Vollproll oder Rocky Balboa läßt grüßen

Mangels Alternative pfeife ich mir zur Zeit einen Hitzelauf nach dem anderen rein. Just als ich gestern loslaufen wollte, fing es erst an einzelne dicke Tropfen zu regnen und anschließend grummelte es. Dabei sah das Regenradar völlig unauffällig aus. Erst ein nochmalige Aktualisierung des Radarbildes ergab, dass sich offensichtlich hinter der Stecknadel, die Oldenburg markiert, eine Regenwolke verbarg, die sich direkt über der Stadt zu einem Gewitter entwickelte. Aber nach nur einer halben Stunde hatte sich das kleine Gewitterchen nach Westen verkrümelt und ich konnte loslaufen. Die Luft war nun allerdings zum Schneiden und auch nach dem Kurzgewitter hatte es noch 29°.

 

Da hab ich das getan, was ich bei großer Hitze gerne tue, mir ein Baumwollhemdchen übergeschmissen. Was sonst nur ekelig ist, mag ich bei solch extremen Bedingungen, dass mir der Fetzen auf der Haut klebt und kühlt. Hat son bischen was von Rocky Balboa, wenn ich auch mit seinem Körper nicht ganz mithalten kann, zumindestens nicht mit dem zu damaliger Zeit 😆

 

Als ich zum Ende des Laufs in meiner Straße den Garmin stoppte und die Auffahrt hoch spazierte, grummelte es wieder und während ich noch auf der Gartenbank etwas abdampfte fing es an zu regnen und ich blieb einfach sitzen, herrlich! 😀 Als das Gewitter dazu kam, habe ich mich dann aber doch ins Haus verkrümelt.

29.05.18 05

Von Gewitter, Wolken oder einfach nur einem Schauer zur Abkühlung konnte ich heute nur träumen. Nach einem Routinecheck beim Zahnarzt bin ich gleich weiter zum Laufen in die Bornhorster Wiesen gefahren. Es war genauso warm und schwül wie gestern und nach nur 200 m entschied ich mich aufgrund totaler Einsamkeit mein Baumwollshirt gleich ganz auszuziehen. Über 11 km habe ich mir das noch nie gegeben. Aber bis auf ein paar (Renn-)Radfahrer war bei diesem Klima niemand sehen. Die letzten gut 6 km war ich so spärlich bekleidet wie noch nie, da ich da auch noch barfuß lief.

 

Der Vollproll läßt grüßen, aber angenehm war es schon, speziell wenn die wenigen Windzüge direkt an die Haut kamen. So bin ich gestern und heute zusammen immerhin schwül-feuchte 22 km gelaufen. Da muß man es sich halt selber schön machen 😛

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Idylle mit Schönheitsfehlern

Ein einziges Pfingstläufchen habe ich an diesem langen Wochenende hinbekommen, zuviel anderes stand auf dem Plan. Aber dieses Läufchen war ein wirklich tolles. Automobil hatte ich mich zum Gellener Moor begeben, ich wollte auf angenehmen Untergründen einen schönen Barfußlauf unternehmen. Auf weichen Sandwegen ging es los, wenn auch der erste an einigen Stellen mit Schotter „ausgebessert“ wurde, aber das ließ sich gut umlaufen. Nach gut acht Kilometern lief ich dann direkt ins Moor. Das explodierende Grün zaubert eine fantastische Stimmung ins Moor. Allerdings wurde dort die durch Einsamkeit gekrönte Idylle durch eine wahre Insekteninvasion getrübt. So lange ich im Laufschritt blieb war alles ok, aber wehe ich machte auch nur eine kurze Pause, dann wurde ich regelrecht von irgendwelchen blutsaugenden Viechern überfallen. Zum Ende des Laufs zierten reichlich Einstiche meine Beine und selbst meine Kopfhaut wurde durch das Buff gestochen.

