Sylt-Nachlese

Wie schon direkt nach unserer Rückkehr angekündigt, möchte ich Euch heute nochmal etwas von Sylt vorschwärmen. Es war einfach zu schön🙂

Schon die Anreise haben wir zelebriert. Seit ca. einem Jahr gibt es die Fährverbindung Cuxhaven – Brunsbüttel, die die Autostrecke für uns um ca. 140 km verkürzt und uns das stauträchtige Hamburg mit seinem Elbtunnel ersparte. So genossen wir eineinhalb Stunden Schifffahrt statt Autobahnstreß.

Allerdings wollte wieder alle Welt nach Sylt, so dass wir vor der Autoverladung in Niebüll zwei Stunden Wartezeit hatten. So what, 14 Tage Sommerurlaub warteten schließich auf uns.

14 Tage mit unglaublich schönem und warmem bis heißem Sommersonnenwetter. So ein reinrassiges Hochsommerwetter mitten im September hatten wir noch nie auf der Insel. Ein Traum, der kaum in Worte zu fassen ist! Deshalb lasse ich hier einfach nur ein paar Bilder sprechen:

Noch nie war ich so oft, so viel und so lange im Wasser wie dieses Mal.

Darüberhinaus ist die Natur einfach unglaublich schön und das erste Mal sahen wir vom Strand aus gleich mehrmals Schweinswale. Diese ungefähr delfingroßen Tiere sind allerdings relativ fotoscheu.

 

Unter den hohen Temperaturen hatte allerding mein Laufprogramm erheblich gelitten. Gepaart mit sehr wenig Wind und die, durch das Meer, hohe Luftfeuchtigkeit machte die Wärme das Laufen zu einer extrem schweißtreibenden Angelegenheit. Deshalb konnte ich mich zu gerade mal drei Laufeinheiten von bescheidener Länge aufraffen. Urlaub also auch vom Laufen. Mein Workout am Strand zu absolvieren  machte allerdings viel Spaß.

Und hüllenlos planken können nicht nur andere:mrgreen:

06-09-16-06

Erstmals besichtigten wir den Hörnumer Leuchtturm, in dem kurz nach seiner Erbauung sogar die erste Schule des Ortes unterbracht war. Heute kann man sich dort standesamtlich trauen lassen. Mancher mag sich die Frage stelle, welche dieser beiden Nutzungen schlimmer ist oder war:mrgreen:

Da meine Mutter aus unserem Urlaubsort Hörnum stammt, habe ich bei unseren Urlauben dort auch immer etwas Heimatgefühle. In dem roten Haus ist meine Mutter groß geworden und in dem weißen Haus hat bis kurz vor seinem Tod im letzten Jahr noch mein Onkel gewohnt. Leider alles nur gemietet, so dass der Traum vom Häuschen auf Sylt leider ein Traum bleiben muß.

Und so ließ sich unserer Abreise leider nicht verhindern, was offensichtlich selbst den Himmel bekümmerte. Das einzige Wolkengrau zeigte sich an unserem Abreisetag an dem wir auch wieder die Fähre benutzten. Weils so schön entspannend war und eine Schifffahrt so gut zu einem Urlaub am Meer paßt.

Willkommen geheißen

… haben mich heute Bornhorster Wiesen, Hunte und Huntebrücke. Nach den drei Urlaubswochen hatte ich absolut Bock auf meine absolute Standardrunde. 14 km Heimatkunde.

Willkommen hieß mich aber auch die Dämmerung zum Ende des Laufs. Es herbstl halt. Wenn man es schon am Wetter nicht merkt, dann doch so allmählich an der Kürze der Tage. Aber so kommt man immerhin wieder in den Genuß der Geisterstunde:mrgreen:

26-09-16-04

Kopflos

😀

Einen Tag vor dem Marathon

… habe ich Berlin wieder verlassen. Besser is das. Ich bin dafür weder gemeldet, noch trainiert. Der Anlaß meines Berlin-Aufenthalts war ein anderer.

