf mehr mit einer Pace von unter 6 Minuten gelaufen. Und auch der Lauf im April war insgesamt eine Ausnahme. Die Statistik meines Lauftagebuches benennt für das gesamte bisherige Jahr 2016 gerade mal acht solche Läufe. Die meisten davon so gerade eben mit 5:58 oder 5:59 unter 6 Minuten. Ganz nebenbei stelle ich dabei fest, dass mein Gewicht langsam aber stetig nach oben geht.

Von den Gesamtkilometern her stehe ich in diesem Jahr bislang gar nicht schlecht da. Nur langsam bin ich geworden. Nun hat sich bei mir der Nabel der Laufwelt zwar noch nie um das Tempo gedreht, aber etwas mehr Pepp dürfte durchaus mal wieder aufkommen.

So war der Plan für heute einfach mal flott zu laufen. Das Tempo sollte durchaus etwas fordernd sein, mich aber nicht gleich aus dem letzten Loch pfeifen lassen.

Bis auf eine kurze Pinkelpause unterm Regenbogen wurde deshalb auch mal durchgelaufen. Ein kräftiger Regenguss kurz vorm Start drückte die Temperatur auf perfekte, knappe 17° und auch während des Laufs sorgte ein Schauer auf gut drei Kilometern für genau die richtige Wasserkühlung.

Schon mit dem ersten Kilometer lag ich gut im selbstgesteckten Soll und bald stellte sich mit Zeiten von 5:20 bis 5:30 ein erstaunlich angenehmes Reisetempo ein. Auf den letzten 800 m versuchte ich dann sogar noch so etwas wie eine Endbeschleunigung.

5:27  war die Durchschnittspace auf den 10 Kilometern und bescherte mir auf meinem schon gar nicht mehr so neuen Garmin sogar noch zwei neue Rekorde: Schnellste 5 km und schnellste 10 km. Na also, es geht noch. Und Spaß hats auch gemacht😀

Wege

Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch gerne mal feier. Nach Möglichkeit reichen mir aber Feiern, wo die Anzahl der Menschen noch an einen Esstisch paßt. Wenn aber wie gestern bei einer Party exorbitant laute Musik, fürchterliches Gedränge und entsetzliche Wärme zusammen kommen, dann ist bei mir schnell der Ofen aus. Gespräche sind mir im Krach zu anstrengend und ständiges Geschiebe löst bei mir Fluchtreflexe aus. Da versuche ich mich in Träume zu flüchten, wo ich möglichst ganz allein meiner Laufwege ziehe.

Deshalb habe ich heute meine Träume auch gleich in die Wirklichkeit umgesetzt. Wenn auch die Bedingungen sicher etwas suboptimal waren. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt zum Kaffeetrinken zu Schwiegermuttern zu laufen. Komme es was da wolle. Und es kam Sommer❗ 27 bis 28° begleiteten mich auf dem Weg nach Berne. Es war mir egal weil es ein Sommertag war, wie er im Buche stand. Trockene Wärme und ein frischer Wind, der mich allerdings die meistens Zeit nur unmerklich von hinten schob. Das Ganze begleitet von den wunderbaren Gerüchen des Sommers, nach Heu, nach Kiefern, nach Wald, nach Sommer eben.

So zog ich meiner Wege, wie ich es mir am Abend vorher gewünscht hatte. Von regen Fahrradausflugsverkehr abgesehen hatte ich meine Ruhe. Ich begegnete nur dem Deichschäfer, der mich lichthupend aus seinem Auto heraus grüßte und wies einer Fahrradfahrerin mit ihrem Sohn den Weg nach Moorriem.

Die Wege waren vielfältig. Erstaunlich was da auf so einem Lauf immer alles zusammen kommt. Schmale, verkehrsarme Straßen, Radwege, Wirtsschaftswege, Sandwege, Trampelpfade. Asphalt, Schotter, Beton, Sand, Moorboden, Pflastersteine. Lange Geraden, verschlungende Pfade, schattenreich oder offen unter dem Sommersonnenhimmel. Zu guter Letzt ließ sich auch ein Stück Radweg an der Bundesstraße 212 nicht ganz vermeiden.

Unterwegs erwartete mich viel norddeutsche Landschaft, flach, weit, hoher Himmel. Ruhig und erholsam, schön!

Meine Groupies waren mir heute nicht so wohlgesonnen, ihnen war es wohl zu warm. Sie nahmen gleich eine aggressive Haltung ein. Die hellhäutige Verwandschaft etwas später war da doch um einiges gelassener :-)  Ansonsten lief es sich trotz der Wärme wunderbar, die Beine und die Stimmung blieben bis zum Schluß locker. Nach 22 km war ich am Ziel, tropfnaß geschwitzt aber rundum zufrieden.

Gebt mir einfach Landschaft, gebt mir Laufschuhe, gebt mir meine Ruhe und die Welt ist in Ordnung😀

Emotionen beflügeln

… oder Utkiek mal anders.

Strahlende Gesichter und den Glanz in den Augen von Menschen darf ich im Job seit einiger Zeit immer mal wieder erleben. Wenn einem aber noch ein ganz besonderer Coup gelingt, wo eine Portion Glück mit einer Handvoll Menschen zusammentrifft, die bereit sind spontan und unbürokratisch zu agieren,  dann fließen auch schon einmal Tränen der Freude, dann wird auch schon einmal meine Kollegin umarmt. Das sind dann schon besonders schöne und emotionale Momente, bei denen auch ich ganz nah am Wasser gebaut bin. Solche Bilder im Kopf nehme ich dann auch gerne mal mit nach hause und sogar mit auf den anschließenden Lauf.