Aber von dieser Kleinigkeit abgesehen war es ein genialer Lauf. Gute 10 km auf tollen weichen Naturwegen und knappe vier auf Asphalt. Die 14,1 km waren dabei ein neuer Barfußlängenrekord. Es hat wirklich Spaß gemacht *juck* kratz*  😆

72,14 %

Gestern konnte ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wieder am Utkiek aufkreuzen. Dank der Zeitumstellung konnte die Lauflampe das erste Mal zuhause bleiben und auch die zahlreichen Regenschauer des Tages hatten pünktlich zum Lauf ihren Dienst quittiert. Das alles und auch der Sonnenschein halfen aber nicht darüberhinweg, dass meine Beine schwer und die paar poppeligen Höhenmeter beschwerlich waren. Lag es an dem 18 km-Lauf zwei Tage zuvor? Müßig sich darüber Gedanken zu machen.

Den schweren Beinen zur Liebe wollte ich den nächsten Lauf auch erst irgendwann in den kommenden Ostertagen unternehmen. Allerdings lockte der heutige Karfreitag mit dem besten Wetter, das für die Feiertage vorhergesagt ist. Somit habe ich meine Beine doch zum Laufen überredet und ihnen zur Belohnung eine längere Barfußetappe versprochen. Nicht gerechnet hatte ich aber mit dem ausgesprochen lebenhaften Ostwind, der der ersten Hälfte des Laufes eine unerwartete Anstrengung verleihte, so dass ich gar nicht auf das Wohlbefinden der Beine achten konnte 🙂

Ohne nachzudenken war ich wieder auf meiner alltäglichsten Alltagsstrecke unterwegs. Nach exakt 3,9 km pellte ich mich aus den V-Runs und trabte locker auf dem Feldweg neben dem Geestrandgraben her.

30.03.18 01

Nach knapp 1,5 km ging es dann weiter zu den Bornhorster Wiesen. Diese hatten noch einmal ordentlich Nachschub an Wasser erhalten, was offensichtlich auch die Graugänse nach wie vor zum Bleiben animiert. Auf jeden Fall waren die Vogelschwärme im strahlenden Sonnenlicht wieder einmal ein grandioses Schauspiel.

Nach knapp 7 km konnte ich endlich dem Ostwind den Rücken zudrehen. Von nun an lief es locker und fluffig. Erstmals zog ich zum Ende der Huntestrecke meine Laufschuhe nicht wieder an. Die Treppe zur Huntebrücke ging ich aber vorsichtig, hier liegen leider immer wieder Scherben zerschmetterter Flaschen, aber die Rampe herunter konnte ich wieder entspannt laufen.

Vom Ende der Rampe bis nachhause waren es dann nur noch zwei Kilometer, auf den ich einigen Asphaltabschnitten übelster Qualität über den Randstreifen ausweichen konnte. Die allerletzten Meter genoß ich noch fußschmeichelnde Klinkerbürgersteige und dann war meine längste Barfußetappe auf sehr wechselhaften Untergründen zu Ende.

10,1 von 14 km, dass macht 72,14 % Barfußanteil. Die haben aber auch erst einmal gereicht, die Fußsohlen haben die Herausforderung zwar gut überstanden, aber signalisierten auch, dass es viel weiter trotzdem noch nicht sein muß. Aber sooo weit weg ist die vollständige Standardrunde in Barfuß gar nicht mehr. Irgendwann werde ich sie mal in Angriff nehmen, eilt ja nicht. Ach ja, die Beine haben sich übrigens überhaupt nicht gemuckt 🙂

Von der Landebahn abgekommen

Es ist ja unglaublich wieviel Zeit man vertuddeln kann um eine 35 m²-Wohnung herzurichten. So verbrachten wir nahezu den kompletten Freitag damit unsere Berliner Herberge herzurichten und zu möblieren. Samstag ging es dann noch auf ausführliche Shoppingtour in Sachen Interieur. Da mußte am heutigen Sonntag unbedingt ein Lauf her, der mich ausnahmsweise mal wieder über das Tempelhofer Feld führte 😉

Nur 200 m von der Haustür entfernt, konnte ich schon jede Großstadthektik, die sich Sonntags aber eh in Grenzen hält, hinter mir lassen und auf die ehemalige Einflugschneise des Flughafen Tempelhofs, die einstmals ein Friedhof war, einbiegen.