So habe ich einen sehr guten Freund besucht und meinen historischen Horizont etwas erweitert. Es standen Besichtigungen in Babelsberg und Potsdam, inklusive der Glienecker Brücke, auf der zu Zeiten des kalten Krieges Agentenaustausche stattfanden, auf dem Programm. Tagsdrauf ging es dann noch zum Charlottenburger Schloß.

Ebenso beeindruckte mich diese Multimedia-Show des Deutschen Bundestages sehr: „Dem deutschen Volke — Eine parlamentarische Spurensuche. Vom Reichstag zum Bundestag“. Noch bis zum 03.10.2016, dem Tag der deutschen Einheit, läuft diese Show allabendlich am Reichstag. Wer noch die Gelegenheit hat, sollte sich diese unbedingt anschauen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und immerhin konnte ich am Reichstagsgebäude auch meine Spuren, ähmmm, Schatten hinterlassen😀

Ein wunderbare Laufrunde ging sich auch noch aus. Mein Berliner Zuhause lag nur einen Kilometer vom Flughafenareal Tempelhof entfernt. Das mußte ich natürlich ausnutzen, wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit über eine Start- und Landebahn zu düsen? Zugeben, auf dem neuen Hauptstadtflughafen ist auch nicht mehr los, aber das Gelände ist leider nicht frei zugänglich😉 Das Tempelhofer Feld kann es in seiner Weitläufigkeit glattweg mit den Bornhorster Wiesen aufnehmen und so brauchte ich hier auf freie Blicke über flaches Land nicht zu verzichten. Allerdings immer mit dem Alex im Blick🙂

Berlin nimmt mich immer wieder gefangen. Eine tolle Stadt, an der inzwischen schon etwas mein Herz hängt. Selbst meine Groupies fühlen sich in dieser Stadt wohl, wenn auch etwas klein geraten, aber das mag vielleicht am Fahrtwind liegen😀

23-09-16-10

Da kein Urlaub ewig währt, hieß es heute Abschied nehmen. Nochmals schöne, sonnige Tage in dieser faszinierenden Stadt liegen hinter mir. Es wird Zeit, dass mich der (Arbeits-)Alltag wieder einfängt, sonst kriege ich die Kurve nicht mehr🙂

Morgenstimmung

Ich bin ja bekanntlich nicht so der Morgenläufer, aber wenn aus Zeitnot das Laufen auf der Strecke zu bleiben droht, mache ich mich ausnahmsweise auch mal zur frühen Stunde auf die selbige.

Was mich heute morgen dabei erwartete war einfach nur grandios. Ein Sonnenaufgang wie er schöner nicht sein konnte erhob sich über den Frühnebel, der sich über Wiesen und Marschen gelegt hatte.

Dabei floß der Nebel über den Deich, wie man es manchmal von Wolken kennt, die die Berge hinabfließen. Unglaublich schön!

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Die 10° Frische war ein Genuß. Obwohl nur mit einem Glas Wasser angefüttert, lief es sich ganz gut und die atemberaubend schönen Ausblicke sorgten für Abwechselung. Schon lange konnte ich mich auf meiner altbekannten Strecke nicht mehr so sattsehen.

Herbstliche Anklänge sind aber auch nicht mehr zu leugnen. Egal, der Start in den Tag war phänomenal. Das Bedauern, nicht ewig weiter laufen zu können, wurde nur dadurch gedämpft, dass zum Ende des Laufs der Nebel schon verschwand und die folgende Wärme des Tages schon spürbar wurde.

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Besonders mystisch war, dass mein Schatten, der auf den Nebel fiel, von einem Regenbogenkranz umgeben wurde.