Und dieser Lauf hatte es für einen Feierabendlauf schon etwas in sich. Schon länger hatte ich mir vorgenommen, den Lauf am, auf, um den Utkiek laufend anzusteuern. Gestern habe ich es endlich mal in die Tat umgesetzt.

So teilte sich der Lauf quasi in drei Teile. Einmal der Hinweg, teilweise durch Hafen- und Bahn“romantik“,…

 

… der Utkiek-Lauf selber …

… und der Rückweg, der der selbe war wieder der Hinweg.

An und für sich harmlose 21 ° wurden durch wieder mal drückende Schwüle und Windstille zu einer ausgesprochen schweißtreibenden Angelegenheit. Die Entscheidung für den Laufrucksack mit gefüllter Trinkblase war somit goldrichtig, wie die überlastete Funktionsfaser nicht erst zum Ende der 21,5 km zeigte😎

07.07.16 11

Insgesamt ein feines Läufchen, das ich bei ausreichendem Zeitfenster und solange das Tageslicht noch ausreicht, durchaus noch einmal wiederholen werde:-)

Sonnenschauer und Regenschein

Man kann einfach nichts mehr ab. Eine harmlose Geburtstagsfeier von meinem Besten in Verbindung mit etwas Viertelfinale schauen, anschließendes Aufräumen und dann noch bis 3:00 Uhr einen modernen Sherlock Homes im Fernsehen schauen und schon ist man am Sonntag wie gerädert.

Dabei blieb nur der Sonntag für ein gepflegtes Läufchen. Hierfür galt es noch den Durchzug eines kleinen Gewitters abzuwarten und dann konnte es bei 13 bis 16° auf die Piste gehen. Die Temperaturen versprachen Frische. War sie da? Ich weiß es nicht. Mir selber fehlte wenigestens jede Form von Frische. Daran vermochte auch der stete Wechsel von Sonnenschein und Regenschauern nichts zu ändern und nach knapp sieben Kilometern fühlte ich mich wie das blühende Leben😀

03.07.16 04

Die Beine waren genauso frisch wie der Kopf und so eierte ich über meinen Kurs wie auf den letzten Kilometern eines Marathons. Immerhin erlebte ich ein abwechselungsreiches Sonne-/Wolkenspiel am Himmel und nahm dieses sogar wahr:mrgreen:

Ich hatte mir allerdings 20 km vorgenommen und das Ding wurde mit 20,3 km auch durchgezogen, zombiemäßige Müdigkeit hin oder her:-)

Für zusätzlichen Verdruss sorgte mal wieder der Salomon Agile-Laufrucksack. Ich hatte keine Lust meine Trinkblase in meinem Declathon-Rucksack zu befüllen. Deshalb hatte ich einfach zwei kleine Patronengurt-Fläschen, einen Energieriegel und den leichten Windbreaker in den Salomon gesteckt und bin losgelaufen. Dabei hatte ich schlicht vergessen wie schlecht das Ding bei mir sitzt, da kann ich zurren und zuppeln wie ich will, das Teil hopste beständig, schlackerte mit allerlei Bändseln und scheuerte rechts am Hals, der diesbezügelich dann langsam auch dick wurde.

So habe ich zum Ende des Laufs dem Rucksack meine Sachen entnommen und ihn in sein neues Zuhause gesteckt.

03.07.16 14

arrivederci❗

Rein aus meiner läuferischen Sicht

Ich weiß, die meisten werden micht jetzt steinigen, vierteilen und teeren und federn wollen, aber ich sage jetzt mal wie es für mich ist: Aus rein läuferischer Sicht, aber auch nur aus dieser!, könnte der Sommer meinetwegen schon wieder vorbei sein.

Klar genieße ich die lange Helligkeit, laue Sommernächte, warme Tage, aber eben nur als „normaler“ Mensch. Beim Laufen gehen mir die ganz normalen Sommertage etwas an die Substanz. Dabei meine ich natürlich keine Sommerregenläufe, die sind absolut traumhaft. Und auch gegen einige ehrliche Hitzeläufe an richig heißen Tagen habe ich ab und an nichts einzuwenden. Was aber so gar nicht meins ist, ist diese normale, nahezu immer mit leichter Schwüle unterlegte Sommerwärme.

Zwar war am Dienstagabend die Welt auf meiner Standardrunde noch komplett in Ordnung und …

    … wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann dass der Sommerdeich schon wieder aufgebuddelt wurde, aber ansonsten war alles tutti.

Aber heute beim Utkiek-Lauf schlug sie schon wieder gnadenlos zu, diese Null-Acht-Fuffzehn-Schwüle. Der Lauf wurde von einem minimalen Schauer eingeläutet und war danach für mich nur bäh. Der Kreislauf, normalerweise überhaupt keine Baustelle bei mir, schlug Kapirolen, dem Magen war flau und mich überkam das dringende Bedürfnis diesen Lauf nach nicht einmal einer halben Stunde zu beenden. Habe ich zwar nicht, aber nur weil Ralfs Nachfrage nach dem Ahrathon mich entsprechend ablenkte.

Vielleicht lags auch daran, dass ich schon den ganzen Tag etwas Druck und leichte Schmerzen auf dem Kopf hatte. Aber ich sehnte mich heute nach herbstlicher Frische begleitet von einem ordentlichen Wind:-)

So abseits vom Laufen würde ich den Sommer denn aber doch schon vermissen. Die kurzen Klamotten, die Terrasse, ab und zu mal grillen und chillen, den Garten, das im Hellen zur Arbeit und wieder zurück radeln und und und. Ist ja schon schön.

Wenn nur dieses Laufen in dieser latenten Schwüle nicht wäre …😉 Früher waren die Sommer doch nicht so schwül, oder?

30.06.16 01

und früher kamen die Sprayer noch nicht mit dem Mercedes 

 😯