Geht das?

Geht das? Da treffen sich zwei Laufblogger und laufen nicht! Ja, das geht! Ein Wochenende ist schließlich kurz, ebenso wie zu dieser Jahreszeit die Tage in Sachen Tageslicht. Da will der Besuch von Doris schließlich minutiös durchgeplant werden 😀 Ein Problem war das für uns beide nicht, da Doris sich noch auf der Zielgeraden der Genesung von ihrer Erkältung befand und ich erstmals seit Mai für den November mal wieder mehr als 200 km verbuchen konnte.

Doris hat über ihren Besuch im hohen Norden schon geschrieben, da lassen sich im Folgenden ein paar Wiederholungen und Parallelen nicht vermeiden, aber seht selber:

Ohne irgendwelchen „Laufstreß“ konnten wir es nach Doris Ankunft am Freitagnachmittag gemütlich angehen lassen. Schließlich stand für den Samstag ein strammes Sightseeing-Programm in Bremen auf dem Plan. Das wir die altehrwürdige Hansestadt ausgerechnet am ersten Adventswochenende anvisierten hatte ich aber irgendwie gar nicht auf dem Zettel und so ging es in der Stadt nicht nur voll sondern auch sehr weihnachtlich zu. Allerdings wußte ich ja, dass das voll Doris Ding ist 😆 Das hat auch eine Verkäuferin im ganzjährig geöffneten Weihnachtshaus sofort erkannt und Doris als einzige Kundin im vollen Geschäft direkt angesprochen 😆

Um dem Ganzen dann noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, besuchten wir nach unserer Rückkehr auch noch den Oldenburger Weihnachtsmarkt und ich kann sagen, dass Doris wirklich tapfer war. Der ausreichende Genuß von Glühwein war dabei aber sicher hilfreich 😛

Bis auf ein wenig Beleuchtung war das Sonntagsprogramm aber ganz frei von weihnachtlicher Stimmung. Wir steuerten Bremerhaven an, um zum einen der Österreicherin etwas maritimes Flair zu bieten und zum anderen endlich einmal das Klimahaus zu besuchen.

Bislang hatten Jens und ich es noch nie geschafft das Klimahaus zu besuchen, ein großer Fehler, wie wir feststellen durften. Das Haus ist fantastisch gestaltet und läßt uns auf beeindruckende Weise auf eine Reise durch alle Klimazonen dieser Erde gehen. Doris fragt in ihrem Post, ob ich vielleicht noch ein paar Bilder zu dieser Weltreise besteuern kann. Kann ich!

Auf der Reise durch die Schweiz, Sizilien, Afrika, die Tropen und die Arktis erlebten wir die verschiedensten Paradiese dieser Erde und lernten die dort lebenden Menschen kennen. Wir durchquerten Berge, Wüsten, Regenwälder und Unterwasserwelten. Wir erlebten Hitze, Kälte, mystische Momente unterm Sternenhimmel und durften uns auf einer Hallig nasse Füße holen. Zum Beginn und zum Ende war das Ganze verbunden mit eindringlichen Warnungen sorgsam mit unserem Planeten umzugehen, was so bitter nötig ist und einem angesichts der Vielfalt und der Schönheit dieser Erde schon ein Tränchen wegdrücken läßt.

Das vier Stunden in diesem beeindruckenden Haus nicht ganz ausreichen würden um sich in Ruhe unsere Welt zu erschließen, hätten wir nicht gedacht und wir blieben bis zum Ende der Öffnungszeit und haben somit noch einmal einen Grund wiederzukommen.

Danach ließen wir noch etwas das abendliche Panorama Bremerhavens auf uns wirken …

  … bevor es zurück nach Oldenburg ging, wo wir das gemeinsame Wochenende mit Doris bei einem guten Essen ausklingen ließen.

Schön war es und wir haben viel erlebt. Danke Doris, dass Du da warst!

Aufgeräumt

… habe ich die Tage mal meinen Reader, der mich löblicher Weise seit Jahren über die Aktivitäten auf meinen Lieblingsblogs auf dem Laufenden hält. Dabei hat er seit geraumer Zeit immer weniger zu tun, da es in der Laufbloggerszene leider immer ruhiger wird. Einige von mir bis dato verfolgte Blogs wurden sogar schon still und heimlich gelöscht, während andere seit vielen Monaten vor sich hin schlummern. Mit Wehmut habe ich einige Male auf den „Löschen“-Button gedrückt, verbinden mich doch mit so manchem verwaisten Blog sehr gute Erinnerungen an tolle Posts und an einen intensiven Austausch mit den Schreibern, von denen ich einige auch persönlich kennen- und schätzen gelernt habe. Ein paar Blogs mag ich auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vom Reader schmeißen, in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch einmal Leben in sie zurückkehrt.