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Ein Heiligenschein? Naja, ich will es mal nicht übertreiben:mrgreen:

Was könnte zu diesem Lauf nun noch besser passen als die passende musikalische Untermalung?:

😀

Trimm Dich

29.08.16 15

Anfang der 70iger Jahre gab es die Trimm Dich-Bewegung. Überall in Deutschland wurden Trimm-Pfade in die Wälder gebaut, wo man von Gerätschaft zu Gerätschaft joggen konnte um sich dort mittels Klimmzügen, Hangeln und ähnlichen Übungen zu ertüchtigen. Ich selber war zu der Zeit noch sehr klein und wenig später verfärbten sich meine Gesichtszüge angesichts der „Freude“ am Schulsport immer leicht ins Grünliche, deshalb war das nichts für mich.

Die meisten Trimm Dich-Pfade hat über die Jahrzehnte der Zahn der Zeit zernagt. Trotzdem füllte ich mich aufgrund meines gestrigen Laufs an sie erinnert, kam mir doch mal so eine Eingebung mein Tagesschau-Training in den Lauf zu integrieren.

Dazu brauchte es weder Wald noch irgendwelche Geräte. Es reichten die Wiesen und was sich so an Begebenheiten am Wegesrand findet. So machte ich mich bei erfrischenden 17 – 19° auf zum Trimmtraben.

Nach 2,5 km gab es die erste Liegestützeinlage und bis Kilometer Nummer 10 hatte ich derer drei Sätze abgearbeitet, zusätzlich drei Sätze Dips, ergänzt um Seitstützeinlagen.

Die folgende Bilderserie ist etwas selfielastig geworden, ich bitte das zu entschuldigen. Zum Ausgleich gibt es aber auch ein Schaf (nicht ich!), schon wieder ein Reh, ein paar Nilgänse, etwas Hunte und Wiesen zu sehen🙂

Eigentlich dachte ich immer, meine Power reicht entweder fürs Laufen oder fürs Workout, beides zusammen geht nicht. Umso mehr war ich überrascht, wie flockig mir die Übungen von der Hand gingen und ich danach auch gleich weiterlaufen konnte, während ich im heimischen Wohnzimmer zwischen den Sätzen immer etwas verschnaufen muß.

So paarten sich zu dem 14,2 km-Lauf im 5:44iger Tempo noch insgesamt 115 Liegestütze, 110 Dips und je Seite 1:20 Minute Seitstütz. Tierischen Spaß hat die Nummer auch noch gemacht.

Ich würde jetzt zwar nicht jeden Lauf durchs Workout unterbrechen wollen, bei Nässe mag das vielleicht auch nicht so angenehm sein. Aber ab und zu, wenn z. B. die Tagesschau wegen Fußball oder anderen Gedöns ausfällt, ist das mal eine echte Alternative😎

 

Ohne das Laufen

28.08.16 01

Ein wunderbares Wochenende in Trier liegt hinter Jens und mir. Wir waren einer Einladung zu einer Feier gefolgt, die mit Laufen überhaupt nichts zu tun hat. Aber ohne das Laufen bzw. ohne das daraus resultierende Laufbloggen würden wir die lieben Menschen nicht kennen, an deren Feier wir teilhaben durften.

Laufen spielte dieses Wochenende allerdings keine Rolle und überhaupt speckten wir unser Rahmenprogramm wegen der irrsinnigen Hitze etwas ab. Nichtsdestotrotz hatten wir einen sehr schönen Freitagabend in der Trierer Innenstadt. Zum mediterranen Klima paßte auch das mediterrane, leckere und üppige Essen bei einem Italiner

Das Schlemmen setzte wir am nächsten Morgen fort, Anne hatte uns zum Frühstück eingeladen. Dass das Frühstück vier Stunden gedauert hatte, lag allerdings nicht nur an den tollen Leckereien, die Anne auftischte, sondern in erster Linie daran, dass wir uns unendlich viel zu erzählen hatten.

Danach brauchte es unbedingt Bewegung, die Jens und ich uns bei einer Wanderung auf dem Felsenpfad holten und dabei aufgrund der Gluthitze mächtig ins Schwitzen gerieten. Der Felsenpfad und der Rückweg durch das Falsche Biewertal waren aber jeden Tropfen Schweiß wert.

