Entdeckungen

Heute erfolgte Lauf Nr. 2 in 2022, wieder zusammen mit Torben. Diesmal erfolgte die Anreise zu ihm automobil, da ich das dringende Bedürfnis hatte weiterzufahren, um mal wieder in den Bornhorster Wiesen und an der Hunte zu laufen, die für mich laufend zur Zeit außer Reichweite liegen. Das hatte auch den Vorteil, dass ich diesmal auf den Schmuck langer Beinkleider verzichten konnte. Darüberhinaus wollte ich doch mal antesten, was meine verweichlichten Fußsohlen zu den ersten Barfußkilometern dieses Jahres sagen.

So vier bis fünf Grad waren temperaturmäßig jetzt zwar nicht so der Fußsohlen-Burner, zumal der Asphalt feucht war, aber nach zwei Kilometern waren die Füße warm und, das sei schon einmal vorweggenommen, sie haben die insgesamt sieben Kilometer schadlos überstanden. Zur Not hätte ich aber Sandalen im Laufrucksack dabei gehabt.

Trübe Aussichten

Winterzeit ist auch immer Entdeckungszeit an der Hunte. Im letzten Winter gab bis hin zum Fiat 500-Rutscherauto einiges zu sehen. Unsere heutige Ausbeute war allerdings wenig spektakulär. Eine kaputte Thermoskanne, die erhaben aufrecht im Gras stand und ein ebenso aufrecht stehendes Blechfaß, das einmal „Lagerfett“ enthielt.

Nicht entdecken konnten wir heute allerdings die Krebse, die wir bei einem Lauf am 12.11.21 in einem Fleth gesehen hatten, obwohl wir intensiv nach ihnen Ausschau hielten.

Dieser kurze, gechillte Lauf verlief gut und ohne Probleme und hat uns beiden trotz des trüben Wetters Spaß gemacht. Mal gucken, was es bis zum Ende der Hochwasser-Saison noch zu entdecken gibt. Vielleicht findet sich ja noch etwas für meine kleine Sammlung 🙂

Verweichlicht

Ich wünsche allen meinen Lesern noch ein

Möge es ein Jahr mit viel Licht werden, es muß ja nicht gleich goldenes sein 🙂

Ich melde mich hier auf meinem Blog zurück mit einem kleinen „Zustandsbericht“: Seit dem 01. Oktober 2021 bin ich krankgeschrieben und bin es auch weiterhin. Wie es weitergeht wird sich wohl im Laufe des Januar entscheiden. Ich muss leider sagen, dass sich mein Optimismus für das Jahr 2022 in Grenzen hält. Dafür hat mich meine Krankheit nach wie vor zu fest im Griff und auch die äußeren, von mir kaum zu steuernden, Einflüsse stimmen mich nicht gerade froh. Aber es ist ja nicht so, dass ich nicht auch positiv denken kann: Dadurch, dass ich von diesem Jahr nichts erwarte, kann ich eigentlich kaum noch enttäuscht und es eigentlich nur besser werden 🙂

Das trifft auch auf das Laufen zu. Weniger als zur Zeit geht nicht, schlechter kann es nicht mehr werden und meine einzige Hoffnung für 2022 besteht darin überhaupt wieder regelmäßig in einem gewissen Umfang laufen zu können.

Damit noch ein kurzer Rückblick auf 2021, in dem ich mein Kilometer-Ziel nur um knapp 1.000 Kilometer verpaßt habe 😆 Naja, wenn man im Juli und August jeweils gerade noch 100 km läuft, im September nur 50, im Oktober unter 50, im November nur noch unter 40 und im Dezember nur 10 km, dann wird es halt eng mit den anvisierten 2.400 km. Dank der recht starken ersten Jahreshälfte sind es aber immerhin doch noch 1.456,8 km, davon 794,6, sprich 54,54 %, barfuß, geworden. Paßt, für ein besch… eidenes Jahr will ich da gar nicht meckern 🙂

Für heute animierte mich Torben zum ersten Lauf diesen Jahres. Fünf Kilometer wollten wir, sieben wurden es, männliche Unvernunft halt. Für diesen Lauf habe ich mich voll aufgerödelt. Naßkalte 2 ° ließen mich zur langen Tight greifen, darüber noch ne Shorts ziehen und das erste Mal nach 19 Monaten die V-Runs über die Füße streifen. Die lange Behosung war aber zu meiner Verteidung nicht dem Laufen geschuldet, sondern der An- und Abreise von und zu Torben mit dem Fahrrad. Da waren mir nackte Beine dann doch zu kalt, ebenso wie Sandalen auf dem Fahrrad bzw. barfuß zu laufen.