Aber das Bloggen ist halt auch nur ein Spiegelbild unserer Zeit und gerät deshalb offensichtlich so ganz langsam ins Antiquariat des Internets. Es entspricht halt mehr dem hektischen Zeitgeist ein paar Bilder, vielleicht gerade noch um eine einsame Textzeile aufgepeppt, bei Facebook, Instagram und Konsorten hinzuwerfen und auch der geneigte Leser kann sich dort mit einem fixen „Gefällt mir“ schnell und ohne sich groß mit den eh oftmals nur dünnen Inhalten auseinandersetzen zu müssen aus der Affaire ziehen.

Nun denn, es ist so wie es ist. Aber so lange noch ein paar treue Seelen an ihren guten alten Blogs festhalten und auch der meine …*Moment, mal schnell mit dem Ärmel den Staub vom Bildschirm wisch* … noch den einen oder anderen Besucher anzieht, werde ich erst einmal weitermachen. Der Letzte macht aber irgendwann -bitte schön- das Licht aus, schaun wir mal wer das sein wird 😆

Genug der Nölerei, schließlich ist das hier ja ein Lebens- und Lauffreude versprühender Blog! 😀 Da paßt es gut ins Bild, dass ich vorgestern immerhin mal wieder 17 km am Stück gelaufen bin, wenn dabei auch jeglicher Versuch zumindestens mal in zaghaften Ansätzen das Tempo zu erhöhen zum Scheitern verurteilt war 🙄 Tags darauf rollte es zwar etwas zügiger, dafür waren es aber auch 10 km weniger. Mehr werden dafür wieder die Laufklamotten, da die Temperaturen ganz novemberlike im mittleren einstelligen Bereich vor sich hin dümpeln und durch den lebhaften Wind vom Empfinden her noch weiter gedämpft werden.

Heute auch noch einmal 10 Kilometerchen um die Bornhorster Seen, morgen Utkiek, läuft! Eigentlich braucht es für diese weltbewegenden Erkennt- und Erlebnisse auch keinen Laufblog, aber schön ist es doch, es auf diese entspannte Art und Weise in die Welt hinauszuposaunen 😀

Hunte:

Kleiner Bornhorster See:

Schnelle Beine

Eine neue Premiere für mich: Heute habe ich mir erstmals einen großen Marathon von der Zuschauerseite aus angesehen und ich muß sagen, dass ist wirklich mal eine spannende Sache.

Zusammen mit Frank machte ich mich auf dem Weg zu seinem bewährten Platz in der Yorckstraße zwischen Marathon-Kilometer 19 und 20. Auf dem Weg dorthin durfte ich allerdings erst einmal erleben, dass man bei der Wahl des Notrufs 110 bei der Berliner Polizeit in der Warteschleife mit Bandansage landet, krass! Zum Glück ließ sich der offensichtlich Geistigverwirrte von Passanten wieder aus dem Gleisbett der U-Bahn ziehen, bevor die nächste U 7 in die Station Hermannplatz einfuhr. Wenig später, in der U-Bahn-Station Gneisenaustraße, blieb unsere U-Bahn dann einfach stehen und nach ein paar Minuten entschloßen wir uns den Rest der Strecke zu Fuß zu gehen. Dabei konnten wir bereits die zuerst auf die Strecke gegangenen Handbiker anfeuern, bevor wir uns für den anstrengenden Zuschauerjob stärkten.

Dann wurde es Zeit an die Strecke zu gehen, weil schon sehr bald die Marathonweltelite herangerauscht kam um später knappst am Weltrekord vorbeizurauschen. Irgendwas zwischen 19 und 20 km in 56 Minuten und ein paar Kaputten zu laufen ist schon der Hammer und die vorbeifliegenden Topathleten kaum scharf auf die Speicherkarte zu bekommen.

Nach dem schnellsten Deutschen und anschließend der schnellsten Frau (beide irgendwo im kleinen Pulk unterwegs) …

… wurde es dann langsam voll auf der Strecke. Die Massen rauschten heran.

Man sieht jeden Laufstil, von elegant bis schwerfällig; mühelos dahineilende und schwer kämpfende Läufer-innen. Während bei den einen die Frisur sitzt, beginnen andere bereits im eigenen Schweiß zu zerfließen. Es lief jemand vorbei, der mit kleinen Bällen jonglierte, während ein weiterer mit zwei Basketbällen dribbelte und der Nächste ein Ananas auf dem Kopf balancierte! 😯 Zwei Barfußläufer konnten wir in dem Getümmel ausmachen, der Zweite entdeckte uns ebenfalls und wir hatten uns gegenseitig freudig gegrüßt.