Nach gerade mal einem Kilometer erreichte ich dann das Tempelhofer Feld, das in seiner Weitläufigkeit nahezu mit meiner norddeutschen Heimat mithalten kann 🙂 Dazu begleiteten mich knalliger Sonnenschein und klare, kalte Luft. Kaiserwetter!

Nach fünf Kilometern bin ich dann ganz willentlich von der nördlichen der beiden Start- und Landebahnen abgekommen und auf den Trampelpfaden der großzügigen Rasenflächen barfuß weitergelaufen. Das ist auf dem Tempelhofer Feld gefahrlos möglich, da es eine hervorragende (Müll-)Infrastruktur und eine effektive Parkaufsicht gibt. Auf spitze Eisscherben muß man allerdings selber etwas aufpassen 🙂

Als ich mich zum Ende der Barfußetappe noch einen Moment sonnte, kam ein Ehepaar auf Fahrrädern daher. Er sagte zu ihr: Siehst Du, er hat warme Füße und Du nicht. Wobei sie in dicken Winterstiefeln steckte, aber auf dem Fahrrad ist das halt schon eine andere  Hausnummer, muß man fairerweise sagen 😀

Nach 5,4 km Barfußkilometern zog ich dann meine Leguano-Socks wieder an und trabte am Urban gardening-Feld vorbei …

… zurück ins traute, kleine Heim. Ein genialer 12 km-Sonnen-Lauf, während es in Oldenburg aus trübem Himmel schneite. Manchmal hat man halt doch Glück zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein 😀

 

Kind, zieh Dir Socken an

Nein, ich bekomme immer noch keine kalten Füße, auch bei der jetzt herrschenden Witterung nicht. Allerdings bringt meine Minimalschuhlauferei ein Problem mit sich, dass ich zuvor in klassischen Laufschuhen nicht hatte. Kann ich meine inzwischen heißgeliebten FiveFingers und meine Leguanos bei trockenem Wetter problemlos barfuß laufen, so ändert sich das bei Nässe. Sind Schuhwerk und Füße naß, fängt es bei mir irgendwann irgendwo immer an zu scheuern. Soweit so doof, aber Abhilfe ist ja nun wirklich kein Problem, rein in die gemeine Socke und ab dafür. Aber halt, die gemeine Socke ist nicht kompatibel mit den FiveFingers. Hier half mir das Internet weiter und ein paar Klicks und Tage später, trudelten sechs Paar Zehensocken bei mir ein.

Die wollten vorgestern natürlich sofort ausprobiert werden. Obwohl sehr dünn, wird es mit ihnen schon etwas enger in den V-Runs, geht aber noch. Und gute 14 km mit Feldweg- und Trampelpfadeinlage später pellte ich heile Füße aus nassen V-Runs und Zehensocken. So wollte ich das haben 🙂

 

Gestern gönnte ich mir einen Mittagspausentageslichtlauf. Wieder mit Socken an den Füßen. Diesmal allerdings die Leguano Socken. Die habe ich mir eigentlich gar nicht zum Laufen gekauft, sondern sie liegen immer im Auto, für den Fall, dass ich schnell mal was an den Füßen brauche. Umso überraschter war ich, wie schön und angenehm es sich in den Dingern laufen läßt, im wahrsten Sinne des Wortes wie auf Socken. Die wie Antirutschsocken aussehenden Leguanos sind extrem unauffällig am Fuß. Allerdings würde ich sie nur für Asphalt oder sonstige feste Untergründe empfehlen, da sie nicht so stabil am Fuß sitzen wie ein Schuh und deshalb z. B. bei plötzlichen Wendemannövern verrutschen können. Im Gelände wäre das sicher nicht so angenehm.