Zu dieser Verweichlichung mit langen Hosen beim Laufen bei Plusgraden gesellt sich noch ein Verweichlichung meiner Fußsohlen. Das nahezu Nichtlaufen in den letzten Monaten, gepaart mit überhaupt wenig Outdoor-Aktivität, von ein paar Spaziergängen einmal abgesehen, führt zu einer enorm schnellen Rückbildung der stabilen Fußsohlenhaut. Das hätte ich in diesemm Tempo nicht erwartet. Macht aber nichts, da ich eh noch eine längere Zeit wohl nur kürzere Strecken laufe kann, kann ich die Fuhsohlen auch langsam wieder abhärten. Verweichlicht war übrigens auch meine Garmin und fand das Satelittensignal heute erst kurz vor Ende des Laufs und dichtete dann noch über einen halben Kilometer dazu :-/

Wie meine geneigte Leserschaft also merkt, sprühe ich (noch?) nicht gerade vor überbordenden Optimismus und Elan. Aber, siehe oben, es kann ja nur werden, hoffe ich zumindestens inständig.

Etwas Aufklärung

Hallo, hier eine kurze Unterbrechung meiner Pause. Warum? Weil ich über ein kurzes Video gestolpert bin, in dem ein Arzt über die Anzeichen einer Depression aufklärt. Nun bin ich mir der Symptome meiner Depression durchaus bewußt, aber ich war doch noch einmal erstaunt bis erschrocken, dass so ziemlich alles was dieser Arzt dort benennt auf mich zutrifft. Das auch der Punkt „besonders häufig bei Männern auch Aggression“ auf mich zutrifft, äußtere sich auf diesem Blog ja das ein oder andere Mal in meinen Ausfällen zum Thema Corona. Irgendwie habe ich das Bedürfnis dieses Video hier einmal vorzustellen. Vielleicht macht es etwas verständlicher was mit mir los und Ihr dürftet selber schon einige Verhaltensweisen von mir wiedererkennen.

Darüberhinaus möchte ich Euch ein sehr gutes Video vorstellen, in dem sich ein geplantes Comedy-Gespräch zu einem sehr guten Gespräch über Depressionen entwickelt, ab 9 Min 30:

Abschließend möchte ich noch das Video von Torsten Sträter verlinken, dass im vorherigen Video schon kurz vorstellt wird, das beweißt, dass man auch Depressionen mit Humor darstellen kann, wobei mir die Erfahrung einer Überdosierung mit Antidepressiva im Zusammenhang mit Bier zum Glück fehlt 😀 :

Vielleicht hat ja der eine oder die andere von Euch und Zeit sich diese Videos anzuschauen. Ich möchte Euch aber defintiv nicht dazu nötigen und es deshalb auch gar nicht kommentiert wissen. Aus diesem Grunde habe ich die Kommentarfunktion ausnahmsweise einfach mal abgeschaltet.

Euch weiterhin alles Gute und eine schöne Adventszeit!

Freundliche Worte

… waren nicht gerade meine Stärke wenn es in der Vergangenheit um meine Kritik an den Maßnahmen der Politik in Sachen C ging. Ihr werdet Euch sicher leidvoll erinnern. Inzwischen bin meiner Aggression müde und nur noch erschöpft und traurig. Traurig und erschüttert nehme ich hin, dass es mir bei kommenden Berlin-Besuchen erneut nicht erlaubt ist ein Bierchen in meiner Stammkneipe zu trinken, ich nirgends eine Pizza, einen Kuchen essen oder eine Tasse Kaffee trinken darf. Ich nehme es auch nur traurig und ohne jede Häme und Genugtuung zur Kenntnis, dass solche Selbstverständlichkeiten dort auch Geimpfte und Genesene wieder nur noch getestet wahrnehmen dürfen. Erschüttert nehme ich zur Kenntnis, dass ich als gesunder Mensch, der seine Gesundheit auch noch durch einen Test nachweist nicht an der Weihnachtsfeier des Möbelhauses, mit dem Jens zusammenarbeitet, teilnehmen kann, weil das ausgewählte Restaurant „2 G“ betreibt. Würde meine Krankheit nicht meiner Arbeitsfähigkeit im Wege stehen, würde ich mich künftig testen lassen müssen, um arbeiten zu dürfen. Beistimmte Personen würde dies sicher auch noch mit Genugtuung kontrollieren. Künftig werde ich nicht einmal mehr ungetestet einen Bus oder eine U-Bahn benutzen dürfen.

Nach ca. zwei Jahren Pandemie wird immer alles nur noch schlimmer. Es wird beschimpft, verunglimpt, gedroht und diskriminiert und nicht nur ich fühle mich an finsterste Zeiten deutscher Geschichte erinnert. In Östereich, das uns ja immer ein paar Wochen voraus ist, dürfen ungeimpfte Menschen grundlos nicht mehr das Haus verlassen, ja nicht einmal mehr zum Friseur gehen. Kontakteinschränkungen stehen hier wie dort im Raume. Aber sind sind faktisch eh schon da, weil man ja nichts mehr machen darf.

Nein, ich bin nicht mehr wütend und aggressiv. Das sind andere. Das sind Ex-Bundespräsidenten, die ungeimpfte Menschen bekloppt nennen, oder Weltärztepräsidenten, die uns ungeimpfte Menschen der Tyrannei bezichtigen, dass sind Minsterpräsidenten, die mit „ihrer Geduld am Ende sind“(was ist eigentlich mit meiner, mit unser aller Geduld), dass sind Medien, die ungeimpfte Menschen (Kimmich) durch einen medialen Hexenkessel treiben. All das passiert, während sich immer deutlicher zeigt, dass die Impfung nicht das hält was von ihr versprochen wurde. Auch das nehme ich nicht mit Häme sondern mit größtem Bedauern zur Kenntnis, weil sich unsere Führungsriege einzig und allein darauf versteift hat und es keinen Plan B gibt. Alles andere was ich den Mächtigen unseres Landes und großen Teilen der Welt in diesem Zusammenhang unterstellen könnte, würde mir wohl einen Aluhut aufsetzen und mich als Schwurbler und höchstwahrscheinlich gar als Nazi darstehen lassen. Deshalb spare ich mir das.

Nein, ich bin nicht mehr wütend und aggressiv. Ich bin traurig, depressiv und hoffnungslos. Auch weil die, die meinen auf der richtigen Seite zu stehen, all das hinnehmen, mit einem Achselzucken kommentieren oder sich schlimmstenfalls noch an Hass, Hetze und Beschimpfungen beteiligen. Auch dieses Wegsehen, Hinnehmen und Beteiligen hat es in unserer Geschichte schon gegeben.

Ja, ich bin mir diesen „gewagten“ Vergleichs durchaus bewußt und nehme Schnappatmung und Protest (hier entsteht das erstaunlicherweise) bei einigen schon fast körperlich wahr. Aber ich stehe dazu!

Aber weil ich der Wut und der Aggression überdrüssig bin, weil ich müde, erschöpft und depressiv bin, möchte ich hier statt weiterer Worte den offenen Brief eines untadeligen Sportlers (immerhin ist das hier ja auch noch ein Sportblog) veröffentlichen, einer der nicht weniger ist als der erfolgreichste Olympionike Österreichs. Sein offener Brief verkörpert alles was meine Meinung zu diesem Thema ist, nur gelingt es Felix Gottwald, im Gegensatz zu mir in den vergangenen Zeiten, diese meine Meinung und die vieler anderer in recht freundliche, verbindliche Worte zu fassen. Ganz nebenbei hat solch ein renommierter Sportler, der da auch noch eine nicht restlos unbedeutete Stelle aufgibt, ein ganz anderes Gewicht, als ich kleiner bedeutungsloser Blogger.

Aber eines werden Felix Gottwald und ich dann doch gemeinsam haben: Es wird sich trotzdem nichts ändern. Die Herrschenden werden ihr Verhalten nicht ändern und die Beherrschten werden es in der Großzahl weiter über sich ergehen lassen. Demokratie? Grundrechte? Wer braucht das schon wenn es um den absoluten Gesundheitsschutz geht? Sollte Corana irgendwann doch einmal zu Ende sein, wird sich einen neues Thema finden lassen. Den Anfängen wurde nicht gewehrt.

Nun aber zu dem offenen Brief von Felix Gottwald an den Sportminister und Vize-Kanzler Österreichs:

Offener Brief von Felix Gottwald an Sportminister Werner Kogler

Ich möchte Sie darüber informieren, dass ich mit sofortiger Wirkung als Vorsitzender der Breitensportkommission der Bundes-Sport GmbH zurücktrete und nicht mehr zur Verfügung stehe.

Ich bin angetreten, um einen Beitrag für eine echte Bewegungskultur in unserem Land zu leisten.

Ich bin angetreten, um die Anzahl der gesunden Lebensjahre in unserem Land gemeinsam zu steigern.

Und ich bin angetreten, um ein Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen, durch Bewegung und Sport die Welt, in der wir leben, besser zu meistern.

Nach nun neun offiziellen Monaten in dieser Funktion stelle ich fest: Es mag in unserem Land gerade um viel gehen, aber sicher nicht um die Gesundheit und das Wohl der Österreicher:innen und der in Österreich lebenden Menschen – und das inmitten der größten Gesundheitskrise.

Spaltung, Hetze, Diskriminierung – das sind die Regierungsgebote der Stunde.

Ich schäme mich zutiefst für unser Land und bin als Österreicher zornig, traurig und (ver-)fassungslos zugleich.

Ich habe jegliches Vertrauen in die Politik verloren, und mir fallen beim besten Willen keine Argumente mehr ein, warum ich ihr auch nur eine Silbe glauben sollte. Die Art des Diskurses innerhalb der Politik, die Wortwahl, die Inkongruenz, die Geringschätzung, die mich als mündigen Bürger und Steuerzahler erreicht, irritieren mich zutiefst und würden wohl jedes Unternehmen in der Privatwirtschaft umgehend in den Ruin treiben.

Als nachweislich Gesunder, der mit vernünftigen und sinnvollen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sehr verantwortungsvoll umgeht, werde ich jetzt wie Millionen andere vom sozialen und damit auch vom sportlich bewegten Leben ausgegrenzt. Ich habe als Sportler immer Verantwortung übernommen und übernehmen müssen. Daran hat sich nichts geändert und wird sich – unabhängig von Druck, jeglichen Regeln und Verordnungen – nichts ändern. Ich habe Gesundheitswissenschaften studiert, weil ich mich zeit meines Lebens damit beschäftigt habe, wie Gesundheit – und nicht wie Krankheit – entsteht. Sport und Bewegung sind und bleiben dafür ein wesentlicher Teil der Lösung.

Gerade Sie als Sportminister hätten es in der Hand, Hebel in Bewegung zu setzen, die Bewegung und (Breiten-)Sport in der wohl größten Gesundheitskrise unserer Zeit fördern und nicht verhindern.

Wie weit sind Sie bereit zu gehen?

Und: Wie weit seid ihr als Regierung bereit zu gehen?

Als erfolgreichster Olympiasportler Österreichs habe ich ganz oft verloren und nur ganz selten gewonnen. Als Sportler habe ich gelernt, mit Niederlagen und mit dem Scheitern umzugehen, daraus zu lernen, mich weiterzuentwickeln und mir selbst und anderen mit Respekt und Würde zu begegnen. Diese Tugenden vermisse ich derzeit seitens der Politik zur Gänze.

Ich war überzeugt, dass unser Land aus der Geschichte gelernt hat.

Ich bin erschüttert, festzustellen, dass wir als Gesellschaft anmaßender, skrupelloser und diskriminierender geworden sind, als ich das je zuvor erlebt habe.

Ich möchte wieder in einem Land leben, auf das wir stolz sein können, in einem Land, in dem wir als Gesellschaft eine Kultur des Füreinanderdaseins pflegen. Entscheidungen und Handlungen, die von Verstand, Verständnis und Vertrauen geprägt sind, wünsche ich mir von Herzen. Die Hoffnung, dass es dafür – unabhängig von den äußeren Umständen – nie zu spät ist und dass heute immer der beste Zeitpunkt bleibt, damit wieder zu beginnen, lässt mich abschließend Danke sagen. Danke allen Mitgliedern und dem Team der Bundes-Sport GmbH für die Art, wie ich aufgenommen wurde, und für deren Bemühen, beim Vorhaben, eine echte Bewegungskultur in unserem Land zu etablieren, mitzuwirken. Ich bin gescheitert – und das ist okay so. Weiterzumachen, als ob ich die unsportlichen und ungesunden Entwicklungen rund um diese Pandemie nicht mitbekommen würde, ist für mich keine Option. Ich möchte auch allen Einzelnen Danke sagen, die auf ihre Art und mit ihren Möglichkeiten einen Beitrag leisten, dass wir zusammenhalten und Verständnis füreinander haben und es nicht zulassen, uns als Gesellschaft von dieser Art der Politik weiter auseinanderdividieren zu lassen, und dass wir deshalb diese Krise gemeinsam und mit unterschiedlichen persönlichen Entscheidungen und Überzeugungen meistern werden.

Bewegung und Sport und viel frische Luft werden uns dabei helfen und ganz nebenbei noch einer Pandemie unserer Zeit – nämlich Übergewicht und Bewegungsarmut – entgegenwirken.

Ich persönlich werde mich weiterhin mit meinen Möglichkeiten für eine echte Bewegungskultur in unserem Land einsetzen, wissend, dass eine solche beharrlich aufgebaut werden und vom politischen Aktionismus wohl unabhängig sein muss.

Mit besorgten und bewegten Grüßen,

Felix Gottwald

Ramsau am Dachstein, 15. November 2021

#einfachdeinbestesgeben #felixgottwald #feelgood_zellamsee #feelgood_benefit

#bewegdich #bewegungskultur

Denkt doch bitte einmal über seine und auch meine Zeilen nach.

Vielen Dank!

Sportliche Höchstleistung

Zu erst möchte ich mich bedanken. Bei allen, die mir nach meinem letzten Beitrag Zuspruch gegeben haben, über die Kommentare oder auf anderem Wege. Es hat mir sehr gut getan und ich habe mich inzwischen wieder gefangen. Meine Gefühlswelt schwankt aber alle paar Minuten sehr stark zwischen kämpferisch und Kopf in den Sand stecken.

Einen Kommentar möchte ich allerdings von meinem Dank ausdrücklich ausschließen, nämlich diesen hier:

„dann impf dich halt du vollidiot ………“

Ich weiß zwar nicht, was mein Beitrag mit dem Thema Impfen zu tun hatte, aber das weiß der knuddelig, symphatische Zeitgenosse, dessen Kommentar ich dann doch lieber gelöscht habe, wohl selber nicht. Vielleicht möchte ihn ja jemand fragen, deshalb unten stehend einmal seine „Name“, der sich aber sicher auch auf Depp reduzieren läßt, und seine E-Mail-Adresse.

Momentan fällt es mir schwer mich zu konzentrieren und so kam es einer sportlichen Höchstleistung gleich, heute so etwas Simples wie zwei Online-Überweisungen durchzuführen. Der Alltag kann wirklich eine immense Herausforderung sein. Aber auch das wird sich wieder geben.

In Sachen Laufen habe ich mich gestern durch Torben (der sonst ja lieber Kurzstrecke) läuft, zu einem etwas flotteren Zehner hinreißen lassen. Fand meine Ferse nicht so toll. Aber es war gestern einfach so eine geniale Abendstimmung, da konnten wir nicht anders. Außerdem erlebe ich es auch nicht alle Tage, dass Torben sich vor mir zu Boden wirft, um zwei schöne Gegenlichtaufnahmen von mir zu machen 🙂

Ihr seht, es ist noch etwas Leben in mir drin. Hatte ich schon Danke gesagt? Danke nochmals!

Alles zurück auf Anfang

Zuerst das Positive: Auch kurze Läufe können durchaus Spaß machen, auch wenn selbst diese im Nachhinein nicht ganz beschwerdefrei blieben. Meine zwischen fünf und sechs Kilometer langen Läufe haben bislang allein deshalb Spaß gemacht, da ich sie aufgrund ihrer Kürze wirklich super locker angegangen bin und dadurch auch etwas zügiger unterwegs sein konnte.

Das war es aber leider auch an positiven Meldungen. Die erste etwas negative ist, dass es mir für meine Schwimmübungen langsam zu kalt wird. Die Wasseremperatur ist zwar noch nicht so das Problem, aber kühles, windiges und teilweise regnerisches Wetter macht die Gesamtprozedur mit An- und Ausziehen und im Wasser nicht wirklich durchschwimmen können doch etwas schattig.

Aber die eigentlich negative Meldung ist, dass ein einziges Ereignis am heutigen Tag gereicht hat, um meine fragiles, über Monate mühsam aufgebautes und erhaltenes psychisches Fundament komplett zu zerstören. Dieses Ereignis kam aus einem Bereich, von dem sich langjährige Leser sicher denken können, welcher es ist.

Wenigstens stand ich nach diesem Ereignis kurz vor der Wahl mich von meiner berühmten Huntebrücke zu stürzen oder mich selber in eine psychatrische Klinik einzuweisen. Mein Hausarzt (bzw. dessen Vertreter) wußte aber erst einmal beides zu verhindern.

Fakt ist das mein Aufwärtstrend der letzten Wochen jäh gestoppt ist, meine Hoffnung darauf nach u. a. wunderschönen Urlaubswochen meine Antidepressiva in den nächsten Wochen absetzen zu können ist hinfällig. Wie es weiter geht? Keine Ahnung. Eines nur ist gewiss: Es gibt Menschen, denen ich es nicht antun kann, sie alleine zu lassen und es gibt andere Menschen, die es nicht wert sind, dass ich wegen ihnen meine Leben hinschmeiße.

Ich hoffe, dass ich Euch, meine lieben Leser, jetzt nicht allzu sehr erschreckt habe. Es gibt für alles eine Lösung, auch wenn sie sich mir augenblicklich noch nicht offenbart. So weiß ich ja auch, dass ich auf einen Großteil von Euch zählen kann.

Bestätigt

Vorgestern hatte mein Physio und Osteopath Zeit (selbst ihn darf ich nicht mehr ohne Schnelltest aufsuchen, was für ein kranker Wahnsinn). Grundsätzlich ist meine körperliche Bruchbude und speziell das Fundament, sprich das untere Gebälk in Ordnung. Kein orthopädisches Problem, keine Entzündung. Allerdings bestätigte sich, was ich mir selber schon vor einigen Wochen gedacht hatte, es herrscht depriverursachte (Ver-)Spannung in der besagten Bude. Das wiederum hat Auswirkung auf den gesamten Bewegungsapparat und führt beim Laufen schlußendlich zu den Problemen in den Achillesfersen.

Lösung: Dehnen, Entspannen, Schwimmen und nur so lange laufen wie es schmerzfrei möglich ist, sprich so gerade mal fünf bis sechs Kilometer. Na, dass sind ja immerhin schon fünf bis sechs Kilometer mehr als gar nicht laufen.

Gestern hatte ich das zusammen mit Torben gleich in die Tat umgesetzt und damit die fünf Kilometer trotzdem einen gewissen Reiz hatten, hatte es im Strömen geregnet 😀 Trocken war es heute, als ich nach ein paar Tagen mal wieder im See war, wo diesmal sogar nichts klappte. Aber in mir ist eh schon der Entschluß gereift, dass ich dann, wenn ich wieder normaler Teil der „normalen“ Gemeinschaft sein darf ohne dabei zu verarmen, einmal Unterricht in Sachen Kraulen nehmen werde. Bis dahin laufe ich erstmal Kurzstrecke und hoffe weiterhin auf ein paar warme Herbsttage zum Schwimmen (wobei mein Physio sagt, ich solle nicht nur kraulen sondern auch mal Brustschwimmen).

Also weiter geht`s auf kleiner Flamme. Immerhin geht es mir psychisch so gut wie schon lange nicht mehr. Der Urlaub hat gut getan und seitdem ich zusammen mit ein paar Millionen anderen politisch zum Menschen zweiter Klasse abgestempelt wurde, hat sich bei mir irgendwie ein Schalter umgelegt und ich fühle mich einigermaßen wohl in dieser Rolle des Außenseiters, Unsolidarischen, Bekloppten oder was auch immer.

Der Herbst wird in vielerlei Hinsicht spannend.

Fortgang und Niedergang

Unser Urlaub setzt sich fort und die zweite Woche war im Wesentlichen von Inaktivität geprägt. Wir haben nichts großartiges unternommen sondern die Woche gechillt vor sich hin plätschern lassen. Ausnahme: Das Auto mußte mit einem platten Reifen in die Werkstatt, nun steht es schon auf den Winterreifen und die Werkstatt beschafft in Ruhe den passenden Ersatz für den kaputten Sommerreifen. Winterreifen… im September zwar etwas früh, aber man erkennt wohin die Jahresreise geht. Diese Woche hatte aber noch richtig schöne Tage …

… allerdings auch schon solche:

Dem Fortgang der Urlaubserholung tut dies aber keinen Abbruch, dem Niedergang meiner sportlichen Aktivität wirkt es aber auch nicht entgegen. Seit dem wunderbaren Lauf mit Catrina und Kai bin ich nicht mehr gelaufen. Ich warte dringlich darauf, dass mein Physio Zeit für mich hat. Außerdem hatte mir an unserem letzten Tag in Berlin eine Wespe in den Knöchel vom linken Fuß gestochen und es dauerte fünf Tage bis sich der Fuß vom Klumpfuß wieder auf Normalmaß zurückverwandelt hatte. Hingegen nutze ich noch fast jeden Tag um das Kraulen bzw. das Atmen dabei zu üben. So richtig habe ich den Bogen leider immer noch nicht raus und nach ein paar Zügen am Stück endet mein Koordinationsvermögen aus Kraulen, Beinschlag und Ein- und Ausatmen zum richtigen Zeitpunkt. Dabei sieht es doch eigentlich schon sooooooo perfekt aus 😀 :

Und meine Ruhe habe ich beim Üben inzwischen auch weitestgehend, die Badegäste verschwinden, es sind nur noch vereinzelnd Schwimmer im Wasser und die Horden von Hundebesitzern erobern sich den kleinen Strand zurück. Auch die Ketten, die den Nichtschwimmerbereich begrenzen, sind in dieser Woche abgebaut worden, was gut für mich ist, so schwimme ich da wenigstens nicht mehr rein 😆

Heute war ich gar schon ganz alleine im Wasser, während die Spaziergänger bei ostwindigen 15° teilweise schon dick angezogen unterwegs waren. Da die Nächte schon recht frisch werden, bin ich gespannt, wie lange ich noch meine 15 – 20 Minuten im Wasser aushalte. Dann hat es sich mit dem Schwimmen nämlich leider erst einmal erledigt. In den Schwimmbädern gilt 3G, das kostenlose Testen endet in Kürze und man MUSS sich elektronisch via Luca- oder CoronaApp einbuchen. Beides nutze ich nicht. Zumal ich auch einen Widerspruch daran sehe, dass man keine Wertsachen mit ins Schwimmbad nehmen soll, was angesichts häufig verbogener Spindtüren auch seine Berechtigung hat, aber das Smartphone dann zwingend dabei haben muß.

So sehe ich sportlich einem gewissen Niedergang entgegen. Meine Hoffnung in Bezug auf das Laufen besteht in schneller Hilfe durch meinen Physio und die Hoffnung in Bezug auf die Fortsetzung meiner Schimmübungen in einer Einsicht unserer Politiker auch unser Land zur Normalität zurückkehren zu lassen (natürlich ist die Hoffnung nicht groß, haben unsere Volksvertreter doch ab nächsten Sonntag erst einmal genug damit zu tun, sich zu irgendeinem neuen Gängel-Haufen zusammenzuraufen). Leider ist das nächste Schwimmbad im freien Holland mit ca. 90 km doch etwas zu weit entfernt 😦 Ansonsten: Das nächste Frühjahr kommt bestimmt und dann fange ich halt noch einmal von vorne an.

Ab morgen geht unser Urlaub in sein letztes Drittel und wir haben noch einiges auf dem Plan, was wir gerne erledigen wollen. Das torpediert leider auch meine Idee die letzten Urlaubstage noch einmal in Berlin zu verbringen. Man kann nicht alles haben, ich möchte ja entspannt bleiben. Auch wenn ich fürchte, dass es in Bezug auf körperliche Aktivtität in den kommenden Zeit schon zuviel Entspannung geben wird :-/

Wie im Süden

Die letzten neun Tage waren wunderbar. Am Freitag letzter Woche begann mein Urlaub, Jens mußte noch bis Samstag warten, und gleich an diesem Samstag startete der Urlaub mit einem Highligt. Catrina und Kai waren im Norden Deutschlands und statteten auch Oldenburg einen Besuch ab. Kai ist in und um Oldenburg aufgewachsen und pflegt hier noch Freundschaften. Das die Beiden trotz strammen Besuchsprogramms noch Zeit für einen gemeinsamen Lauf gefunden hatten, rechne ich ihnen hoch an und so standen sie am Vormittag bei mir vor Tür um eine Runde zu drehen. Catrina wollte gerne den Kleinen Bornhorster See sehen, wo ich ja fleißig das Kraulen übe, und ich wollte ihnen doch gerne die Bornhorster Wiesen und die Hunte zeigen. Beides zusammen führte zu einer 17 km langen Strecke.