Dazu kamen die kostümierten Läufer:

Allen gemein ist, so konnten sich bei diesem grundsätzlich genialen Läuferwetter warm laufen, während es für die Zuschauer zu erst frisch und dann (natürlich auch für die Läufer) naß wurde.

Als der Regen dann zu strömen begann, zogen es Frank und ich vor das Zuschauen zu beenden, immerhin hatten wir es aber bis zu den 4:15 / 4:30-Stundenläufern ausgehalten.

Eine Tasse Kaffee und (bei mir) einem Stück Kuchen später …29.09.19 27

… setzten wir unser Tagesprogramm an etwas trockeneren Orten fort.

Das war heute wirklich eine sehr interessante Perspektive auf den Berlin Marathon und ich konnte das alles auf mich wirken lassen, ohne das es mich in den Füßen gejuckt hatte, selber zu laufen. Wenn überhaupt hat mich das Wetter etwas neidisch, aber auch nur etwas 😉

Die stille Seite

Ich gebe zu, der Reiz von Sylt liegt für mich an der Westseite. Hier wo die Insel ihre fast 40 km lange Flanke der offenen See zuwendet, rauscht das Meer und tobt die Brandung, speziell wenn -wie gestern- eine steife Brise pfeift.

Aber Sylt hat auch eine ruhige, stille Seite, die Ostseite. Diese ist dem Wattenmeer zugewandt. Der stetige Westwind wird hier von der Insel abgefangen und hier zieht sich das Meer zweimal täglich im Wechsel der Gezeiten zurück und es läßt sich durch das Watt laufen. Auf dieser geschützten Seite liegt auch der Hafen von Hörnum.

Nach täglichen Läufen am Weststrand hat es mich heute einmal in diese Stille gezogen. Menschen sind hier nur wenige unterwegs. Auf der Wattenseite befindet sich die Kinderstube der Vogelwelt, deshalb kann man nicht überall uneingeschränkt laufen. Auch heißt es beim Trab durchs Watt ein Blick auf die Muscheln zu halten, sonst könnte das Barfußlaufen aufgrund der Scharfkantigkeit durchaus schmerzhafte Folgen haben.

Was an der Wattenseite auch fasziniert sind die ganz anderen Lichtverhältnisse, das Watt und die ruhige See spiegeln in der Sonne und auch der Himmel wirkt noch einmal höher als über der rauhen See. So hat auch die Stille durchaus ihre spektakulären Seiten.

Druckbetankung

10.09.19 00

Nicht was Ihr eventuell denkt, ich rede hier von Druckbetankung mit frischer, klarer Meeresluft. Die Lungen werden regelrecht geflutet mit dieser genialen Luft, die Bewegung ist der pure Genuß und abends bin ich von den vielen Stunden an Strand und Meer auf herrliche Weise todmüde.

Das Laufen am Strand und durch die auslaufenden Wellen ist ein Traum. Das Tempo ist dabei allerdings unterirdisch. Aber wen interessiert dabei das Tempo? Im Gegenteil, jede Sekunde langsamer ist eine Sekunde mehr Laufgenuß 😎  Und wer braucht hier schon Laufschuhe oder -sandalen? 😀

Schwelgen

Ich finde es ja immer wieder spannend, was so auf meinem Blog so alles gelesen und geguckt wird. Die WordPress-Statistik gibt darüber ja wunderbar Aufschluß. Gerne klicke ich die gelisteten Bilder und Berichte dann mal an um zu schauen, was ich da über die Jahre schon so alles geknipst und von mir gegeben habe. Seit einigen Tagen habe ich da viel zu tun, weil offensichtlich irgendein Robot oder sonst irgendetwas querbeet durch alle Jahre meinen Blog abgrast. Anders kann ich mir die mehreren hundert User aus den USA nicht erklären, die da angeblich plötzlich alle auf meinen Blog schauen.

Aber egal, meine Statistik listet da chronologisch völlig unsortiert die geklickten Bilder und Berichte und ich habe mir die gar nicht mal so wenige Zeit genommen, mir das alles mal anzuschauen. Bei dieser Reise durch die Jahre habe ich regelrecht in Erinnerungen geschwelgt. Das hat richtig Spaß gemacht.