Bei passender Gelegenheit werde ich die Leguanos auf jeden Fall wieder anziehen, die Füße haben sich beim Laufen sauwohl in ihnen gefühlt. Trotzdem habe ich sie nach gut 4 km ausgezogen und bin noch einmal gute 3 km barfuß gelaufen, wobei ich bei nasskalten 3° den Blick auf die inzwischen wieder gefluteten Bornhorster Wiesen genossen habe.

Heute drehte ich eine kleine Runde zum Kleinen Bornhorster See, da Utkiek ausgefallen ist, wegen is nich. Diesmal mit den V-Trails und Zehensocken. Ein paar matschige Kilometer sorgten auch diesmal wieder für die nötige Testnässe und nach den insgesamt 10 km waren die Füße wieder, wie gewünscht, unversehrt.

Das waren drei Läufe, die mich nicht von den Socken gehauen haben, allerdings im positiven Sinne 😆

Reaktionen

Großes Publikum hatte ich als ich heute auf meiner Standardrunde nach 5,5 km die geteerten Wege durch das Naturschutzgebiet Bornhorster Wiesen erreichte. Sehr ruhiges, teils sonniges Novemberwetter bei um die 11° lockte massenhaft die Leute ins Freie. Meine V-Trails hatte ich schon gute eineinhalb Kilometer vorher ausgezogen und in den Rucksack verfrachtet.

Ein Barfußläufer im November erzielt Aufmerksamkeit und provoziert Reaktionen und das sogar überwiegend positive. Wo die Leute sonst in der Regel noch nicht einmal zum Grüßen fähig sind, erhielt ich heute bei einem älteren radelnden Päärchen von ihm einen gehobenen Daumen mit den Worten „sehr gut“ und der nächsten, ebenfalls älteren Radlerin entlockte es ein erstauntes „Oh“. Ein weitere Radfahrerin lachte mich erfreut an und bei einem jungen Paar auf Fahrrädern rief mir der junge Mann ein „Nicht schlecht“ zu. Immer wieder konnte ich beobachten wie die Blicke der Leute zu meinen Füßen wanderten. Manche guckten dann schnell wieder weg, wendeten den Blick in die Ferne, frei nach dem Motto, wenn wir so tun als ob wir den armen Irren nicht wahrnehmen, vielleicht tut er uns dann auch nichts 😆

Besonders genial fand ich es, dass ich auch noch, obwohl wirklich langsam im ungefähren 6:30iger Tempo unterwegs, einen anderen Läufer überholen und verblasen konnte. Der hat nur geguckt wie ein kaputtes Auto :mrgreen:

Es ist schon erstaunlich wie wenig es braucht um echten Exotenstatus zu genießen, man braucht nur die Schuhe auszuziehen 😀 Witzig war es und Spaß hat es gemacht, die Leute mal kurz aus ihrer Lethargie zu wecken.

Die gesamten 14,2 km bin ich übrigens halbe halbe gelaufen. 7,2 km V-Trails und 7 km barfuß.

 

 

Herbstleuchten

Bevor ich wieder anfange über mein Gelaufe zu schreiben, vorab eine Frage: Wie findet Ihr mein neues Tattoo?

22.10.17 01

Hehe, keine Panik, ist nur ein Fake. Wir waren zu einem fünfjährigen Firmenjubiläum bei einem Friseur eingeladen, für den Jens die Schaufenster dekoriert und da hat mir seine Tochter die Sterne verpaßt. Am nächsten Tag auf der Arbeit hatte ich mir den Spaß noch gegönnt, Chef und Kollegen zu schocken, danach habe ich mir die Sternchen wieder abgeschrubbt 😆

Etwas dauerhafter ist da wohl erstmal der Matsch, mit denen ich am Montag meine quietschgelben Leguanos vernünftig eingeweiht habe. Das Strahlegelb ist nach einem Törn um die beiden Bornhorster Seen fürs Erste Vergangenheit 😛 Ein Bild vom Jetztzustand habe ich aber vergessen.

Nach drei Tagen Berlin waren die beiden Seen auch heute mein Ziel. Nachmittägliche Sonne ließ das bunte Herbstlaub leuchten. Kurze Regenschauer sorgten für nasse Landschaften, die wie lackiert strahlten.

Und dunkle Wolken hinter sonnenbeschienenen, herbstlichen Bäumen sorgen für den finalen Farben-Overkill, einfach nur genial. Ich konnte mich gar nicht daran sattsehen.

Dazu paßte auch, dass es mir heute endlich mal wieder gelungen ist, etwas zügiger zu laufen, barfuß auf Asphalt und geplasterten Gehwegen sogar teilweise im 5:30iger Schnitt, was für mich nach dem Geschlönze der letzten Monate echt schon Highspeed bedeutet. Der Genußfaktor war auf jeden Fall sehr, sehr hoch! 😀

Testlauf, Regenlauf, läuft!

Vorgestern waren meine Scheuerstellen durch die Luxustreter nach sechs Tagen soweit abgeheilt, dass ich den ersten Testlauf mit den Vibram Five Fingers unternehmen konnte. Auf die Dinger war ich schon besonders gespannt. Schon viel von ihnen gelesen, werden sie in der Regel geliebt oder gehasst, dazwischen scheint es nicht viel zu geben.

Zu diesem Testlauf hatte ich mir eine automobile Anreise in mein Lieblingslaufrevier gegönnt. So konnte ich mich auf das Laufen in den Zehenschuhen konzentrieren ohne durch jeglichen Verkehr und sonstige Umstände abgelenkt zu werden und die Strecke dabei einigermaßen kurz halten. Lange Rede, kurzer Sinn, mir hat das Laufen in den Dingern echt viel Spaß gemacht und ich war gleich länger in ihnen unterwegs als ich es mir vorgenommen hatte. Neun Kilometer im Verhältnis sieben Kilometer Asphalt zu zwei Kilometern Feldweg.

Dabei durfte ich feststellen, dass ich noch nicht auf lange Strecken im Vorfußlauf geeicht bin. Die letzten ca. 2,5 Kilometer landete ich auf dem Mittelfuß, weil es für das Fahrwerk wohl etwas zu anstrengend wurde. War auch ok, klingt nur etwas lauter 🙂

Die VFF sitzen super, eine kleine Blase gab es aber trotzdem, was allerdings überhaupt keinen Vergleich zu den vielen Scheuerstellen mit den Joe Nimbles darstellt. Allerdings fand ich diese nun wirklich minimalen VFF ganz fürchterlich warm. Wenn sich das bei den nächsten Läufen bestätigt, brauche ich im Winter wohl keine kalten Füße fürchten 😀

Hassen oder lieben? Für ein entgültiges Fazit ist es nach einem ersten Lauf zu früh, aber hassen werde ich sie sicher nicht. Ob es im wahrsten Sinne des Wortes eine heiße Liebe wird, werde ich aber noch abwarten 😎

Jede Selbstbeherrschung verlor ich gestern angesichts des herrlichen Regens, der pünktlich zur Feierabendzeit einsetzte. Ich mußte einfach noch einmal laufen, auch wenn das Zeitfenster wegen eines Termins am Abend eng war. Für ein halbes Stündchen sollte die Zeit auf jeden Fall reichen. Und für ein halbstündiges Läufchen brauche ich jetzt auch keine Laufschuhe mehr anzuziehen 😎 Einziges Manko: Ich bin noch einmal ins Auto gestiegen um zum Start zu fahren.

Aus den geplanten fünf Kilometern sind dann vor lauter Begeisterung doch sieben Kilometer geworden. Fünf Kilometer Feldweg und zwei Kilometer nasser Asphalt mit ein paar piewarmen Pfützen.

Das war er also, mein erster Barfußlauf im strömenden Sommerregen. Ist Laufen im Regen für mich schon immer der pure Genuß, so ist Barfußlaufen im Regen dazu noch einmal eine Steigerung. Größte Herausforderung war gestern dabei im prasselnden Regen irgendwie aus den patschnaßen Klamotten zu kommen und dabei nicht das halbe Auto unter Wasser zu setzen. Dieses Unterfangen ist lediglich so leidlich gelungen 😆

Böse

Da hüpfte mein Herz vor Freude angesichts der vorhergesagten, üppigen Regenfälle und dann ist es schon ab dem späten Vormittag wieder trocken. Die Regenmengen, die anderorts teilweise schon zuviel des Guten sind, mogeln sich haarscharf an Oldenburg vorbei. Das ist nicht nett.

Regenradar 30.06.17 01

 

Regenradar 30.06.17 02

Nun denn, des anderen Freud ist des Deichläufers Leid. Aber ich will nicht ungerecht sein, gestern am Utkiek haben wir so richtig den A…., den Popo naß bekommen. Und ganz trocken blieb es dann bei meiner heutigen Runde ja auch nicht. Und schlußendlich reicht seichter Regen über 20 km auch für einen nassen A…. ääääh Popo 😛

 

Für meine Barfußetappen gibt es ja eigentlich nichts schöneres als einen Feldweg, es sei denn es ist ein nasser Feldweg 🙂 Da bleiben sogar die Füße nahezu sauber 😆

An der Hunte, deren Anblick mich hier dann doch etwas mehr erfreut als am Dümmer, dann Barfußetappe Nr. 2. Das wird schon Routine, egal bei welchem Wetter.

Die heutigen 20 km, genau genommen waren es sogar 20,1 km hieften mich dann auch noch über mein Halbjahresziel. Auf dem letzten Drücker liege ich üppige 2,7 km über den anvisierten 1.000 km. Aber egal, erreicht ist erreicht 🙂

30.06.17 10

Suchspiel

Schlapp gelacht hatte ich mich bei meinem heutigen Lauf. Warum erzähle ich gleich. Aber zuerst hatte mich darüber gewundert, dass am Großen Bornhorster See schon wieder große Baumstammstapel liegen. Schon im Januar wurden an der selben Stelle solche großen Stapel aufgeschichtet. Ich frage mich, wo die die alle wegholzen, so ein richtiger Wald ist ja nirgends in der Nähe 🙄

Aber egal, direkt hinter diesen Holzhaufen liegt meine Lieblingsbarfußtrainingsstrecke. Der Feldweg, zwischen dem Geestrandgraben und der Landstraße in die Wesermarsch, ist angenehm eben und fest. Ich laufe ihn immer bis zum Ende, schlüpfe aus Laufschuhen- und socken, verstecke die etwas im hohen Gras und laufe den Weg dann wieder zurück, mache dann eine erneute Kehrtwende und laufe wieder zu meinen Schuhen.

Dabei kommen immer gute 2 km zusammen. Allerdings hatte ich heute irgendwie nicht richtig gerechnet und da wo ich nach Kilometerangabe meiner Laufuhr meinte, dass dort meine Schuhe waren, waren sie nicht 😯 Geklaut konnte sie niemand haben, es war weit und breit keiner zu sehen gewesen. So lief ich die Böschung ab. Erst in die eine Richtung, nichts, dann in die andere Richtung auch nichts. Kopfkratzend stand ich da, als ich die etwas höhere Pflanze entdeckte, die ich als Markierung für meinen Schuhversteck auserkoren hatte und siehe da, da waren die Lauflatschen. Ich glaube ich habe sie bestimmt fünf Minuten auf 300 m Strecke gesucht und sah mich schon barfuß nach Hause laufen 😆

Ein paar Kilometer weiter, an der Hunte, mache ich immer eine weitere Barfußeinheit auf Asphalt. Die Schuhe habe ich da sofort wiedergefunden. Dieser fotogene, gar nicht scheue Hase hatte sie freundlicher Weise nicht versteckt 🙂

23.06.17 08

Auf den 19 km war ich 4,2 barfuß unterwegs und wurde dabei sogar von etwas Regen verwöhnt. Ein kurzer Schauer mit frischen Böen ließ mich in meinem Leibchen sogar fast schon etwas frösteln, herrlich! 🙂