Es war ein toller Lauf, wir hatten uns viel zu erzählen und es wirkte -wie eigentlich immer bei solchen Treffen- als würden wir uns schon länger kennen. Die Hunte hatte sogar eine spezielle Überraschung für uns parat, die Kai mit scharfem Auge gesehen hatte. Ein Seehund oder eine Kegelrobbe war in ihr unterwegs, obwohl weder der eine noch die andere dort etwas zu suchen hat. Leider zeigte sie sich nur kurz und es ließ sich nicht genau klären, welche Spezies da genau unterwegs war. Das Wetter war perfekt, wechselnd wolkig, mäßig warm und kaum Wind. Durch den Besuch aus der Schweiz fühlte ich mich aber wie im Süden 😎 Danke Catrina und Kai, dass Ihr da. Es war mir eine riesen Freude.

Tagsdrauf ging es für Jens und mich in den Urlaub. Eigentlich hätten wir einen Ferienhaus-Urlaub in Dänemark machen wollen. Da man ein Ferienhaus aber lange im Voraus buchen muss und wir nicht wussten, ob uns Corona in die Parade fährt, haben wir davon Abstand genommen. Sehr schade, weil die Dänen fünf Tage vorher in ihrem Land zur Normalität zurückgekehrt sind und wir dort hätten einen Urlaub verbringen können in einer Art und Weise wie man es einmal normales Leben nannte, ohne Tests, Maskenmumpitz und den all anderen Irrsinn.

Egal, das war halt nicht zu ahnen und so sind wir stattdessen in mein Domizil nach Berlin gefahren, wo wir in den eigenen vier Wänden leben konnten wie wir wollten. Immerhin war uns das Wetter gewogen, es erwarteten uns sonnige und warme Tage wie im Süden bis fast zum Schluß. Leider streikte in meiner Wohnung zu Anfang das Wlan, so dass ich das schöne Erlebnis mit Catrina und Kai nicht sofort posten konnte. Auf der anderen Seite war es auch ein Wink des Schicksals und deshalb machte ich aus der Not eine Tugend und einmal für acht Tage Pause mit dem Blog und auch mit dem Bloglesen (Ich hoffe Ihr seht mir das nach, also das Nichtlesen bei Euch meine ich 🙂 )

Da Jens nicht so der große Berlin-Freund ist, hatte ich ihm Ausflüge ins Umland versprochen und gleich am Tag nach unserer Ankunft ging es los mit dem Park Sans Souci. Bei Kaiser… pardon Königswetter vermittelte der Park, speziell im Bereich der Orangerie mit ihren vielen Palmen, nahezu mediterranes Flair, getoppt natürlich noch vom Schloß Sans Souci selber.

Am nächsten Tag standen Köpenick und Müggelsee auf dem Programm.

Uuuund der nächste Park, Park Bavelsberg mit gleichnamigen Schloß. Das Wetter: Der Hammer.

Am Freitag dann verließ uns das Wetterglück, zwar immer noch warm, wurde es gewittrig und der Besuch des Sowjetschichen Ehrenmals im Treptower Park wurde zur nassen und auch schnellen Angelegenheit. Aber immerhin stand mir nicht das Wasser in den Schuhen 😛

Abends war es denn wieder trocken und herrliche Wärme bis tief in die Nacht ließ uns doch einmal das Zentrum aufsuchen um das Festival auf Lights auf uns wirken zu lassen. Viel bunt, aber auch sehr schön. Nur die vielen Menschen war man nach den trüben Pandemiezeiten so gar nich mehr gewöhnt 🙂

Am letzten Tag erwischte uns auch auf dem Tempelhofer Feld ein kräftiger Schauer, aber wir fanden zum Glück Unterstand im Urban-Gardening-Bereich.

Am Abend dann noch ein Treffen in meiner Stammkneipe mit befreundeten Stammgästen unseres Stammrestaurants in Oldenburg, die am selben Tag in Berlin angekommen waren. Am Sonntag ging es zurück nach Oldenburg.

Damit war die erste unserer drei Urlaubswochen vorbei. Wenn auch Berlin und sein Umland Dänemark nicht ersetzen können, den Süden konnten sie ersetzen und wir hatten eine wirklich gute Zeit.

(Sorry für die Länge des Posts und die Bilderflut, ich konnte nicht anders 😙)