  • der Wechsel der Jahre
  • der stete Wechsel der Jahreszeiten
  • Sonne, Regen, Sturm, Schnee, Hitze, Kälte
  • Ach herrje, da hatte ich ja noch die Brille
  • Ach herrje, da hatte ich ja noch Haare
  • Oh, Trier
  • Österreich
  • München
  • Nimwegen
  • immer wieder Berlin
  • Sieh an, meine ersten Tattoos
  • Läufe nach Neuwerk
  • Ach ja, im Winter 2012/2013 hatte ich schon mal versucht minimal zu laufen
  • auch immer wieder: Meine Güte was hast Du da denn für einen Schrunz geschrieben
  • Verletzungen
  • die fantastischen Winter-Etappenläufe
  • eine Handvoll Marathon sind es doch schon
  • dazu Hermannslauf, Harzquerung, Luxemburg, Ahrathon und und und
  • was ist da schon alles zusammengekommen
  • Dabei mache ich noch nicht einmal so richtig viel
  • emotionale Finishs und DNF
  • Februar `17, der Umstieg auf Minimal und Barfuß beginnt
  • viel viel viel viel viel norddeutsche Landschaft, flaches Land, Deiche, Wasser, Vogelschwärme
  • Hach
  • uvm
  • Und!: viele viele viele viele Begegnungen mit Freunden, die ich ohne diesen Blog niemals kennengelernt hätte, ohne die ich so manches Laufabenteuer nicht gewagt hätte und ohne die ich viele Erlebnisse, viel Spaß und viele schöne Stunden nicht gehabt hätte. Ohne die dieser Blog nur ein lebloses Tagebuch und wahrscheinlich schon längst wieder eingeschlafen wäre.

Die Zeit, die ich mir für diese Klickerei durch Bilder und Berichte genommen habe, war gut investiert. Laufen, bei Wind und Wetter draußen sein, was für ein intensives Leben durfte ich in all den Jahren genießen. Sollten, in Zeiten wo es mal gerade nicht so läuft mit dem Laufen, jemals Zweifel bezüglich der Fortsetzung aufkommen, dann fegt so eine Zeitreise diese gnadenlos vom Tisch.

Danke also einmal unbekannter Weise über den großen Teich für die Animation zum ausgiebigen Schwelgen in Erinnerungen 🙂

Das will ich wissen

Gestern stand der Besuch beim Osteopathen an. Eine ganze Stunde hat sich der Mann Zeit genommen und mir in dieser Zeit soviel Input gegeben, dass ich diesen über die kommenden Tage erst einmal in Ruhe verarbeiten muß.

Das Positive vorweg, er war von meiner Barfuß-/Minimallauferei sehr angetan, trägt selber auch nur Barfußschuhe. Das Negative aber gleich hinterher: Zum einen ist es um meine Beweglichkeit eher suboptimal bestellt. Genauer gesagt ich bin steif wie ein Brett. Zum anderen ist meine Ernährung … naja, ist ja nicht so, dass ich das nicht schon wußte.

Mein Fuß selber war zur Untersuchung, von der Ferse mal abgesehen, erwartungsgemäß ganz brav, so dass der Osteopath lediglich die Zehen einmal ordentlich zum Knacken gebracht (das ging aber auch am rechten Fuß) und mir darüber hinaus „nur“ Fazien-, Dehn- und Gymnastikübungen gezeigt hat. Darüberhinaus offenbarte mein ganzer Körper die oben bereits erwähnte Steife. Zur Anschauung hat mich der Osteopath mit meinem eigenen Smartphone fotografiert. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ich mir nicht nur das Elend immer wieder anschauen, sondern Euch an dem Bild des Jammers auch noch teilhaben lassen kann. Allerdings auch gleich an dem allersten kleinen Erfolg (siehe Bilder vom durchgestreckten Bein)

Der Osteopath kann mit durchgestreckten Beinen locker die gesamten Handflächen auf dem Boden aufsetzen. Und jetzt kommt`s: Auf mein bodenloses Staunen sagte er mir, dass ich das bei täglicher Ausübung der mir beigebrachten Übungen in vier Wochen auch könne. Das will ich wissen! Deshalb und nicht nur deshalb wird jetzt regelmäßig geübt. Die Notwendigkeit meinen Körper zumindestens ansatzweise etwas geschmeidiger zu bekommen sehe ich ein. Schlußendlich könnte ich dadurch sogar etwas schneller werden, faszinierend aber zweitrangig.

Auch an meiner Ernährung werde ich arbeiten um den Körper zu entsäuern, in diesem Zusammenhang besteht nämlich auch die Hoffnung meine permanente Müdigkeit, für die es bis dato keine medizinische Erklärung gibt, zu vertreiben.

Fazit: Das war eine lehrreiche Stunde, die mir in einigen Punkten noch einmal die Augen geöffnet hat. Nicht nur den Fuß (der offensichtlich in den vergangenen sechs Wochen gut gesundet ist), sondern gleich den ganzen Körper DAUERHAFT zu mobilisieren und obendrauf an der Ernährung zu arbeiten, wobei auch Jens gerne mitmachen will, sind schon ziemlich hehre Ziele. Aber das Wissen um meine Defizite schlummerte schon länger in mir und hoffe, dass der gestrige Tag der notwendige Tritt in den Hintern war selbigen endlich über das Laufen hinaus hochzukriegen.

Fast schon ein Triathlon

Gestern hatte ich den zweiten Laufversuch unternommen. Dazu war ich mit dem Fahrrad raus zur Hunte gefahren und dort in die Laufsandalen geschlüpft. Nach vier erfolgreich absolvierten Laufkilometern (HURRA! Allerdings zickt jetzt die linke Ferse, die aber auch durch die Schonhaltung der letzten Wochen arg strapaziert wurde) ging es weiter zum Kleinen Bornhorster See. Dort konnte ich der Versuchung nicht widerstehen einmal in die Fluten zu steigen. Da dies nicht geplant war mußte die Laufunnerbüx als Badehose herhalten und anschließend die Luft das Handtuch ersetzen. Aber herrlich war es!

20 km radeln, 4 km laufen und ungefähr 10 Schwimmzüge, wenn das nicht schon fast ein Triathlon gewesen ist 😆 😎

Auf zwei Rädern hin und zurück ging es dann heute zu Schwiegermuttern . Dabei kamen völlig relaxte 43,4 km zusammen.

Kurze (Zwangs-)Pause:

Entspannte Zeit:

Das Ganze bei Sommerwetter wie ich es liebe. Warm, etwas wechselhaft und trocken 🙂

Einsatzbereit

… sind nun endlich meine beiden Fahrräder in Berlin. So kann ich nicht nur in lauffußlahmen Zeiten die Stadt auch auf zwei Rädern erkunden 😀 Quasi geerbt hatte ich da zwei Mountinbikes. Klein, wendig und robust sind die gar nicht mal die schlechteste Wahl für den Großstadtdschungel.

Das erste Bike ist nichts besonderes. Die Marke heißt Hawk und eine Google-Suche ergab, dass es wohl in der Regel in Bau- und Supermärkten vertickt wird. Aber es fährt sich sehr bequem und macht einen sicheren Eindruck und hat immerhin auch Shimano-Komponenten.

Das zweite ist ein Cannondale, pechschwarz heißt es bei mir jetzt schon das schwarze Biest. Auf jeden Fall das bessere und auch schickere Teil.

Künftig werde ich auch mal einige Wege mit dem Rad zurücklegen statt die Öffis zu benutzen. So wird es teilweise noch etwas einfacher, ich freue mich darauf.

Ein kurzer Sprint …

… und Hitzefrei.

Mein Anschluß-Zug nach Berlin in Hannover hatte gestern Abend eine Stunde Verspätung. Als er denn endlich eintrudelete, war die Wagenreihung genau andersherum als auf dem Wagenstandsanzeiger angezeigt. Auf der Bahnsteiganzeige wurde das entweder nicht angezeigt oder mir ist dieses Detail entgangen. Wie auch immer, da der ICE aus zwei Zugteilen bestand und bis Berlin keinen Zwischenhalt hatte um noch einmal zu wechseln, durfte ich einen Barfuß-Sprint über fast den gesamten Bahnsteig hinlegen um mir noch meine Sitzplatzreservierung zu ergattern. Hat geklappt und der Überraschungsmoment für den Fuß war so groß, dass er im ersten Moment sogar schmerzfrei war. Dann war er aber doch wieder recht deutlich zu spüren, aber er konnte sich ja auf meinem ergatteren Sitzplatz, von dem ich erst einen arroganten Business-Typen vertreiben mußte, gleich wieder erholen und war dann zum Glück auch gleich wieder ruhig.

Heute in Berlin gönne ich mir einen Tag Hitzefrei. Nach dem sehr langen, anstrengenden und heißen Vortag mit der schlußendlich über eineinhalb Stunden verspäteten Anreise steht jetzt heute nur Müßiggang auf dem Plan. Kann ich bei den Temperaturen sehr gut 😀

Morgen möchte ich erstmals am CSD hier in Berlin teilnehmen. Wie mir das Zusammenspiel von angesagten 30° C und bis zu 1.000.000 angekündigter Besucher gefallen wird, zeigt sich dann 🙄 Ich fand, dass es beim Berlin-Marathon schon sehr viele Menschen waren und das waren 960.000 weniger! 😯 😆