Am Abend wurde unser Aufenthalt durch eine wirkliche schöne Feier gekrönt. Liebe Gastgeber, nette Gäste, beste Stimmung, gute Unterhaltung und feinstes Essen werden uns den Abend noch lange in bester Erinnerung behalten lassen.

28.08.16 12

Heute ging es dann wieder zurück nach Oldenburg, nicht ohne bei unseren Gastgebern des Vorabends noch einmal mit einem Frühstück verwöhnt worden zu sein.

Toll war es. Und all das hätte es nicht gegeben, wenn da nicht am Anfang das Laufen gewesen wäre❗

Eislauf

Nein, es ist noch kein Winter und ich habe auch nicht die Sportart gewechselt. Trotzdem gab es heute einen Eislauf. Schon seit längerem hatten wir von der Utkiek-Truppe mal vor, zu einer nicht allzu weit entfernten Eisdiele zu laufen. Vorsetzung dafür sollte lediglich Sommerwetter sein. Die heutigen 32 – 33° und knalliger Sonnenschein wurden diesbezüglich für gut befunden.

Mit einer Einlaufrunde um den Utkiek näherten wir uns über gut 4 km der Eisdiele. Dort wurden wir freundlicher Weise vor dem Eisgenuß jeder noch mit einem Becher Wasser versorgt. Die Inhaberin der Eisdiele ist selber Läuferin und weiß was das Laufvolk bei solchen Temperaturen braucht. Nach dem Durststillen suchte sich dann jeder sein Eis aus. Hmmm, lecker, ein Genuß.

Nach dem Verzehr ging es dann auf direkten Wege wieder zurück zum Parkplatz am Utkiek, obwohl mir das Eis offensichtlich Energie geliefert hat. Zurück lief es sich jedenfalls besser als hin. Insgesamt kamen immerhin noch 6,1 km Laufstrecke zusammen. Gar nicht mal so schlecht würde ich sagen😀

Zuhause angekommen zog ich dann bei 30° im Wohnzimmer unterm Dach auch noch mein Tagesschau-Programm durch. Bauchtraining stand auf dem Plan. Vor lauter Begeisterung über das schöne Wetter, den schönen Lauf und das leckere Eis gelang mir doch sogar noch ein neuer Rekord bei den Situps und beim Planken.

Verrückt, im Moment tut mir das heiße Wetter richtig gut🙂

Läuferpartei

Nun schlägt sie also doch nochmal richtig zu, die Hitze. Mit den steigenden Temperaturen sank gestern allerdings meine Motivation zu laufen. Erst recht keine Böcke hatte ich mich auch noch extra mit Trinkrucksack aufzurödeln. Also wurde der Lauf gedanklich eh schon mal eingekürzt.

Den endgültigen inneren Tritt in den Hintern mich bei 31° auf die Laufsocken zu machen, gab ich mir dadurch, dass ich noch ein paar Bilder von Wahlplakaten für die anstehende Kommunalwahl machen wollte, um diese in meinem anderen Blog thematisch zu verwursten.

So trabte ich brav los, machte auf dem ersten Kilometer die Bilder von den Plakaten und schlug mich dann ins Grüne.

Die Hitze bekam mir erstaunlich gut und es lief sich insgesamt ganz angenehm. Angesichts der inhaltsschwachen Wahlplakate kam mir bei dem Lauf allerdings der Gedanke, dass ich eine Läuferpartei gründen sollte und dachte über mein Wahlprogramm nach. Hieraus mal die ersten Punkte:

  • Abschaffung der Startgebühren an Volksläufen und Marathons
  • Trails für alle
  • Aufschütten des Utkieks für ein effektiveres Höhenmetertraining
  • Laufsport wird als Arbeitszeit angerechnet.
  • Kostendeckelung bei Laufschuhen

Das Programm ist zwar noch etwas dünn und größtenteils unrealistisch, aber für  5% bei der nächsten Wahl sollte es wohl trotzdem reichen😀

Vielleicht ist es für mich aber auch einfach nur besser, nicht bei Hitze laufen zu gehen:mrgreen: