Bestätigt

Vorgestern hatte mein Physio und Osteopath Zeit (selbst ihn darf ich nicht mehr ohne Schnelltest aufsuchen, was für ein kranker Wahnsinn). Grundsätzlich ist meine körperliche Bruchbude und speziell das Fundament, sprich das untere Gebälk in Ordnung. Kein orthopädisches Problem, keine Entzündung. Allerdings bestätigte sich, was ich mir selber schon vor einigen Wochen gedacht hatte, es herrscht depriverursachte (Ver-)Spannung in der besagten Bude. Das wiederum hat Auswirkung auf den gesamten Bewegungsapparat und führt beim Laufen schlußendlich zu den Problemen in den Achillesfersen.

Lösung: Dehnen, Entspannen, Schwimmen und nur so lange laufen wie es schmerzfrei möglich ist, sprich so gerade mal fünf bis sechs Kilometer. Na, dass sind ja immerhin schon fünf bis sechs Kilometer mehr als gar nicht laufen.

Gestern hatte ich das zusammen mit Torben gleich in die Tat umgesetzt und damit die fünf Kilometer trotzdem einen gewissen Reiz hatten, hatte es im Strömen geregnet 😀 Trocken war es heute, als ich nach ein paar Tagen mal wieder im See war, wo diesmal sogar nichts klappte. Aber in mir ist eh schon der Entschluß gereift, dass ich dann, wenn ich wieder normaler Teil der „normalen“ Gemeinschaft sein darf ohne dabei zu verarmen, einmal Unterricht in Sachen Kraulen nehmen werde. Bis dahin laufe ich erstmal Kurzstrecke und hoffe weiterhin auf ein paar warme Herbsttage zum Schwimmen (wobei mein Physio sagt, ich solle nicht nur kraulen sondern auch mal Brustschwimmen).

Also weiter geht`s auf kleiner Flamme. Immerhin geht es mir psychisch so gut wie schon lange nicht mehr. Der Urlaub hat gut getan und seitdem ich zusammen mit ein paar Millionen anderen politisch zum Menschen zweiter Klasse abgestempelt wurde, hat sich bei mir irgendwie ein Schalter umgelegt und ich fühle mich einigermaßen wohl in dieser Rolle des Außenseiters, Unsolidarischen, Bekloppten oder was auch immer.

Der Herbst wird in vielerlei Hinsicht spannend.

Du stellst Dich gar nicht so dumm an

… Mit diesem Lob adelte mich heute morgen Torben, nachdem ich mit ihm das erste Mal im Freibad gewesen bin. Im Freibad, das sich gerade mal ca. einen Kilometer von meinem Zuhause entfernt befindet und in dem ich den 20 Jahren, die ich jetzt in Oldenburg lebe, noch nie gewesen bin.

Weil ihm das Wetter zum Laufen zu schlecht war, schrieb mir Torben gestern sehr bestimmend, dass wir heute schwimmen gehen. Da bin ich noch vom Kleinen Bornhorster See ausgegangen, Torben wollte aber ins Schwimmbad und ich ahnte Schlimmes. Dort sollte ich dann nämlich mal kraulen und nach ein paar Zügen sagte er mir, dass er nicht genau erkennen könne, was für ein Schwimmstil das sein solle 😳 Beim Brustschwimmen sah das zwar schon besser aus, aber er sagte, dass ich ja kraulen lernen wollte.

Torben stellt sich als guter Schwimmlehrer heraus und er nahm mir ruckzuck, das Unbehagen davor mit dem Kopf unterzutauchen. Mit Gesicht unter Wasser und angehaltenem Atem lernte ich von ihm dann die ersten richtigen Kraulzüge und es funktionerte nach einigen Korrekturen wirklich gut. Auch das Ausatmen unter Wasser bekomme ich schon hin. Was noch fehlt ist die schwierigste Disziplin, das Einatmen im richtigen Moment. Das haben wir heute nur ganz kurz angerissen.

Nichtsdestotrotz bin ich nach der heutigen Dreiviertelstunde richtig happy, dass die ersten Schwimmzüge unter professioneller Anleitung so gut geklappt haben. Auch wenn mir mein Gepaddel im Kleinen Bornhorster See in Sachen Kraulen nichts gebracht hat, so habe ich über die letzten Wochen dort immer etwas ein Gefühl fürs Wasser entwickelt. Wenigstens das kam mir heute zugute. Bedauert habe ich gegenüber Torben nur, dass wir jetzt erst so spät erste Mal ins Freibad gegangen sind. Offiziell endet die Freibadsaison nämlich schon am 12.09., wenn sich nicht noch schöneres Wetter einstellt, dann könnte sie noch verlängert werden. Aber besser spät als nie und vielleicht kann ich das Ganze ja auch noch im Hallenbad fortsetzen. Nach heute habe ich nämlich die Ahnung, dass mir das wirklich Spaß machen könnte 🙂 Schließlich äußtere Torben schon die Sorge „Nicht das Du noch besser wirst als ich“. Hahahaha, wenn ich sehe wie irre schnell und elegant er durchs Wasser pflügt, braucht er in diesem Leben sicher keine Angst davor haben 🙂 Ich muß es ja wirklich überhaupt erstmal lernen.

Ansonsten hielten sich meine sportlichen Aktivitäten diese Woche in Grenzen. Einmal war ich noch um die 23 km mit dem Fahrrad unterwegs und bin einmal zum Kleinen Bornhorster See geradelt und habe dort etwas „gepaddelt“. Gestern bin ich nach eineinhalb Wochen eine kurze Runde laufen gewesen. Das war auch schön. Die Lichtstimmung war bezaubernd und die 8,6 Barfußkilometer ein Genuß.

Das Schönste: Nach dem gestrigen Lauf und dem heutigen Schwimmen ist die bleiernde Depression, die die ganze Woche auf mir lag, abgefallen. Wahnsinn, Sport macht einfach glücklich ❗

Mach dich mal locker

Wer diesen Titel auf meinen vorherigen Post bezieht liegt falsch. Zu dem Thema locker zu bleiben wird mir zu Eurem und zu meinem Leidwesen und auch zum Leidwesen meiner Gesundheit wohl weiterhin nicht gelingen.

Das Problem scheint eher, dass diese Umstände und auch die Umstände meiner Depression zu einer gesamten körperlichen Verspanntheit führen. Seit Monaten kasper ich schon mit Schmerzen an den Achillesfersen rum, mal mehr mal weniger. Am Montag noch lief ich erst so locker los, dass ich die Runde wieder verlängerte, auf das Schwimmen verzichtete und deshalb meinen Rucksack umsonst mitgeschleppt hatte. 17 km bei wieder einmal einem grandiosen Wolkenschauspiel kamen zusammen.

Ab ca. 11 km wurde es aber doch wieder hölzern und ich hätte mir gewünscht, doch lieber schwimmen gegangen zu sein. Das hatte ich am nächsten Tag nachgeholt, die Anreise erfolgte aber mit dem Fahrrad, weil speziell die rechte Achillesferse extrem maulig war. Dafür entschädigten frische 17 ° mit einem leeren Strand und See.

Meine Fußsohlen haben offensichtlich eine neue Evolutionsstufe erreicht und ich kann jetzt auch auf wesentlich raueren Asphalt barfuß unterwegs sein als bisher. Allerdings scheine ich diese Streckenabschnitte trotzdem noch mit einer gewissen Verkrampftheit zu nehmen, was sich zu der oben geschilderten Verspannung hinzugesellt. Das alles wo ich in den letzten Wochen doch wirklich grottenlangsam unterwegs bin.

Ein Lauf mit Torben und etwas Regen:

Darum werde ich meinen Fokus erstmal massiv darauf legen, meinen Körper beim Laufen zu entspannen. Gestern nutzte ich dazu sogar Formeln vom Autogenen Training. Darüberhinaus übe ich mich mal wieder ausführlich im Dehnen und gönne meine Achillesfersen nach dem Laufen ordentliche Eiskühlung.

Das mir die Probleme schon so lange das Laufen vermiesen und den Spaß daran mindern kann ich eigentlich gerade jetzt so gar nicht gebrauchen. Aber vielleicht klappt es ja, mich einfach mal locker zu machen und dieses auch etwas mehr auf den Alltag zu übertragen. Ich brauche ja offensichtlich noch einen langen Atem.

Greenland

Versaut hat man mir einen Teil meiner liebsten und kuscheligsten Barfußstrecke. Der Einstiegssandweg für meine Strandfeelingstrecke im Gellener Moor wurde mit Steinen „verbessert“, wie gemein 😦

Dabei wollte ich doch meinen Füßen mal wieder so richtig etwas Gutes tun. Naja, jetzt ist es erstmal so wie es ist und es wird schon ne ganze Zeit dauern, bis die Steine wieder untergebuttert worden sind. Da bin ich halt auf die umliegenden Asphaltstraßen ausgewichen und durfte feststellen, dass diese auf vielen Kilometern einen wirklich geschmeidig glatten Asphalt aufzuweisen haben. Wenn dieser Asphalt auch keinen weichen Sand ersetzen kann, so bot er doch das Maximum an Barfußkomfort, was auf der Straße möglich ist und entschädigte weitestgehend für die entgangene Sandkur.

Absolut top waren auch die Ausblicke auf das Geestland. Üppig grün lag es da, überstrahlt von einem malerischen Wolkenhimmel. Ich traf kaum auf Menschen und alles wirkte so friedlich. Ein Top-Lauf über 11 km.

Greenland:

Zwei Tage später ging sich auch endlich mal wieder ein Lauf mit Torben aus.

Der erste Lauf im August sollte eigentlich nur eine ca. 11 km langer Feierabendlauf zum Kleinen Bornhorster See sein, aber es lief so gut, das Wetter war so toll und die Stimmung so schön, dass es schlußendlich 18 km wurden.

Mit der Schwimmerei komme ich im Moment nicht so recht voran, was daran liegt, dass es am See jetzt immer recht voll ist. Macht aber auch nichts, Laufen ist ja auch irgendwie ganz schön 😉 😆

Ohne Dich

Die im vorherigen Post erwähnten 15 Tage Laufpause sollten genug sein. Drum ging ich am Montag wieder laufen um der längsten freiwilligen Laufpause ever ein Ende zu setzen. Ausgeruht waren dabei in erster Linie die Fußsohlen und schnurten klaglos über den üblen Asphalt rund um den Großen Bornhorster See, den sie sonst nur mit Sandalen zu überlaufen bereit sind. Ansonsten aber verflog die Hoffnung auf einen geschmeidigen Wiedereinstieg. Trotz angenehm niedriger Temperatur wollte kein Fluss aufkommen, auch nicht nach dem Bad im Kleinen Bornhorster See. Aber immerhin konnte ich 11 Barfuß-Kilometer in meine bis dato klägliche Juli-Statistik eintragen.

Am Mittwoch überlegte ich zum Ende meines Home-Office-Tages Jens zu einer Nordic-Walking-Runde zu animieren, während ich meine Laufrunde drehe. Es sollte anders kommen. Als Jens an diesem Tag einige Zeit nach mir aufstand und ich die ersten Worte mit ihm sprach, stimmte etwas mit ihm nicht. Ein Anruf in meiner Hausarztpraxis mit Schilderung der Symptome führte zu dem Kommentar „Kommen sie nicht, wählen sie gleich den Notruf 112“ und wenige Zeit später stand ein Rettungswagen auf unserer Auffahrt. Die dreiköpfige Besatzung kümmerte sich in unserer Küche um Jens und nach ca. einer halben Stunde rollte der Rettungswagen mit ihm vom Hof. Ins 30 km entfernte Westerstede wurde er gebracht, da sich die zuständige Oldenburger Klinik abgemeldet hatte. Erst am Nachmittag hörte ich erstmals etwas von ihm, da ging es ihm zum Glück schon wieder besser, er solle aber mindestens fünf Tage im Krankenhaus bleiben. Ich fuhr zur Klinik und brachte ihm eine Tasche mit allem Nötigen. Besuchen konnte ich ihn bei der Gelegenheit nicht, Corona läßt grüßen. Abends versuchte ich mich mit einem Lauf abzulenken, was leidlich funktionierte, ein Durchschnittspuls von 160 bei einer Pace von 6:35 sprach da Bände.

Am nächsten Tag dann kam mittags die Entwarnung, nachdem man Jens in der Klinik einmal komplett auf links gedreht hatte, bestätigte sich die anfängliche Befürchtung nicht und er durfte sogar schon wieder nachhause. Was für ein Schreck mit guten Ausgang. Die Gedanken, die einem in dieser Zeit durch den Kopf gehen, sind unbeschreiblich. Nach über 20 gemeinsamen Jahren mit all ihren Höhen und Tiefen, kann ich folgenden Liedtext nahezu voll und ganz unterschreiben:

Ob es an dieser Erleichterung lag, weiß ich nicht, aber der heutige Lauf war endlich mal wieder einfach nur schön. Sehr langsam, aber auch sehr entspannt lief ich erneut die Strecke vom Montag, erneut überliefen die Fußsohlen den schraddeligen Asphalt und erneut ging ich im Kleinen Bornhorster See ins Wasser und ließ mich nicht einmal von einer Gruppe Kinder entmutigen, die von ihrem Trainer ins Wasser gescheucht wurden und wie die Fische schwimmen konnten, kraulend und rückenschwimmend.

Ende gut, alles gut, in zweierlei Hinsicht. Wobei natürlich das erste so immens viel wichtiger ist. Gesundheit ist alles, ohne Gesundheit ist alles nichts. Das wurde mir, wurde uns mal wieder deutlich vor Augen geführt und über den glimpflichen Ausgang sind wir sehr glücklich und dankbar.

Wettkampf

Bleibe ich der Begrifflichkeit „Kampf“ doch noch etwas treu. Nachdem ich in meinem letzten Beitrag „Kampf“ von meinem erschütternden Zustand berichtet hatte, der sich unter anderem in einem exorbitant niedrigen Lauftempo niederschlägt, hatte ich es gestern trotzdem gewagt mich einem „Wettkampf“ zu stellen. Da auf die Schnelle kein entsprechender Lauf zu finden war, habe ich es stattdessen mit einem läuferischen Sparringspartner allererster Güte aufgenommen, der da wäre:

Tadaaaaaaa

Auf die Plätze! Fertig! Los! :

Aber ich hatte keine Chance, die Granate ist mir einfach auf und davon gezogen 😦 :

Frustrierend, aber ich mußte ja auch noch den dicken Stein auf dem Bild umlaufen 😯

Nur gut, dass ich es mir gleich erspart hatte, es mit diesen Rennpferden aufzunehmen:

Den letzten Kilometer meiner gestrigen gut 14 km konnte ich nicht mehr unter 7er Schnitt laufen. Ging einfach nicht! Unmöglich! Der Asphalt klebte förmlich an den Fußsohlen. Es ist so bitter 😦

Gut, dass es wenigstens vom Vortag einen wirklich sensationellen Erfolg zu feiern gibt. Zu der Zeit wo Deutschland gegen England verlor, bin ich bei feinstem Regen zum Kleinen Bornhorster See gelaufen und dort das ERSTE MAL IN MEINEM LEBEN 100 M AM STÜCK GESCHWOMMEN! Ich bin so stolz! Und ich bin bestimmt sogar schneller geschwommen als ich gestern gelaufen bin 😆

Mit dem Wettkampflauf beendete ich dann auch den ersten Teil des Laufjahres 2021. Mein Ziel, dieses Jahr im Schnitt monatlich 200 km zu laufen, hinke ich mit 90 km hinterher und wird nicht mehr ernsthaft verfolgt. Davon abgesehen und unter Anbetracht der diesjährigen Umstände bin ich mit den gelaufenen Kilometern sehr zufrieden. Es sind bei mir also doch noch nicht Hopfen und Malz verloren 🙂

Kampf

Meine Depri hat mich zur Zeit wieder stärker im Griff und es ist dadurch wieder ein verstärkter Kampf den Alltag zu bestehen, während ich mich doch am liebsten an einen einsamen stillen Ort zurückziehen würde. Da ist es auch nicht gerade förderlich, dass sich das Laufen für mich zur Zeit auch nicht sonderlich leicht anfühlt. Zwar sind meine Beschwerden in den Achillesfersen nur noch hintergründig vorhanden, aber das Laufen fühlt sich zur Zeit einfach beschwerlich an und das Tempo ist sehr langsam.

Trotzdem ist es mir gelungen, diese Woche wieder einmal knapp die 50 km-Marke zu knacken und auch immer wieder etwas schwimmen zu gehen. Wie am Montag bei Dauerregenwetter, wo es am herrlich leer war und der See in der kühlen Luft vor sich hin dampfte.

Nach dem Dauerregen stand das Wasser teilweise noch tagelang auf den Wiesen, aber die Luft war für Mensch und Tier wieder etwas angenehmer. Auch wenn ich beim Laufen schwitzte wie die S.. 🙂

Zum Ausklang der Laufwoche widerstand ich dem Ruf ins Gotteshaus (ich liebe das Geläut der Ohmsteder Kirche, auch wenn es in dem Handy-Video etwas schepprig klingt) …

… und lief lieber in Gottes Natur, obwohl die aufgrund des schönes Wetters recht bevölkert war. Speziell am Kleinen Bornhorster See war schon am Vormittag viel Betrieb bei bester Badestimmung. Deshalb reichte auch ein kurzer Sprung in die Fluten, bevor ich mich wieder nach Hause trollte.

Dieser Lauf fühlte sich immerhin schon einmal wieder etwas besser an. Irgendwann muß es ja wieder aufwärtsgehen und wird es auch. Bis es soweit ist wird eben gekämpft 🙂

Katzen und die längste seit Trier 2015

Torben mag Katzen und er ist immer noch ganz traurig, dass die Nachbarskatze, die sich wohl mehr bei ihm als bei ihrem eigentlichen Dosenöffner aufgehalten hatte, weggezogen ist. Beim Laufen bedeuten Begegnungen mit Katzen regelmäßig kurze Unterbrechungen, weil Torben mit den Katzen Kontakt aufnehmen möchte. Heute waren es gleich vier Katzen. Die erste Katze war von drei Kindern umringt und Torben beließ es bei der Frage wie die Katze heißen würde. Die drei anderen Katzen hingegen hielten nicht viel von den Annäherungsversuchen und machten sich allesamt aus dem Staub, was auf dem zweiten Bild eindrucksvoll zu sehen ist 🙂 Ich selber habe nichts gegen Katzen, also nichts Wirksames zumindestens 😆 , solange sie nicht, wie erst im Winter geschehen auf unsere Fußmatte p…. ähhh urinieren 👿

An Sonntagen führt uns unser Laufweg inzwischen fast schon routinemäßig zum Kleinen Bornhorster See, wo wir auch am vergangenen, schon vormittags superwarmen und schwülen Sonntag ins Wasser gegangen sind und es bei mir sogar für die ersten Schwimmbewegungen gereicht hat.

Am heutigen Feiertag ging es wieder zum See und wieder hinein in die Fluten. Dabei bin ich heute die wohl längste Strecke seit meinem Schwimmbadbesuch anläßlich unseres damaligen Bloggertreffens in Trier vor ziemlich genau sechs Jahren geschwommen. So um die 50 m mögen zusammengekommen sein. Und was soll ich sagen? Das Schwimmen ist noch genaus so anstrengend wie 2015 😛 Aber es hat auch Spaß gemacht und ich hatte heute erstmals nicht mehr das Bedürfnis das Wasser wegen dessen Temperatur zu verlassen. Irgendwie scheine ich so langsam auf den Geschmack zu kommen, wie auch Lizzy in ihrem Kommentar auf meinen letzten Blogbeitrag feststellte 🙂 Sie findet es toll und -ganz ehrlich- ich auch! 🙂 Schaun wir mal was sich ergibt, vielleicht schaffe ich ja bis zum Ende des Jahres schon 100 m 😆

Die Strecke zum Kleinen Bornhorster See beträgt für mich, mit Schlenker bei Torben vorbei, immer gute 6 km. Das paßt sehr gut, da man gut aufgewärmt, aber nicht überhitzt am See ankommt und danach herrlich erfrischt nicht allzu weit wieder zurückläuft. Das macht summa summarum einen tollen Einstieg in den Tag.

Düt un dat

Gestern Abend war mein Blogwart-Lauf schon eine Woche her und statt laufen bin ich gestern zu der Zeit schon in die Heia gegangen. Ich kann fast nicht sagen, was schöner war 😛 Seit gestern ist auch die Ausgangssperre schon wieder passé, aber ich bin die ganze Woche eh wieder zu zivileren Zeiten gelaufen. So am Sonntag, wo Torben und ich gemeinsam die Wassertemperatur vom Kleinen Bornhorster See erkundet hatten. Also die Luft hatte an dem Vormittag ca. 8 ° und das Wasser fühlte sich ähnlich an. Es war wirklich herrlich und wir liefen beide nach dem Bad mit einem breiten Grinsen und muckelig warm weiter 😀

Noch kälter und vorallem nasser war es bei meinem Lauf am Dienstag …

… genauso wie am Mittwoch mit Torben.

Heute gab es den ersten Barfußlauf im Mai und es war gleichzeitig der erste Lauf seit längerer Zeit, der sich wirklich von vorne bis hinten super locker anfühlte und mich gute 16 km lang vor mich hin grinsen ließ. Wenn es überhaupt eine Beeintächtigung gab, dann war es die, dass mich fast die ganze Zeit ein grauenhafter Ohrwurm begleitete. „Ich trink auf dein Wohl, Marie“ von Frank Zander. Ich habe dieses Lied nirgends gehört und kenne auch keine Marie, keine Ahnung, wo diese Eingebung in meine Hirnwindungen herkam und ich verzichte zu EUREM WOHL auch auf eine Youtube-Verlinkung.

Apropos Hirnwindungen. Erst vor zwei oder drei Wochen dachte ich bei einem Stopp an meiner Lieblingsbank in den Bornhorster Wiesen, dass diese so langsam in die Jahre gekommen ist und ich fürchtete, dass man sie vielleicht bald einfach nur entfernen würde. Prompt fand ich heute eine neue Bankgruppe dort vor. Hurra. Das freut mich wirklich, dass die alte verwitterte Bank tatsächlich erneuert worden ist.

Das war das Düt un Dat der vergangenen Woche, morgen soll es warm werden und ich bin gespannt, ob ich meinen Mitläufer noch einmal ins Wasser bekomme 😎

2 + 13 und 16 + 13 + 9

Freitagmittag, Feierabend, Wochenende. Ab nach Hause, Essen und dann aufs Sofa, zwei Stunden schlafen und den im Anschluß geplanten Lauf gleich mal auf Samstag verschieben. Am Abend des selben Tages ging es gegen 23 Uhr ins Bett, um am Samstag gegen 12 Uhr, also nach 13 Stunden, wieder aufzustehen. Binnen kürzester Zeit 15 Stunden pennen, meine Güte, aber ich hatte ja gerade erst geschrieben, dass ich zur Zeit bis zum Abwinken schlafen kann.

Immerhin war ich dafür am Samstag leidlich ausgeschlafen genug um auf die selbe 16 km-Barfuß-Runde zu gehen, die mir eine Woche vorher zum Ende hin so schwer fiel. Diesmal war alles in Ordnung, auch bei den Fußaußenkanten.

Am heutigen Sonntagvormittag lief ich nach nur neun Stunden auf einem 13 km-Lauf mit Torben zum Kleinen Bornhorster See. Ganz langsam scheint sich das Wasser etwas zu erwärmen, trotz nach wie vor durch den kalten Wind frischen Lufttemperaturen, aber die viele Sonne macht es wohl.

Am Nachmittag bin ich dann mit Jens ins Gellener Moor gefahren, wo ich während seiner Nordic-Walking-Runde noch einmal neun Kilometer barfuß gelaufen bin. Trotz anhaltender Kälte sind die Sandwege schon sehr mullig, obwohl es in den vergangen Wochen recht viel geregnet hat. Der Wind trocknet die Böden schnell aus.

Innerhalb von knapp 23 Stunden habe ich 15 Stunden geschlafen und nahezu direkt im Anschluß bin ich innerhalb von 26 Stunden 38 km gelaufen. Das soll mir in dieser Kombination erst einmal jemand nachmachen 😀 😆 😛