Sehen Sie, Sie sehen nichts

Wie gut das Heimo hier oben im Norden inzwischen ja auch ein Stück weit zuhause ist. So war es nicht ganz so schlimm, dass die heutige Runde durch die Bornhorster Wiesen und an der Hunte nicht wirklich sightseeingtauglich war.

Als ich zum Feierabend auf mein Fahrrad stieg, schien noch die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Aber schon zum Ende der nur 15 minütigen Tour nebelte es sich ein und zum Laufstart eine knappe halbe Stunde später hüllte sich die Stadt schon wieder ins Nebelgewand und die muckelige Temperatur vom Nachmittag sauste ruckzuck runter auf 7°.

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In der Stadt hielt sich die Dichte des Nebels noch in Grenzen, aber im freien Feld war denn Essig mit Gucken. Von den Bornhorster Wiesen war nichts zu sehen und die Hunte konnte man links des Weges gerade noch ausmachen. Ohne Sicht verändert sich auch das Gefühl für die Entfernungen und die wenigen Kurven der Strecke tauchten sehr plötzlich auf. Die Huntebrücke machte sich nur langsam und schemenhaft sichtbar.

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Verstärkt wurde der Effekt noch durch die rasch hereinbrechende Dunkelheit. Aber durch Nebel und Dunkelheit zu laufen hat seinen ureigenen Reiz, den ich allerdings etwas besser genießen konnte als Heimo, dessen benebelte Brille die Sicht noch zusätzlich reduzierte.

Auf den letzten Kilometern kam zum zweiten Mal meine neue Lauflampe zum Einsatz. Ich schreibe bewußt Lauflampe, weil diese Lampe eben keine Stirnlampe ist, sondern an der Brust getragen wird. Für mich, der die Funzeln an der Birne nie mochte, sehr angenehm. Aber auf diese Lauflampe werde ich demnächst nochmal gesondert eingehen.

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14 km rissen wir auf dieser nebulösen Tour im recht flotten Tempo ab. In ca. sechs Wochen wird sich die nächste Gelegenheit für einen gemeinsamen Lauf ergeben und dann gibt es hoffentlich auch wieder mehr zu sehen 🙂

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18 Kommentare zu “Sehen Sie, Sie sehen nichts

  1. Lieber Volker,

    bei Rainer Nebel, bei Dir Nebel – es ist auf jeden Fall November…! 😉 Du bist, genauso wie auch Rainer, jederzeit herzliche Willkommen um eine Runde oder zwei bei mir in der Sonne zu laufen. Wir haben hier oben sehr selten Nebel, worüber ich wirklich froh bin – manchmal finde ich ihn zwar mystisch und schön, auf Dauer ist er aber kalt und ungemütlich!

    Ich drücke Euch die Daumen, dass die Sichtverhältnisse in etwa 6 Wochen besser sind!!

    Liebe Grüße Anna 🙂

    • Liebe Anna,

      Nebel haben wir eigentlich auch nicht so häufig. Aber diese Tage ist er teilweise recht hartnäckig.

      Auf die Einladung für einen Sonnenlauf komme ich noch gerne zurück. Aber das muß leider noch etwas warten, ich kann ja leider nicht schon wieder mal schnell nach Österreich fahren 😦

      Für die Sichtverhältnisse in 6 Wochen bin ich optimistisch 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Hey Volker,

    wollen wir nicht mal Annas Einladung annehmen? Das wäre doch auch mal eine schöne Sache 😉

    Ich bin mal gespannt, was mich morgen früh erwartet. Dann blase ich vermutlich mal wieder ins Nebelhorn. Aber zum Glück wird es dann schon leidlich hell sein, so dass ich auf eine Lampe verzichten kann.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Lieber Rainer,

      das wäre wirklich eine schöne Sache. Aber leider muß das noch etwas warten. Wenn ich jetzt wieder nach Österreich reisen würde, würde Jens mich killen. Und mein Chef wohl auch 😯

      Einen schönen Lauf morgen früh wünsche ich Dir, ob mit oder ohne Nebel!

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,

    ein Lauf in der Dunkelheit mit Nebel…das ist doch herrlich, und dann noch in Begleitung, sehr schön. Ich durfte alleine bei ähnlichen Bedingungen und 5°C nach Hause laufen 😎
    Eine Brustlampe? Na da bin ich aber gespannt, ich stell mir das eher nicht so toll vor, blendet das Licht einen nicht?

    Salut

    • Lieber Christian,

      im Nebel ist es schon ganz schön schattig, aber solche Läufe haben definitiv was 🙂

      Nein, das Licht blendet überhaupt nicht, dass ist ganz pfiffig gelöst durch die Struktur des Glases vor der Lampe.

      Moin Moin
      Volker

  4. Hey, du siehst da doch richtig was. Ich hatte gestern abend keine 10 Meter Sichtweite im dunklen Nebel – trotz Lampe. War irgendwie unheimlich. Und nach gefühlten Wochen ohne blauen Himmel wird es dringend Zeit dass sich der Nebel endlich mal lüftet.

    • Ok, mit 10 Meter Sichtweite konnten wir gestern nicht mithalten, es waren aber auch schon so wenig genug, geschätzte 20 bis 30 m 😉

      Sonne hatten wir ja gestern schon und auch jetzt ist schon zu erkennen, dass es heute ein sonniger Tag wird, der Nebel ist weg und der Himmel glasklar.

      LG Volker

      • Bei uns auch. Gefühlt zum ersten Mal seit Ewigkeiten sehe ich etwas blau am Himmel. Und das wo alle von dem traumhaften Herbst schwärmen :/

      • Also ich mag über diesen Herbst auch nicht meckern. Ich hoffe nun kommen die schönen Seiten auch zu Dir!

  5. Lieber Volker,
    also ich sehe zumindest 2 Dunkelmänner on the road… 😉 Nicht dass Ihr noch die Schafe an der Hunte erschreckt oder Deine Groupies…
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      ein Schaf ist tatsächlich geflüchtet, allerdings war da sogar noch ein Zaun dazwischen 😉

      Und wenn es uns auch nicht rechtzeitig genug gesehen hat, hören hätte es uns sicher können. Es gibt ja immer viel zu erzählen 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker, irgendwie ist es auch schön, auch wenn die Feuchtigkeit durch und durch geht, trotzdem mag ich es auch, und zu zweit lässt sich alles über quatschen !! 😉

    • Liebe Margitta,

      der Nebel nässt schon ganz schön und bleibt dabei so herrlich im Bart hängen 😀

      Wenn man sich nur alle paar Monate mal sieht, gibt es halt schon viel zu erzählen 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,
    Schön! News vom „dunkellaeufer.de“ 😉
    Da hattet ihr ja wirklich einen wunderbaren Herbstlauf – dass sich das Gefühl für Entfernungen bei so schlechten Sichtverhältnissen stark ändert, kenne ich auch. Da frage ich mich manchmal, ob mir jemand eine neue Kulisse ins Bild geschoben hat! 😀

    • Liebe Doris,

      also von einer ins Bild geschobenen Kulisse war nichts zu sehen. War einfach zu nebelig :mrgreen:

      Liebe Grüße
      vom dunkelaeufer 😀

  8. Lieber Volker,

    Dunkelheit und Nebel ist zu zweit deutlich netter als alleine, find ich. Der eine Winter, den ich mit Hakan in Dunkelläufen bestreiten konnte, hat mir das deutlich gezeigt.

    Mal gespannt, was Du über die Lauflampe zu sagen hast.

    Gruß
    Anja

    • Liebe Anja,

      doch, dass ist schon netter. Gesellschaft lenkt einen davon ab, dass einen ansonsten nichts ablenkt 🙂 Das habe ich auch gestern am Utkiek wieder gemerkt.

      Nach den ersten drei Läufen gefällt mir die neue Lampe sehr gut. Aber wie gesagt, die bekommt bei Gelegenheit noch einen eigenen Artikel.

      Liebe Grüße
      Volker

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